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Missachtung der Grundstücksgrenze Nachbar macht eigene Wege

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46 Beiträge • Seite 3 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Re: Missachtung der Grundstücksgrenze Nachbar macht eigene

Beitragvon T5060 » Sa Okt 10, 2026 10:08

Das war dieses Jahr geil, die Hecken schön dürr und da bin ich immer schön mit meinem Kverneland-Bonator-Grubber immer schön rückwärts in die Hecken. Das hatte dann die erhoffte Wirkung.

Dann habe ich hier mit dem Ortslandwirt ein Projekt angestoßen, dass die Gemeinde den Bauern einen professionellen Heckenschneider kauft und einen jährlichen Obolus für Unterstellen, Kleinreparaturen und Wartung bezahlt. Ich muss mal hören was daraus geworden ist
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Re: Missachtung der Grundstücksgrenze Nachbar macht eigene

Beitragvon Ernst Eiswürfel » Sa Okt 10, 2026 10:28

S 450 hat geschrieben:Mich wundert es immer wieder dass es selbst in Franken keine Raine mehr gibt. Geht der Acker wirklich bis an den Feldweg?.


Die werden systematisch weggearbeitet. Wo bei meinem Vater ein Feldrain mit 70/80 cm breite und 15cm Höhenunterschied zur Straße war, ist der Höhenunterschied jetzt 40+cm und der Acker fällt jetzt fast senkrecht auf die Straße. Nach jedem Bearbeitungsgang wird der Acker breiter und der Boden liegt auf dem Weg. Soviel zu guter fachlicher Praxis und der Boden ist unser Kapital.an anderer Stelle liegt der Schotter vom Bankett im Acker und ein Grenzstein war nach der Ansaat verschwunden. Zwei Stunden vorher als ich vorbeifuhr, war er noch vorhanden. Mein Pächter weiß natürlich auch von nichts. Es juckt auch nicht. Deswegen habe zumindest ich auch kein Mitleid mit den Großbauern. Dann pachtet er es halt nicht mehr. Und ob es dann überhaupt noch verpachtet wird, ist die nächste Frage.
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Re: Missachtung der Grundstücksgrenze Nachbar macht eigene

Beitragvon langholzbauer » Sa Okt 10, 2026 10:35

Milchtrinker hat geschrieben:... mir wäre das zu blöde hier seitenweise rum zu diskutieren

... wenn das Heckmähwerk dran ist, einmal dran entlang fahren, wegen mir noch mitm Radlader das Zeugs zusammenschieben und in Wald Drücken ...

aber warum auch nicht Polizei Ordnungsamt Gemeinde und die Schiedstelle einschalten .... ????

So löse ich das bisher in der Heimatgemarkung auch.
Aber wenn da der falsche anfängt , beim Nachbarn, oder Naturschutz zu ratzen, kann das ungemütlich werden.
Deshalb habe ich versucht, das rechtlich aufzudröseln.
Was der Hinterlieger da veranstaltet geht gar nicht.
Und dafür gibt es auch keine Rechtfertigung.
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Re: Missachtung der Grundstücksgrenze Nachbar macht eigene

Beitragvon T5060 » Sa Okt 10, 2026 10:59

Bei mir ist das immer lustig mit den richtigen Naturschützern (studierte und erfahrene Biologen):

Da war uns an einer Stelle vor 4 Jahren mal 50 kg Alzon aus dem Düngerstreuer gefallen/gelaufen.
Das gab dann auf einem Versalzungsacker in einem Nichtversalzungsbereich eine markante Veränderung im Aufwuchsbild.

Also vermuteten die Damen und Herrn gleich einen Salzwasserdurchbruch an einer Stelle, wo nie einer sein durfte oder hätte sein können.

Nach zwei Jahren habe ich dann das Rätsel aufgelöst ... man braucht also als Naturschützer bei der Ursachenfindung auch schon landwirtschaftliche Praxis um zu einem Ergebnis zu kommen.
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Re: Missachtung der Grundstücksgrenze Nachbar macht eigene

Beitragvon langholzbauer » Sa Okt 10, 2026 11:57

Wenn da jährlich im Vorbeifahren das Mähwerk die Hecke stutzt, ist es ein erlaubter Pflegerückschritt.
Kommt der große Mulcher zum Einsatz, um das Gestrüpp zu beseitigen, sind wir ganz schnell im Bereich von CC- relevanten Verstoß gegen Vogelschutz.
Schon allein deshalb gehört sowas regelmäßig klein gehalten, damit nicht ein neuer SB plötzlich am Luftbild ein Heckenbiotop entdecken kann.
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Re: Missachtung der Grundstücksgrenze Nachbar macht eigene

Beitragvon GeDe » Sa Okt 10, 2026 15:38

S 450 hat geschrieben:Geht der Acker wirklich bis an den Feldweg? Der Unterbau des Weges ist doch wesentlich breiter als der Weg selbst...

Und was mache ich wenn die Flurstücksgrenze von meinem Acker einen halben Meter unter dem Asphalt ist?
Laut meinem Vater wurde da einfach mit der Raupe ausgekoffert, und asphaltiert ohne daß großartig eingemessen wurde. Die Grundstücksbesitzer waren so zu sagen enteignet, weil auch die Verwaltung nichts davon wissen wollte eine Korrektur vorzunehmen. Warum da früher nicht auf die Barrikaden gegangen wurde, verstehe ich auch nicht. Allerdings ist das bis heute gängige Praxis.

Ernst Eiswürfel hat geschrieben:Die werden systematisch weggearbeitet.

Wenn ich ganz kleinlich an allen meinen Äckern exakt auf die Grenze arbeiten würde, wäre so mancher asphaltierte Weg nur noch 2,50m breit, Kurven nicht mehr rund sondern rechtwinklig, ökologisch wertvolle Steinriegel weg und Überfahrten/Graswege für genau solche Leute nichtmehr vorhanden!
Aber leider bin ich wohl zu gutmütig...
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Re: Missachtung der Grundstücksgrenze Nachbar macht eigene

Beitragvon Ernst Eiswürfel » Sa Okt 10, 2026 16:06

GeDe hat geschrieben:.

Ernst Eiswürfel hat geschrieben:Die werden systematisch weggearbeitet.

Wenn ich ganz kleinlich an allen meinen Äckern exakt auf die Grenze arbeiten würde, wäre so mancher asphaltierte Weg nur noch 2,50m breit, Kurven nicht mehr rund sondern rechtwinklig, ökologisch wertvolle Steinriegel weg und Überfahrten/Graswege für genau solche Leute nichtmehr vorhanden!
Aber leider bin ich wohl zu gutmütig...


Hier wurden während der Flurbereinigung alle Felder vermessen und es gibt wohl keine 20% Felder die nicht mindestens an zwei Feldwegen angrenzen. Ausnahmen liegen an der Bundesstraße oder topografisch ungünstig. Die Hecken an Wegen liegen zu mindestens 90% auf Gemeindegrund.

Mein Vater hatte vor einer Ewigkeit das gleiche Problem wie Oberfranken9999. Zwischen zwei Feldern von uns geht ein Weg, einseitig von einem Graben und einer Hecke gesäumt. Die Hinterlieger sind Waldbesitzer, die nur selten den Weg benutzen. Da die Hecke auch in den Weg gewachsen war, wurde auch stellenweise ins Feld gefahren. Er ist aber zur Gemeinde als Eigentümer und Verursacher des Problems gegangen und hat sie aufgefordert für einen ordentlichen Zustand zu sorgen.
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Re: Missachtung der Grundstücksgrenze Nachbar macht eigene

Beitragvon langholzbauer » Sa Okt 10, 2026 16:46

So ähnlich, wie bei @GeDe war es bei uns trotz ü.25 Jahren Sozialismus auch.
Die ersten 15 Jahre musste ich nahezu jeden Weg selbst frei schneiden/halten, um mein Eigentum zu erreichen.
Mal hier oder da einen Meter über die Grenze schleift sich in beide Richtungen ein und gleicht sich oft auch aus.
Ohne Flurbereinigung wegen wichtigem Verkehrs- oder Infrastrukturbau fasst sowas auch keine Behörde an.
Als dann eine neue, nach meiner Auffassung überflüssige, Fernwasserleitung in die vorhandenen Trassen gelegt werden sollten, habe ich einfach von meinem Recht Gebrauch gemacht, die Gestattung, der Nutzung meines Eigentums und auch der Pachtflächen im Einvernehmen mit den Verpächtern freundlich abzulehnen.
Das wurde seltsam vernünftig akzeptiert und die Leitung wirklich in den Weg nach Karte verlegt.
Am Ende habe ich seither beinahe 1/2 ha selbst bewirtschaftetes Eigentum mehr.
Die dummen Sprüche der gegenüberliegenden Bewirtschafter konnte ich mit einem Verweis auf das Liegenschaftskataster und die Karten ganz schnell abbügeln.

Hätte ich mir die Flächen vorher gerichtlich zurück erstreiten wollen, wäre ich vermutlich als verzweifelter Querulant regional sehr berühmt geworden und hätte keine kollegialen Beziehungen mehr mit Nachbarbetrieben. :wink:

Es war noch nie so einfach, wie heute, anhand der öffentlich zugänglichen Katasterdaten und verknüpften Luftbilder die Rechtmäßigkeit von Fahrspuren abzuklären.
Regionale Ungenauigkeiten lassen sich dabei oft an alten Bäumen und oder Geländeunregelmäßigkeiten gut zuordnen.
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Re: Missachtung der Grundstücksgrenze Nachbar macht eigene

Beitragvon DST » So Okt 11, 2026 8:51

Milchtrinker hat geschrieben:... mir wäre das zu blöde hier seitenweise rum zu diskutieren

... wenn das Heckmähwerk dran ist, einmal dran entlang fahren, wegen mir noch mitm Radlader das Zeugs zusammenschieben und in Wald Drücken ...

aber warum auch nicht Polizei Ordnungsamt Gemeinde und die Schiedstelle einschalten .... ????


Du machst das aber in Eigenregie um an DEINE Flurstűcke zu kommen.

Auf Wegen die du nicht benutzt macht du das sicherlich nicht.

Weil der TE braucht diesen Weg NICHT um an SEIN Flurstück zu kommen.

Das mit dem Heckmähwerk (sofern man eins besitzt) funktioniert auch nur beim jährlichen Zuwachs, wenn die Hecke mal 10 Jahre nicht zurückgeschnitten wurde kannst das vergessen.
Wie du mit dem Radlader auf einem wenig befahrenen und vergrasten Weg den Heckenschnitt zusammenschiebst möchte ich gern sehen.
Und dann "in den Wald drücken"...
in deinen Wald?
Oder in einen fremden Wald?
Der Schuß kann schnell nach hinten losgehen.

Btw,
ich bin grundsätzlich der gleichen Meinung, wenn ich den Weg nutze schneide ich gleich selbst ab was mich stört, ohne lang zu fragen.
Der Aufwand hält sich in Grenzen wenn man es Regelmäßig macht.

In diesem Fall hier hat das aber mit dem TE überhaupt nichts zu tun da:
- nicht seine Hecke
- nicht sein Weg
- er den Weg nicht benötigt

Weil der TE aber der Geschädigte ist, und der Verursacher Rücksichtslos so weiter macht, ist der rechtliche Weg - Anzeige bei der Polizei wegen Sachbeschädigung.

Das kostet einen Anruf und 15min Zeit für den Ortstermin.
Erfahrungen macht man erst dann wenn man Sie bereits gebraucht hätte.......
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Re: Missachtung der Grundstücksgrenze Nachbar macht eigene

Beitragvon T5060 » So Okt 11, 2026 12:49

Wenn man die Herrn Waldbesitzer bittet ihren Scheiss zurückzuschneiden, dann sagen die großkotzig: Ich soll´s zurückschneiden und das Holz schenken sie mir ..... :mrgreen:

Im hessischen Spessart hat es einer mal richtig angepackt: Ich habe den Überwuchs durch einen Vermesser ermitteln lassen, dann habe ich den Ertragsausfall und die Rekultivierungskosten des Grünlands ermittelt.
OLG Frankfurt hat die Vorgehensweise des Bauern bestätigt, Gemeinde hat den Betrag bezahlt und hat vom Wirtschaftsweg aus, die Hecken auf den Stock gesetzt und abgefahren. Eine Hecke gilt übrigens erst dann als "entfernt", wenn diese nicht mehr austreiben kann, defacto müssten dazu die Wurzeln entfernt sein.
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Re: Missachtung der Grundstücksgrenze Nachbar macht eigene

Beitragvon urw » So Okt 11, 2026 13:50

xyz hat geschrieben:warum soll er das Ordnungsamt auf einen guten Nachbarn hetzen? Das stört doch das gut nachbarliche Verhältnis. Und wenn man den Hinterlieger anzeigt, dann bleibt es auch am Heckenbesitzer hängen. ...

Dito !, zudem ist mir die gute Nachbarschaft definitiv weit mehr Wert, als die bescheidene 50,-€ Vorkasse.

T5060 hat geschrieben:URW du bist verwaltungstechnisch-juristisch auf dem Holzweg, das greift nicht durch

Aus eigener Erfahrung (in einer ganz anderen Sache - ausstehende Miete):
1: der Friedensrichter bittet (in seinem amtl. Anschreiben) den Beschuldigten um eine Stellungnahme innerhalb der gesetzten Frist.

2. Reagiert der Beschuldigte nicht -> wird ein Verhandlungstermin bekanntgegeben.
3. Erscheint der Beschuldigte nicht zum SchlichtungsTermin -> wird ein Bußgeldbescheid erstellt.


P.S. eine Strafanzeige bei Mißachtung der Grundstücksgrenze wäre mir zu viel Konfrontation - kann man auch später machen, wenn eine mehr oder weniger friedliche Lösung nichts bringt. :wink:
Im März 2014 hat das BVerfG festgestellt, daß Teile des ZDF-Staatsvertrages verfassungswidrig sind. Parteifunktionäre sitzen demnach im Verwaltungs- & Fernsehrat und nehmen Einfluß auf die Berichtserstattung.
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Re: Missachtung der Grundstücksgrenze Nachbar macht eigene

Beitragvon T5060 » So Okt 11, 2026 14:22

Strafanzeige und Polizei sind Quatsch, das geht zur Staatsanwaltschaft und die stellt sowas konsequent mit Verweis aufs Zivilrecht ein.

Und diese Herrn Friedensrichter und Ortsgerichte interessieren mich gar nicht, denen fehlt meist der rechtliche und sachliche Background, sind halt die Lachgesichter und Wichtigtuer vom Dienst oder der Gemeinde.
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Re: Missachtung der Grundstücksgrenze Nachbar macht eigene

Beitragvon urw » So Okt 11, 2026 18:49

urw hat geschrieben: ... Aus eigener Erfahrung (in einer ganz anderen Sache - ausstehende Miete):
1: der Friedensrichter bittet (in seinem amtl. Anschreiben) den Beschuldigten um eine Stellungnahme innerhalb der gesetzten Frist. ...
Nachdem der Schuldner den Brief erhalten hatte, bekam ich einen Anruf von ihm mit der Frage wie viel noch offen ist und ob ich dab bin. In zwei Stunden beglich er den offenen Betrag zzgl. meiner Auslagen.

Da musste mich weder beim OA noch beim Nachbar unbeliebt machen.
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Re: Missachtung der Grundstücksgrenze Nachbar macht eigene

Beitragvon xyz » So Okt 11, 2026 20:23

das geht aber nur bei einem von tausend das es nach 2 Stunden erledigt ist, ist wie ein 6 er im Lotto!
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Re: Missachtung der Grundstücksgrenze Nachbar macht eigene

Beitragvon DST » Mo Okt 12, 2026 7:33

Bei uns findet jährlich dieses Spartan-Race statt, wo die Stadt-und Siedlungskinder durch den Wald laufen und sich über Hindernisse quälen.

So ein Hindernis mit Strafparcour wurde in meinem Wald aufgebaut, ohne jegliche Anfragen oder Freigabe meinerseits.

Wer ist da mein Ansprechpartner?

Also Polizei gerufen, die haben rausgefunden wer die genehmigende Behörde war, diese verständigt, und den Kontakt zum Veranstalter hergestellt.
Der hat mich dann angerufen, sich entschuldigt und hat das Hindernis abbauen lassen.

Hat mich einen Anruf gekostet und 15min Ortstermin.

Hier in diesem Fall ist der Verursacher bekannt, aber anscheinend nicht zugänglich für Gespräche.
An einem guten Miteinander hat er keinerlei Interesse.

Warum soll dann der TE den Schwanz einziehen und Rücksicht nehmen?
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