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Meinung zu Fendt GTF 255

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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Meinung zu Fendt GTF 255

Beitragvon luggei » Fr Mai 19, 2006 12:01

Hallo zusammen,
habe genannten Traktor an der Angel. Wer hat Erfahrung damit?
Daten und Ausstattung: Baujahr 1980, 50 PS, FH, FZW, FL m. 2 Schaufeln, 4.500 BS, lt. Vorbesitzer (der 2.) insgesamt in sehr gutem Zustand.
Ich will den Traktor hauptsächlich zur Haus- und Hofpflege (keine Landwirtschaft) und zum Brennholzmachen einsetzen. Gelände zwar teilweise extrem, allerdings bewege ich mich hauptsächlich an trockenen Tagen und dann auf den Wald- und Forstwegen.
Der Vorbesitzer meint, bei 8.500 € geht nicht mehr viel.
Vielen Dank für Eure zahlreichen Meinungen und Antworten.
Ach ja, eine hydraulisch kippbare Stahlblech-Mulde für den Vorderaufbau ist auch noch dabei.

Luggei
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Beitragvon MF-133 » Fr Mai 19, 2006 16:41

Der Hauptnachteil der GT-Schlepper ist der Preis. 8500 Steine sind eine Menge Geld für die freie Sicht nach vorne. Da sind wir preislich in Regionen, in denen es auch schon Allradschlepper gibt. Und trotz der Fendt Werbung, "fährt sich fast wie ein Allrad" (wg der hohen Last auf der Hinterachse) glaub ich, dass da unterm Strich der 4x4 doch Traktionsvorteile hat. Wenn der GT die Vollkabine hat und gut dasteht, spricht technisch nichts gegen den Schlepper. Von der Nutzung her muss eben die freie Sicht wichtig sein oder hoch veranschlagt werden, ansonsten geht's bei 50 PS (als 4x2) auch billiger.
In meinem Heimatdorf laufen zwei GT 275 -seit einigen Jahren "nur noch" als "Brennholztraktoren", von großen Schäden hat man nie was gehört. Bei der Kalkulation nicht vergessen: Der Durchbruch im Wald kommt von der Seilwinde. MFG
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Beitragvon MF-133 » So Mai 21, 2006 17:59

Ich wundere mich, dass außer mir niemand antwortet. Vielleicht sollte man die Frage nochmals im Landtechnikforum stellen?! Im Forstforum vielleicht zu speziell? MFG
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Meinung zu Fendt GTF 255

Beitragvon luggei » So Mai 21, 2006 21:04

Hallo MF 133,
ist mir auch aufgefallen, ich werde die Anfrage nochmal 'umforen', vielleicht gibt´s dann mehr Antworten.
Habe das Teil heute mal genauer in Augenschein genommen.
Sieht wirklich soweit ok aus, die Abnutzung der Pedale, aber auch der sonstigen Teile läßt auf die Echtheit des Stundenzählers schließen.
Der Traktor ist zwar vom 2.-Besitzer komplett neu lackiert worden, ist allerdings querdurch top in Schuss, sogar Warndreieck, neuer Kabinenbodengummi, Sitzpolster für Mitfahrer ist vorhanden.
TÜV wurde scheinbar ohne Mängel letzte Woche durchgeführt.
Habe Probefahrt durchgeführt, läuft für meine Begriffe alles absolut exakt, die Gänge lassen sich sauber schalten, Bremse tip-top.
Da es ein 'Kurzer' ist, läßt der sich fast im Stand umdrehen.
Preislich will er sich evtl. noch 200 Euronen überlegen, bittet sich aber jetzt doch nochmal 1-2 Tage Bedenkzeit aus.

Gruß

Luggei
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Beitragvon lagavulin » So Mai 21, 2006 21:22

Ich glaube mein Onkel fährt den gleichen. Ist die Grünlandversion also der kurze Radstand.
Hatte bisher nichts gehört, dass der größere Probleme bereitet.
Aber durch die kürze und dem hohen Gewicht auf der Hinterachse ist der kein Zugpferd.
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Beitragvon DerMitDemClaasTanzt » Mo Mai 22, 2006 2:42

Ja einen 255 GTF hätte ich auch gern, der ist schön kompakt und mit Kabine. Wohl ist in sachen Reparatur der 250 GT ohne Kabine besser, da kommt man sofort an alles ran.

Wenn du mit extremen Gelände starke Steigungen meinst, kannste den GT vergessen. Da würde ich einen Allrad Motorhaubentrecker empfehlen. Wenn der GT nämlich vorne kein Gewicht hat und hinten was schweres drann hängt, macht der "männchen" was gerade auf der Straße sehr unangenehm ist.

Ich würde nur mal nach der Vorderachse schauen, das ist die Sache wo der Tüv gerne Hinschaut.

Beim GT ist wegen der starken Schläge gern die Achse verschlissen: Mittelstück der Lenkung, Achsschenkelbolzen, Buchsen und Radlager sind gerne kaputt, wobei die gefederte Vorderachse am 255 und 275 nicht ganz der renner war.

Der Haken ist beim GT wirklich der Preis, gerade die 250-275 sind schon vom Preis her pervers da bekommt man teilweise schon einen GTA mit 40km Getriebe für. Mir persönlich wäre der 255 GTF nicht mehr wie 6500 Euro wert, das bringt es einfach nicht 8.000 Euro zu bezahlen für eine 30 Jahre alte Möhre, die GTA haben eine wesenlich bessere Kabine, die sogar nach hinten weg kippbar ist, Allrad usw. und fangen ab 10.000 Euro an.
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Beitragvon Waldschrad » Mo Mai 22, 2006 8:36

Hallo,

die Frage ist für welchen genauen Einsatzzweck beim Brennholz? Holz vorliefern und Rücken, heimfahren, oder Spalten und Sägen.

Zum vorliefern und Rücken des Holzes ist die Maschine vorne schlicht weg zu leicht. Vorne hebt sich der Schlepper viel zu leicht ab, selbst beim Ziehen des Anhängers den Berg hoch wird der Vorne sehr schnell leicht und kaum noch lenkbar. Bei uns läuft einer, der hat dann eine Pritsche daruf gemacht und lädt erst mal die voll bevor er den Hänger nimmt um das nötige Gewicht auf dier Vorderachse zu bekommen. In extermen Gelände Bergauf und -ab würde ich eher zu Allrad tendieren, auch weg. der 4-Radbremsung, bringt mehr Sicherheit. Zum anderen kommt bald nach dem Schlepper i.d.R. die Seilwinde und dazu ist er dann wirklich vorne zu leicht.
Zum Antreiben von Spalter und Säge ist er ok nur dazu tuts auch ein 30PS Schlepper bei den heutigen Dieselpreisen.


Gruß
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Beitragvon luggei » Mo Mai 22, 2006 10:05

An das Beladen der vorderen Pritsche (ca. 1,40 x 1,6 x 0,30) habe ich beim Einachs-Hängerbetrieb auch gedacht.
Könnt Ihr Euch den Betrieb einer kleineren (4-6 to) Seilwinde an der Fronthydraulik vorstellen?
Ich will keine Langholz-Stämme rücken, normal höchstens Fixlängen oder eher noch Schleifholz, natürlich auch Gipfelstücke o.ä. mit Durchmessern < 20 cm zum aufarbeiten beiholen.
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Beitragvon Waldschrad » Mo Mai 22, 2006 11:38

Hallo,
Fronthydraulik und Winde sind nicht so ganz einfach. Zum einen hat die Frontzapfwelle 1000 u/min und eine andere Drehrichtung. Also brauchst Du dazu immer ein Zusatzgetriebe zum ändern der Drehrichtung und bei Winden die die 1000er nicht verkraften eine Untersetzungsgetreibe.
P.S. nur sehr wenige Winden meist Profiwinden mit Getriebeantrieb sind für die 1000er zugelassen. Sonst ist die Seileinzugsgeschwindigkeit auch schon bei Standgas zu hoch.

Gruß
Waldschrad.
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Beitragvon DerMitDemClaasTanzt » Di Mai 23, 2006 3:00

Frontzapfwellen sind auch nix für schwere arbeiten wegen der hohen Übersetzung, der Motor würgt sich schon ab, wenne die Winde gerade eingeschaltest hast, das sehe schon wenn ich am 395er GTA den Dücker einsetze...


Da haste sonst nur eine Möglichkeit. Trecker hinten aufbocken, Wegezapfwelle rein und dann die Hinterachse von Hand drehen, dann läuft die Winde schön langsam.

Ne...., für solche einsätze würde ich dann doch einen vernünftigen Schlepper empfehlen, der GT ist eher ein Pflegeschlepper. Naja, du kannst Dir diese einhängbaren Gewichte besorgen, wie die am 300er Farmer und Favorit oft zu sehen sind, vorn hat der GT zwei Taschen, wo die reingesteckt werden, da kannste nach belieben Gewichte vorhängen bis er im Holm durchknaxxt. Oder du nimmst ein altes Ölfass welches du mit Stahlschrott und Beton füllst, und machst das vorne in den Dreipunkt.

Gewichte sind am GT unverzichtbar. Bin schonmal mit Grubber im Heck auf ner Straßenkreuzung stehengeblieben, da stand der GT in 45 Grad Winkel hoch, der Grubber schleifte über den Asphalt und der Vorderwagen schwenkte wegen des Drehgelenks zur Seite um, das war seher unangenehm.... :oops:

Seit dem nur noch schwere lasten mit Frondlader.
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Beitragvon Weinbauer » Di Mai 23, 2006 11:23

wieso ist der thread zweimal enthalten. der ist doch schon weiter unten einmal ?
Was dem Menschen dient zum Seichen, damit schafft er seinesgleichen. (Heinrich Heine)
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Beitragvon luggei » Di Mai 23, 2006 19:04

Hallo,
vielen Dank für Eure vielen Meinungen.
Aufgrund Eurer Bedenken, vor allem aber weil ich heute mit einem geliehenen Allrad im Wald war, werde ich jetzt nach einem Allrad suchen.
Mit voller Fuhre (ca. 6-7 Ster Buchenscheite) bergab, war ich über Stock und Stein (die soll´s ja auch auf den Wegen geben) heilfroh, auf eben jenes zurückgreifen zu können.
Ich denke, ich muss halt dann anderen Schnickschnack (der vielleicht im Wald gar nicht so toll ist) verzichten und den richten Bulldog für meine Arbeiten auftreiben.
Für mich ist diese Diskussion damit beendet.
Vielen Dank nochmal für die Unterstützung.

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