Moin, moin, wir bauen Ölrettich als Zwischenfrucht vor Zuckerrüben an und haben gute Erfahrungen damit gemacht, habe letztes Jahr 22 kg/ha gedrillt, was willst Du genau wissen?
der saatgutmann schreibt irgend was von 35kg/ha. ich will ölrettich auf brachflächen zur rekultivierung einsetzen und vor kartoffeln. dachte an die sorte reset. hab viel beifuß in den flächen und hoffe den damit unten zu halten...
Wer oder was ist bitte ein Saatgutmann? Reset ist genau die Sorte die wir letzten Herbst gedrillt haben, auf dem Sack stand "mindestens 25 kg" habe nur etwas reduziert, weil mein Vater zu wenig bestellt hatte, (er hate vor 100 Jahren in der Berufsschule 15-17kg gelernt) ist sehr gut aufgelaufen, hätte etwas größer werden können, war halt zu früh zu kalt! Wie bestellst Du Zwischenfrucht (nach Scheibenegge, Tiefengrubber, Pflug) welche Drille?
Ich baue jedes Jahr ca. 45 ha Ölrettich als Zwischenfrucht an. Ich bringe ihn im Mulchsaatverfahren mit meinem Lemken Rubin und einem Kleinstreuer aus. ich bringe 15 kg/ha aus, für unsere Böden (20 Punkte Sand) reicht das vollkommen.
Halb acht, halb neun, es wird schon heller, Der Vater reitet immer schneller, Erreicht den Hof mit Müh und Not, Der Knabe lebt, das Pferd ist tot.
Es hängt natürlich immer von Boden und in welchem Zustand der Boden ist. In der Marsch nehme ich 20 kg, da der Boden dort sehr klutig ist. Wenn es für Dich das erste mal ist, dann würde ich die Fläche einfach teilen und unterschiedliche Saatstärken ausprobieren.
Halb acht, halb neun, es wird schon heller, Der Vater reitet immer schneller, Erreicht den Hof mit Müh und Not, Der Knabe lebt, das Pferd ist tot.
Komme aus der Mitte von Schleswig-Holstein (Geest) 15kg/ha ist meiner Erfahrung viel zu wenig! Der Grund für meine Aussage liegt darin, das Unkräuter, Ungrässer und Ausfallgetreide bei zu dünner Aussaat den Ölrettich unter sich "begraben", deshalb wie auf dem Sack beschriftet min. 25 kg und am besten eine kleine N-Startgabe geben, eventuell wenn vorhanden in Form von Gülle! Zur Info: Haben jedes Jahr ca. 40 ha Zwischenfrucht! Bestellung bei und nach Tiefengrubbereinsatz und mit Mulchsaatdrillmaschine!
Eine entsprechende Düngung ist natürlich wichtig, bringt ja nichts wenn der Ölrettich verhungert. 25 kg pro Hektar ist aber sehr üppig 15 kg ist zugegebenermaßen die absolute Untergrenze. Bei uns klappt es mit der Saatstärke recht gut.
und wie schnell läuft der reine ölrettich im vergleich zum senf auf frag nur weil bei uns hab ich noch kein reines feld gesehn, würd mich interessieren wir baun normal 18 kg senf und 5 kg ölrettich, ich find eigentlich ne ganz gute mischung... bis jetz auch mit grubber und streuer, ab heuer direktsaat, mal schaun wie's wird
In der Fachschule hat unser Pflanzbaulehrer immer gesagt, dass Senf nur zur Gewissensberuhigung ist. Senf baut im Gegensatz zum Ölrettich kaum Wurzeltrockenmasse auf.
Halb acht, halb neun, es wird schon heller, Der Vater reitet immer schneller, Erreicht den Hof mit Müh und Not, Der Knabe lebt, das Pferd ist tot.
Teilen der Fläche klingt mal gut. Der Boden lag 2 Jahre brach und es steht Beifuß drauf . Glutenreich is er auch noch eher sandiger Lehm. Ich mach maql hälftig 15 und 20 kg. Düngen geht leider nicht, ich bin einer dieser Alternativen
Wenn Du sagst der Boden ist sehr klutig und liegt lange dann vergiss die 15 kg, dann mach 20 kg und 25 kg. Hast Du denn keine Biogülle zum Düngen? Der Ölrettich wird dir nämlich verhungern und sich nur begrenzt entwickeln. Mit viel N-min kannst Du dieses Jahr nicht rechnen. Meine 15 kg waren bezogen auf optimale Vorbereitung und Düngung.
Halb acht, halb neun, es wird schon heller, Der Vater reitet immer schneller, Erreicht den Hof mit Müh und Not, Der Knabe lebt, das Pferd ist tot.
Wenn du eh'n N-Defizit hast, sind Lupinen da nicht sinnvoller?
Der Hauptunterschied zw. etwas, was möglicherweise kaputtgehen könnte und etwas, was unmöglich kaputtgehen kann, besteht darin, daß sich bei allem, was unmöglich kaputtgehen kann herausstellt, daß es unmöglich zerlegt oder repariert werden kann.