Hallo, wir haben in unserem Pferdestall eine Umlaufpumpe mit einem Heizstab, damit die Leitungen im Winter nicht einfrieren können. Leider funktioniert dieses System seit diesen Winter nicht mehr richtig. Wir hatten die vergangenen Nächte um -6° C und die Leitungen sind alle eingefroren. Die Pumpe und der Heizstab funktionieren aber soweit. Jetzt ist guter Rat teuer. Das System ist jetzt fast 20 Jahre alt. Meine Frage ist, hatte vielleicht jemand hier schon ein ähnliches Problem? Wir haben hier sehr Kalk- und Eisenhaltiges Wasser und dementsprechend auch viele Ablagerungen in den Leitungen. Kann es vielleicht sein, dass deshalb die Pumpe es nicht mehr schafft genügend Umlauf zu erzeugen? Bin für jede Hilfe dankbar.
Aluhut Akbar ! Die Bundestagsabgeordneten sind nicht die Elite des deutschen Volkes, sondern dessen Vertreter. - Michael Glos
Hallo, das merkst doch ob bei jedem Verbraucher genügend Wasser ankommt, und ob in der Rücklaufleitung wo das Wasser eine entsprechende menge zurück kommt. Wie würde geprüft ob die Pumpe die Pumpe noch in der Lage ist das Wasser umzuwälzen? Oder wie wird die Pumpe und Heizstab angesteuert?
Wir hatten auch das Problem mit Ablagerungen in den Leitungen. Das merkst du sofort daran, indem du eine Tränke betätigst und guckst wie viel Druck ankommt (Möglichst etwa weiter hinten im Kreislauf). Sollte dort nur ein Rinnsal rauskommen, sind deine Leitungen dicht und es kann dementsprechend nicht genug Wasser umgepumpt werden.
Wenn die Leitungen aus verzinktem Rohr sind, hast du bei einem Zölligem Rohr manchmal nur noch einen Durchfluss von ca. 8 mm. Oder die Pumpe bringt nach 20 Jahren wegen Verschleiß nur noch 1/3 des erwünschten Volumenstroms.
Erkundige dich ob jemand im Bekanntenkreis eine Wärmebildkamera hat. Hab mir letztes Jahr eine SEEK Thermal Compact pro fürs Smartphone um 400 Euro gekauft. Engstellen oder Verstopfungen in den Rohren solltest du damit identifizieren können. Außerdem siehst du wo die Wärme ankommt.
Doch doch, das mit der wärmebildkamera funktioniert. Im Vorlauf hast du deutlich über 0 grad und in Rücklauf hoffentlich innerlich knapp über 0. somit bildet sich ein wärmegradient über die leitungslänge aus. Eine brauchbare Lösung um Fehler in einem umlaufsystem zu finden.
Möglich ist neben den zugesetzten Rohren auch eine Luftblase im System. Da drückt die kleine Pumpe nicht genug, um die weiter zu schieben bzw. wenn die Blase an der Pumpe ankommt, paddelt das Laufrad in der Luft statt im Wasser. Unsere Anlage hab ich vor Jahren schon rausgebaut und durch eine einfache Umwälzpumpe ersetzt. Die wird natürlich im Sommer abgeklemmt und steht leer, damit sie sich nicht mit Eisenschnodder zusetzt.
Vielen Dank für eure Hilfe, auch das mit der Wärmebildkamera hört sich interessant an! Aber ich denke es wird wohl auf eine Erneuerung der Leitungen hinauslaufen. Ich wollte sowieso schon länger noch zusätzlich beheizte Tränken einbauen, wäre wohl eine Gelegenheit beides zu verbinden.
Aluhut Akbar ! Die Bundestagsabgeordneten sind nicht die Elite des deutschen Volkes, sondern dessen Vertreter. - Michael Glos