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MB Trac 700

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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MB Trac 700

Beitragvon Baur » Do Jun 09, 2011 20:47

Hallo ich bin neu hier im Forum und angehender Landmaschinenmechaniker. Wir wollen uns nen MB Track 700 zulegen, da wollt ich mal hören ob vllt. jemand mit diesen Schleppern auskennt und mal nen Erfahrungsbericht abgeben könnte :D .
Zuletzt geändert von Baur am Di Jun 14, 2011 19:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: MB Track 700

Beitragvon Holgi1982 » Do Jun 09, 2011 22:07

Wir haben einen 800er, aber ich denke der wird ganz ähnlich sein.
Im groben und ganzen ist es schon eine feine Maschine, was ich allerdings finde ist, das er für seine Größe etwas wenig Kraft hat und das man für die Gangschaltung erstmal einen Lehrgang braucht. Glaub bei unserem sind 5 oder 6 Schalthebel nur für die Gänge :? Benutzewn tu ich allerdings nur 3 (Hauptgänge, Schnell und langsamgruppe und vorwärts rückwärts) Einer von denen ist soweit ich weiss noch ein Superkriechgang den ich allerdings nicht benötige, und noch ein weiterer Untersetzt das Getriebe auf halbe Gänge etwa, irgendwie so jedenfalls.

Dann haben wir eine Baas Rundschwinge vorne dran, allerdings wird er mit dieser hinten ziemlich leicht weswegen man oft nur mit Allrad zufriedenstellend fahren kann ausser auf der Strasse villeicht.
Hat man eine Schaufel noch zusätzlich dran und den Frontlader oben wird das fahren sehr Schwammig aufgrund der Federung, kommt schonmal vor das er in der Kurve das Beinchen hebt, von daher fahre ich entweder sehr sachte oder mit Frontlader unten.
Desweiteren ist der Frontlader recht Kräftig. (Das Heck ausheben ist kein Problem)

Zurück zum Schlepper selber, das fahren an für sich ist recht bequem dank gefederter Vorderachse, allerdings hat er mehrere Schmiernippel die man vom Normalen Schlepper her garnicht so kennt (zb. Hubwerkswelle muss man abschmieren oder auch die Heckzapfwelle)

Was mir noch etwas negativ aufgefallen ist, das die Hubwerksbetätigung sehr tief liegt so das man beim Maschine herunterlassen sich immer stark seitlich runterbeugen muss.
Schön ist die Druckluftbetätigte Zapfwellenkupplung, auch wenn diese manchmal etwas ruppig und andermal auch wieder etwas langsam zuschaltet (zumindest bei mir) Find ich jedenfalls komfortabler als einen normalen Kupplungshebel.

Für mich Persönlich ist der Schlepper gut für Transportarbeiten geeignet, fürs Feld eher weniger. (Allerdings ist das rückwärts rangieren etwas anders als wie beim standartschlepper da man praktisch auf der Vorderachse sitzt)
Bin auch mal gespannt auf noch anderer Leute Meinung.
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Re: MB Track 700

Beitragvon nasenwurzelsepp » Fr Jun 10, 2011 10:56

Erfahrungen zum 700er oder der kleinen Baureihe kann ich kleider nicht teilen, habe aber schon so manches Stündchen auf der großen Baureihe (1500 und 1600) verbracht.
Was aber alle Baureihen teilen:
Komfort und Platz in der Kabine für die Zeit mehr als fortschrittlich. Sehr bequemer vollwertiger Beifahrersitz.
Super Fahrverhalten auf der Straße, im Acker und Wald dank gefederter Vorderachse.
Recht standfeste Mercedesmotoren und Getriebe, viele weichtige Komponenten baugleich zum Unimog, daher Ersatzteilsicherheit. Bei Tracspezifischen siehts dann schon etwas mau aus, so sind z.b. Teile der Kabineninnenverkleidungen von MB nicht mehr als Neuteile lieferbar, allerdings im Nachbau noch zu bekommen.
Ersatzteilpreise liegen im guten Durchschnitt.
Durch die Gerwichtsverteilung von 60 zu 40 ist der Trac auf der Hinterachse recht leicht, was zwar ein gutes Fahrverhalten mit schweren Anbaugeräten im Heck bietet und recht hohe Hubkräfte erlaubt, doch bei Frontladerarbeiten von Nachteil ist, genau wie die gefederte Vorderachse, die sich leider nicht sperren lässt.
Ansonsten zwei vollwertige Diff.-Sperren, pneumatisch zuschaltbarer Alrrad und Zapfwellenkupplung. Dl bei den meisten verbaut, da der Trac selbst über DL gebremst wird, ist eine Nachrüstung für den Anhängerbetrieb recht günstig. Nen paar Leitungen, Anhängerbremsventil und Kupplungen im Heck.
540 und 1000 zapfwelle serienmäßig. Nachrüstung von FH und FZW sehr einfach, da Systembaukasten.
Solang die Kiste nicht gedreht ist, recht guter Kraftstoffverbrauch.


Was solls denn für ein Trac werden?

Der 700er wurde von 76 bis 82 als Baumuster 440.162 mit Mittelschaltung gebaut. Von 82 bis 87 als 440.167 und von 87 bis 91 als 440.171 gabs ihn dann als Seitenschalter.

Für nen paar nähere Infos solltest du vllt. erstmal wissen, was es für einer werden soll, da sich das erste Baumuster von den letzten beiden doch erheblich unterscheidet.

Und der Holger hat meines wissens nen 440.162.

Die Mittelschalter gibts noch recht günstig. Um Einiges tiefer muss man dann schon für die Seitenschalter in die Tasche greifen, erst recht, wenns wenig Stunden und nen guter Zustand sein sollen.

Viel Aufschluss kann dir erstmal http://www.trac-technik.de bringen. Da sind einige Spezis unterwegs, die von den Tracs der kleinen Baureihe, sowohl Seiten- als auch Mittelschalter, jede Menge Ahnung haben.

Allein mit der dortigen Suchfunktion kannst du selbst ohne Anmeldung schonmal so ziemlich alles Wissenswerte zu deinem anvisierten Trac herausfinden.

Falls das nicht reicht, anmelden und fragen.

Wird auf jeden Fall von mehr Erfolg gekrönt sein, als die Frage hier.




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Re: MB Track 700

Beitragvon Favorit » Fr Jun 10, 2011 16:45

Also...

...das Modell von vor 1980 würde ich nicht nehmen - läuft nur 25km/h!
Später wurde der 700 auf das Serienniveau gehoben.
Rate aber generell von einem Kauf ab!
Die Tracs sind schöne, brauchbare und markante Spezial-Schlepper.
Allerdings sind die ET-Preis nicht so doll! Das liegt auch daran, daß Mercedes hier mit ein paar eher exklusiven Zulieferern zusammengearbeitet hat.
Die Marke ist abgegangen. Wer noch einen TRac von früher hat -super! Aber neu holen halte ich für keine gute Idee. Natürlich kann man so ein Teil jederzeit in eine MB-Nutzfahrzeugwerkstatt bringen. Aber erwarte niemand von dort eine besonders preiswerte Behandlung! Auch haben viele Unimogwerkstätten längst dicht gemacht, das Netzt ist nicht mehr so dicht - heute wird viel in so überregionalen Zentren zusammengefasst. Da kann es gut sein, daß Du nur der Einlieferer Nr. 57 des Tages bist und wenn es dann ein Trac ist, von dem 3 Gesellen noch gar nichts kennen - kann es eben dauern. Irgendwann kommst du dann auch dran, aber die Rechnung kommt trotzdem halt vollwertig...
Seit den 80´s hat die Fahrzeugbaubranche insgesamt einen anderen Begriff entwickelt. Das einmal bezahlt und dann gelaufen, gelaufen, gelaufen war vorbei. Jetzt setzte man auf Service als neue Masche. Die Idee im Ersatzteilgeschäft praktisch ganze Einheiten gewissermaßen ein zweites Mal zu verhökern, war der neue Luxus. In den 70s konnte sich das noch kein Hersteller leisten und in den 60ern sowiso nicht.
Heute ist es schon soweit, daß sie dir das Serviceintervall diktiren können - du kommst entweder zur Inspektion oder die Gewährleistung ist futsch. In der Mühle gewöhnst Du dich dann daran, auch später jeden Furz vom Service machen zu lassen. Die Elektronik (und ihre Möglichkeiten) tun ein übriges zur Entmündigung des Kunden...
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Re: MB Track 700

Beitragvon ug427 » Sa Jun 11, 2011 19:41

Hallo Baur,
Nasenwurzelsepp hatt die Baureihe genau auf den Punkt gebracht :prost:
Gruß ug427
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Re: MB Track 700

Beitragvon aNiederbayer » Mo Jun 13, 2011 21:21

kann ich alles nur bestätigen! Wir haben immerhin 7 von den dingern zuhause und was den Komfort angeht sind die nicht zu toppen, gibt nichts besseres für lange Transportfahrten. Die Verarbeitung in der Kabine und auch die Kabine selbst ist bei den neueren Modellen aller erste Sahne, das merk ich fast jeden Tag wenn ich vom Trac auf den Vario umsteige...
Fürs Feld sind sie nicht so optimal geeignet, die großen sind zu unwendig und auch die Sitzposition ist halt etwas "ungewöhnlich" mit einem Arbeitsgerät hinten dran. Bei uns läuft ein 1000er vor der Anhängespritze, wofür er sich allerdings sehr gut eignet.
Das mit den Ersatzteilen ist allerdings auch leider wahr.

Und eins noch: es heißt MB TRAC !!! und nicht anders, wenn ich trak oder track lese könnt ich Bild
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Re: MB Track 700

Beitragvon kupplungsverheizer98 » Mo Jun 13, 2011 22:32

Ja also wie gesagt die sind wohl eher für die Strasse und nicht für den Acker wenn ein 120 PS Fendt den Haufen nicht mehr rauf kam musste der Trac 1500 schon 10 Anhänger vorher gezogen werden von daher, das liegt dann an den kleinen Rädern.
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Re: MB Track 700

Beitragvon Holgi1982 » Mo Jun 13, 2011 22:35

Naja mein alter 800er ist auch von der Bedienung her nicht so fürs Feld gemacht, aber wie gesagt, auf der Strasse astrein zu fahren. (Wurd nun aber oft genug erwähnt :twisted: )
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Re: MB Trac 700

Beitragvon Baur » Di Jun 14, 2011 19:30

Danke für die vielen Antworten. Komme leider net so oft ans Internet des wegen konnt ich erst jetzt antworten.
Was es genau für einer werden soll weiss ich noch net entweder nen WDB 440.162 oder nen WDB 440.167.
Aber fürn Acker meint ihr wärs net so die richtige Maschine wie? :lol:
Für kleinere Feldarbeiten sollte der doch aber schon zu gebrauchen sein und fürn Wald oder?
Favorit hat geschrieben:Also...

...das Modell von vor 1980 würde ich nicht nehmen - läuft nur 25km/h!
Später wurde der 700 auf das Serienniveau gehoben.
Rate aber generell von einem Kauf ab!
Die Tracs sind schöne, brauchbare und markante Spezial-Schlepper.
Allerdings sind die ET-Preis nicht so doll! Das liegt auch daran, daß Mercedes hier mit ein paar eher exklusiven Zulieferern zusammengearbeitet hat.
Die Marke ist abgegangen. Wer noch einen TRac von früher hat -super! Aber neu holen halte ich für keine gute Idee. Natürlich kann man so ein Teil jederzeit in eine MB-Nutzfahrzeugwerkstatt bringen. Aber erwarte niemand von dort eine besonders preiswerte Behandlung! Auch haben viele Unimogwerkstätten längst dicht gemacht, das Netzt ist nicht mehr so dicht - heute wird viel in so überregionalen Zentren zusammengefasst. Da kann es gut sein, daß Du nur der Einlieferer Nr. 57 des Tages bist und wenn es dann ein Trac ist, von dem 3 Gesellen noch gar nichts kennen - kann es eben dauern. Irgendwann kommst du dann auch dran, aber die Rechnung kommt trotzdem halt vollwertig...

Das wäre nicht so das Probelm Reparaturen aller Art werden selber gemacht.
Wo es für mich drauf an kommt ist einfach die Zuverlässigkeit der MB Motoren, das Allrad und die Differenzialsperren. Das ist so das was mich an den Dingern reizt, hatte mich zuerst auch nach nem Unimog umgesehen, aber die sind meistens zu teuer.
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Re: MB Trac 700

Beitragvon Holgi1982 » Mi Jun 15, 2011 18:59

Sicher kannst du mit dem Trac auch alle Ackerarbeiten machen, funktionieren tut das schon, nur halt nicht ganz so gut wie beim Standart Schlepper. Für Forst gibts beim MB Trac auch Forstausrüstungen, allerdings weiss ich nicht für welche Modelle und welche Baujahre, geschweige denn was das kostet.
aNiederbayer hat geschrieben:Und eins noch: es heißt MB TRAC !!! und nicht anders, wenn ich trak oder track lese könnt ich

Ich sogar schonmal MB-Truck geschrieben 8) :oops:
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Re: MB Trac 700

Beitragvon Baur » Mi Jun 15, 2011 23:50

Ja es gibt ja auch Modelle wo de die ganze innen Konsole um 180 Grad drehen kannst und so.
Also von den Ausrüstungsmöglichkeiten sind die halt auch nicht schlecht.
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Re: MB Trac 700

Beitragvon Kine » Do Jun 16, 2011 20:03

Baur hat geschrieben:Ja es gibt ja auch Modelle wo de die ganze innen Konsole um 180 Grad drehen kannst und so.
Also von den Ausrüstungsmöglichkeiten sind die halt auch nicht schlecht.

Das wäre aber die große Baureihe, ist schon ein "kleiner" Unterschied zum 700er...
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Re: MB Track 700

Beitragvon heinzi the chicken » Do Jun 16, 2011 20:26

kupplungsverheizer98 hat geschrieben:Ja also wie gesagt die sind wohl eher für die Strasse und nicht für den Acker wenn ein 120 PS Fendt den Haufen nicht mehr rauf kam musste der Trac 1500 schon 10 Anhänger vorher gezogen werden von daher, das liegt dann an den kleinen Rädern.


...also ich weiss nicht, ich habe noch nie wissenschaftlich verglichen, aber der 1500er hat die 34´´ Puschen....der hat nicht zu kleine Räder, deswegen würde ich sagen, weil der MB das meiste Gewicht auf der Vorderachse hat, vorme mehr zieht. Ich gebe aber zu, dass die Voderachsfederung eventuell den Schwung abbremst. Kommt aber auch auf den Anhänger ( Deichsel/Tandem)an.
http://wwwnc.cdc.gov/eid/article/17/7/1 ... rticle.htm
http://www.youtube.com/watch?v=5U9sChS4aEw
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Re: MB Trac 700

Beitragvon heinzi the chicken » Do Jun 16, 2011 20:36

Baur hat geschrieben:Hallo ich bin neu hier im Forum und angehender Landmaschinenmechaniker. Wir wollen uns nen MB Track 700 zulegen, da wollt ich mal hören ob vllt. jemand mit diesen Schleppern auskennt und mal nen Erfahrungsbericht abgeben könnte :D .


also ich muss sagen, aus langer Erfahrung, dass die Dinger unkaputtbar sind ( liefen vom Band zur qualitativen Hochzeit von daimler). Die einzigen Nachteile die die alte Version hat (65/70) ist, dass der Lenkeinschlag nicht so gut ist wie bei Konkurenzmodellen ohne Trac system und dass diese Kiste nur 25 km/h fährt. Bei neueren Modellen ( ich weiss nicht genau ab welchen Baujahr) fahren die schon 40km/h und haben sogar noch einen Gang gesperrt ( :mrgreen: :mrgreen: )....Der absolute Vorteil der Dinger ist aber, dass mal noch alle Ersatzteile bekommt ( egal ob ebay oder der einfache KFZ mercedes Händler um die Ecke)....und wenn man mal einen gebrauchten Motor braucht...alles bei ebay, weil Unimog/LKW/Busse von vielen Teilen Baugleich waren....Und wenn hier Leute meinen der MB wär nicht ackerfähig,( ich kann das bei meinen Marschwiesen nicht bestätigen) dann einfach anderen Motor oder Turbolader her...geht dann bis auf 90 PS.....ich habe mal von jemanden gehört, der hat sogar noch an ein neueres Modell einen Ladeluftkühler nachgerüstet...... :prost:
http://wwwnc.cdc.gov/eid/article/17/7/1 ... rticle.htm
http://www.youtube.com/watch?v=5U9sChS4aEw
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Re: MB Trac 700

Beitragvon nasenwurzelsepp » Do Jun 16, 2011 20:42

Kine hat geschrieben:
Baur hat geschrieben:Ja es gibt ja auch Modelle wo de die ganze innen Konsole um 180 Grad drehen kannst und so.
Also von den Ausrüstungsmöglichkeiten sind die halt auch nicht schlecht.

Das wäre aber die große Baureihe, ist schon ein "kleiner" Unterschied zum 700er...


Jau, den kleinsten den es mit der werksseitigen Sonderausstattung RüFa gab, war der 1100 (WDB 442.161 und 443.160), der aber aufgrund seines recht hohen Leistungsgewichts bedingt durch die nur knapp 110 Pferdchen aus dem OM 352 Sauger eher träge ist.
Wohl der Hauptgrund, warum DB von diesem Modell zwischen 76 und 87 nur schlappe 623 Einheiten absetzen konnte, während die 1300er und 1500er Modelle mit Turbolader in der gleichen Zeit Stückzahlen von jeweils ca 3000 erreichten.

So wurde der 1100 dann 87 in die Mittlere Baureihe verpflanzt, um dort dem 1000 Gesellschaft zu leisten.


Aber weiter zum Thema RüFa:
Es gibt einige wenige 1000er und 1100er der Mittleren Baureihe, die nachträglich durch versierte Bastler oder von Landtechnikschmieden mit einer solchen versehen wurden. Dies waren dann aber immer Individuallösungen, bei denen auch nie der komplette Fahrerstand wie in der Großen Baureihe gedreht werden konnte. Vielmehr glichen sie denen der anderen großen Marken. Also mit zusätzlicher Pedalerie und kleinem Lenkrad.


Bei der kleinen Baureihe, ob Seiten- oder Mittelschalter, ist mir kein solcher Umbau bekannt.



Und zum Konzept an sich:
Die Schlepper, vor allem der Großen Baureihe, sind, sogern ich sie mag, eher als Universal- und Systemgerät zu sehen und nicht als Ackersau, daher auch nicht mit solchen direkt zu vergleichen, was nicht heißen soll, dass sie für die Bodenbarbeitung ungeeignet wären.
Trotz allem waren sie technisch gesehen ihrer Zeit meilenweit vorraus, erst recht, was Kabinengestaltung, Anbaumöglichkeiten und vor allem den Fahrkomfort angeht.
Man nenne mir einen Schlepper in der 150ps-Klasse, der 1980 mit einer gefederten Vorderachse aufwarten konnte. Was bei MB seit 76 Serie war, gibts ja heut bei fast allen Herstellern noch nicht im gesamten Sortiment, auch nicht als Sonderausstattung.
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