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Naturverjüngung sinnvoll?

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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8 Beiträge • Seite 1 von 1
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Naturverjüngung sinnvoll?

Beitragvon Schneider01 » Do Aug 24, 2006 14:07

Da die Bewirtschaftungsform Naturverjüngung in den letzten dekaden immer mehr an Beliebtheit gewonnen hat möchte ich mal eure meinung dazu hören.

Ist es nicht unvermeidbar bei Forstarbeiten am "alten" Bestand - viele der nachwachsenen Bäume zu beschädigen?
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Beitragvon automatix » Do Aug 24, 2006 16:19

nö, die stehen ja so dicht, daß da locker genug überbleiben.
Allerdings sollte man nicht warten, bis die Verjüngung zu groß ist, sonst ist das Fällen des Altholzes sehr unangenehm.

Aber die Vorteile überwiegen:

Kein Pflanzen
Kein Zaun
Besseres Wachstum, da kein Versetzen der Bäume
Dichter Bestand, man kann die kräftigsten Aussuchen
Hohe Bodenbedeckung, daher weniger Dornen und ähnliches
Weniger Wildverbiss
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Beitragvon Schneider01 » Do Aug 24, 2006 17:11

aber ist es nicht so das z.B. beim ziehen der Bäume auch die stärksten Sämlinge verletzt/angeschürft werden können und man in späteren Jahren einen bestand aufgezogen hat in dem man bei jedem baum die ersten 1,5m wegen rotfäule und anderen krankheiten abschneiden muss?
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Beitragvon unimogthorsten » Do Aug 24, 2006 18:57

bei uns hier setzen die auch auf Naturverjüngung. Das ist z.Zt im Forst das neue Zauberwort. Im Nachbarrevier hat man im Jahr vor Lothar auf 3 Flächen Kahlschläge gemacht, dazwischen blieben jeweils ca. 50m Altbestand stehen. Die Kahlfläche wurde nicht weiter bearbeitet. Die Naturverjüngung sollte hier wirken. Sie hat gewirkt. Ginster, Birken, Erlen, Pappeln, alles ging auf. Nur kein brauchbares Holz. Was allerdings hervorragend gewachsen ist sind die Brombeerhecken. nach zwei Jahren hatten die alles soweit überwuchert daß die inzwischen von Lothar gefällten Stücke samt der ehemaligen Kahlflächen gemulcht und eingepflanzt wurden.
Am "Bergwald" setzt man auch auf die neue Bewirtschaftungsform. In steilen Stücken mit Buchen und Eichenaltbestand wird nicht wieder aufgeforstet und nur noch selektiv eingeschlagen. Mitdem Erfolg daß die Langholzzüge praktisch in den Bestand fahren könnten wenn es Wege gäbe so weit ist der Altbestand mittlerweile ausgedünnt. Und bei jedem Einschlag gibts wieder weniger brauchbare junge Bäume. Entweder werden sie von den fallenden Bäumen geknickt oder die Rückeschlepper erledigen ihren Teil. Ich hab mich schon öfter mit den beiden Revierleitern unterhalten, die schieben alles auf die Kostenseite. Nur, was wollen die kommenden Generationen für Holz schlagen wenn wir nichts dafür tun? Bei knapp 5 Mio. Arbeitslosen dürfte es doch kein Problem sein Kolonnen zusammenzustellen die auf entsprechend gerichteten Waldstücken Pflanzarbeiten durchführen. Meine Oma hat mir immer erzählt daß sie früher jedes Jahr in den Wald mußten um Pflanzungen durchzuführen. Sicher sind die Zeiten heute anders, aber irgendwo haben die Leute früher auch schon weitergedacht als wir heute.
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Beitragvon MF-133 » Do Aug 24, 2006 19:32

Jo,genau so isses. Wenn der Unterwuchs ca 3-4 m hoch ist, wird es Zeit, den Altbestand zu fällen. Ansonsten gibts faule Stämme. Auch dann wird man im Jungbestand Schäden anrichten. Allerdings kann man die beschädigten Jungbäume noch raushauen, ohne Bestandslücken zu schaffen und kleinere Schäden wachsen noch zu.
Ohne Zaun kann man hier in der Gegend allerdings eine Naturverjüngung vergessen. Außerdem muss es im Altbestand auch eine entsprechendes Angebot an Samenbäumen geben, ansonsten muss man Saat- oder Pflanzgut gezielt zusätzlich ausbringen. MFG
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Beitragvon automatix » Do Aug 24, 2006 19:55

Schneider01 hat geschrieben:aber ist es nicht so das z.B. beim ziehen der Bäume auch die stärksten Sämlinge verletzt/angeschürft werden können und man in späteren Jahren einen bestand aufgezogen hat in dem man bei jedem baum die ersten 1,5m wegen rotfäule und anderen krankheiten abschneiden muss?


darum ist es ja auch besser, die anderen abzuschneiden und nicht auszuziehen.

die natürverjüngung muß natürlich schon erkennbar sein, bevor das altholz eingeschlagen wird - wer nen kahlschlag macht und dann hofft, daß da was sinnvolles wächst macht was falsch.
ich mach mal ein paar fotos von einer meiner Waldflächen, die ich im Herbst/Winter abernten möchte - das ist das, was ich mir unter einer Natürverjüngung vorstelle und wie es anstrebenswert ist.
Wir haben im Frühjahr auch Flächen angepflanzt, wo keine Natürverjüngung war, denn was beim Fällen noch nicht da ist kommt danach auch nicht mehr unter Gras, Brombeeren etc durch
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Beitragvon W-und-F » Do Aug 24, 2006 20:50

Wie heißt es so schön, der Wald braucht Zeit und das scheinen manche (ich rede jetzt allgemein) außer Acht zu lassen! Auf einer Sturmfläche z.B. siedeln sich meist zuerst sog. Pionierbaumarten / Pionierpflanzen an, als schnellwüchsige Pflanzen/Bäume! Diese Bäume bilden einen Anfangswald! Wird dieser größer bzw. entwickelt sich weiter entsteht in der Regel eine weitere Schicht mit Bäumen die mit schattigen Standorten zu Recht kommen. Darunter Buche, Eiche, Tanne und auch die Fichte.

Meiner Meinung nach wird auch langfristig nur der Bestand eine Zukunftschance habe der im Sinne des naturnahen Waldbaus bewirtschaftet wird! Was passieren kann, wenn standortfremde Baumarten gepflanzt werden um möglichst das Beste wirtschaftliche Ergebnis zu erzielen sieht man dort wo z.B. der Borkenkäfer zuschlägt!

Dass bei der Bewirtschaftung von Wäldern in denen eine Naturverjüngung stattfindet auch Schäden entstehen ist ganz klar und auch nicht zu verhindern! Es gilt allerdings die Schäden in einem erträglichen Rahmen zu halten und ggf. negative Einflüsse, übermäßige Beschädigung des Jungbestandes, durch Pflanzung versuchen zu minimieren um den Bestand zu sichern!

Vielleicht noch etwas, ich meine Naturverjüngung macht auch nur da Sinn wo geeignete Sammenbäume vorhanden sind! Wenn in einer anfälligen, standortfremden Fichtenmonokultur wieder Fichten anwachsen, hat die Verjüngung nichts gebracht.

Aber ansonsten ist gegen die Naturverjüngung nichts einzuwenden, im Gegenteil:
1. Naturverjüngung kostet nichts, weder Pflanzmaterial noch Pflanzkosten
2. Es siedeln sich in der Regel nur Bäume an die an das jeweilige Klima des Standortes angepasst sind
3. Durch den Altbestand sind die Jungbäume geschützt.

Allerdings gibt es auch Nachteile bzw. müssen bestimmte Vorraussetzungen geschaffen/vorahnden sein!

Eine Naturverjüngung ist nur möglich wenn geeignete Altbestände vorhanden sind, bei der Holzernte gilt es eben die Schäden so gering wie möglich zu halten, das bedeutet umsichtiges und auch zeitintensiveres Arbeiten. Bei der Naturverjüngung sind oftmals die Anteile der Jungbäume die auf einer Fläche zu finden sind nicht gleichmäßig d.h. auf einer kleineren Fläche zu viele.
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Naturverjüngung

Beitragvon stadlerg » Sa Aug 26, 2006 9:05

Das mit den fällen kann man ganz gut regel sch mal was von feinerschließung gehört sprich rückegassen da kann man die bäume mit wenig schaden rein fällen und hat dan sogar noch eine matratze zum fahren ,die beschädigten raus schneiden ist wichtig macht aber nicht vile arbeit geht sehr schnell :)
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