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Pflugsohle beim Grubbern?

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Pflugsohle beim Grubbern?

Beitragvon DanielBY » Di Sep 24, 2013 17:50

Hallo,
ich beschäftige mich gerade mit dem Ackerbau und bin auf die Pflugsohle gestoßen. Diese ensteht ja aufgrund der einseitigen Gewichtsverteilung zwischen der bearbeiteten und unbearbeiteten Schicht beim Pflügen.
Beim Grubbern gibt es das ja nicht, da das Gewicht gleichmäßig verteilt ist.
Allerdings habe ich gelesen das auch eine Scheibenegge (Kurzscheibenegge weniger) auch zur Pflugsohlen Bildung neigt.
Es wäre nett, wenn mir jemand erklären könnte warum das so ist.

Ps. Ich hoffe das mit der Pflugsohlen Bildung stimmt einigermaßen.

Grüße
Daniel
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Re: Pflugsohle beim Grubbern?

Beitragvon ABC » Do Sep 26, 2013 10:03

Willst aber net den Pflug mit dem umgelegten Christbaum ersetzen oder zur Minimalstbodenbearbeitung dich verirren?
Deine Profilkirche kenn´ ich jetzt auf Anhieb auch nicht.
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Re: Pflugsohle beim Grubbern?

Beitragvon Irgendenner » Do Sep 26, 2013 11:15

gibt auch ne frässohle...
beim grubber mit flügelschaaren machst auch ne sohle.
mit der scheibenegge verdichtest punktuell wie mit ner walze.
bei ner kurzscheibenegge mit vertikaler neigung hast das problem eher weniger...

es kommt immer stark auf den boden und die feuchtigkeit drauf an.je nässer lehmiger/toniger der boden ist je mehr sohlenbildung hast du (schmierschicht)
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Re: Pflugsohle beim Grubbern?

Beitragvon Mad » Do Sep 26, 2013 11:43

Ich kann deiner Aussage bezüglich der Pflugsohle nicht ganz entnehmen, ob du damit die Bodenverdichtung innerhalb der Furche meinst, in der die Schlepperräder laufen. Denn die wird in der Regel nicht mehr gelockert, sondern durch das Gewicht, das auf den Rädern lastet, verdichtet.
Bild
Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Pflugsohle beim Grubbern?

Beitragvon DanielBY » Mi Nov 06, 2013 7:03

Ich meine allgemein die Unterbodenverdichtung.

Aber danke das mit der Scheibenegge hat mir schon gereicht
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Re: Pflugsohle beim Grubbern?

Beitragvon L-Stanley » So Nov 17, 2013 11:00

Hallo,

Beim Grubber is es meines Wissens nach so - besonders bei Flügelschar - wenn sie einen sehr flachen Winkel haben, fast Waagrecht arbeiten, dann schmieren sie auch und "schälen" den Boden. Wenn die Zähne über 45° zur Waagrechten gestellt sind, dann mischt der Grubber und es sollte keine Sohle entstehen.

Pflugsohle is so ein allgemeiner Begriff finde ich. Die Pflugsohle im Allgemeinen wird hald oft beim Pflügen erwähnt, weil da wirklich eine "Sperrschicht" für die Pflanzenwurzeln entstehen kann.

Es entsteht immer eine mehr oder weniger stark verdichtete Zone ("Pflugsohle") unter der Arbeitsebene der Scheibenegge oder Pflug. Bei Grubber eher weniger, weil er den Boden mischt und etwas "aufreisst".

Kann nicht sagen, ob die erfahrerene Landwirte das auch so sehen.


Mfg Lukas
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Re: Pflugsohle beim Grubbern?

Beitragvon NobbyNobbs » So Nov 17, 2013 11:44

DanielBY hat geschrieben:Hallo,
ich beschäftige mich gerade mit dem Ackerbau und bin auf die Pflugsohle gestoßen. Diese ensteht ja aufgrund der einseitigen Gewichtsverteilung zwischen der bearbeiteten und unbearbeiteten Schicht beim Pflügen.
Beim Grubbern gibt es das ja nicht, da das Gewicht gleichmäßig verteilt ist.
Allerdings habe ich gelesen das auch eine Scheibenegge (Kurzscheibenegge weniger) auch zur Pflugsohlen Bildung neigt.
Es wäre nett, wenn mir jemand erklären könnte warum das so ist.

Ps. Ich hoffe das mit der Pflugsohlen Bildung stimmt einigermaßen.

Grüße
Daniel


Wenn du ne Scheibenegge so einstellst, dass sie nahezu flächig schneidet, dann kann unter nassen Umständen natürlich auch eine Sohle entstehen. Die dürfte aber für die meisten Betriebe nicht groß problematisch werden, da sie i.d.R. beim nächsten (tieferen) Arbeitsgang easy aufgebrochen wird. Gleiches kann natürlich auch beim Gänsefuß- und Flügelschar unter feuchten Bedingungen passieren. Ebenso denkbar wäre es bei Kreiselegge oder -grubber.
Schlimmer sind Sohlen, die beim Flügen in den Furchen durch die Gewichtskraft des Traktors enstehen. Dazu kommt, dass oftmals jährlich in identischen Tiefen gepflügt wird, was das Problem noch verschärft.
Generell glaube ich aber, dass man in nahezu allen Betrieben, die häufig pflügen, irgendwie Pflugsohlen und komprimierten Boden ab 30 cm Tiefe finden wird. Mal angenommen unter feuchten Bedingungen wird in Jahr x 25 cm tief gepflügt. Dann laufen auch die Traktorräder in 25 cm Tiefe durch die Furche. Wenn die Furche nun mit..pfff...sagen wir mal... 5000 kg (die Hauptlast läuft ja durch die Schrägstellung dort) belastet wird , dann wirken da überschlagen Vertikalkräfte von nahezu 50 kN verteilt auf zwei schmale Räder; + eben auch die Kräfte, die über den Pflug wirken (Anlage, Gewichtskraft...). Weißt du was das einen feuchten Boden komprimiert? Da ist es scheiß egal, ob man im nächsten Jahr auf 30 cm runter geht um die vermeintliche Verdichtung in 25 cm Tiefe aufzubrechen. Klar, werden dann diese 30 cm gelockert. Aber der Boden ist so oder so bis in sehr viel tiefere Bereiche komprimiert.
Das ist auch einfach die Erklärung für ein Phänomen, das man auf gepflügten Böden sehr häufig findet. Du wirst da in Messungen immer das gleiche Bild sehen: Oben überlockert (hat Vor- und Nachteile), aber ab ca. 30 cm wird man im Vergleich zu anderen Verfahren eine zunehmende Dichte feststellen. Das wird dann noch dadurch verstärkt, dass deutlich weniger tiefgrabende Regenwürmer vertikale Röhren bilden, die Abhilfe schaffen.
Ob sich das jetzt negativ auf die Tiefendurchwurzelung auswirken muss oder nicht, lass ich jetzt mal im Raum stehen. Anderenfalls kommen hier gleich wieder 2-5 Leute, die wunderbar darin sind, Fakten zu ignorieren und direkt wieder an die Decke springen.
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Re: Pflugsohle beim Grubbern?

Beitragvon Maulwurf_13 » So Nov 17, 2013 14:36

NobbyNobbs hat geschrieben:Schlimmer sind Sohlen, die beim Flügen in den Furchen durch die Gewichtskraft des Traktors enstehen. Dazu kommt, dass oftmals jährlich in identischen Tiefen gepflügt wird, was das Problem noch verschärft.
Generell glaube ich aber, dass man in nahezu allen Betrieben, die häufig pflügen, irgendwie Pflugsohlen und komprimierten Boden ab 30 cm Tiefe finden wird. Mal angenommen unter feuchten Bedingungen wird in Jahr x 25 cm tief gepflügt. Dann laufen auch die Traktorräder in 25 cm Tiefe durch die Furche. Wenn die Furche nun mit..pfff...sagen wir mal... 5000 kg (die Hauptlast läuft ja durch die Schrägstellung dort) belastet wird , dann wirken da überschlagen Vertikalkräfte von nahezu 50 kN verteilt auf zwei schmale Räder; + eben auch die Kräfte, die über den Pflug wirken (Anlage, Gewichtskraft...). Weißt du was das einen feuchten Boden komprimiert? Da ist es scheiß egal, ob man im nächsten Jahr auf 30 cm runter geht um die vermeintliche Verdichtung in 25 cm Tiefe aufzubrechen. Klar, werden dann diese 30 cm gelockert. Aber der Boden ist so oder so bis in sehr viel tiefere Bereiche komprimiert.
Das ist auch einfach die Erklärung für ein Phänomen, das man auf gepflügten Böden sehr häufig findet. Du wirst da in Messungen immer das gleiche Bild sehen: Oben überlockert (hat Vor- und Nachteile), aber ab ca. 30 cm wird man im Vergleich zu anderen Verfahren eine zunehmende Dichte feststellen. Das wird dann noch dadurch verstärkt, dass deutlich weniger tiefgrabende Regenwürmer vertikale Röhren bilden, die Abhilfe schaffen.
Ob sich das jetzt negativ auf die Tiefendurchwurzelung auswirken muss oder nicht, lass ich jetzt mal im Raum stehen. Anderenfalls kommen hier gleich wieder 2-5 Leute, die wunderbar darin sind, Fakten zu ignorieren und direkt wieder an die Decke springen.

Deine Theorie stimmt bedingt. Sie hat nur eine Schwäche. Du erklärst wie in bestimmten Bereichen durch Pflügen starke Unterbodenverdichtungen entstehen. Diese sind auch schädlich. Aber dies ist keine Pflugsohle.
Die zunehmende Verdichtung unterhalb des Wurzelhorizonts kann man auch bei andere Bodenbearbeitungsarten finden. Selbst bei No Till.

Pflugsohle entsteht durch ganzflächigen Druck + "Hobeln somit Schmierenschicht". Durch grenzwertige Bodenfeuchte wird dies verstärkt. Durch Bearbeitung in ähnlicher Tiefe wird dies mit der Zeit, je nach Boden, zu einer Sperrschicht. Deshalb kann auch bei anderen ganzflächig "hobelnden" Bodenbearbeitungsverfahren eine Pflugsohle entstehen. Siehe Fräse, Scheibenegge, usw..
Manche bringen einen Siebeffekt ins Spiel. Gleicher Effekt wie Müslipackung, große Teile reichern sich während des Schüttelns ob an. Übertragen auf den Boden: Durch Pflügen sollen sich kleine Teilchen unten ansammeln. Dadurch "Verschlämmung" somit Bildung einer undurchlässige Schicht.
Theorie hört sich gut an. Aber als alleinige Erklärung für mich nicht ausreichend. Eher bei Spezialfällen die Hauptursache.
Ich denke es ist ein Effekt aus allen zuvor genannten Punkten + schädliche Unterbodenverdichtung welche nicht mehr gelockert wird.

Aber!
Vernünftiger Einsatz (Feuchte, Zeitpunkt, wechselnde Pflügtiefe usw.) des Pfluges führt nicht zur Pflugsohlenbildung.
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Re: Pflugsohle beim Grubbern?

Beitragvon Ulikum » So Nov 17, 2013 18:03

:mrgreen:

Bodenverdichtungen werden mit einer Bearbeitung meist nur verwischt, nicht behoben.
Auch ein Tiefenlockerer schafft nur kurzfristig Abhilfe wenn grundlegende Fehler nicht abgestellt werden.

Direktsaatfächen sind mit ihrer speziellen Bodenstruktur mit plattiger Anordnung der Bodenkrümel deutlich tragfähiger und viel besser befahrbar als gepflügte Felder.
Bestimmt wird aber hier auch noch die Behauptung aufgestellt das auch No- Till Flächen eine Bodenverdichtung aufweisen.
Dabei wird aber vergessen das es sich hierbei um eben um die plattige Anordnung der Bodenkrümel handelt.
Bei No- Till Flächen ist der Boden bedingt durch das System kompakter gelagert, was viele zu dem Trugschluss verleitet die Böden wären verdichtet.

Leider sind Verdichtungen im Kopf oft schwieriger zu beheben als Verdichtungen im Boden.
Für das, was ich schreibe bin Ich verantwortlich.!
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Re: Pflugsohle beim Grubbern?

Beitragvon NobbyNobbs » So Nov 17, 2013 22:28

Maulwurf_13 hat geschrieben:Deine Theorie stimmt bedingt. Sie hat nur eine Schwäche. Du erklärst wie in bestimmten Bereichen durch Pflügen starke Unterbodenverdichtungen entstehen. Diese sind auch schädlich. Aber dies ist keine Pflugsohle.


Schon klar, es lag nur nahe, dieses Thema anzusprechen. Mir ging es hier kaum um Sohlen, die z.B. durch das Verschmieren über Schare unter feuchten Bedingungen entstehen.

Maulwurf_13 hat geschrieben:Die zunehmende Verdichtung unterhalb des Wurzelhorizonts kann man auch bei andere Bodenbearbeitungsarten finden. Selbst bei No Till.


Auch richtig. Aber man muss doch da klar unterscheiden. Bei jedem Arbeitsgerät -außer dem Pflug- läuft der Traktor überirdisch und verteilt seine Masse gleichmäßig über 2 x 2 Räder. Da wird kein Bereich deutlich stärker beansprucht als der andere. Beim Pflügen aber schon und zwar über die Schrägstellung des Schleppers, weshalb automatisch ein großer Teil der Masse in die Furche verlegt wird. Zudem ist der Schlupf deutlich größer -> Verschmieren -> Sohlenbildung.

Mach doch mal Messungen. Gleiche Bedingungen. Wir beziehen uns jetzt nur auf die Traktormasse, von der wir unterstellen, dass sie Verdichtungen erzeugt. Hier geht es jetzt nicht um Schare oder Reifen, die Schmierzonen, also Sohlen, erzeugen. So, dann dann legst du eine Bahn an und fährst mit dem Grubber (oder irgendwas anderem wie Scheinegge etc.) über den Acker und misst unter einer Bahn (also wo Vorder- und Hinterreifen drüber gelaufen sind) den Druck in... sagen wir.. 40 cm Tiefe. Dann machst du das Ganze noch mal in 40 cm Tiefe unter einer Bahn mit 30 cm tiefer Pflugfurche. Was glaubst du um welches Vielfaches der Druck in Variante 2 in 40 cm Tiefe - unter sonst gleichen Bedingungen (also Masse, Bodenfeuchte etc.) - größer ist? Ist doch klar. Es steht bei Variante 1 alleine das 4-fache Bodenvolumen als "Puffer" zur Verfügung. Zudem ist dann die Masse, die bei Variante 2 in 25 cm Tiefe wirkt, deutlich größer, als jene Masse, der der Boden an der Erdoberfläche -bei gleichmäßig auf 4 Rädern verteiltem Gewicht und KEINER Schrägstellung- ausgesetzt ist.
Unterbodenverdichtungen in 40, 50 ... cm Tiefe unter Pflugfurchen werden also um ein Vielfaches größer sein, weil 1. weniger Bodenvolumen puffert und 2. eine größere Masse wirkt.

Deshalb finde ich: Wenn Pflug und feucht, dann on land.

Ulikum hat geschrieben:Bodenverdichtungen werden mit einer Bearbeitung meist nur verwischt, nicht behoben.
Auch ein Tiefenlockerer schafft nur kurzfristig Abhilfe wenn grundlegende Fehler nicht abgestellt werden.

Direktsaatfächen sind mit ihrer speziellen Bodenstruktur mit plattiger Anordnung der Bodenkrümel deutlich tragfähiger und viel besser befahrbar als gepflügte Felder.
Bestimmt wird aber hier auch noch die Behauptung aufgestellt das auch No- Till Flächen eine Bodenverdichtung aufweisen.
Dabei wird aber vergessen das es sich hierbei um eben um die plattige Anordnung der Bodenkrümel handelt.
Bei No- Till Flächen ist der Boden bedingt durch das System kompakter gelagert, was viele zu dem Trugschluss verleitet die Böden wären verdichtet.

Leider sind Verdichtungen im Kopf oft schwieriger zu beheben als Verdichtungen im Boden.


Dem ist nichts hinzu zu fügen.

Maulwurf_13 hat geschrieben:Pflugsohle entsteht durch ganzflächigen Druck + "Hobeln somit Schmierenschicht". Durch grenzwertige Bodenfeuchte wird dies verstärkt. Durch Bearbeitung in ähnlicher Tiefe wird dies mit der Zeit, je nach Boden, zu einer Sperrschicht. Deshalb kann auch bei anderen ganzflächig "hobelnden" Bodenbearbeitungsverfahren eine Pflugsohle entstehen. Siehe Fräse, Scheibenegge, usw..
Manche bringen einen Siebeffekt ins Spiel. Gleicher Effekt wie Müslipackung, große Teile reichern sich während des Schüttelns ob an. Übertragen auf den Boden: Durch Pflügen sollen sich kleine Teilchen unten ansammeln. Dadurch "Verschlämmung" somit Bildung einer undurchlässige Schicht.
Theorie hört sich gut an. Aber als alleinige Erklärung für mich nicht ausreichend. Eher bei Spezialfällen die Hauptursache.
Ich denke es ist ein Effekt aus allen zuvor genannten Punkten + schädliche Unterbodenverdichtung welche nicht mehr gelockert wird.


Ja klar, ich habe auch nie was anderes behauptet.

Maulwurf_13 hat geschrieben:Aber!
Vernünftiger Einsatz (Feuchte, Zeitpunkt, wechselnde Pflügtiefe usw.) des Pfluges führt nicht zur Pflugsohlenbildung.


So lassen sich die klassischen Sohlen vielleicht vermeiden. Aber was ich oben aufgeführt habe, wird dadurch nur bedingt verbessert. Aber wie bereits angesprochen, sprach ich ja auch nicht wirklich die Sohlen an. :wink:
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Re: Pflugsohle beim Grubbern?

Beitragvon Maulwurf_13 » Mo Nov 18, 2013 12:26

Ulikum hat geschrieben::mrgreen: Direktsaatfächen sind mit ihrer speziellen Bodenstruktur mit plattiger Anordnung der Bodenkrümel deutlich tragfähiger und viel besser befahrbar als gepflügte Felder.
Bestimmt wird aber hier auch noch die Behauptung aufgestellt das auch No- Till Flächen eine Bodenverdichtung aufweisen.

Bodenverdichtungen auf Dauergrünland? Erfunden oder Tatsache?
Bodenverdichtung kann immer durch unüberlegtes oder auch gezwungene Maßnahmen entstehen.
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Re: Pflugsohle beim Grubbern?

Beitragvon Maulwurf_13 » Mo Nov 18, 2013 12:33

[quote="NobbyNobbs] Auch richtig. Aber man muss doch da klar unterscheiden. Bei jedem Arbeitsgerät -außer dem Pflug- läuft der Traktor überirdisch und verteilt seine Masse gleichmäßig über 2 x 2 Räder. Da wird kein Bereich deutlich stärker beansprucht als der andere. Beim Pflügen aber schon und zwar über die Schrägstellung des Schleppers, weshalb automatisch ein großer Teil der Masse in die Furche verlegt wird. Zudem ist der Schlupf deutlich größer -> Verschmieren -> Sohlenbildung.[/quote]
AB Pflug? Kennst du nur 1 Schar Pflüge? :lol:
Rechne mal den Druck aus der durchs anheben von z.B. 30 cm Erde auf das Schar entsteht.
Durch geeignete Maßnahmen + vernünftige Bearbeitungszeitpunkte + xyz kann man dies verringern oder nahezu ausschließen.
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