Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: So Mai 10, 2026 15:58

Massiver Meldedurchwuchs

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
Antwort erstellen
8 Beiträge • Seite 1 von 1
  • Mit Zitat antworten

Massiver Meldedurchwuchs

Beitragvon Holgi1982 » Mo Aug 22, 2011 23:13

Also so einen Mist wie dieses Jahr hab ich noch nicht erlebt. Fast jedes Feld hatte Massiven Meldebewuchs! Musste dementsprechend alles abgespritzt werden.
Eingesetzt hatte ich im Frühjahr im Roggen Axial Komplett, und in Sommergerste nur Pointer SX, im Herbst hatte ich im Roggen nix gemacht.
Liegt das nun daran das evtl. durch die Frühjahrstrockenheit, die Melde erst später gekeimt hat? Oder taugen die beiden Mittel nix gegen Melde? Oder kann eine zu geringe Bestockung, und demzufolge eine zu geringe Beschattung das Problem verursacht haben?
Sonnst habe ich im Herbst nur Bacara gespritzt und es war alles sauber bis auf die ein oder andere Queckenplatte. Aber dieses Jahr :roll: :roll: Echt grausam! Mehr Melde als Getreide :twisted:
Ausser ein SG Schlag, da sind überwiegend größere Grasplatten zu finden.

gruß Holger
Vegetarisch ist Indianisch
und bedeutet "zu faul zum Jagen"
Benutzeravatar
Holgi1982
 
Beiträge: 4537
Registriert: Sa Okt 11, 2008 19:02
Wohnort: Wolfsburg
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Massiver Meldedurchwuchs

Beitragvon amelio » Di Aug 23, 2011 1:10

Servus,

recht viel bessere Herbizide kann man bei der SG nicht empfehlen: alle sind sie auf Waschküchenwetter im Frühjahr angewiesen. Und wenn´s zu trocken ist, vermehrt sich die Melde, so daß nachher eine Bodensanierung mit Kalkstickstoff gemacht werden sollte in der Anbaulücke bis zur folgenden Winterung oder noch besser über den Winter in mehreren Schritten vor Sommergetreide, ZRüben oder Mais.
Dann hat man wieder ein paar Jahre mehr Ruhe, auch was andere Unkräuter und -gräser angeht. Aber auch viele unerwünschte bodenbürtige Pilze und Bakterien werden nebenbei mit bekämpft.
Die Melde muß man halt in der Stoppel auflaufen lassen, um sie im Keimblatt zu derwischen mit PERLKA oder auch bis zum 5-Blatt mit gemahlenem Kalkstickstoff.
Meldesamen werden leicht 20 Jahre alt im Boden. Es sollen schon hundert Jahre alte gefunden worden sein in keimfähigem Zustand.
Ich habe schon empfohlen, im Spätsommer das erst einmal mit auflaufende Unkräuter stark unterdrückende Ramtillkraut mit eingegrubberter Gülle (die mit PERLKA aufgebessert wurde) im Überfluß zu düngen und nur mit Ringwalzen einzudrücken. Da keimt zwar nicht alles, aber dann nimmt man halt 10 statt 8kg des immer noch sehr billigen Saatgutes. Wenn das Ramtillkraut vor dem Abfrosten rechtzeitig als üppiger Bestand geschlägelt werden kann (was normal nie gemacht wird, weils ja von selbst sicher abfrostet), werden auch Melde, wilde Hirsen und andere hoch mitgewachsener Beiwuchs gemust. Auf den Matsch kann man dann unüblich spät im Jahr und umwelttechnisch nur für fachfremde Ideologen unsinnig wieder Gülle in einer kleineren Menge fahren (10m3) und bei geeigneter Witterung extra grubbern, wenn nicht mit demü Güllegrubber ausgebracht wurde. Im März wird dann gleich noch einmal Perlka zur Bodensanierung und -erwärmung gestreut, und in der ersten Aprilwoche wird vor der Saat gepflügt.
Das ist schon viel Aufwand, und zum Freund der Pflanzenschutzmittelhersteller mache ich mich nicht mit dieser Empfehlung...
amelio
 
Beiträge: 300
Registriert: Mi Aug 10, 2011 23:15
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Massiver Meldedurchwuchs

Beitragvon Crazy Horse » Di Aug 23, 2011 7:34

Was soll denn dieses saudumme Geschwätz mit dem Kalkstickstoff und dem Ramtillkraut, was sich durch Deine ganze Postings durchzieht? Auf die Unkrautflora hat Kalkstickstoff keinen großen Einfluss - und wenn dann auch nur auf sehr sensitive Biotypen im Keimblattstadium (in der Cyanamid-Phase). Dazu bedarf es aber einer ausreichenden Bodenfeuchte und hohe Mengen dieses sündhaft teuren Stickstoffdüngers. Bei Gräsern geht die Wirkung des Kalkstickstoffs gegen null.
Melden sind übrigens Frühjahrskeimer und brauchen die Keimruhe über Winter, d.h. Du erwischt die gar nicht mit einer Kalkstickstoffgabe im Herbst!

Die Melden kann man aber relativ leicht mit Wuchsstoffherbiziden bekämpfen (z.B. mit nem billigen U46 M-fluid bis EC39). Die wirken auch recht gut gegen Distel, Winden, Storchschnabel usw.
Um das Unkrautspektrum zu erweitern, kann man auch noch 0,5l Starane180 dazumischen oder gleich ein breitwirksames Ariane C einsetzen (auch bis EC39).
Crazy Horse
 
Beiträge: 2629
Registriert: Mo Feb 01, 2010 11:14
Wohnort: Tauberfranken
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Massiver Meldedurchwuchs

Beitragvon amelio » Di Aug 23, 2011 10:31

Crazy Horse hat geschrieben:Was soll denn dieses saudumme Geschwätz mit dem Kalkstickstoff und dem Ramtillkraut, was sich durch Deine ganze Postings durchzieht? Auf die Unkrautflora hat Kalkstickstoff keinen großen Einfluss - und wenn dann auch nur auf sehr sensitive Biotypen im Keimblattstadium (in der Cyanamid-Phase). Dazu bedarf es aber einer ausreichenden Bodenfeuchte und hohe Mengen dieses sündhaft teuren Stickstoffdüngers. Bei Gräsern geht die Wirkung des Kalkstickstoffs gegen null.
Melden sind übrigens Frühjahrskeimer und brauchen die Keimruhe über Winter, d.h. Du erwischt die gar nicht mit einer Kalkstickstoffgabe im Herbst!

Die Melden kann man aber relativ leicht mit Wuchsstoffherbiziden bekämpfen (z.B. mit nem billigen U46 M-fluid bis EC39). Die wirken auch recht gut gegen Distel, Winden, Storchschnabel usw.
Um das Unkrautspektrum zu erweitern, kann man auch noch 0,5l Starane180 dazumischen oder gleich ein breitwirksames Ariane C einsetzen (auch bis EC39).


Bei der langen Keimfähigkeit der Melde (habe ich doch erwähnt) läuft im Spätsommer immer welche auf. Außerdem haben wir im heurigen Halbwinter im Sommer in weiten Teilen Deutschlands die Vernalisationstemperaturen gehabt. Feuchte für Cyanidaktivität haben wir auch. Freilich kommt mir Ramtill und Kalkstickstoff ausgerechnet heuer oft in den Sinn, weil da diese altmodische äthiopische Bodensanierung großen Sinn macht.
Wenn man gar nichts mehr anders machen dürfte als wie der große Haufen, dann bräucht´s ja eh Foren wie dieses nicht.
amelio
 
Beiträge: 300
Registriert: Mi Aug 10, 2011 23:15
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Massiver Meldedurchwuchs

Beitragvon Holgi1982 » So Aug 28, 2011 11:32

Kalkstickstoff hab ich erst einmal im Spargel eingesetzt, auch wegen Unkrautdurchwuchs, aber von der Wirkung war ich keineswegs überzeugt. Vermutlich war das Unkraut auch schon zu groß, weiss ich nicht.
Wirkung war jedenfalls gleich 0
Sonnst hatte ich ja auch nie Probleme mit Melde, nur dieses Jahr gab es halt Massiven Durchwuchs!
Von einem Kollegen hab ich auch gehört das er Erbsen mit viel Meldedurchwuchs Dreschen liess. Der Lohner meckerte das sein Drescher voller Melde war, und die Erbsen sieben die nun mit einem Kies-sieb vom Kipper aus durch weil das schon ziemlich warm wurde. Ein Mitarbeiter hat dabei wohl heisse Füße bekommen.
Ne was ich eigentlich wissen wollte, ob der Meldedurchwuchs von den eingesetzten Mitteln kam, und ich diese nicht mehr einsetzen sollte, oder ob es halt nicht an den Mitteln,sondern an der Witterung lag.
Vegetarisch ist Indianisch
und bedeutet "zu faul zum Jagen"
Benutzeravatar
Holgi1982
 
Beiträge: 4537
Registriert: Sa Okt 11, 2008 19:02
Wohnort: Wolfsburg
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Massiver Meldedurchwuchs

Beitragvon amelio » So Aug 28, 2011 11:50

Holgi1982 hat geschrieben:Kalkstickstoff hab ich erst einmal im Spargel eingesetzt, auch wegen Unkrautdurchwuchs, aber von der Wirkung war ich keineswegs überzeugt. Vermutlich war das Unkraut auch schon zu groß, weiss ich nicht.
Wirkung war jedenfalls gleich 0
Sonnst hatte ich ja auch nie Probleme mit Melde, nur dieses Jahr gab es halt Massiven Durchwuchs!
Von einem Kollegen hab ich auch gehört das er Erbsen mit viel Meldedurchwuchs Dreschen liess. Der Lohner meckerte das sein Drescher voller Melde war, und die Erbsen sieben die nun mit einem Kies-sieb vom Kipper aus durch weil das schon ziemlich warm wurde. Ein Mitarbeiter hat dabei wohl heisse Füße bekommen.
Ne was ich eigentlich wissen wollte, ob der Meldedurchwuchs von den eingesetzten Mitteln kam, und ich diese nicht mehr einsetzen sollte, oder ob es halt nicht an den Mitteln,sondern an der Witterung lag.


Herbizidwirkung mit Kalkstickstoff beschränkt sich auf Pflanzen bis zum 5. Blatt beim gemahlenen.
Da muß man halt dem Beiwuchs ein schönes Saatbett bereiten, um möglichst viel gekeimt zu derwischen. Aber hauptsächlich wird Kalkstickstoff dann herbizid eingesetzt, wenn man mehrere Fliegen mit einer Patsche erlegen will also zur Bodensanierung gegen Pilze, Bakterien und Einzeller (Kohlhernie). Das elegante Kalken so nebenbei macht auch Kalkstickstoff interessant. Und der Nitrifikationshemmer Didin also eine modernst bedarfsgerechte Stickstoffversorgung...
amelio
 
Beiträge: 300
Registriert: Mi Aug 10, 2011 23:15
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Massiver Meldedurchwuchs

Beitragvon DerLohndrescher » So Aug 28, 2011 11:53

Hallo,


Melde ist in diesem Jahr algemein ein Problem, egal was in welcher Frucht gespritzt wurde.
Im Frühjahr wurde hier ganz normal gedüngt, nur das Getreide konnte den Dünger weder aufnehmen noch verwerten, dazu war es zu trocken. Als es dann im Frühsommer Regen gab, hatten Melde und Co leichtes Spiel: Jede Menge Nahrung da und keine Konkurrenz mehr vom Getreide (welches noch Stickstoff hätte aufnhmen können).
So wurden innerhalb von wenigen Tagen aus ein paar beim Spritzen nicht erwischte oder nicht kaputt gegangenen (durch die Trockenheit verminderte Wirkung der Herbiziden) Meldekeimlinge schnell einen grünen Acker.
Bin der Meinung, dass das dieses Jahr keine ackerbautechnischen Fehler waren.
Habe einen Kunden (wo ich dieses Jahr das letzte Mal war), da war das so schlimm, dass ich die Siebe ausm Drescher zum waschen ausbauen musste, damit ich überhaupt noch dreschen konnte. Nachfolgende Druschkunden mögen das auch nicht, dass bei denen der Dreck vom letzten Kunden ausm Drescher aufm Acker verteilt wird.


MfG
DerLohndrescher
 
Beiträge: 51
Registriert: Mo Mär 21, 2011 7:18
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Massiver Meldedurchwuchs

Beitragvon amelio » So Aug 28, 2011 23:17

DerLohndrescher hat geschrieben:Hallo,

Als es dann im Frühsommer Regen gab, hatten Melde und Co leichtes Spiel: Jede Menge Nahrung da und keine Konkurrenz mehr vom Getreide (welches noch Stickstoff hätte aufnhmen können).
Habe einen Kunden (wo ich dieses Jahr das letzte Mal war), da war das so schlimm, dass ich die Siebe ausm Drescher zum waschen ausbauen musste, damit ich überhaupt noch dreschen konnte. Nachfolgende Druschkunden mögen das auch nicht, dass bei denen der Dreck vom letzten Kunden ausm Drescher aufm Acker verteilt wird.

MfG


Normalerweise behält ja der Drescher immer die im selben Jahr noch keimfähigen bräunlichen größeren Samen im Sieb und die schwarzen, die erst im nächsten Jahr oder Jahrzehnt keimen, werden weil kleiner auf dem Acker gelassen. Weil praktisch immer beide Samentypen nebeneinander vorhanden sind, sollte wirklich jedes Feld mit Melde gemieden werden, wenn der Mähdrescher in selben Jahr noch eingesetzt werden soll.
amelio
 
Beiträge: 300
Registriert: Mi Aug 10, 2011 23:15
Nach oben


Antwort erstellen
8 Beiträge • Seite 1 von 1

Zurück zu Ackerbau

Wer ist online?

Mitglieder: Bing [Bot], farming, Google [Bot], Google Adsense [Bot], Göttge, Manfred

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki