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Psycho in Sachsen- Anhalt

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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24 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: Psycho in Sachsen- Anhalt

Beitragvon ExLW » Fr Apr 22, 2016 6:59

Todde hat geschrieben: ob dann der ökologische Landbau endlich verschwindet,


Der Ökolandbau kommt immer mehr in die Klemme, je mehr die Standards für konventionell angehoben werden. Die selbstgeschaffenen Uralt-Regeln des Ökolandbaus sind völlig erstarrt. Bei genauem Hinsehen hat nämlich der Ökolandbau auch Umweltprobleme und vor allem Tierschutzprobleme; ich weiss von einem Insider, dass seit Jahren alles versucht wird, diese unter den Teppich zu kehren.

Wenn der LEH die Standards setzt, dann muß auch der Ökolandbau nachziehen, sonst wird auch er ausgelistet und die fehlende Premiumware kommt vom Weltmarkt.


Todde hat geschrieben: Mehr Ökolandbau bedeutet mehr Vieh

Mehr Ökolandbau bedeutet weniger Vieh, und z.B. fast keine Schweine, weil dafür die Futtergrundlage fehlt.

Der LEH wird die Ware, die er für seine Regionalprogramme nicht ausreichend vor Ort bekommt, einfach ausschreiben.
Da die deutsche Landwirtschaft (genauer : der BV) nicht genug von dem produzieren möchte, was die Käufer verlangen, wird die fehlende Menge zwangsläufig durch Importe gedeckt, möglichst zollfrei natürlich.
Dann hat der LEH sein Ziel erreicht, und die weltweit arbeitsteilige Produktions- und Vermarktungsstruktur ist optimiert.
Mission Accomplished - Bauern weg vom Fenster.

Leute, Ihr habt es in der Hand, es muß sich so viel ändern, vor allem in der persönlichen Einstellung und der Analyse der eigenen Position in den Marktstrukturen der Zukunft.
Die Landwirtschaft als Sektor hat keinen überzeugenden Business-Plan. Es fehlt grundsätzlich an Kundenorientierung.
Milch darf man nicht ausschütten, oder darin baden. Das ist genau so, als würde Zetsche einen Daimler werbewirksam mit dem Hammer zerdeppern, weil er wegen des Russenembargos weniger verkaufen kann. Irre.


Die Bauern stellen ihre - berechtigten- Forderungen nach besseren Preisen an den falschen Adressaten: der Minister ist Staatsbediensteter, der kauft keine Milch für die Ministeriumskantine. Derweilen lassen sie den zitierten Herrn Breloh sich in Ruhe auf dem Weltmarkt umschauen, wo er seine Lieferungen für 2020 herbekommt. Hier haben einige Bauern-Funktionäre die Marktwirtschaft noch nicht verstanden. DIE fahren den Sektor an die Wand - und nicht die (grünere) Politik.
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Re: Psycho in Sachsen- Anhalt

Beitragvon Todde » Fr Apr 22, 2016 7:25

ExLW hat geschrieben:
Todde hat geschrieben: ob dann der ökologische Landbau endlich verschwindet,


Die selbstgeschaffenen Uralt-Regeln des Ökolandbaus sind völlig erstarrt.


Die Bio-Gesinnungspolizei
Manche Kritik an Urs Nigglis Aussagen zur Gentechnik ist autoritär. Teile der Umweltbewegung sind so intolerant wie ihre Gegner.


http://www.taz.de/Kommentar-Gentechnik- ... /!5294469/


Und weniger Vieh? Düngen die mit Luft und Druidenliebe?
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
##
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Re: Psycho in Sachsen- Anhalt

Beitragvon borger » Fr Apr 22, 2016 7:27

Todde hat geschrieben:Stellt sich die Frage, ob dann der ökologische Landbau endlich verschwindet, denn nach der Forderung der GreenNGOs wird dieser in Deutschland ja nicht möglich sein.
Mehr Ökolandbau bedeutet mehr Vieh, momentan haben wir viel zu wenig, Dünger aus geschredderten Greenpeace hochglanz Werbeprospekten wird nicht ausreichen.


Das Verschwinden des Öko-Landbaus würde ich mir nicht wünschen. Ganz im Gegenteil, es dürfte sogar noch etwas mehr werden. Egal ob berechtigt oder nicht, man muss die Bedenken der Verbraucher ernst nehmen und deshalb brauchen sie eine verfügbare Alternative: Bio. Da reicht schon eine kleine Dekadenzelite, die das Zeug tatsächlich kauft. Hauptsache, es ist verfügbar.
Denn der Nebeneffekt ist: Solange Bio verfügbar ist, kauft jeder Konsument die „pestizidgetränkten“ Lebensmittel freiwillig und auf diesen kleinen Umstand muss man ihn immer wieder hinweisen.
Wäre das nicht so, gäbe es diese Bio-Alternative nicht, der Widerstand gegen die moderne Landwirtschaft würde enorm zunehmen. Denn dann wären die Verbraucher tatsächlich zur Aufnahme „pestizidgetränkter“ Lebensmittel gezwungen und jeder Zwang löst Abwehrreaktionen aus.
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Re: Psycho in Sachsen- Anhalt

Beitragvon ExLW » Fr Apr 22, 2016 10:47

Die Differenzierungs- und Optimierungsbestrebungen im LEH sind schon krotesk. Ich habe manchmal den Eindruck, dass die etwa 5 % ihres Sortimentes pro Woche austauschen. Jetzt haben sie bei uns im Rewe einen Art Staatenlinie, wie schon lange beim Wein. Je ein Display für Japan , Thailand , Russland, usw. die ganze Breite. Das ist speziell für die Klientel, die a) schon mal da war und b) Kohle hat, sonst wären sie ja nicht schon da gewesen. Der typische Billigkäufer geht da nicht hin, der weiis gar nicht was das für Produkte sind (ich auch nicht).

Insofern glaube ich, dass Bio allein deshalb schon da bleiben wird, damit diese Polarisierung zwischen gut und besser erhalten bleibt. Ein bisschen Snob : ICH kauf NUR Bio....(soll heissen: Ich bin aufgeklärter als DU!) Alles Psycho-Kram.
Nur in Zukunft wird neben Bio Premium kommen, die Eigenlogos von Rewe und Co. Die stehen als Firma gerade für die Produkte, die sie hier verkaufen. Skandale müssen ausgeschlossen sein. Deshalb werden alle Produkte strengen Vorgaben und Kontrollen unterworfen. Wie dieser Hipp-Onkel aus der Werbung "mit meinem guten Namen"... Das wird so kommen, glaube ich. Dann gibt es drei Warengruppen: Konv, Bio und Premium. Und alle drei geschichtet nach Blutig, Vegtarisch und Vegan. Eine Matrix 3x3.

Und auf diesen Weg ihrer Käufer in die Zukunft ist die D-Lw nicht vorbereitet, hat auch offensichtlich kein Interesse. Rewe soll gefälligst kaufen, was es gibt, und nicht was es will. Wo kämen wir da hin, wo andere bestimmen könnte, was produziert wird.

Na denn weiter viel Spass beim Export von Überschüssen. Bringt ja mehr als an die doofen Rewe`s, die einem immer nur Vorschriften machen wollen. So als würden die was von Landwirtschaft verstehen. WIR sind die Profis, nicht DIE. Sorry, wenns sarkastisch klingt, aber ich hatte kürzlich so einen am Telefon. Dem konnte ich aber nicht sagen, was ich wirklich denke.

Lieber Einheitsware in großen Mengen für den unendlich aufnahmefähigen Weltmarkt. Nur die Tonnen zählen. Alles andere ist Kleinkram. So hats das Präsidium des Bauernverbandes beschlossen, und so wird´s gemacht. Basta! Und jetzt wird mit der Politik über die gerechten Preise verhandelt! Der Minister ist ja schliesslich dafür da! Die Delegationen werden gerade zusammengestellt, und in NRW hat es ja schon prima geklappt.

Sorry, aber ich hab ein Problem mit der vorherrschenden Denke. Das gilt für niemandem hier im Forum! Ich bin froh, dass das jemand liest, und widerspricht, manchmal zustimmt, mir geht es darum meine eigenen Einstellung zur Debatte zu stellen.
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Re: Psycho in Sachsen- Anhalt

Beitragvon T5060 » Fr Apr 22, 2016 11:03

Wenn die so blöd ist wie unsere Priska dann gehts doch.
Kommen halt alle Komamelker ins psychatrische Krankenhaus.
Hat beim Honecker auch schon geklappt.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Psycho in Sachsen- Anhalt

Beitragvon LUV » Fr Apr 22, 2016 11:10

ExLw, du musst schon unterscheiden zwischen Anbaumöglichkeiten und Verarbeitungsform der Produkte.
Wie soll ein Produkt in diesem Lande erzeugt werden, das hier nicht wachsen kann? Die Kartoffel wird deshalb nicht besser, nur weil Rewe sie nun anderes präsentiert. Die Kartoffel wird vom Markt verdrängt, weil die Käuferschicht der Selbstschäler und Selbstkocher schwindet-Lifestyle. Wenn man dann Reis und Nudel dem Kunden als Alternative anbietet, und der aufgrund seiner Unkenntnis in der Behandlung der Kartoffel, darauf zurückgreift, dann kann der deutsche Kartoffelbauer noch lange nicht auf Reis und Durum-Weizen umstellen.
Das witzige daran ist dann noch, dass dieser REWE eben nicht hergeht und laut propagiert: "Leute kauft regionale deutsche Kartoffeln", sondern die Nudel und den Reis in die Regale füllt.....Naivität ist, wenn man trotzdem an den LEH glaubt.
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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Re: Psycho in Sachsen- Anhalt

Beitragvon xyxy » Fr Apr 22, 2016 11:18

T5060 hat geschrieben:Wenn die so blöd ist wie unsere Priska dann gehts doch.
Kommen halt alle Komamelker ins psychatrische Krankenhaus.
Hat beim Honecker auch schon geklappt.

In Rheinpfalz bekommt die Landwirtschaft einen ganz neuen Stellenwert, gleich zwei Lawiminister :klee:

Höfken für Bio und die Konvis bekommen es mit dem Staatsanwalt zu tun :mrgreen:
Zuletzt geändert von xyxy am Fr Apr 22, 2016 11:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Psycho in Sachsen- Anhalt

Beitragvon ExLW » Fr Apr 22, 2016 11:27

LUV hat geschrieben:ExLw, du musst schon unterscheiden zwischen Anbaumöglichkeiten und Verarbeitungsform der Produkte.

Stimmt, das habe ich noch nicht richtig bedacht.....unser Produktionsprogramm ist verdammt begrenzt - trotz Böden und Klima, die weltweit gesehen sehr gut sind. hmmm ...

Süßkartoffeln scheinen nur gärtnerisch zu gedeihen...?
Schon mal an eine low-carb-Kartoffel gedacht? Das wär mal was für die Züchtung?

+++++
OT, so jetzt gehts zum Einkauf: Fleisch, Käse, Wurst, nachher wird gegrillt. Ich ess das, was hier produziert wird, schon immer. Früher haben wir selbst die Sau geschlachtet, das müssen jetzt halt andere machen.
Zuletzt geändert von ExLW am Fr Apr 22, 2016 11:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Psycho in Sachsen- Anhalt

Beitragvon xyxy » Fr Apr 22, 2016 11:30

ExLW hat geschrieben:Schon mal an eine low-carb-Kartoffel gedacht? Das wär mal was für die Züchtung?

..die sich selbst schält, keinen Dreck in der Küche macht und in 5 Minuten gar kocht!
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