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Mein Schneechaos 2005

Alles was nicht zu anderen Themen passt, hat hier seinen Platz.
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17 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Mein Schneechaos 2005

Beitragvon Longo67 » Di Nov 24, 2009 11:33

In den Tagen um dem ersten Adventswochenende des Jahres 2005 gab es hier Eisregen und viel Schnee, dass die ganzen Stromleitungen zum einstürzen brachte,
Daraufhin war ich einer von den 250 000 Menschen im Münsterland ohne Strom und musste 4 Tage improvisieren um ne´ganze Bande Rinder auf `unseren Hof zu ihrem Recht zu verhelfen
Ich werd die nächsten Tage ein Tagebuch von den unvergessenen Novembertagen 2005 hierhin schreiben, um Euch ein wenig an der Dramatik teilhaben zu lassen, die wir hier erlebt haben.
Keine Angst; bei mein lockeren Schreibstil is das gut lesbar geschrieben..

In diesem Buch wurde mein Bericht auf sechs Seiten (ab der zweiten Auflage, die für die erste war ich nich schnell genug) schon veröffentlicht, und is sehr gut angekommen.
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Re: Mein Schneechaos 2005

Beitragvon Quattrodevil » Di Nov 24, 2009 12:35

Wir hattenzu Wiebke Zeiten 9 Tage keinen Strom und Schnee haben wir fast jedes Jahr viel.
Ihr seit es nur nicht gewohnt....
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Re: Mein Schneechaos 2005

Beitragvon Longo67 » Do Nov 26, 2009 11:11

Mein Schneechaos 2005 1/5

--------------------------------------------------------------------------------

Freitag 25. November 2005:
Das letzte Wochenende im November 2005, der erste Advent stand bevor, es ging alles seinen Gang, ein Besuch auf den gemütlichen ländlichen Weihnachtsmärkten in der Umgebung sollte uns in diesen trüben Tagen etwas aufmuntern: doch es kam alles anders, die nächsten Tage werden wir das ganze Leben nich mehr vergessen, sie gehn in die Geschichtsbücher unserer Region ein.
Für den ganze Tag war vom Wetterdienst einiges an Niederschlag vorrausgesagt. Während ich vormittags mit dicke Winterklamotten ausgerüstet die Füttervorräte für meine ca. 70 Rindviecher auffüllte war es nur am Schnee-regnen, is ja wohl öfters hier der Fall. Doch jetzt waren die Flocken so dick und schwer das unsere Küchenfenster fast z u Bruch gingen, so extrem hatte wir das noch nich erlebt!!
Das ging den ganzen Tag so weiter, die Stromleitungen wurden immer dicker von Eis eingehüllt und hangen irgendwann in handgreifbarer Höhe. Wenn das mal gut geht, denk ich so bei mir, aber kann ja nur gut gehn, was anderes gibt`s ja nich.
So gegen 14.30Uhr ging dann der Strom weg, weil schon irgendwo was zusammengebrochen war. Dauerte nich lange, da waren alle Nachbarn bei mir weil die telefonieren wollten, Termine absagen, Service Stellen informieren usw.) Aber da ging auch nix mehr. Ich hatte da noch Analog-Telefon, das kam ohne Strom aus. Nach zwei Stunde kam der Strom zumindest bei mir noch wieder, so dass ich alle Tiere versorgen und melken konnte
Bei der letzten Kuh um ca 19 Uhr wurde es dann plötzlich halbdunkel, die Melkanlage summte nur noch. nun konnte nix mehr laufen. Ein angepeilter Besuch bei derJahreshauptversammlung unseres Schützenvereins (junge Männer und Freibier, da muss man hin-g-) hat sich so zerschlagen, musste man doch erst mal sehn wies mit den Viechern weiter geht. Ausserdem war durch den heftigen Schneefall Autofahrn auch nur schlecht möglich. (Die Versammlung hat bei Kerzenlicht stattgefunden; zum Biertrinken braucht man kein Strom, zum "entsorgen" kann man ja im Schnee gehn.) :)

Die Lage im Blick führte ich mit n´guten Bekannten noch ein Telefonat zum anderen Ende des Münsterlandes, der hatte mal so 2 cm vor die Haustür und hatte nur im Radio von unseren Problemn gehört! Gegen 21.30 Uhr wurde es dann ganz dunkel, nun war der Strom richtig weg, diese Zustand wird uns knapp 4 Tage in Schach halten.

Um 22 Uhr hab ich mich mit`n Trecker und Frontladerschaufel auf`n Weg gemacht , schon mal Schnee räumen , und Radio zu hörn um weitere Information zum Stromausfall zu bekommen es war immer noch starer Schneefall, Auf der A 31 die bei mir vor der Tür vorbeiführt stand auch alles still, die Autofahrer war`n vor den abgebrochenen Leitungen gestrandet , sassen auf 40 km fest und wurde durch Rettungsdienste mit Tee usw. versorgt War alles ziemlich dramatisch!! ich bin dann so 23.30 in aller Stille mit Fiedhofskerze ins Bett gegangen....

Fortsetzung folgt...
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Re: Mein Schneechaos 2005

Beitragvon Jutta » Do Nov 26, 2009 11:58

Sorry für meinen Zwischeneinwurf: Steht die Geschichte auch so in dem Buch?
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Re: Mein Schneechaos 2005

Beitragvon Jutta » Do Nov 26, 2009 12:01

Ich war an dem Tag auch mit Auto unterwegs - von Essen nach Raesfeld. So leer hab ich die 31 noch nie gesehen. Als ich in Bottrop auffuhr, hab ich erst gedacht, die wär gesperrt. Alles eine weiße Fläche ohne jegliche Spuren - als wär ich der einzige Mensch auf Gottes weiter Erde. Glücklicherweise bin ich zwar sehr verspätet, aber doch gesund und munter (und hungrig und durstig) nach Hause gekommen. An einem Getränkestand kam ich nicht vorbei...
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Re: Mein Schneechaos 2005

Beitragvon Longo67 » Do Nov 26, 2009 13:06

Diese Version hatte ich mal in irgend n´ Jugendforum gestellt, und konnte die noch wiederfinden....für die Buchversionhab ich natürlich nachgebessert, fehlergelesen usw. , denn so wollte /konnte ich das nich abgedruckt veröffentlichen. Aber im Groben steht das auch so im Buch
(Die Buchversion is noch auf den alten Rechner, muss ich nochmal rüberholen. Mal sehn, ob ich das heute noch mach, damit die andern Teile vernünftig hier hin kommen. )
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Re: Mein Schneechaos 2005

Beitragvon Longo67 » Fr Nov 27, 2009 10:13

Mein Schneechaos 2005 2/5

--------------------------------------------------------------------------------

Samstag 26 November 2005
Mit der Friedhofskerze hab ich nich sanft geruht, um 5.00 Uhrkonnt ich nich mehr liegen, ich hörte wie meine Rindviecher immer wieder an der Tränke versuchte Wasser zu bekommen, das gibt so Geräusche durch die ganze Hauswasserversorgung! Aber die zu ihrem Recht zu verhelfen ging nu mal nich, einfach da weg bleiben, sonst würden die Senkrecht im Stall stehn.
Nachdem ich das Kaminfeuer angemacht hatte machte ich mich,
mit der Kettensäge an Bord , mit dem Frontladertrecker auf den Weg um das neuste aus dem Radio zu hören, und den Weg freizumachen weil der Mobile Pflegedienst jeden Tag zu uns kommt um meine pflegebedüftige Tante die hier auf den Hof lebt zu versorgen! Immer wieder musste ich mit der Kettensäge ümgestürzte Bäume und Sträucher beseitigen, im nächsten Moment brachen unter dem schweren kompakten Schnee der noch immer heftig niederging, weitere Zweige auf dien Weg so dass ich manchmal eingeschlossen war, aber ich war dann doch schneller mit dem sägen!!
So ne Dramatik hatte hier noch keiner erlebt! Auf der A 31 stand immer noch ein Stau von 50 km, verursacht durch abgerissene Hochspannungsleitungen im raum Ochtrup die ganze Nacht hatte sich da nix bewegt, Kurz nachdem ich wieder zu Haus war kam dann auch die mobile junge Krankenschwester allerdings zu Fuss, sie hatte ihr Auto in einer Schneewehe festgefahren. Meine Mutter hatte schon Kaffee auf dem Kaminfeuer gekocht so das ersmal aufwärmen angesagt war.
Nachdem unser Pflegefall versorgt war is die Krankenschwester mit mir auf`n Trecker zu ihrem Auto gefahren dass ich dann losgezogen hab, dann hab ich die in den Ort eskortiert, immer wieder unter Einsatz der Kettensäge! Die Bahnschranke bei uns im Wald war auch auf Dauer-rot so dass man die umfahren musste, Ein herannahender Zug der sich ohne Fargäste auf langsame Probefahrt befand hatte die Anlage eingeschaltet und is dann vor umgestürzten Bäumen zum stehn gekommen. Die schranke blieb dann 4 Tage geschlossen und der Zugverkehr auch.
Gegen 10.30 war die Madame wieder im Ort und ch mit leerem Tank wieder zu Haus, zu Glück hatte ich zufällig n´Reservekanister mit Diesel, denn Tanken ging auch nirgendwo. Ein Nachbar wollte auch sein Weg freigeschoben haben, so machte ich einfach weiter mit Schnee schieben, der immer noch heftig fiel! Dort am Kaminfeuer gab`s dann n´schönen Glühwein mit ne aktuellen Lagebesprechung wie man den Tag weitverbringt und sich weiter gegenseitig helfen kann!!

Fortsetzung folgt...
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Re: Mein Schneechaos 2005

Beitragvon Pumuckel » Fr Nov 27, 2009 13:45

Quattrodevil hat geschrieben:Wir hattenzu Wiebke Zeiten 9 Tage keinen Strom und Schnee haben wir fast jedes Jahr viel.
Ihr seit es nur nicht gewohnt....


das kannst du allerdings nicht vergleichen, ihr habt normalen schnee, der war richtig Nass und schwer, dazu noch eisregen, das war echt nicht normal ! Da sind Massenweise Bäume zusammengekracht, es gab richtige eispanzer an den Ästen und dann Tags den Nassen Schnee ! :shock:
Und, wie du ja schon sagtest, im Münsterland ist man es nicht gewohnt !
Hats im Münsterland aber auch nicht das erste mal gegeben, 68/69 glaube ich sagte meine Mutter war es auch so schlimm.
Sehr interessanter Bericht übrigens ! :wink:
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Re: Mein Schneechaos 2005

Beitragvon Longo67 » Fr Nov 27, 2009 19:14

Fortsetzung Samstag 26. November 2009.
Nach etwas Eintopf fassen das im Kaminfeuer gekocht wurde hatt ich dann noch´n Kumpel aus´n Schnee gezogen..dann fuhr ich zu weiteren Nachbarn um zu sehn ob man sich noch helfen konnte.
Ein Nachbar und "Sandkastenkumpel" hatte so`n 5 KVA Moppel (Notstromaggregat) von seiner Arbeitsstelle, einem Entsorgungsunternehmen, organisiert um Heizung und Wasserversorgung zu betreiben. Das Teil hab ich mir sofort reserviert, bin schnell nach Haus hin und hab mit mein Bruder zusammen passende Kabel gesucht, Eurostecker umgeschraubt und alles für die Ankunft von "Moppel" vorbereitet. Dann das Teil nach Haus geholt und ein nach´n anderen Stecker ausprobiert und evtl die Phasen gewendet damit alles richtig um lief. Zuerst die Wasserpumpe damit die Tiere saufen konnten, dann die Melkmaschine um das Morgenmelken um 16 uhr nachzuholen, das war dann gleichzeitig auch abendmelken. dann Milch kühlen, wieder wasser pumpen und Heizung hochfahren, bis ich "Moppel "dann um 20 Uhr wieder wegbringen muste, damit auch bei mein Nachbar seinen Strombedarf wieder decken konnte. Es war alles provisorisch, aber es hat gealufen, wenn auch am Rande der Kapazität von Moppel.,
Der Nachbar hatte sich am Nachmittag auch noch so`n Riesenteil von Radlader von seiner Firma mitgebracht und hat die Wege und Strassen in der ganzen Gegend geräumt.Der Bauhof und der Krisenstab der Gemeinde waren mit der Situation völlig überlastet und überfordert., und hatten auch noch nich so richtig registriert wie´s in den Aussenbereichen der Geminde aussah! Im Ort war die Stromversorgung seit Mittag wieder hergestellt., auch unter Mithilfe eines aus dem Ort stammenden pensionierten Ve´rsorgungstechnikers, der noch Kenntnisse von alten abgeschaltetetn unterirdischen Leitungen hatte und diese kurzerhand reaktiviert hatte.
Der Schneefall wurde endlich weniger.
Nachdem wir abend´s bei ne´Flasche Bier den nächsten Tag geplant haben fuhr ich wieder nach Haus, da wa´r´s dunkel bis auf`n paar Friedhofskerzen und still. kein Fernsehn, Internet, alles irgendwie unheimlich. Die Stromleitungen lagen aberissen im Schnee , solange da kein Bautrupp kommt müssen wir mal erst mit unseren Tieren stromlos leben.
Ich war ja an diesem Tag für mein Fall halbwegs glimpflich davon abgekommen, aber es war doch ne ganze Aufregung.

Fortsetzung folgt
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Re: Mein Schneechaos 2005 3/5,

Beitragvon Longo67 » Sa Nov 28, 2009 12:23

Sonntag 27. November 2005, erster Adventssonntag.
..wieder morgens um kurz nach fünf wurde man aufgekratzt wach bei Kerztenschlummerlicht.., da man jetzt aber wusste dass man nachher für ne´kurze Zeit "Moppel" zu verefügung hatte, konnte man planen. Zuerst kam der grosse Trecker vor die offene Stalltür, mit eingeschalteter "Festbeleuchtung" (Arbeitsscheinwerfer) konnte man die Tiere alle füttern, denn nach dem Fressen saufen die das meisste Wasser, aber dafür musste "Moppel" da sein, den ich dann um ca..6.30 Uhr abholen konnte!! Dann wieder das Programm ; Wasserpumpe, Melkanlage, Milchkühlung , nochmal Wasserpumpe. Mit dem Lichtstromanschluss konnte zugleich die Heizung und die Kühltruhe so wie die Wechseldruckmatratze für unseren Pflegefall betrieben werden!
Die Benzinversorgung von "Moppel" hatte zunächst mein Nachbar mit übernommen, dann aber konnte ich auch selbst zur Tanke fahren, die Strassenverhältnisse wurden durch einsetzndes Tauwetter immer besser. Pro Tag brauchte ich gut 25 Liter Benzin!
Nach der Arbeit glaubt ihr kaum was ich gemacht hab: Ich konnte mich mal wieder richtig schön warm duschen...was sonst selbstverständlich war, geriet jetzt zu einer kleinen Errungenschaft!!

Frisch gestylt ging es jetzt mit Trecker un "Moppel" im Frontlader einige Nachbarn rund, die kein Vieh etc hatten, aber auch mal wieder Heizung und fliessendes Wasser spüren wollten...! Nachmittags hatte ich Zeit um mit dem Auto etwas mehr ein Bild von der Katastrophe vor der Hautür zu machen, dabei konnte ich noch ein Lichtstrommoppel organisieren, und hatte dann einige Stunden mehr Heizung, Kühltruhe, Martratze,...und Fernsehn mit den "WDR- Extra´s" aus unserer Gegend.!! Man konnte ja immer noch nich begreifen , was eigentlich los war!!
Ein RTL-Fernsehteam wollte mich noch auf Sendung nehmen, aber dann passten denen die Zeit nich weil´s doch dann dunkel is wenn ich arbeiten muss.is auch gut so hab ich gedacht, nachher haben die noch wiede r n´Opfer für "Bauer sucht Frau" -gg-.
n´langen Hals hab ich gekriegt, als dann doch ein Räumfahrzeug vom Gemeindebauhof unterwegs war, da musste dann aufgrund irgendeiner Behördenvorschrift ´n zweiter Mann mit draufsitzen, wenn der eine mal plötzlich krank wird!! Den zweiten Man hätte man sicherlich irgendwo effektiver einsetzen können. Ich hatte die letztn zwei Tage ausser Hofhündin Susi auch niemand an Bord!!
Abend s das mittlerweile Routineprogramm, dann in meiner Lieblingspommesbude im Nachbarort mit Strom,mal wieder satt essen, Anschliessend war es wieder still und dunkel war auf unsern Hof !!

..Fortsetzung folgt..
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Re: Mein Schneechaos 2005

Beitragvon CSW-LNF » So Nov 29, 2009 12:39

Alle Achtung, sehr intressant und real geschrieben. Das geht eben nur, wenn mans erlebt hat.
Für die Zukunft alles Gute und hoffentlich keine solchen Erlebnisse mehr.
Diskutiere niemals mit einem Idio***.
Erst zieht er Dich auf sein Niveau runter, dann schlägt er Dich mit seiner Erfahrung......
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Re: Mein Schneechaos 2005 4/5

Beitragvon Longo67 » So Nov 29, 2009 23:43

Montag 27. November 2005:

frümorgens das schon Routine -Prgramm mit Trecke und "Festbeleuchtung" und "Moppel". Der Milchsammelwagen der Samstagmittag vor den Schneemassen kapitulierte hat frümorgens die Milch abgeholt. Der Tank war mittlerweile randvoll aber kalt genug dank "Moppel"!
Ein weiterer Nachbar, den ich mit den kleinen Lichstrom- Moppel aushelfen konnte war zum Bürgermeister gewesen um seinen Ärger Luft zu machen: Sollen doch ìn münsterländischen Bundeswehrdepot noch ne´ganze Reihe "Moppels" vorgehalten werden, können aber für diesen Katastrophenfall aus steuer/- verwaltungstechnischen Gründen nicht aufgerüstet werden!!! Dafür kommt der Strom in langen THW- Konvois aus anderen Bundesländern über die A 31 bei uns ver der Tür her in´s Münsterland gerollt! Auch die Solidarität innerhalb unseres Berufsstandes is groß, Kollegen aus anderen Regionen erfuhren im Fernsehn von unserer Not und kamen mit ihren "Moppels" angereist, um Strom zu machen, damit z.B gemolken werden konnte!!
An diesem Montagnachmittag bin ich in der Verwandtschaft rumgereist und hab mir weitere Verlängerungskabel, Kabellampen organisiert, damit einige zum täglichen Leben nötige Geräte / Lichter im Haus einfacher am Notstrom zu bekommen und nich mehr soviel stöpseln musste! Denn die Situation schien endlos zu werden, zumal auch unsrere Hofzuleitung immer noch abgerissen im abtauenden Schnee lag...
Abends um 23 Uhr die Hiobsbotschaft vom Nachbarn: unser Moppel is nach diesem Dauerstress durchgebrannt... !! Das war jetzt die richtige Nervennahrung für die Nacht...

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Re: Mein Schneechaos 2005, letzter Teil

Beitragvon Longo67 » Mo Nov 30, 2009 20:31

Dienstag 29 November 2005
Wie mir heute zumute war hab ich Bekannten die in diesen Tagen mit uns gefühlt haben in einer Rundmail mitgeteilt:

"STROM IST WIEDER DA"
nach einigen katastrophalen Tagen indem sich kein Bautrupp sehn ließ, ging es am Dienstag alles sehr schnell, kurz vor Mittag erschienen gleich mehrere Fahrzeuge mit Freileitungstechnikern auf dem Hof und machten sich an die Leitungen zu schaffen die seit Freitag auf der Erde im Schnee versunken sind. Auch die ganze Gegend wurde am Nachmittag nach und nach wieder an`s Netz genommen. Somit waren wir VIER Tage ohne Strom
Den Dienstagmorgen musste ich mit Hilfe einer Feuerwehreinheit aus Xanten überbrücken, , nachdem am Montagabend unser Notstromaggregat durchgebrannt ist, das uns in den letzten Tagen eine grosse Hilfe zum Tiere versorgen war. Die Feuerwehrjungs waren nach diesen Tagen im Dauerstress nicht zu beneiden. Einen heissen Kaffee haben sie dankend angenommen.
Ich war am Mittag noch dabei, mich mit meinem Nachbar auf eine weitere Nacht ohne Strom einzurichten.

Umso lauter war bei mir der Fall des Steines von der Seele zu hören, als die Bautrupps endlich auftauchten. Ich war jedenfalls am Dienstagabend ziemlich fertig mit der Welt und froh, das etwas Ruhe und Normalität zurückkehrten.
Für meinen Fall konnte der Schaden am Vieh, ungekühlter Milch, aufgetaute Gefriertruhe usw. in Grenzen gehalten werden, genaueres wird sich aber erst in nächster Zeit klarstellen. Alles das war aber nur mit Hilfe vor allem von den Nachbarn und mit eigenem Organisationstalent zu bewerkstelligen. Den ganzen Tag nur die Frage: Wie komm ich am Strom? wie teil ich den ein damit die Tiere zu ihrem Recht kommen?
Wollen wir hoffen das sowas nicht wieder passiert, aber über das Thema Notstromversorgung wird noch zu diskutieren sein!"


So, das war der letzte Teil von den Ereignissen, rund um das erste Adventswochenende 2005, die man hier lange nicht vergessen wird. In den letzten Tagen war das oft Thema in den Medien und Gesprächen ! Einige Kneipen haben Schneechaos- Revival -Partys veranstaltet. Und einige Baby`s mehr haben in dem folgenden Sommer das Licht der Welt erblickt..!!

Ich hoffe, das Euch mein Bericht gefallen hat, freu mich auf Feedback.
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Re: Mein Schneechaos 2005

Beitragvon peppo » Mo Nov 30, 2009 23:06

Könntest du berichten, welche folgen du in Folge dieses Ereignisses gezogen hast ? Traktorgenerator ? oder eine sonstige Form der Notstromversorgung ? Wir für unseren Teil haben bei unserem Neubau die gesamte Anlage bzw. die wichtigen Verbraucher auf Notstrombetrieb ausgelegt, daher wir können die Geräte vom Netznehmen und direkt im Zählerkasten mit einem Notstromaggregat, welches von unserer Alm vorhanden ist, betreiben.

Übrigens gut geschriebene Geschichte, ich könnte eventuell so etwas ähnliches vom HW 05 online stellen, falls das gewünscht ist ...

sg
Sebastian

PS: Ich werde voraussichtlich bis nächsten Montag nicht auf eure Beiträge antworten können, da ich eine kleine Belgien- Rundreise unternehme... ;-)
Es ist nicht meine Schuld das die Welt so ist wie sie ist. Es ist nur meine Schuld wenn sie so bleibt.
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Re: Mein Schneechaos 2005

Beitragvon deborah89 » Di Dez 01, 2009 12:55

Schneechaos?...da fällt mir spontan das zu ein:

Was dauert länger zu bauen? Eine Schneefrau oder einen Schneemann?
.... :idea: ....einen Schneemann...das aushüllen des Kopfes braucht einfach seine Zeit... :shock: :lol: :mrgreen: 8)


LG
Debbie... :gewitter:

P.S: *sing* einbisschen Spass muss sein.... :wink:
Feige Hunde sind mit dem Maul am freisten, wenn ihr Wild schon weit vorausläuft.
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