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Quecke aus Raps

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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18 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Quecke aus Raps

Beitragvon Farmer79 » Di Aug 17, 2010 20:57

Habs zwar schon in einem anderen Beitrag gefragt, aber leider noch keine Antwort,
deshalb jetzt nochmal extra.

Ich möchte auf einem Sommergerstenschlag dieses Jahr Raps anbauen.
Teilweise hat sich dort aber die Quecke breit gemacht. Aufgrund der späten
Ernte in diesem Jahr kann ich wohl nicht mehr mit Glyphosat abspritzen da
mir sonst die Zeit wegrennt....
Bekomm ich die Quecke später im Raps noch gut raus, z.B. mit Fusilade Max?

Vielleicht hat wer Erfahrung, dieses Problem hatte ich noch nicht.
Wie waren die Ergebnisse?
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Re: Quecke aus Raps

Beitragvon schakschirak » Di Aug 17, 2010 21:31

Quecke bekommst du in keiner Hauptfrucht vollständig raus, nichtmal in SM, in Sommergerste mit der Herbizidbehandlung sowieso nicht. Ggf. kann sie an der Ausbreitung gehindert werden.
Ich bekomm sie nach, bzw. vor einer Hauptfrucht bisher sehr erfolgreich raus. Gibt da mehrere Möglichkeiten.
1. Bei Getreide mit zugelassenem Totalherbizid kurz vor dem Druschtermin : Anwendung ab BBCH 89 (Vollreife), Kornfeuchte < 25%, Fingernagelabruck bleibt im Korn erhalten
(ab diesem Stadium sind keine Ertragseinbußen zu erwarten). Nicht bei Braugerste oder Saatgetreide anwenden, ist eigentlich klar und das Stroh kann nicht für Kultursubstrate ( wie Pilzzucht usw. ) verwendet werden.
2. Stoppelbehandlung. Warten bis sich nach der Ernte wieder genug Blattmasse etnwickelt hat, dann abspritzen.
3. Unmittelbar vor einer Hauptfrucht, sollte genug Blattmasse der Quecke vorhanden sein.

Auf diese Weise, v.a. Punkt 1 und 2 befreite ich nahezu alle Ackerflächen von Wurzelunkräutern wie Quecke und Distel.

Sieht die Fläche schlimm aus, würde ich einen Hybridraps erst Anfang September drillen und zuvor noch eine Flächenspritzung durchführen. Bis dahin kann sie noch Blattmasse bilden und bekämpft werden ( Punkt 3 ). Wär für mich die beste Variante. Ansonsten Punkt 1-2 befolgen.
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Re: Quecke aus Raps

Beitragvon Farmer79 » Di Aug 17, 2010 21:52

Ja, aus der Sommergerste hab ich die Quecke nicht rausbekommen - klar. Aber die Frage
ist ob das im Raps möglich ist.

Ich hätte auch die unter Pkt.1 beschriebene Variante gemacht, aber ging nicht, da Braugerste
(obs wirklich Braugerste wird - bei dem Sauwetter???).

Der Unterschied von Pkt. 3 zu Pkt. 2 wäre auf eine Stoppelbearbeitung zu verzichten und
einfach warten bis von der Quecke genug Blattmasse da ist, dann abspritzen, warten und
dann pflügen und säen. Richtig verstanden?
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Re: Quecke aus Raps

Beitragvon schakschirak » Di Aug 17, 2010 22:01

Wenn die Gerste bereits gedroschen ist, ist diese, in deinem Fall beste Variante noch möglich :
schakschirak hat geschrieben:Sieht die Fläche schlimm aus, würde ich einen Hybridraps erst Anfang September drillen und zuvor noch eine Flächenspritzung durchführen. Bis dahin kann sie noch Blattmasse bilden und bekämpft werden

ansonsten würde ich es es mit Targa Super 0,75 - 2,0 l/ha oder Fusilade Max 0,75 - 2,0 l/ha versuchen.
Wie gesagt, eine Eindämmung dürfte damit hinhauen, die Fläche von Qecke vollständig befreien kannst du damit sicher nicht.
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Re: Quecke aus Raps

Beitragvon Farmer79 » Do Aug 19, 2010 11:22

Nee Gerste ist eben noch nicht gedroschen, deswegen ja auch der enge Zeitrahmen.

Ich würde schon gerne Raps auf der Fläche anbauen. Ich gehe davon aus das wir am evtl. Morgen oder
dann am Samstag die Gerste dreschen können.
Werde dann versuchen im Raps die Quecke zu bekämpfen, wie du geschrieben hast.

Hast du noch nen Vorschlag zur Bodenbearbeitung?
Ich würde gerne Pflügen, nur da ist die Frage wann kommt die Quecke dann im Raps durch um diese zu bekämpfen?
Oder wäre der Grubber in diesem Fall -nur bezogen auf die Queckebekämpfung- sinnvoller?
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Re: Quecke aus Raps

Beitragvon schakschirak » Do Aug 19, 2010 20:54

Ich würde pflügen, mach ich vor jeder Hauptfrucht. Wichtig ist nur, auf keinen Fall fräsen oder mit einer Scheibenegge bearbeiten. Die Rhizome sind in der Lage pro Jahr bis zu 1m in alle Richtungen auszuwachsen. Mit einer Fräse oder Scheibenegge werden die zerschnitten und weiter verteilt. Die Teilstücke sind extrem regenerationsfähig und können neue Pflanzen bilden, dann ist das Chaos perfekt.
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Re: Quecke aus Raps

Beitragvon Crazy Horse » Do Aug 19, 2010 23:18

schakschirak hat geschrieben:Ich würde pflügen, mach ich vor jeder Hauptfrucht. Wichtig ist nur, auf keinen Fall fräsen oder mit einer Scheibenegge bearbeiten. Die Rhizome sind in der Lage pro Jahr bis zu 1m in alle Richtungen auszuwachsen. Mit einer Fräse oder Scheibenegge werden die zerschnitten und weiter verteilt. Die Teilstücke sind extrem regenerationsfähig und können neue Pflanzen bilden, dann ist das Chaos perfekt.



Jetzt erzähl mal nicht solche Horrorgeschichten! Du kannst mit ner Fräse oder ner Scheibenegge die Quecke nicht quer über den ganzen Acker verteilen. Die Quecke ist normalerweise lokal begrenzt und kann sich vor allem dort etablieren, wo der Boden stark verdichtet ist und immer nur sehr flach gearbeitet wurde.

Wenn Du mit Flügel- oder Gänsefußscharen etwas tiefer grubberst (so 20-25cm) und das Ganze ein paar Wochen später wiederholst, reißt Du die Rhizome (diese langen Schnüre) raus. Dann bleibt nicht mehr viel von der Quecke übrig.
Bei stärkerem Queckenbesatz ist es aber ratsam, die Flächen zuvor mit einem Glyphosat abzuspritzen.
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Re: Quecke aus Raps

Beitragvon hans g » Fr Aug 20, 2010 7:06

schakschirak hat geschrieben: Mit einer Fräse oder Scheibenegge werden die zerschnitten und weiter verteilt. Die Teilstücke sind extrem regenerationsfähig und können neue Pflanzen bilden, dann ist das Chaos perfekt.

das stimmt so nicht---bei mir wars so,dass ich die quecke mit dem EINREIHER beim RÜBENRODEN im nassen herbst aufm acker verteilt habe(wobei die ursache wohl in bauarbeiten für nen MAST der 380kv leitung lag)--mit den GÄNSEFÜSSEN am grubber konnte man aber einiges wieder wett machen.
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Re: Quecke aus Raps

Beitragvon Farmer79 » Fr Aug 20, 2010 7:18

So wie schakschirak das erzählt wurde es mir auch gelehrt - auf keinen Fall Fräse.
Zu sagen wäre vielleicht ergänzend das durch dieses bearbeiten die Quecke nur gering
verteilt wird aber durch das zerschneiden eben stark vermehrt wird.

Ich hab nen Gänsefußschar, den werde ich wohl als Sofortmaßnahme einsetzen.
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Re: Quecke aus Raps

Beitragvon euro » Fr Aug 20, 2010 8:09

Glyphos ist doch scheissbillig, würde jetzt schon in der stehenden Sommergerste fahren und nach der Ernte eventuel grüne Stellen nachbehandeln.
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Re: Quecke aus Raps

Beitragvon Farmer79 » Fr Aug 20, 2010 8:27

Wie oben schon erwähnt darf man bei Braugerste nicht in den Bestand spritzen...
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Re: Quecke aus Raps

Beitragvon schakschirak » Fr Aug 20, 2010 8:50

Crazy Horse hat geschrieben:Du kannst mit ner Fräse oder ner Scheibenegge die Quecke nicht quer über den ganzen Acker verteilen. Die Quecke ist normalerweise lokal begrenzt und kann sich vor allem dort etablieren, wo der Boden stark verdichtet ist und immer nur sehr flach gearbeitet wurde.


Hatte ich was geschrieben von " quer über den ganzen Acker verteilen " ?
Meine Empfehlung an Deutz Fan war, er möge in seinem Fall die Finger von der Fräse oder Scheibenegge lassen, da sie dadurch nunmal vermehrt wird.
Wenn jemand meint er müsse einen mit Quecke belasteten Acker fräsen, soll er das tun. Ich werde keinen daran hindern.

Ich hab nen Gänsefußschar, den werde ich wohl als Sofortmaßnahme einsetzen

Wenn du vor der Rapsaat wie geplant pfügen solltest, kannst du danach mit einem Kultivator ( falls du noch einen hast ) 2 mal drüberfahren. Damit ziehst sie auch an die Oberfläche. Allerdings dann ohne Kreiselegge drillen, sonst wirds zu feinkrümlig und kann verschlämmen.
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Re: Quecke aus Raps

Beitragvon Crazy Horse » Fr Aug 20, 2010 10:31

Mit ner Scheibenegge oder Fräse kommst Du natürlich nicht weit auf verquecktem Boden, weil die einfach nicht tief genug arbeiten. Die zerschneiden zwar das Rhizom, zerstören es aber nicht nachhaltig, so dass die Quecke immer wieder austreiben kann.

Wenn Du aber 2-3 mal den Boden (und insbesondere die verqueckten Stellen) gut durchgrubberst und der Boden anschließend gut abtrocknen kann, bist Du die Quecken recht schnell los.

Natürlich kann man die Flächen zuvor mit Glyphosat abspritzen (ist vielleicht auch anzuraten), aber das beseitigt nicht das eigentliche Problem, und das sind nun mal die Bodenverdichtungen (vor allem auf tonigen Boden). Man sollte auch nur dann grubbern, wenn der Boden gut abgetrocknet ist und der Grubber sich gut durch den Boden ziehen lässt (keine Gewaltmaßnahmen). Das ist dieses Jahr ein wenig ein Problem.

Lass Dir Zeit für ne vernünftige Bodenbearbeitung und greif im Zweifel lieber zu einer Hybride, falls es mit der Aussaat etwas später werden sollte dieses Jahr!
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Re: Quecke aus Raps

Beitragvon schakschirak » Fr Aug 20, 2010 18:54

Ich hoffe crazy Horse ist mir nicht böse. Aber ich kann Deutz Fan nur raten die Punkte meiner letzten Beiträge die nächsten 2 Jahre auf seinem Acker genauso umzusetzen.
Dann kann er sich sicher sein, dass er seine Quecke am schnellsten wieder los wird.
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Re: Quecke aus Raps

Beitragvon Crazy Horse » Fr Aug 20, 2010 20:48

schakschirak hat geschrieben:Ich hoffe crazy Horse ist mir nicht böse. Aber ich kann Deutz Fan nur raten die Punkte meiner letzten Beiträge die nächsten 2 Jahre auf seinem Acker genauso umzusetzen.
Dann kann er sich sicher sein, dass er seine Quecke am schnellsten wieder los wird.


Ich bin Dir kein bisschen böse, allerdings wird Dir ein Kultivator (ne leichte Federzinkenegge) rein gar nichts bringen, weil der Boden durch den vielen Regen noch viel zu batzig ist. Da knallen Dir auf unseren schweren Böden reihenweise die Zinken ab.
Ich bin heute in die Äcker, in die Raps reinkommt, nochmals mit der etwas stabileren Großfederzinkenegge rein, damit der Boden etwas besser durchlüftet wird und er besser abtrocknen kann. Wenn ich Glück hab, sind die Äcker bis morgen Abend soweit abgetrocknet, dass ich mit KE und Sämaschine reinkann, ansonsten darf ich am Sonntag noch säen, weil danach wieder ne Schlechtwetterperiode kommt. Dieses Jahr ist einfach grausam.
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