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Mulchsaat Getreide nach Mais

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Mulchsaat Getreide nach Mais

Beitragvon JohnDeere3040 » Mo Apr 29, 2013 22:21

Nachdem unser Weizen dieses Jahr mal wieder beschissen dasteht, Wildschweine :evil: und starke Verschlämmung/Erosion, die zu schwachen Pflanzen und lückenhaftem Bestand führten, bin ich am grübeln ob hier nicht Mulchsaat sinvoll wäre.

Vorraussetzungen: Silomais Ernte um den 15.10., danach Pflugeinsatz und dann Getreideaussaat mit Front/Heckkreiselegge um die Kluten klein zu bekommen.
Nach dem Getreide(Stroh abgefahren) kommt eine flache Bearbeitung mit der Scheibenegge und dann eine abfrierende Zwischenfruchtmischung. In diese wird ausgangs Winter Stallmist gestreut, dann mit Grubber und Saatbettkombination das Saatbett für den Mais gerichtet, welcher um den 15.4. gelegt wird.
Der Mais gelingt eigentlich ganz gut, noch nicht perfekt aber 19-20 to Trockensubstanz waren eigentlich immer drin.

Der Boden ist sehr tonhaltig, und staunässeproblematisch, bei Trockenheit werden die Kluten steinhart. Zünsler ist bei uns in der Region noch kein großes Problem.

Könnte es gelingen, die Maisstoppel mit der Scheibenegge soweit einzuarbeiten, dass sie gut verrottet und ein Saatbett für den Weizen herzustellen? Oder sollte man noch grubbern? Hat man hier eine Chance mit einer Schleppschardrille? Muss man die Stoppel zwingend mulchen wegen Fusarien? Alternative Getreidearten: Triticale oder Wintergerste(dafür ists eigentlich immer zu spät)
Will vermeiden dass es ein Misserfolg wird, wo doch alle anderen alles pflügen(sogar für Zwischenfrucht) :mrgreen:
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Re: Mulchsaat Getreide nach Mais

Beitragvon fendt 9460 » Di Apr 30, 2013 7:47

Also wir machen das so.Nach der Maisernte mit der kurzscheibenegge leicht schräg zu den reihen durcharbeiten.Danach je nach wetterlage
die Stoppeln liegen lassen.Zum einarbeiten der stoppeln nehmen wir einen Mulchsaat grubber,es geht auch ein grubber mit schmalen scharnen nur kein Flügelschar grubber.Die beste Arbeitstiefe ist so ab 15 bis 25 cm je nach Boden.Danach saat am besten mir scheibenscharmaschine,alles andere verstopft zu schnell.Für das fusarien Problem eine tolerante Sorte nehmen und man muß zwar spritzen aber es kommt aufs jahr an.Die wildschweine machen weniger schaden weil ernte reste obenliegen und sie nicht graben müßen.Ertragtsmäßig macht es keinen unterschied.Es sieht zwar wild aus aber bei starkregen weniger errosion.So das war eine kurze beschreibung.Und man hat deutlicher weniger Sprit nötig als wenn man es Plügt.Es geht halt schneller.Die mais Stoppeln verrotten auch schneller als wenn man sie vergräbt.Bei uns klappt dies seit Jahren wunderbar.
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Re: Mulchsaat Getreide nach Mais

Beitragvon NobbyNobbs » Di Apr 30, 2013 11:38

JohnDeere3040 hat geschrieben:Könnte es gelingen, die Maisstoppel mit der Scheibenegge soweit einzuarbeiten, dass sie gut verrottet und ein Saatbett für den Weizen herzustellen? Oder sollte man noch grubbern? Hat man hier eine Chance mit einer Schleppschardrille? Muss man die Stoppel zwingend mulchen wegen Fusarien? Alternative Getreidearten: Triticale oder Wintergerste(dafür ists eigentlich immer zu spät)
Will vermeiden dass es ein Misserfolg wird, wo doch alle anderen alles pflügen(sogar für Zwischenfrucht) :mrgreen:


Ich grubbere selbst nach Körnermais nur 1x (vorher mulchen) und säe danach mit ner Ultima den Winterweizen. Das geht problemlos. Mit Schleppschar kannst du das allerdings knicken. Da ziehen sich selbst die Stoppeln des Silomaises noch zusammen. Das ist generell Rotz für die pfluglose Wirtschaft und funktioniert nur nach "echten" Blattfrüchten, unzähligen Arbeitsgängen und oder viel Zeit zwischen Ernte und Bestellung.
Tonböden pflügen? Denk da generell noch mal drüber nach. Schenk mir das Geld, was du da in Form von Diesel und Verschleißteilen versenkst, lieber.
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Re: Mulchsaat Getreide nach Mais

Beitragvon NobbyNobbs » Di Apr 30, 2013 11:47

Die Frage, ob die Scheibenegge reicht oder doch der Schwergrubber her muss, lässt sich nicht so einfach beantworten. Vorteilhaft ist es, wenn eine gute (Mulchsaat-)Technik zur Verfügung steht, die nicht auf große vorhergehende Bearbeitungen angewiesen ist (beispielsweise klassische Direktsaatmaschinen). Dann kann man die Bearbeitungstiefe bzw. -intensität ganz praktisch an die Gegebenheiten anpassen. Ich spreche da direkt die Erntebedingungen bzw. Verdichtungen an. War es zur Ernte nass und kamen schmalspurige, schwere Maschinen zum Einsatz, lockerst du eben. War es trocken und die Ernte wurde mit gut bereiften Maschinen durch geführt, würden 8 cm oberflächliches Lockern vollkommen ausreichen. Den Rest machen dir deine- DANKE DER LANGJÄHRIGEN PFLUGLOSEN BEWIRTSCHAFTUNG ZAHLREICH VORHANDEN- kleinen Helfer :wink: .Dieses unnötige Wühlen und Bearbeiten und noch mal Bearbeiten und noch mal Bearbeiten, nur damit man mit schäbiger Technik die Körner in den Boden gelegt bekommt, ist grauenhaft.
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Re: Mulchsaat Getreide nach Mais

Beitragvon Crazy Horse » Di Apr 30, 2013 13:30

@JohnDeere3040
Ich weiß, dass sich in einigen Regionen die Abreife im letzten Jahr etwas hinausgezögert hat, aber dennoch sollte man schauen, dass der Silomais bis Ende September wegkommt, weil der Mais zunehmend an Qualität verliert, je kühler und sonnenärmer es wird. Notfalls muss man eben ne etwas frühere Sorte nehmen, die sicher abreift.

Beim (rechtzeitig geernteten) Silomais ist zwar die Fusariumbelastung längst nicht so hoch wie bei einem totreifen Körnermais. Dennoch sollte man auch hier die Maisstoppeln abmulchen - zur besseren Strohrotte und vor dem Hintergrund, dass Du nur Schleppschare an Deiner Sämaschine hast.

Eine erste Bodenbearbeitung mit der Scheibenegge ist zwar durchaus begrüßenswert, reicht aber allein nicht aus -> zumindest dann nicht, wenn der Boden durch die Erntefahrzeuge stark verdichtet ist. Ich würde auf jeden Fall vor der Saat den Boden noch mal gut mit einem Mulchgrubber aufgrubbern (gute 15cm tief). Dann klappt das auch reibungslos mit der Saat.

P.S: Nach Mais solltest Du die Saatstärke leicht erhöhen -> mind. 320 Kö/qm und ne fusariumtolerante Sorte wählen.
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Re: Mulchsaat Getreide nach Mais

Beitragvon JohnDeere3040 » Di Apr 30, 2013 21:34

Vielen Dank schonmal für euere Tipps. bis zur Maisernte ist es noch lange hin, aber man kann ja frühzeitig planen. Ja das mit dem Erntetermin ist so eine Sache, die BGA die den Mais bekommt hat viele Lieferanten die am 15.10 erst 35% Ts erreichen, wir hatten die letzten Jahre immer über 46% bei gleicher Sorte, daher gibt es jetzt eine spätere Sorte. Der Termin lässt sich nunmal leider nicht verschieben.
Die Fahrzeuge sind eigentlich ordentlich bereift, sodass hier keine großen Verdichtungen zu erwarten sind, auch ist der Boden an sich recht tragfähig.
Das Problem ist momentan die Sämaschine und der Grubber, der Grubber ist ein einfacher 2-balkiger Flügelschar, d.h. auch nicht zum umrüsten geeignet, und Sämaschine haben wir momentan keine andere zur Verfügung, was man aber ändern könnte.
Mulchen ist bestimmt toll, aber ich weiß nicht ob das zeitmäßig klappen kann. Ist ja nicht mehr viel Zeit zum säen. Die Arbeitsgänge sind ja auch nicht ohne, sonst wars immer Pflügen und dann möglichst bald mit Kombi säen.
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Re: Mulchsaat Getreide nach Mais

Beitragvon Mad » Di Apr 30, 2013 22:29

Also hier kommt der Mais immer Anfang Oktober weg. Dann bleiben mir noch 2-3 Wochen bis ich dein Weizen säe. Also genug Zeit zum hobeln. Je nach Region kann man die Aussaat vom Maisweizen auch noch etwas nach hinten schieben.

MFG
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Mulchsaat Getreide nach Mais

Beitragvon Crazy Horse » Mi Mai 01, 2013 9:14

@Mad
Ich hab Dir ja an anderer Stelle schon erzählt, was ich von diesen Spätsaaten halte - nämlich gar nichts! Spätestens am 10. Oktober ist bei mir der Weizen im Boden, um ne gute Vorwinterentwicklung zu gewährleisten. Lieber säe ich etwas dünner, aber der Weizen muss den Boden gut durchwurzeln. Die flachgründigen, sandigen Tonböden neigen leicht zum Auffrieren und Austrocknen. Da würden viele Pflanzen hopps gehen, wenn sie nicht ausreichend bestockt sind. Und dann hab ich auch Böden mit richtigen Tonplatten, wo sich das Wasser gerne mal staut und die man im Frühjahr nur auf gefrorenem Boden andüngen kann. Wenn ich da zu spät und unter zu feuchten Bedingungen säe, entwickeln sich die Pflanzen nur noch unzureichend, weil sie unter den Verdichtungen und dem damit verbundenen Sauerstoffmangel leiden.
Außerdem sind wir ein landw. benachteiligtes Gebiet mit sehr vielen Hanglagen, wo gerade auf den besseren Böden bei Starkniederschlägen immer mit Erosion zu rechnen ist.
Und dann ist da noch das Problem mit der ausgeprägten Frühjahrstrockenheit der letzten Jahre, die oftmals schon im Februar eingesetzt hat, wo spät gesäte Getreidebestände ihren Entwicklungsrückstand eben nicht mehr ausreichend kompensieren konnten, zumal dann auch das Wasser gefehlt hat. Auch dieses Jahr mit der spät einsetzenden Vegetation sieht es nicht anders aus.

@JohnDeere2040
Diese Biogasanlagen sind wie ein Krebsgeschwür, das sich immer weiter ausbreitet. Und auch wenn der Mais gut bezahlt wird, sollte man bedenken, dass dem Boden dadurch sehr viel Humus entzogen wird, was der Bodenfruchtbarkeit und auch dem Erosionsschutz abträglich ist. Das und die damit verbundenen schwächeren Erträge der Nachfolgefrucht, sollte man immer miteinberechnen. Eigentlich darf man seinen Mais nur dann verkaufen, wenn der Humusverlust ausreichend durch Biogasgülle kompensiert wird, sonst legt man immer drauf.
Ich würde mich auch gar nicht auf diesen Deal einlassen, wenn der Mais nicht rechtzeitig Ende September, spätestens Anfang Oktober wegkommt. Wenn man rechtzeitig und auch nicht allzu dick sät, erreicht hier selbst 300er Mais seine Siloreife Ende September. Letztes Jahr wurde bei uns in Tauberfranken schon Ende August der Mais siliert, weil er schon zu verstrohen drohte. 46% Trockensubstanz sind doch schon jenseits von Gut und Böse. Ich frag mich, wie man das Zeug überhaupt noch verdichten soll. Wenn da etwas Luft rankommt, fängt das Zeug doch sofort an zu schimmeln.
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