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Pflugbauweise -- Sinn?

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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Pflugbauweise -- Sinn?

Beitragvon ihc driver 94 » So Dez 26, 2021 10:23

Servus hab mal eine blöde frage.. vorab ich hab noch nie in meinem leben Ackerfläche bewirtschaftet also verzeiht mir.
Warum baut man einen pflug so wie er eben aussieht? Warum baut man den nicht so dass man nicht so dämlich mit einem reifen in der furche fahren muss? Ist zum fahren so schief aufm sitz doch auch unbequem oder?
Warum baut man sowas nicht so dass man mit allen 4 rädern auf dem feld fahren kann? Ich vermute dass es dran liegt dass man in der spur bleibt weil man sonst nicht lenken kann?!

Für mich als aussenstehender ist pflügen das mittelalterlichste was es im ganzen Sektor landwirtschaft gibt :mrgreen:
ihc driver 94
 
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Re: Pflugbauweise -- sinn?

Beitragvon 240236 » So Dez 26, 2021 10:32

Es gibt auch on-Land-Pflüge, nicht nur Pflüge, mit denen man in der Furche fahren muß. So manche kann man sogar so weit verstellen, daß si für beide Arten geeignet sind. Pflügen und mittelalterlich- Das ist eine Sache der Betrachtung. Dazu gibt es schon genügend Threads hier.
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Re: Pflugbauweise -- sinn?

Beitragvon monserich » So Dez 26, 2021 10:33

in Furche Fahren muss nicht immmer sein,
in der DDR haben wir mit K 700 auch obendrauf geflügt,
monserich
 
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Re: Pflugbauweise -- sinn?

Beitragvon Homer S » So Dez 26, 2021 10:42

Google Onland pflügen, da siehst du das es das schon gibt.

Ich persönlich finde es nicht schlimm. Schlepper steht etwas schräg, ist bei uns auf allen Feldern. Außerdem musste man in Zeiten ohne Lenksystem nicht so genau fahren, einfach an der Furchenwand entlang und alles passt. Ich behaupte mal das onlandpflügen ohne Lenksystem super anstregend ist.
In feuchten Jahren fährt man zumindest mit einer Seite im trockenen.

Und ob es rückschrittlich ist wenn in zwei Jahren das Glypho weg ist werden wir noch sehen. Außerdem kann ich mit einem Pflug an einem Hang die Erde wieder hochdrücken, die eine moderne Landwirtschaft als weiter ins Tal verlagert.
Natürlich hat ein Pflug auch Nachteile wie Flächenleistung, hoher Verschleiß usw. aber in meinem Betrieb überwiegen seine Vorteile.

Warum nutzen Forstwirte eigentlich noch Handmotorsägen? Harvester sind Stand der Technik. Könnte ich dich auch fragen.
Homer S
 
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Re: Pflugbauweise -- sinn?

Beitragvon Barbicane » So Dez 26, 2021 10:47

Wenn man ON-Land pflügen will, also neben der Furche, dann braucht man erstmal ausreichend Pflugbreite und damit einen großen Schlepper.
Das war früher eine Seltenheit, weshalb sich das Pflügen in der Furche wohl durchgesetzt hat.
Und da der Bauer sich mit Veränderung oft schwer tut... ;-)

Zudem läuft der Traktor der Furche bei richtiger Einstellung alleine nach und man muss viel weniger aufpassen und korrigieren als bei ON-Land.
Das ist schon wichtig wenn man dafür tagelang und auch im Dunklen auf dem Bock sitzt.
Erfahrung ist das, was man bekommt, kurz nachdem man es gebraucht hätte.
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Re: Pflugbauweise -- sinn?

Beitragvon GeDe » So Dez 26, 2021 13:36

Forstwirt92 hat geschrieben:Für mich als aussenstehender ist pflügen das mittelalterlichste was es im ganzen Sektor landwirtschaft gibt

Dem Pflügen hast auch DU Deinen heutigen Wohlstand zu verdanken!
Sonst würden wir heute vielleicht noch Mammut's jagen und Beeren von den Büschen sammeln...
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Re: Pflugbauweise -- sinn?

Beitragvon Family Guy » So Dez 26, 2021 13:43

Forstwirt92 hat geschrieben:.. vorab ich hab noch nie in meinem leben Ackerfläche bewirtschaftet also verzeiht mir.
.......

Für mich als aussenstehender ist pflügen das mittelalterlichste was es im ganzen Sektor landwirtschaft gibt :mrgreen:


Du zeigst überdeutlich, wie unsere Gesellschaft mitlerweile tickt, nicht die geringste Ahnung von den grundlegenden Vorgängen, aber schon bevor Grundlagenwissen nachgelesen wird, steht die Meinung fest. :roll:
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Re: Pflugbauweise -- sinn?

Beitragvon Lenkfix » So Dez 26, 2021 14:21

Barbicane hat geschrieben:Zudem läuft der Traktor der Furche bei richtiger Einstellung alleine nach .....

So isses, da hatten wir früher immer unseren besonderen Spaß und schickten Traktor samt Pflug am Ackeranfang alleine los, und der andere nahm ihn am Ackerende wieder in Empfang. Dank der perfekten Einstellung (Jugendlicher Ehrgeiz) blieb das Gespann immer in der Furche und wir mussten nie der Karre nachrennen, durfte aber auch niemand zusehen.
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Re: Pflugbauweise -- sinn?

Beitragvon langer711 » So Dez 26, 2021 15:06

Pflügen am Hang
Einerseits kann man immer schön die Erde hangaufwärts transportieren, mit jedem Arbeitsgang um ca. 30-40cm, je nach Körperbreite und Rückfall.

Gleichzeitig kann der Boden bei Starkregen viel leichter hangabwärts rutschen, als wenn man „nur“ mit Grubber gearbeitet hat.

Und zu Glyphosat:
Ich arbeite schon bald 20 Jahre fast komplett ohne Pflug.
Glyphosat hab ich fast nie eingesetzt, statt dessen eben nochmal mit dem Grubber durch, wenn es mir zu grün wurde.

Am Ende muss man aber bei der chemischen Bekämpfung von Ungräsern schon am Ball bleiben, das ist richtig.
Wobei der Druck auch nach dem Pflug bei den Kollegen stark gestiegen ist und auch hier kaum eine Applikation gespart werden kann.

Ich muss aber dazu sagen, das hierzulande kaum tiefer, als 20cm gearbeitet werden kann.

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Re: Pflugbauweise -- sinn?

Beitragvon AEgro » So Dez 26, 2021 19:28

GeDe hat geschrieben:
Forstwirt92 hat geschrieben:Für mich als aussenstehender ist pflügen das mittelalterlichste was es im ganzen Sektor landwirtschaft gibt

Dem Pflügen hast auch DU Deinen heutigen Wohlstand zu verdanken!
Sonst würden wir heute vielleicht noch Mammut's jagen und Beeren von den Büschen sammeln...


Die ersten 4000 bis 6000 Jahre war aber die Arbeitsweise eines Pfluges eher mit der Arbeit eines heutigen Grubbers zu vergleichen.
Erst seit vielleich 300 Jahren gibts Pflüge die den Boden gezielt wenden und noch später erst schaften es Pflüge
oberflächliche organische Masse in den luftarmen Untergrund zu befördern.
https://www.historische-arbeitsgemeinsc ... 271119.pdf
Gruß AEgro
Es gibt Tage, da komm ich einfach mit dem Kopfschütteln nicht hinterher !
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Re: Pflugbauweise -- Sinn?

Beitragvon GeDe » So Dez 26, 2021 21:52

AEgro hat geschrieben:Die ersten 4000 bis 6000 Jahre war aber die Arbeitsweise eines Pfluges eher mit der Arbeit eines heutigen Grubbers zu vergleichen.
Erst seit vielleich 300 Jahren gibts Pflüge die den Boden gezielt wenden und noch später erst schaften es Pflüge
oberflächliche organische Masse in den luftarmen Untergrund zu befördern.
https://www.historische-arbeitsgemeinsc ... 271119.pdf
Gruß AEgro

Jooh!
Aber wenn einer nach dem Sinn der Pflugbauweise fragt und sich nicht mal die Mühe macht die Suche im www zu bemühen wo seine Frage beantwortet gewesen wäre, sollte man ihn nicht gleich mit zu vielen Details zuballern.
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Re: Pflugbauweise -- Sinn?

Beitragvon AEgro » So Dez 26, 2021 22:50

Die Anmerkung ist nicht nur der den TE.
Das sollte ein Hinweis sein an alle Pflugfestischsten, die die Ursprünglichkeit des Ackerbaus am Pflug und am langen Zeitraum, die er eingesetzt wird, festmachen.
Es gibt Tage, da komm ich einfach mit dem Kopfschütteln nicht hinterher !
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