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Mikrogranulatsreuer beim Maislegen ?

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Mikrogranulatsreuer beim Maislegen ?

Beitragvon "schwabe" » Di Dez 15, 2015 18:50

Hallo

Oft sieht man Maissägeräte mit sogenannten Mikrogranulatstreuern, was wird denn da für ein Granulat gestreut beim Mais säen ?

Ist das Dünger oder ist das gegen Schädlinge (Schnecken etc. ) ?

würde mich nur mal interresieren, obwohl ich so etwas eigentlich noch nie vermisst habe beim säen !
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Re: Mikrogranulatsreuer beim Maislegen ?

Beitragvon Mad » Di Dez 15, 2015 19:09

Es ist Mikrogranulatdünger.

Beratung sagt: 20kg/ha. Das sind dann je nach Düngersorte 9kg/ha P2O5, was wiederum die P-Versorgung bis zum 6-Blatt-Stadium sicherstellt. Der Dünger wird direkt bei das Korn gegeben, wodurch er schneller wirkt als der Unterfußdünger, zu dem der Keimling erst hinwachsen muss. Aufgrund der Mindermenge gegenüber der Unterfußdüngung sollen Schäden am Keimling ausgeschlossen sein.

Wie gut oder schlecht das funktioniert, weiß ich aber erst nächstes Jahr. :wink:
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Mikrogranulatsreuer beim Maislegen ?

Beitragvon "schwabe" » Di Dez 15, 2015 20:10

Hat da schon jemand mal ein Versuch gemacht in wieweit sich das lohnt gegenüber normaler UFD ?

Ich meine eine Reihe mit Mikrogranulat und die Reihe nebenan ohne Mikr.. und nur mit normaler UFD !

Würde mich interresieren ob man das dann sieht beim heranwachsen - den Unterschied !

???
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Re: Mikrogranulatsreuer beim Maislegen ?

Beitragvon Mad » Di Dez 15, 2015 21:49

"schwabe" hat geschrieben:Hat da schon jemand mal ein Versuch gemacht in wieweit sich das lohnt gegenüber normaler UFD ?

Ich meine eine Reihe mit Mikrogranulat und die Reihe nebenan ohne Mikr.. und nur mit normaler UFD !

Würde mich interresieren ob man das dann sieht beim heranwachsen - den Unterschied !

???


Ich habs noch nicht gemacht. Werde es aber systembedingt machen.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Mikrogranulatsreuer beim Maislegen ?

Beitragvon timberjack1 » Mi Dez 16, 2015 8:26

Hallo,

also bei uns in Österreich wird damit hauptsächlich Belem gestreut gegen die Larven des Maiswurzelbohrers.


lg
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Re: Mikrogranulatsreuer beim Maislegen ?

Beitragvon Scubi » Mi Dez 16, 2015 11:44

Hab 2014 mal einen Versuch gemacht. Mulchsaat und Streifenbearbeitung jeweils mit Rindergülle und zusätzlich Unterfußdüngung herkömmlich (100 kg DAP) oder Mikrogranulat (20 kg). Mulchsaat + DAP hat haushoch gewonnen.
Mein Fazit: in Jahren mit normaler Jugendentwicklung spielt es keine entscheidende Rolle ob das das Phosphor ein paar Tage schneller wirkt. In einem extrem kühlen Frühjahr mit schlechter Mineralisation kann das im Einzelfall anders sein.
Auf Böden wie unseren, mit eher niedrigen Gehalten an verfügbarem P, spielt eher die Menge eine Rolle als die Wirkgeschwindigkeit.

Die Mindermenge an P im Mikrogranulat hat leider keinen Einfluss auf den Preis. Habt ihr schonmal gerechnet was ein kg P als Mikrogranulat kostet? :shock:
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Re: Mikrogranulatsreuer beim Maislegen ?

Beitragvon Mad » Mi Dez 16, 2015 11:56

Scubi hat geschrieben:Auf Böden wie unseren, mit eher niedrigen Gehalten an verfügbarem P, spielt eher die Menge eine Rolle als die Wirkgeschwindigkeit.


Darum hats auch nicht funktioniert. Die Mikrogranulat-Düngung ist lediglich für die P-Absicherung (ggf. auch Mikronährstoffversorgung) innerhalb der Jugendentwicklung. Für die Ernährung der gesamten Pflanze muss schon das gegeben werden, was sie letztendlich aus dem Boden holt. In deinem Fall: Alles, was der jeweilige Ertrag an Entzug mitbringt.

Nochmal: Auf P-Mangelstandorten ist eine Unterfußdüngung oder gleichwertige Düngung unverzichtbar.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Mikrogranulatsreuer beim Maislegen ?

Beitragvon Bauer222 » Mi Dez 16, 2015 20:18

Ich mache seit vier Jahren mit Microgranulat Versuche.
Eines ist aber immer zutreffend.... Je schlechter die Bedingungen , desto besser das Ergebnis. Bei normalen Bedingungen bringt das Granulat keine wesentlichen Vorteile.
Bei Spätsaatversuchen im Weizen sah man optisch einen deutlichen Wachstumsvorteil zum Winter, resultierend dadurch einen Mehrertrag bei der Ernte . Die Kehrseite.... der Mehrertrag wurde durch den Mehraufwand egalisiert, denn die Mehrkosten von 50 €/ha( 20 kg Granulat/ha x 2,50€/kg ) sind nicht ganz ohne.
Ich nutze das Granulat hauptsächlich für den Maisanbau.
Durch jahrelangen Einsatz von Mist ist meine P Bilanz schon am Limit, so das ich mineralischen Dünger nicht unbedingt in meiner Düngebilanz stehen haben muß.
Das Granulat unterstützt den Mais in der Jugendentwicklung so weit, bis genügend Wurzeln da sind um P aus dem Boden selbstständig zu ziehen.
Die andere Frage ist.... Ist das ganze wirtschaftlich ?
Die Anschaffung für einen Microgranulatstreuer liegen bei ca 5000 € . Bei meiner Maschine war das Ding schon verbaut. Billiger geht es auch , ca. 4004 € . Dann ist es aber nicht Geschwindigkeitsregulierend.
Die Granulatkosten sind auch nicht ohne. 2,50€/kg bei Big Pack , gesackt ist es noch teurer.
Meine ehrliche Meinung... Ist eine Interessante Sache, die Kosten - Nutzen sollte man aber nicht aus den Augen lassen
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