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Mähwerke mit Schwadzusammenführung

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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Mähwerke mit Schwadzusammenführung

Beitragvon Manfred » Di Jun 18, 2024 9:16

Bisher hatte ich mit der Technik nichts zu tun.
Gestern war der Lohner testhalber mit einem Fendt Vorführer-Schmetterling mit Schwadzusammenführung zugange.
Zuerst hatte er bei sich einen Kleebestand gemäht, ohne Probleme.
Dann ging es bei mir auf eine 15. Juni Fläche mit gemischtem Bestand, dominiert von ca. 1 m hohem Weidelgras mit voll ausgebildeten Rispen.
Wo das Gras etwas dicker stand, bekam er dann Probleme mit der Schwadzusammenführung. Das Material hat sich ca. bis in die Mitte der Bänder gestaut und die Bänder haben dann angefangen, unter dem Gras durchzurutschen, so dass die Zusammenführung verstopfte.
Von der Wirkung der Zinkenaufbereiter war für mich optisch nicht viel zu sehen.
Das Material war dann anscheinend zu sperrig und zu leicht (zu wenig dicht), um von den Bändern sauber erfasst zu werden.
An der Geschwindigkeitseinstellung der Bänder zu drehen, hat leider nichts gebracht.
Auch ein hinzugerufener Mitarbeiter des Händlers konnte die Störungen vor Ort nicht beheben.
Mal sehen, ob sie das noch gelöst kriegen.

Wie sind eure Erfahrungen mit Schwadzusammenführung in solchem überständigen Gras?
Das Prinzip gefällt mir gut, aber es müsste halt störungsfrei laufen...
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Re: Mähwerke mit Schwadzusammenführung

Beitragvon Marian » Di Jun 18, 2024 9:35

Also wir haben mit Claas, Pöttinger und Krone schon Grünroggen mit Schwadzusammenführung gemäht aus dem ich mit meinen 1,86m nicht heraus schauen konnte.
Ich habe bisher auch nur erlebt, dass der Aufbereiter nicht schonend genug eingestellt werden konnte. Nicht aggressiv genug hab ich noch nicht erlebt.
War das wohlmöglich kein richtiger Zinkenaufbereiter?!
Das die Bänder verstopfen und es einfach "nicht geht" hab ich bisher noch nicht erlebt.
Es ist im schlimmsten Fall halt echte Schleichfahrt angesagt.
Das klingt nach verkettung unglücklicher Umstände.
Sehr wenig effektiver Aufbereiter mit Gummifingern oder ähnlich und Heu am Halm das stopft.
Also besonders die Claas Butterfly schlucken eigentlich alles.
Fendt ist ein Fella?

Vom Prinzip ist das eine gute Sache.
Besonders die Möglichkeit beim mähen das äußere Band herunter klappen zu können und schon einmal eine Mähwerksbreite in die Fläche zu schmeißen, machen kreiseln und schwaden auch im Silo viel einfacher.
Ansonsten gilt. Schwadzusammenführung ist schön einfach.
Aber wer aktive Maulwürfe hat und nicht abgetrocknete Bestände sollte sich das gut überlegen.
Der Sand der im Bestand ist geht ins Futter. da wird nichts heraus geworfen und trocknet auch nicht heraus.
Die feuchte Erde massiert der Aufbereiter ins Futter und liegt schön muffig im Schwad.
Ich hab einmal einen Schnitt komplett so siliert damit es nicht zu trocken wird.
Zu trocken war es nicht, dafür hatte ich mit dem Futter dann ganz andere Probleme.
Wasser zugeben wäre leichter gewesen...
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Re: Mähwerke mit Schwadzusammenführung

Beitragvon Manfred » Di Jun 18, 2024 10:13

Ich habe leider nicht geschaut, was für ein Mähwerk genau das war.
Auf der Fendt Website bei den Prospekten etc. kann ich es nicht finden.
Dieser Schmetterling kommt optisch hin:
https://www.agrarheute.com/technik/grue ... ngt-619455

In dem Artikel steht etwas davon, dass sich der Aufbereiter mittels eines Biomassesensors je nach Trockenmasse automatisch einstellt.
Evtl. ist der Knackpunkt in der Einstellung des Aufbereiters zu finden.
Wenn die anderen Hersteller Grünroggen können, sollte mein Biogras ja wirklich kein Problem sein.

In dem Aufbereiter sind Zinken ähnlich der Zinken einer Pickup verbaut.
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Re: Mähwerke mit Schwadzusammenführung

Beitragvon Manfred » Di Jun 18, 2024 11:29

Habe gerade noch ein Update gekriegt.
Das getestete Mähwerk hat die im Artikel angesprochene Sensortechnik wohl noch nicht.
Ein Test mit einem baugleichen Mähwerk vom gleichen Händler in 1,6 m Grünroggen habe letzte Woche problemlos funktioniert.
Heute Vormittag hat der Lohner bei sich noch eine Schnittzeitpunktfläche taunass gemäht. Das ging gut, die Schwade waren mit ca. 1,6 m Breite (engste Einstellung) auch deutlich kompakter als bei mir gestern, wo wir im Mittel über 2 m und teils mehr als 2,5 m Schwadbreite gemessen haben, trotz schmalster Einstellung, an einzelnen Stellen, wo es gestopft hat, gar über 3 m.
Beim Versuch, mit hochgeklappten Bändern breit zu mähen, sei ihm gestern Abend noch der Aufbereiter selbst verstopft bei nur geringer Geschwindigkeit.
Er hat dann auf seine eigenen Mähwerke ohne Schwadzusammenführung umgebaut und trotzt Aufbereiter mit teils über 15 km/h gemäht.

Vermutlich hatte das Material bei mir eine zu geringe Dichte für das Testmähwerk.
Eine bessere Erklärung fällt uns bisher nicht ein.
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Re: Mähwerke mit Schwadzusammenführung

Beitragvon langholzbauer » Di Jun 18, 2024 14:33

Für mich klingt das irgendwie nach Problemen im Antrieb vom Aufbereiter.
Wenn da eine Rutschkupplung oder ein Keilriemensatz abraucht, staut sich das Gras.
Ein richtig eingestellter Aufbereiter zieht doch eigentlich bei entsprechend angepasster Geschwindigkeit jeden verwachsenen Büschel auseinander, dass da nichts am Querförderer stauen kann.
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Re: Mähwerke mit Schwadzusammenführung

Beitragvon Agrohero » Di Jun 18, 2024 20:44

Marian hat geschrieben:Aber wer aktive Maulwürfe hat und nicht abgetrocknete Bestände sollte sich das gut überlegen.
Der Sand der im Bestand ist geht ins Futter. da wird nichts heraus geworfen und trocknet auch nicht heraus.
Die feuchte Erde massiert der Aufbereiter ins Futter und liegt schön muffig im Schwad.


Ich will nicht extra ein neuen Thema aufmachen , deshalb hänge ich meine Frage mal hier an .
Wie ist das mit Sand von Maulwurfhaufen bei heu und Aufbereiter? Besser ohne ?
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Re: Mähwerke mit Schwadzusammenführung

Beitragvon Marian » Di Jun 18, 2024 20:52

Sand und Aufbereiter ist bei Heu unbedenklich.
Wenn der es bei Heu mit in den Ballen schafft, ist die Feuerversicherung viel relevanter als ob mit oder ohne Aufbereiter :wink:
Heu ist mit Aufbereiter bei kritischem Wetter und kurzen Zeitfenster den halben Tag eher gut als ohne.
Wenn super heißes sonniges und windiges Heu Wetter gemeldet ist, besteht mit Aufbereiter die Gefahr schneller sehr kurzes "Kaff" zu produzieren. Also wenn du bspw bei gutem Wetter wegen feuchten Boden und Tau aber doch das Heu öfter bewegen musst, steigen durch den Aufbereiter die Bröckelverluste.
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Re: Mähwerke mit Schwadzusammenführung

Beitragvon langholzbauer » Di Jun 18, 2024 22:20

Schön erklärt Marian!
Dazu lässt sich aber auch die Aufbereiterintensität bei modernen Mähwärken sehr weit zurück nehmen.
Je nach Mähwerk und Wetter können wir auch von bis zu 2 Tagen Vorsprung durch schonende Aufbereitung und anschließende Breitablage bei Heu ausgehen.
Selbst im Silogras ist der halbe Tag Vorsprung durch den AB schon gegeben.
Bei den aktuellen Aussichten wäre ich dieses Jahr froh, wieder ein MW mit AB zu haben, was mir die letzten Jahre ob des Gewichts und Wetters nie gefehlt hat. :wink:
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Re: Mähwerke mit Schwadzusammenführung

Beitragvon Manfred » Sa Jun 22, 2024 10:48

Seit heute Morgen läuft der Schmetterling wieder im Testeinsatz, bisher ohne Störung.
Falls ich es richtig verstanden habe, wurden irgendwelche Einsätze zwischen den Gleittellern getauscht, die verschlissen waren. Daran hatte sich wohl das Mähgut gestaut und so den Materialfluss durchs Mähwerk durcheinander gebracht.

Marian hat geschrieben:Fendt ist ein Fella?


Ja, Fella, Fendt und MF-Grünlanderntemaschinen kommen wohl alle aus dem gleichen AGCO Werk in Bayern. AGCO hat ja Fella geschluckt.
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Re: Mähwerke mit Schwadzusammenführung

Beitragvon Manfred » Sa Jun 22, 2024 10:53

Manfred hat geschrieben:irgendwelche Einsätze zwischen den Gleittellern


Das sind wohl Gegenschneiden, wie in diesem Prospekt auf Seite 9 in einem der Detailausschnitte zu sehen:
https://fella.eu/images/downloads/331_F ... 022_DE.pdf

Auf Seite 15 gibt es Bilder vom Zinkenaufbereiter.
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