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Nebenerwerbs-Betriebsgründung

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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25 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Nebenerwerbs-Betriebsgründung

Beitragvon Jungbauer95 » Di Apr 26, 2016 21:21

Guten Tag lieber Landtreff,

Mein Name ist John, Ich bin 20 Jahre alt, Landwirt und angehender Wirtschafter(Fachschule geht im Sommer zu ende).
Im Sommer fang ich beim örtlichen Maschinenring als Betriebshelfer an. Zu Hause habe ich keine Landwirtschaft, meine Freundin schon nur bekommt diese ihr größerer Bruder. Sie schließt dieses Sommer ihre Ausbildung als Landwirtin ab.
Wir stellen uns eine Zukunft auf einem gemeinsamen Hof vor.
Beginnen möchten wir mit einem Nebenerwerbsbetrieb.
Ich hatte mir gedacht zum 1.10.2017 zu versuchen die ersten Flächen zu pachten und mit geliehenen Maschinen(MR und meine zukünftigen Schwiegereltern) zu bewirtschaften.
Da es erst einmal reiner Ackerbau wäre dachte Ich an Kartoffeln( Flächentausch mit zuk. Schwiegereltern oder ab Feld verkauf), Roggen und Silomais ab Feld für Biogasanlagen(in 5 km Umkreis 9 oder 10 stk..

Mal angenommen ich würde zum 1.10.2017 z.b. 16 ha bekommen...
Diese würde ich mit 4 ha Kartoffeln, 8 ha Roggen und 4 ha Silomais.

So hätte ich alle vier Jahre nur kartoffeln, und zwei Jahre keinen Mais vor Kartoffeln.( keine Stoppeln suf dem Roder)


Vermarktung:
Kartoffeln: Ab Feld direkt zum Landhandel, oder einlagern bei zukünftigen Schwiegereltern in Halle
Roggen: Direkt ab Feld
Silomais: Stehend ab Feld

Wenn es interessiert ich komme aus Niedersachsen, aus dem Kreis ROW. Also am Rand der Lüneburger Heide
Sandlastige Böden vereinzelt anlehmig.

Ich erhoffe mir von euch ein paar Einschätzungen zu meiner "Vision" und ein paar Tipps wie Ich das am besten angehe(Betriebsgründung)



Gruß John
Jungbauer95
 
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Re: Nebenerwerbs-Betriebsgründung

Beitragvon marius » Di Apr 26, 2016 21:40

Jungbauer95 hat geschrieben:
Ich erhoffe mir von euch ein paar Einschätzungen zu meiner "Vision" und ein paar Tipps wie Ich das am besten angehe(Betriebsgründung)



Gruß John


Ich mach ja kleinem einen Vorwurf. Als junger Spunt meint man, man müsse die Welt abreissen.
Nunja. Betriebsgründung und Betriebshelfer ? Ich würde nach einer ausgiebigen Analyse der Fakten, vielen bestehenden Betrieben schnellstens eine Betriebsschliessung empfehlen. Und zwar bevor sie noch Unmengen an Cash verbrennen mit ihrem Betrieb und ihre Flächen an die Bank verlieren.

Und als Betriebshelfer ? Das wäre der allerletzte Job den ich annehmen würde. Warum ? Seh dich um und öffne deine Augen : Viele der noch wenigen verbliebenen Betriebe und Betriebsleiter haben einen.... ich sag mal vorsichtig "leichten Dachschaden". Das könnte daher rühren das sie sich seit Jahren im Hamsterrad befinden, dass sich immer schneller dreht. Und dort als Betriebshelfer das ganze Jahr arbeiten ? Viel Spaß dabei sag ich da nur. :prost: Und : Bei diesen Zukunftsbetrieben mit mehreren Hundert ha und einigen hundert Kühen nur einige wenige Wochen arbeiten, und wenn man sich in dem Chaos und Schlamassel halbwegs zurechtgefunden hat, den Betrieb wieder wechseln und alles begint von neuem ? Nunja... :roll:

Meine ehrliche Meinung zu dem Thema. Falls du dein Vorhaben umsetzen möchtest, von mir aus gerne. Ich wünsche viel Glück und Spaß. Beides wirst du brauchen. :mrgreen:
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Re: Nebenerwerbs-Betriebsgründung

Beitragvon JuliaMünchen » Di Apr 26, 2016 22:13

Als Betriebshelfer verdient man doch relativ gut. Stundenlöhne von 20 Euro sind zu verwirklichen. Mach dich Selbständig als Betriebshelfer. Nicht jeder kann bei Siemens oder BMW arbeiten. Dazu muss man auch was im Kopf haben. Die Betriebshelfertätigkeit ist doch eine schöne Sache. Man hilft anderen Menschen in einer Notsituation

Die Sache als Ackerbau Neustarter wird nicht funktionieren. Da bleibt nichts über!

Ohne Alles würde ich auch erst mal die Welt anschauen. Arbeite mit deiner Freundin doch mal für ein Jahr in Neuseeland auf einer Milchfarm und geh mal nach Russland rüber. Erweitere deinen Horizont und vielleicht kannst du dort einen Betrieb aufbauen.
JuliaMünchen
 
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Re: Nebenerwerbs-Betriebsgründung

Beitragvon noV_netniH » Di Apr 26, 2016 23:14

Da hat sie Recht, die Julia aus München! Sehr!
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Re: Nebenerwerbs-Betriebsgründung

Beitragvon Südheidjer » Mi Apr 27, 2016 0:41

OT: Kennste das Padam in Riepe ?

Jetzt zu deiner Frage:

a.) Bzgl Frauen hat man mit 20 noch die rosarote Brille auf. Wenn ihr was zusammen realisieren wollt, dann immer so, daß mann (frau) möglichst immer halbwegs schmerzfrei finanziell aus ner Geschichte rauskommt. Also keine großen Investitionen.

b.) Den Job beim MR als Betriebshelfer zum Brötchenerwerb halte ich für gut. Du wirst andere Betriebe sehen und kannst Erfahrungen sammeln, sowohl gute wie auch schlechte. Du wirst in ein paar Jahren sicher einige Dinge anders sehen als jetzt.

c.) 16 ha Acker......ich finds zu viel und zu wenig. Ich denke heutzutage müssen die Vollerwerbsbetriebe mehr denn je zusehen, daß sie nicht hinten runterfallen.
Mach mal eine Kalkulation deiner geplanten Einnahmen und Kosten (und nix schönen !....rechne worst case).....mit der Standardsache "Kartoffeln, Roggen und Silomais" wird da nicht viel über sein.

Mein Ratschlag für euch: Sucht euch eine Nische, in der ihr im kleinen Rahmen beginnend gegebenenfalls auch eure Produkte weiterverarbeitet. Vielleicht Frucht, vielleicht Viecher (Grünland). An der Thear-Schule lief irgendwann in den letzten Jahren mal ne Sache mit bunten Bentheimern in Direktvermarktung. Im Nachbardorf macht ein junger Kerl Limousin im Nebenerwerb und verkauft die als Fleischpaket.
Also Stichwort "Direktvermarktung". Ne junge Buerndeern aus der Heide macht sich da immer gut ;-)

Und zu guter Letzt: Ich bin kein Landwirt, siehe meine Gedanken also nur als Anregung und nicht als Ratschlag vom Fachmann.

Ach ja, ich vergaß: Liebe süddeutsche Mitbürger, es gibt außerhalb von Bayern, Ba-Wü etc in der Republik auch noch andere Gebiete, in denen keine Gehälter von BMW oder Siemens bezahlt werden. Man nennt diese Gebiete glaube ich "strukturschwach". Aber trotzdem sind sie so schön, daß man bleibt soweit man kann.
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Re: Nebenerwerbs-Betriebsgründung

Beitragvon Pinzgauer56 » Mi Apr 27, 2016 4:35

He,He,he du, nicht alle süddeutsche Mitbürger sind gleich, dein Beitrag ist sehr gut ! L. G.
Bei der Leni, auf der Zenzi, überall ist dieser Pinzi... 8)
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Re: Nebenerwerbs-Betriebsgründung

Beitragvon Qtreiber » Mi Apr 27, 2016 8:03

JuliaMünchen hat geschrieben:Nicht jeder kann bei Siemens oder BMW arbeiten. Dazu muss man auch was im Kopf haben.

Ach, als Betriebshelfer, der sich schnell auf die unterschiedlichsten Situationen einstellen können muss, nicht ??? :shock:
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Re: Nebenerwerbs-Betriebsgründung

Beitragvon bauer hans » Mi Apr 27, 2016 8:54

JuliaMünchen hat geschrieben:
Die Sache als Ackerbau Neustarter wird nicht funktionieren. Da bleibt nichts über!


natürlich bleibt was übrig,wenn man als ackerbauer neu startet,insbesondere beim kartoffelanbau,allerdings würde ich mit 0,5-1ha kartoffeln starten und die direkt vermarkten.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Nebenerwerbs-Betriebsgründung

Beitragvon Jungbauer95 » Mi Apr 27, 2016 22:04

Guten Abend,

Vielen Dank erstmal für die Beiträge.

@marius
Den Job Betriebshelfer möchte ich nicht ewig machen aber Ich denke man kommt ordentlich rum und sieht viel was mir später sicher nicht von nachteil sein wird.
Hier sind die Betriebe doch etwas kleiner strukturiert und Ich denke als Betriebshelfer komme ich doch eher auf die Betriebe wo der Chef noch selber mit im stall steht, wo alles noch etwas "ruhiger" ist.


@JuliaMünchen
Siemens oder BMW ist hier nicht der Arbeitgeber. Aber Landwirtschaft ist das was ich will. Etwas anderes kommt mir nicht wirklich in den Sinn.
Das bei Ackerbau und 16ha nicht die Welt überbleibt und Ich damit nicht die Welt bewegen werde ist mir klar, nur soll das der Einstieg werden und ich lebe in der Hoffnung dies irgendwann soweit aufzubauen das es irgendwann für den Vollerwerb reicht (in ferner zukunft).
Und fürs Ausland fehlt mir aktuell irgendwie der Reiz...

@Südheidjer
OT : Ja klar!

Das es mit Frauen nicht immer ewig währt ist mir klar. Das hab ich schon noch im Hinterkopf.
Bezüglich MR weh ich auch so.
Zu c)
Ja 16 ha war auch nur Beispielhaft bzw wie ich es mir vorstellen könnte.. Es muss nicht viel über sein, sollte sich selber tragen und wenn was überbleibt freut mich das.

Die Idee mit den Nischen überdenke ich auch schon länger aber nunja bei Ackerbau müsste man nicht jeden Tag hingucken, bei Rindvieh schon mal sehen was sich ergibt.

@Qtreiber
Das dachte Ich auch :D

@bauer hans
Ja die liebe Direktvermarktung, hier steht bloß gefühlt an jedem 3.Hof ein häuschen mit Kartoffeln-SB



Freue mich auf weitere Beiträge:-)


LG John
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Re: Nebenerwerbs-Betriebsgründung

Beitragvon Ferengi » Mi Apr 27, 2016 23:08

Betriebshelfer...
Früher nannte man das Knecht.

Silomais anzubauen lohnt such nur, wenn du einen fest Abnehmer, zu relativ festen Preisen hast.
In Südoldenburg lagen die Preise für Silomais stehend, in den letzten Jahren in etwa auf dem Niveau der Pachtpreise.
Sprich, viele waren froh wenn sie wenigstens ihre Unkosten wieder rausbekommen haben.
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Re: Nebenerwerbs-Betriebsgründung

Beitragvon Tinyburli » Do Apr 28, 2016 6:16

Ferengi ist Realist. Ich sehe das auch so.

Ein ordentlicher Job außerhalb der Landwirtschaft ist wesentlich risikoärmer und lukrativer.

Die Bauern hier in Bayern sind scharf auf jeden m2 zu pachten. Da müssen sehr hohe Preise bezahlt werden, um da mitzuhalten. Dann bleibt da nicht mehr viel für Dich übrig. Vergiss es. n8
Mit freundlichen Grüssen
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Re: Nebenerwerbs-Betriebsgründung

Beitragvon JuliaMünchen » Do Apr 28, 2016 8:51

Ich schreibe ja von Siemens oder BMW Facharbeitern. Und da wird schon bei der Einstellung zur Ausbildung stark gesiebt. Beste Schulnoten sind da Vorraussetzung. Da war der Ansatzpunkt für "etwas im Kopf haben" Facharbeiter bei Siemens oder BMW - das ist bei uns was besonderes und sehr begehrt!

Du kannst natürlich auch zu einer Leiharbeitsfirma gehen und bei Siemens oder BMW arbeiten. Aber da kannst du dann wieder kurzfristig wieder auf der Straße stehen.


John, wie hoch ist den dein Startkapital?
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Re: Nebenerwerbs-Betriebsgründung

Beitragvon Rohana » Do Apr 28, 2016 14:09

Julia hat sicherlich sehr viel Ahnung vom Arbeiten bei BMW und Siemens ... und davon das Schulnoten mit "etwas im Kopf haben" zu tun haben müssen. :roll:

Zum Thema Direktvermarktung: Kannst du bzw. können deine Kartoffeln irgendwas, was die der Nachbarn nicht können? Alte Sorten, besonders komische/bunte/leckere Sorten, ... irgendwie (positiv) auffallen ist ein Vorteil.
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