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Mais als Monokultur

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Mais als Monokultur

Beitragvon Johni Driver » Di Sep 29, 2009 6:34

Hallo,
mich beschäftigt zurzeit die Frage ob es nachhaltig wirklich gelingen kann Mais als reine Monokultur anzubauen. dh.:
Im Herbst eine geeignete Winterbegrünung (Senf, Roggen?) drillen, im Frühjahr mit Gülle andüngen, wachsen lassen, einmulchen, Gülle drauf, ordentlich einpflügen, nochmals Gülle drauf mit der Saatbeetkombi drüber, Mais drillen im Herbst dann ernten, die Maisstoppel mulchen und das selbe von vorne hat von euch jemand Erfahrungen auf dem Gebiet oder wie siehts aus.

PS. wir haben genug Fläche das unsere 65 Milchkühe plus Nachzucht auch so überleben und nicht auf eine Mais-Monokultur angewiesen sind :wink:
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Re: Mais als Monokultur

Beitragvon JueLue » Di Sep 29, 2009 6:51

Wir haben vor einigen Jahren in Süddeutschland einen Betrieb besichtigt, der vermehrte seit ca. 35 Jahren auf den gleichen Flächen Mais in
Monokultur(ca. 100ha) für Novatis. Keine Verringerung des Ertrags. War allerdings in der vor-Wurzelbohrer-Zeit.

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Re: Mais als Monokultur

Beitragvon Desperado » Di Sep 29, 2009 11:24

So wie Du das beschrieben hast, geht das schon. Der Mais selbst ist selbstverträglich, allerdings ein großer Humusräuber, weshalb Du für ausreichend Humuszufuhr mit Zwischenfrüchte und Gülle sorgen musst. Du brauchst allerdings gesunde Sorten mit ausgeprägtem Stay Green und einer guten HTR- und Fusariumtoleranz und entsprechend gute, sorptionsfähige Böden.
Außerdem musst Du darauf achten, dass Du den Unkrautdruck in Schach hälst, gerade was Disteln, Winden, Melden und Hirsen angeht.
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Re: Mais als Monokultur

Beitragvon der bauer » Do Okt 08, 2009 20:18

ja klar geht das, aber nicht so

senf drauf, wachsen lassen und im frühjahr gülle drauf, unterpflügen mais drauf fertig ist die kiste,

nachbar hat auch mais als monikultur
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Re: Mais als Monokultur

Beitragvon Quattro » Mi Nov 11, 2009 15:19

Wie wäre es mal mit etwas außergewöhnlichem? Als Futterpflanze gezüchtet, ist Rumex schavnat eine schmackhafte, süße (11 % Sacharide), Futterpflanze, die auch für BGA geeignet ist. Arbeit nur im ersten Jahr, danach bis zu 20 Jahren nur Ernten und Düngen.
Schau doch mal auf; www.Holub-Consulting.de
Grüße Pit
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Re: Mais als Monokultur

Beitragvon bona terra » Mi Nov 11, 2009 17:30

der bauer hat geschrieben:ja klar geht das, aber nicht so

senf drauf, wachsen lassen und im frühjahr gülle drauf, unterpflügen mais drauf fertig ist die kiste,

nachbar hat auch mais als monikultur



So einfach ist das auch wieder nicht! Welche Größe der Senf wohl nach dem Mais-Silieren Mitte Oktober noch erreicht?
Da wär sicher WG oder WR sinnvoller, auch wenn Du beide im Frühjahr abspritzen mußt!

Zweite Einschränkung, und zwar wesentlich gewichtiger, ist hier bei uns im Südosten der Maiswurzelbohrer! Egal ob behördlich
verordnet oder aus Vorsorge, solltest max. jedes zweite Jahr mit Mais drauf gehen!
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Re: Mais als Monokultur

Beitragvon gerds » Mi Nov 11, 2009 20:45

Mal ne Frage zu Disteln im Mono-Mais. Ein Nachbar baut seit etwa 4 Jahren auf der selben (größeren) Fläche Mais an und hat das auch in den nächsten Jahren(Jahrzehnten) noch vor. Seit letztem Jahr werden die Disteln immer mehr. Ich bin nach der Ernte mal drüber gefahren, da lagen Distelsamen so dicht, dass man meinte da liegt gehäckseltes Rapsstroh- ABER HEKTARWEISE. Wie wird das in nächster Zeit weiter gehen? Die Samen fliegen ja immer übers ganze Land.Kann man Disteln im Mais bekämpfen?
p.s. Da wird ohne Zwischenfrucht Mais angebaut. Also (viel) Gülle drauf-grubbern Mais drauf-Ernte-scheiben-Gülle-Grubbern-Gülle-Grubber-Mais) - kein scheiß, so geht das bei dem wirklich
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Re: Mais als Monokultur

Beitragvon Babojünger » Mi Nov 11, 2009 21:02

Hmm ... ich war mal auf ´nem Biobauerntag wo behauptet wurde, dass nur unbefruchtete Samen leicht genug sind um vom Wind verweht zu werden - befruchtete bleiben nahe der Mutterpflanze.

... und ja - mir ist schon bewusst, dass in der Literatur auch andere Meinungen zu finden sind ...

Jedenfalls wurde noch angemerkt - und ist auch in der Literatur häufig so zu lesen -, dass die Ausbreitung über Wurzelsprossen die bedeutendere Vermehrungsform darstellt.

... was die Bekämpfung angeht - na am Billigsten mit Mais-Banvel oder?
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Re: Mais als Monokultur

Beitragvon hans g » Mi Nov 11, 2009 21:05

gerds hat geschrieben:Kann man Disteln im Mais bekämpfen?

LONTREL 100
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Re: Mais als Monokultur

Beitragvon gerds » Mi Nov 11, 2009 23:02

Ob der Nachbar überhaupt die Disteln bekämpft glaub ich noch nicht mal. Aber stellenweise sieht man jetzt nach der Ernte nur noch Distel-Stoppeln anstatt Maisstoppel. Das ist dann im Juni/Juli ein komisches Bild. Die Disteln wachsen immer mit dem Mais mit und werden dann teils auch 1,5-1,8m hoch.
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Re: Mais als Monokultur

Beitragvon Agrotron » Do Nov 12, 2009 1:43

Von Zwischenfrucht nach Mais würd ich auch abraten.
Wir haben dieses Jahr auf einer Fläche Senf nach Kartoffeln gesät, war so um den 15.09 rum. Kannste voll vergessen, das Zeug is noch keine 10cm hoch...

Wenn wir Mais nach Mais anbauen, dann machen wir es immer so, das wir nach der Ernte einmal mit dem Flügelschargrubber flach durchreissen, ca. 4 Wochen liegen lassen und dann pflügen (je nachdem, wann Ernte is und wie so Zeit is, können es auch mal 3 Wochen sein, oder auch 6). Im Frühjahr dann einmal Gülle rauf, einarbeiten, legen.
Klappt bisher ganz gut und mit Unkraut haben wir da nicht mehr Druck, als auf anderen Flächen.


MfG Agrotron
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Re: Mais als Monokultur

Beitragvon schakschirak » Do Nov 12, 2009 15:47

Wer in Gegenden mit hohen Temperatursummen wohnt, kann das Versuchen. Bei mehrjähriger Maisfruchtfolge würde ich mal zwischendurch einen 210er oder 220er nehmen. Silomaisernte dürfte dann bei Anfang September liegen. Anschliessend am besten Senf drauf oder Winterraps, Gülle oder min. N ( bei Raps ) wär auch nicht schlecht. Den Raps erst im Jahr darauf vor der Maissaat pflügen. Wenn das Wetter mitspielt bringts pro ha 40-50 dt TS.
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Re: Mais als Monokultur

Beitragvon Keschicher » Fr Nov 13, 2009 15:03

Körnermais MONOKULTUR = ohne Probleme
Wird in manchen Regionen doch schon Jahrzehntelang so gemacht, ohne dass der Ertrag sinkt oder der Unkrautdruck extrem steigt.
Mit 90 € /ha Herbizid biste im Mais nun wirklich gut versorgt. Auch im 5. Jahr...
Zünslerdruck usw bekommste mit Bodenbearbeitung auch bei Mono in den Griff

Silomais MONOKULTUR = mit Problemen
du fährst das ganze Stroh ab, nimmst alles vom Schlag. Musst mehr bringen im Folgejahr und hast ne schwierigere Bilanz.
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Re: Mais als Monokultur

Beitragvon Miststreuer » Fr Nov 13, 2009 16:45

Unser Nachbar baut auch schon seid Jahren Silomais als Monokultur an (sonst nur Grünland). Das geht relativ problemlos.
Wie schon gesagt muss die Gülledüngung stimmen.

Johni Driver hat geschrieben:...Im Herbst eine geeignete Winterbegrünung (Senf, Roggen?) drillen, im Frühjahr mit Gülle andüngen, wachsen lassen, einmulchen, Gülle drauf, ordentlich einpflügen, nochmals Gülle drauf mit der Saatbeetkombi drüber, Mais drillen...

Wie schon andere vor mir sehe ich auch das Problem in bei der Zwischenfrucht/Winterbegrünung.
Senf kann man wie schon gesagt wurde so spät vergessen, der wird nichts mehr.
Außendem verträgt Senf keinen Frost, das heißt das einmulchen könntest du dir da eh sparen.
Roggen oder ähnliches wird auch nicht sonderlich groß werden und einen Düngeeffekt verspreche ich mir davon garnicht. Da hast du höchstens den Vorteil, dass dir niemand ans Bein pink... kann wegen fehlender Begrünung.
Und mit dem Pflügen kurz vor der Maisaussaat, das geht auch nicht auf allen Böden und in allen Jahren....das kann auch mal nach hinten losgehen. Es ist immer besser wenn der Frost über die Pflugschollen geht.
Was hier einige machen ist folgendes (allerdings bei Mais nach Getreide): Im Herbst Pflugen, dann Senf säen (teilweise einfach mit einem Gassamenstreuer auf das gepflügte, ohne einarbeitung). Und dann im Frühjahr (der Senf ist abgestorben), mit einem kleinen Grubber/Saatbeetkombi drüber und dann mit der Kreiselegge, fertig.
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Re: Mais als Monokultur

Beitragvon bona terra » So Nov 15, 2009 12:59

Miststreuer hat geschrieben:Was hier einige machen ist folgendes (allerdings bei Mais nach Getreide): Im Herbst Pflugen, dann Senf säen (teilweise einfach mit einem Gassamenstreuer auf das gepflügte, ohne einarbeitung). Und dann im Frühjahr (der Senf ist abgestorben), mit einem kleinen Grubber/Saatbeetkombi drüber und dann mit der Kreiselegge, fertig.


Dann biste aber weg von der Monokultur. Hab übrigens heuer meinen Mais (nach fast zwanzig Jahren Öko-Landbau im zweiten Jahr wieder konventionell)mit billig-Variante Click und nochn preiswertes Mittelchen(?) behandelt, Kosten keine 20,00 € / ha und trotzdem unkrautfreien Mais gehabt.
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