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Motoröl in Hydraulik u. Getriebe

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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17 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Motoröl in Hydraulik u. Getriebe

Beitragvon Serial21 » So Jul 19, 2020 7:56

Servus zusammen,

Ich würde von euch gerne wissen, wass schlimmstenfalls passieren kann, wenn man normales Motoröl (kein STOU) in den gemeinsamen Hydraulik/Getriebehaushalt kippt?

Mein Vater füllt schon jahrelang aus Bequemlichkeit in unseren D-F Agrotron 115 mit Lastschaltgetriebe normales 15W-40 in die Hydraulik wo eben auch das Getriebe dranhängt.
Vor Kurzem hat er angefangen so ein komisches Geräusch zu machen, wenn man den Frontlader betätigt. Das gleiche hat er im Winter, wenn das Öl noch sehr zäh und kalt ist. Im Moment vergeht das Geräusch gar nicht mehr. Kann es mit dem Motoröl zusammenhängen?

Ich habe nachgeschlagen und anhand des Getriebetyps herausgefunden, dass UTTO hineingehört.

Gruß und Vielen Dank
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Re: Motoröl in Hydraulik u. Getriebe

Beitragvon countryman » So Jul 19, 2020 8:16

Meistens führt falsches Öl in Getrieben mit nassen Reibbelägen schon unmittelbar oder nach kurzer Zeit zu deren Versagen.
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Re: Motoröl in Hydraulik u. Getriebe

Beitragvon deutz450 » So Jul 19, 2020 8:48

countryman hat geschrieben:Meistens führt falsches Öl in Getrieben mit nassen Reibbelägen schon unmittelbar oder nach kurzer Zeit zu deren Versagen.


Ja, bei nem John Deere schon... Das ZF Getriebe im Tron macht in der Hinsicht eine Menge mit, trotzdem runter mit der Plörre und richtiges Öl drauf.
http://de.youtube.com/watch?v=iGE8vujaDUA
Unterschätze nie einen Mann der einen Schritt zurück geht, es könnte sein dass er gerade Anlauf nimmt...
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Re: Motoröl in Hydraulik u. Getriebe

Beitragvon Räuber-SL » So Jul 19, 2020 11:02

Mal überlegen:
Hydraulik mit Motorölfüllung sollte kein Problem sein. Bei unserem 720 empfiehlt das sogar die Fachwerkstatt.
Beim Getriebe könnten verschiedene Sachen passieren:
Die Beläge der Lamellenkupplungen könnten überhitzen und verglasen. Hypodigetriebeöl wäre da wegen der HP Zusätze das Todesurteil, aber das ist ja zum Glück nicht drin.
Bei zu dünnem Öl werden wahrscheinlich die Synchronringe übermäßig belastet und bei zu zähflüssigem gehen die Gänge schlecht rein.
Nächste Frage ist, ob die Schmierwirkung für Lager und Zähne ausreichend ist...

Will sagen: Das könnte gut gehen, wenn das Motoröl gut zu den Werten des UTTO oder STOU passt, aber generell ist es eine gefährliche Idee einen Getriebeschaden zu riskieren, um ggf. ein paar Euro Öl zu sparen.
Interessehalber: was gehört denn genau rein?
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Re: Motoröl in Hydraulik u. Getriebe

Beitragvon Redriver » So Jul 19, 2020 11:15

Hallo,
es wird dir hir keiner zu 100% eine verbindliche Aussage machen können, aber es ist schon sehr Risikobehaftet anstatt passendes Öl in eine Getriebe und Hydraulikölhaushalt Motorenöl einzufüllen. Bei den Schleppern mit Hydraulik u Getriebeöl als ein Haushalt sind die Ansprüche an das Öl schon hoch weil dann meist auch die Bremsen im Öl laufen. Es kann durch aus sein das der Verschleiß erheblich höher ist, was aber auch wieder von der Belastung des Schleppers abhängt. Schade ist halt jetzt wenn sich schon merklich etwas verändert und der Schlepper Geräusche macht. Ob jetzt das falsche Öl alleine ursächlich ist vermag hier warscheinlich keiner zu sagen. Aber das falsche Öl raus und richtig befüllen wäre mal ein guter Ansatz und der Erste Punkt den ich machen würde.
Wissen ist Macht, nichts wissen macht auch nichts.
Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten!
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Re: Motoröl in Hydraulik u. Getriebe

Beitragvon Serial21 » So Jul 19, 2020 12:00

Servus, ich danke euch für eure Antworten. Ich habe sie allesamt gerade ausgedruckt und meinem Vater lesen lassen. Es interessiert ihn jedoch leider nicht. Da es die letzten Jahre keine Probleme gab, ist er davon überzeugt, das Richtige zu tun. Selbst die Problematik mit Gemeinschaftsmaschinen und der Tatsache, dass die anderen Traktoren der Gemeinschaft mittlerweile Motoröl in der Hydraulik/Getriebe haben dürften, lässt ihn kalt.

Ich gebe es somit auf, und warte auf den Getriebeschaden. Danke euch trotzdem für eure Antworten.

Gruß
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Re: Motoröl in Hydraulik u. Getriebe

Beitragvon agrarflächendesigner » So Jul 19, 2020 12:20

kommt immer darauf an was die BA freigibt. Ich fahre im Betrieb in den Meisten seit Jahren 10W30 als Motor/Hydrauliköl, nur die Motoren vom Mähdrescher und meinem Stufenlosen sowie achsgetriebe kriegen je was anderes.
Wenn er "jault" würd ich zu allererst mal schauen ob das Öl schäumt, ggf. zieht die Pumpe luft. Filter erneuern, Saugfilter kontrollieren.
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Re: Motoröl in Hydraulik u. Getriebe

Beitragvon LupusArctos » So Jul 19, 2020 13:30

@Serial21
Kontrollier es bitte noch in deiner BA, aber soweit ich kurz nachgeschaut habe, ist synthetisches 10W40 beim Agrotron 115 MK2 zugelassen für Getriebe/Hydraulikhaushalt...

Die Frage ist eher, was für ein 15W40 dein Vater konkret einfüllt und ob das von der Qualität her auch für Hydrauliksysteme zugelassen ist...
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Re: Motoröl in Hydraulik u. Getriebe

Beitragvon Serial21 » So Jul 19, 2020 14:21

Unser Agrotron hat folgendes Getriebe: ZF-Powershift-Lastschaltgetriebe, Typ: T 7224 L
Und anhand der folgenden Liste kommen drei Öle in Frage, STOU, UTTO oder ein BIO-ÖL.

Mein Vater hat jedoch reines Motoröl reingekippt. Das weder STOU noch UTTO entspricht, also nicht für Getriebe oder Hydraulik gedacht ist. Oder liege ich falsch?
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Re: Motoröl in Hydraulik u. Getriebe

Beitragvon countryman » So Jul 19, 2020 14:31

Es gibt Getriebe in die normales Motoröl reinkommt, etwa Fendt 600 Serie. Aber das sind reine Synchrongetriebe ohne nasse Reibbeläge. Sobald solche ins Spiel kommen, als Bremsen oder Lastschalt-Kupplungen, ist mir kein Getriebe bekannt welches nicht UTTO (Getriebe-Hydrauliköl) oder STOU (Universalöl) benötigen würde. Die Angabe 10W40 o.ä. bezeichnet nur die Viskosität. Es muss UTTO, STOU oder noch besser die jeweilige Herstellernorm draufstehen.
Um die Hydraulik als solche braucht man sich kaum sorgen, die verträgt viel. Es geht um die Reibbeläge.
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Re: Motoröl in Hydraulik u. Getriebe

Beitragvon Serial21 » So Jul 19, 2020 14:37

Wie sieht es eigentlich mit der Verkehrssicherheit aus? Kann es sein, dass durch das Öl irgendwann in einer Grenzsituation z.B. Vollbremsung die Bremsen schlagartig versagen? Oder hängt die Betriebsbremse nicht damit zusammen? Da hab ich leider nicht viel Kenntnis von diesen Systemen.
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Re: Motoröl in Hydraulik u. Getriebe

Beitragvon countryman » So Jul 19, 2020 14:54

Möglich dass die Beläge sich ablösen, würde dann aber "nur" einseitig passieren.

Wir hatten in den frühen 80ern einen Fiat mit nassen Bremsen. Da hat die Werkstatt falsches Öl eingefüllt worauf die Bremswirkung stark nachließ. Das Öl wurde umgehend ausgewechselt, die Bremswirkung kehrte dann langsam (über 2 Wochen oder so) zurück.
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Re: Motoröl in Hydraulik u. Getriebe

Beitragvon LupusArctos » So Jul 19, 2020 15:13

So wie es mir erscheint, suchst du krampfhaft Argumente, um deinen Vater zu überzeugen, anderes Öl zu verwenden. Das wirst du aber ziemlich sicher mit einem Ausdruck von einem Internet-Foren-Eintrag nicht schaffen.

Mein Vorschlag, geht am Montag zusammen zum Landmaschinenhändler eures beidigen Vertrauens (oder halt dem, dem dein Vater vertraut). Lasst euch beraten, welches Öl dort rein soll und welches nicht und ob ein sofortiger Ölwechsel angebracht ist. Idealerweise nehmt ihr auch eine Verpackung / Foto des bisherigen Öles mit.
Alternativ wenn das nicht geht, suchst du die Betriebsanleitung deines Deutz hervor, und zeigst deinem Vater was dort rein darf.
Und wenn das nicht geht, kannst du ja, wenn es keine andere Möglichkeit gibt, in eine Nacht-und-Nebelaktion mal selber den Ölwechsel mit STOU 10W40 durchführen oder beim Landmaschinenmech durchführen lassen. 72 Liter brauchst du dafür... :mrgreen:

Das Problem bei überbetrieblichen Geräten hast du übrigens auch sonst. Je nach Traktor wird jeder ein anderes Öl in der Hydraulik haben und das vermischt sich dann schön, zumal du ja auch nicht weisst, was die anderen bei sich reinkippen. Meist sind es ja aber nicht relevante Mengen, bzw. diejenigen mit nicht getrenntem Ölhaushalt schauen halt, welche Maschinen sie anhängen...
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Re: Motoröl in Hydraulik u. Getriebe

Beitragvon JohnMcClane » So Jul 19, 2020 15:14

Also für die Hydraulik ist das kein Problem. Beim MB Trac oder auch unseren Eicher verwenden wir da auch 15W40, steht auch so in der Betriebsanleitung. Beim Getriebe sieht die Sache allerdings ganz anders aus.
Die paar Euro die er spart sind nichts für die tausende die ein Getriebeschaden kostet. Also absolut unsinnig. Aber ich kenne das, die alten Herren wollen es manchmal einfach nicht lassen. Mein Tipp, kauf Getriebeöl und wechsel das Zeug, egal was er sagt.

Grüße
JohnMcClane
 
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Re: Motoröl in Hydraulik u. Getriebe

Beitragvon Hobby-Bauer » Di Jul 28, 2020 0:14

Hallo Serial21,

gebe meinem Vorredner JohnMcClane Recht aber sieh bitte zu, dass dein Vater nicht nach dem Ölwechsel weiterhin Motoröl einfüllt.

Gruß
Hobby-Bauer
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