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Platinenreparatur Melkanlage

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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24 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Platinenreparatur Melkanlage

Beitragvon Hessen-Sibirier » Fr Okt 05, 2018 10:33

Habe grade das Problem, daß zwei Steuerplatinen der Pulswerke im SAC-Melkstand ausgefallen sind. Melke dort mit Notpulsator ohne Abnahme.
Der Werkskundendienst tauscht die Platinen nur noch gegen neue aus, weil angeblich ab einer bestimmten Seriennummer nicht mehr reparierbar... :?
Nun kosten die Teile mal eben die Kleinigkeit von ~450€ +Mwst.
Meine Frage hat jemand Erfahrungen mit den Platinenreparaturen von melktechnik-discount oder guuck ?
Bei letzteren habe ich gestern angerufen, die haben derzeit Bearbeitungszeiten von 4 Wochen und berechnen allein für die Prüfung der Platine schon 75€.
Der Mitarbeiter meinte, wenn ich die neue Platine für 500€ kriegen kann, solle ich mir lieber die neue kaufen. Klang nicht sehr überzeugend für mich.. :?
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Re: Platinenreparatur Melkanlage

Beitragvon µelektron » Fr Okt 05, 2018 11:30

Die Elektronikerstunde kostet derzeit zwischen 75 und 150 EUR und in der Fehlersuche ist ne Stunde schnell durch. Häufige Fehlerquelle alter Elektronik sind die Elektrolytkondensatoren, die kannst Du optisch selbst prüfen, wenn die stinken, aufgebläht sind oder verformt eben tauschen, der Wert steht drauf.

Mach mal Bilder von Ober- und Unterseite der Leiterplatte, möglichst hoch auflösend und stell sie hier ein.
Bauteilbeschriftungen sind auch oft aufschlussreich, also soweit erkennbar abtippen, ggf. Exceltabelle
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Re: Platinenreparatur Melkanlage

Beitragvon Hessen-Sibirier » Fr Okt 05, 2018 21:10

Wie könnte ich bei diesem Thema einem user mit Namen µelektron diesen nachvollziehbaren Wunsch nicht erfüllen... :wink:
Hier die Bilder:
PA050251.JPG

PA050252.JPG

Auf der Rückseite kann man deutlich die Feuchtigkeitsflecken im unteren Bereich erkennen, vielleicht liegt da die Ursache.
Für ein Platinchen von 7x7 cm finde ich die Preisgestaltung schon ambitioniert. Aber das ist das Thema "Ersatzteilpreise für Melkanlagen".
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Re: Platinenreparatur Melkanlage

Beitragvon Manfred » Fr Okt 05, 2018 21:22

Erstmal gründlich reinigen, gut trocknen lassen und dann nochmal versuchen.
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Re: Platinenreparatur Melkanlage

Beitragvon Falke » Fr Okt 05, 2018 21:26

Manchmal hat man bei solchen Fehlern Glück, und es ist was ganz banales, wie eine durchgebrannte Sicherung (z.B. wg. Überspannung bei einem Sommergewitter ...)

Das wäre da das runde schwarze Ding rechts unten mit der Aufschrift FUSE M 1,25A. (Sicherung mittelträge 1,25 Ampere)
Durchgang mit einem Multimeter messen, ob o.k.

(ich will aber nicht zu viel Hoffnungen wecken - meist sind es weitere fehlerhafte Bauteile auf der Platine, die die Sicherung erst zum Durchbrennen gebracht haben).

A.
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Re: Platinenreparatur Melkanlage

Beitragvon agrarflächendesigner » Fr Okt 05, 2018 21:27

Würd den Fehler unten rechts (obere bild) suchen. Prüfe doch mal den durchgang der Sicherung. Was sind die beiden Bauteile daneben (rechts davon)?? Varistor? Ist leider schlecht zu erkennen. Sind di Bauteile mechanisch i.O??
Ansonsten die suche nach der nadel im heuhaufen. Wenn der µC/FPGA was abbekommen hat ist eine Reparatur eh schwer....

Oh, Falke war schneller :D
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Re: Platinenreparatur Melkanlage

Beitragvon Birlbauer » Fr Okt 05, 2018 22:05

Wenn Du zwei defekte Platinen hast, macht es Sinn, Bilder von beiden einzustellen.
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Re: Platinenreparatur Melkanlage

Beitragvon Ecoboost » Fr Okt 05, 2018 23:02

Hallo,

frage mal ggfs. hier nach:
http://www.reithmair-elektronik.de/

Gruß

Ecoboost
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Re: Platinenreparatur Melkanlage

Beitragvon µelektron » Sa Okt 06, 2018 8:28

Ja, die Sicherung wäre n Kandidat, das Mäuseklavier oben links aber auch, mal die Schalterchen paarmal hin und her, Schaltkontakte können oxidieren.
Isopropanol zur Reinigung gibts im Baumarkt, mit ner Zahnbürste mal drüber gehen.

Der Glanz kann auch von Schutzlack kommen, hab ich bei einem meiner Produkte mal machen lassen um Kondenswasser und Schmutz von wichtigen Bauteilen fern zu halten.

Die schwarze Perle könnte n Tantal Kondensator sein

Ist ansich schon auf Dauerhaftigkeit gebaut, Keramikkondensatoren, LM324 Urgesteine, aufgeräumtes Layout.

Ich weiß, so Ersatzteilpreise stoßen immer auf Unverständnis, kenn die Diskussionen zu genüge. Die Leiterplatte kostet in der Fertigung grob geschätzt 20 EUR maximal, wie da einer auf 500 EUR kommt ist schwer vermittelbar.
Das fängt schon an bei Entwicklung, erstmal hat man ne Idee und hängt zig Stunden rein für n Prototyp auf Punktraster, Softwareentwicklung für Controller etc.. Irgendwann läuft das Ding, dann baut man Vorserienprototypen, also das ganze ins CAD, kleine Serie Fertigungsdaten generieren prüfen usw..
Dann geht man in die Prüfung, EMV ist n großes thema, das ganze Ding soll ja ausfallsicher und störfest sein, damit wenn dem Melker sein Handy klingelt die Kühe nicht an die Decke springen z.B.. Evtl. wieder zurück ans Reißbrett und von vorne, so dreht man dann 2-3 Runden bis man die Kiste auf die Menschheit los lassen kann.
Die Entwicklung von dem kleinen Ding würde grob überschlagen bei 40-50000 EUR kosten, eher mehr. Dann teile das Durch die Stückzahlen die Du verkaufst, hau noch IHK, Fiskus, Steuerberater, div. Kosten mit drauf, noch n kleiner Verdienst und Du bist bei 500,-. Das sind halt keine MP3-Spieler die millionenfach produziert werden.
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Re: Platinenreparatur Melkanlage

Beitragvon Hessen-Sibirier » Sa Okt 06, 2018 10:29

Danke erst mal an alle für das feedback ! :prost:
Habe heute morgen die Rückseite mit Brennspiritus und Wattestäbchen gereinigt, der Erfolg war eher mäßig. Ist wohl wirklich der Schutzlack.
Die Lötstellen sehen aber nicht wirklich schlecht aus (zugegebenerweise oberflächlich betrachtet).
Die Sicherung hat Durchgang, die Mikroschalter habe ich paar mal hin und her geschaltet und Kontaktspray in vertretbarer Dosis drauf gemacht.
Die Kontakte der Steckplätze sehen alle blank und gut aus, habe ich auch nochmal mit der feinen Messingbürste behandelt.
Die Platine wieder ins Gehäuse gebaut. (was ne ziemlich usselige Pfriemelei ist) Resultat: Es geht nicht !
Werde Montag mal bei Reithmair und bei ner hiesigen Adresse nachfragen, glaub aber nicht wirklich, daß ich da was bezwecken kann.´Wenn der Leidensdruck noch bißchen steigt, bleibt mir wohl nix anderes übrig als neue Teile zu kaufen.
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Re: Platinenreparatur Melkanlage

Beitragvon agrarflächendesigner » Sa Okt 06, 2018 11:23

@µelektron:
Kosten sind nicht nur die Entwicklung und die Herstellung. Was viele immer unterschätzen ist die Lagerhaltung. Genau das Teil soll dann 20Jahre lang vorrätig sein. Bei falscher Lagerung ist das teil dann aber auch schrott...
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Re: Platinenreparatur Melkanlage

Beitragvon langer711 » Sa Okt 06, 2018 13:18

Nach 20 Jahren sollten die Entwicklungskosten wohl keine Rolle mehr spielen, sonst läuft woanders was falsch im Unternehmen.
Lagerhaltung... ja.
Da ist dann ein Lagerfach belegt, welches 10 Jahre nicht angerührt wird.
Darin schlummern dann 20-100 Platinen, welche den Hersteller bis hierher 100 Euro gekostet haben.
Das ist Geld, keine Frage.

Würde der Hersteller aber nur die programmierten Chips lagern, bzw. den Chip auf Bestellung mit seinem Programm bespielen, wäre der Aufwand fürs Lager schonmal deutlich minimiert und auf das Know How im Chip/Programm hätte auch noch niemand Zugriff.

Das Platinenlayout, eine Bestückungsliste, ein Schaltplan - alles digital speicherbar und ohnehin schon vorhanden.
Und schon könnte jeder Elektroniker diese Platine nachbauen für überschaubares Geld.

Ich denke, das ist nicht gewollt...
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Re: Platinenreparatur Melkanlage

Beitragvon Doppelgrau » Sa Okt 06, 2018 14:09

langer711 hat geschrieben:Das Platinenlayout, eine Bestückungsliste, ein Schaltplan - alles digital speicherbar und ohnehin schon vorhanden.
und schon könnte jeder Elektroniker diese Platine nachbauen für überschaubares Geld.


Leider ein großer Irrtum (und einer der Probleme der Ersatzteilhaltung), die Komponenten gibt es teilweise nach ein paar Jahren nicht mehr mit den Spezifikationen ...
Gerade bei Mikrocontroller, ADC usw. sind nicht beliebig austauschbar.

Also muss man dann entweder die Teile/Platinen aufwendig lagern, dass die Reserve lang genug hält (z.B. Schutzgasatmosphäre, enges Temperaturfenster) oder alle paar jahre die Platine für eine Kleinserie neu anpassen.
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Re: Platinenreparatur Melkanlage

Beitragvon Hessen-Sibirier » Sa Okt 06, 2018 15:30

Nur mal so. Die Unico 2 Melkeinheit wird nahezu unverändert heute noch genau so verkauft wie vor ~ 20 Jahren als sie entwickelt wurde.
http://de.sacmilking.com/produkte/acces ... ico-2.aspx
Habe vor fünf Jahren 4 neue Einheiten dazu gekauft. Die Platinen sind auf-und abwärts kompatibel.
Weiß jetzt nicht wieviele Einheiten SAC davon produziert hat, aber ne Kleinserie kann das nicht sein.
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