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Radlader für kleinen Pferdehof

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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Radlader für kleinen Pferdehof

Beitragvon Ludger » Fr Dez 22, 2006 21:13

Moin,
bin neu hier und habe gleich eine Frage:

Hat jemand von Euch Erfahrung mit einem Kramer 411S Radlader Bj. ca. 1980.
Wir sind halt auf der Suche nach einem günstigen Lader und haben einen solchen angeboten bekommen.
Worauf muss man bei einer Besichtigung/Probefahrt achten?

Danke schonmal.
Ludger
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Beitragvon broitbeil » Sa Dez 23, 2006 8:28

Also der 411 ist schon eine recht alte Kiste. Der Nachfolger 412 (ich galube ab 84?) ist deutlich moderner (niedriger, wendiger, mehr Hubkraft). Preislich kenne ich dein Angebot nicht, aber über 5000€ würde ich für einen 411 nicht zahlen, selbst bei bestem Zustand.
Schwachpunkte:
-Zum Deutz-Motor ist ja hier schon genug geschrieben. Kramer baut keine Flammstart ein, also muss Anlasser und Batterie gut sein.
-In den Getrieben (Sind mehrere, Bedienungsanleitung zu Rate ziehen !)muß genug Öl drin sein, sonst sind die Kupplungen kaputt.
- Beim Fahren gegen eine Wand muß der Radlader auf Betonbahn durchdrehen, dieser Test muß bei warmem Öl durchgeführt werden !

- Hauptschwachpunkt sind die Kreuzgelenke der Hinterachse. Kostenpunkt ca. 1500€. Die kann man auch ausbauen, aber dann hat man eben nur noch Frontantrieb. Zum Test je ein Hinterrad aufbocken, und dann mit einem Hebel die Kreuzgelenke auf spiel prüfen.
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Beitragvon Pissed Squirrel » So Dez 31, 2006 12:32

Servus Ludger.

Hab zwar nicht die große Erfahrung mit nem 411-er, kenne dafür jedoch einen 400-er aus dem ff. Von der Bauweise her sind sie ja identisch.

Die Kramer sind dank der glenkten Hinterachse sehr wendig und gut zu fahren. Kein Vergleich zum Knicklenker. Ihre Hubhöhe ist ca. 15 cm höher als bei vergleichbaren neueren Modellen. Der Deutz Motor ist ja bekannt und bei unserem Lader (38.000 Bh) hat es noch keine Überraschung gegeben. Lediglich die Kurbelwelle wurde vor 13.000 Bh neu gelagert und neue Ventile verbaut.
Ein Schwachpunkt, neben den Kreuzgelenken, ist die Kardanwelle zwischen Motor und Getriebe. Die ist alle 2000 Bh fällig. Ist aber kein Beinbruch, bekommt man bereits für ca. 70 € neu und ist schnell ein- und ausgebaut.
Wegen des besseren Startverhaltens haben wir eine 100 Ah Batterie (12 Jahre alt) verbaut. Seitdem gibt es keine Probleme mehr.
Ein weiters Problem, kann jedoch auch nur auf unserem Betrieb so sein, ist die Lenkstange. Bei großer Beanspruchung in unebenem Gelände kommt es öfters vor (Alterserscheinung?), daß sie bricht. Eine neue würde über 1.500 € kosten (nach 5-stündiger Suchaktion bei "Kramer", die wußten nämlich nicht mehr, daß sie auch einen 400-er gebaut hatten). Seitdem schweißen wir sie jedesmal selber zusammen. Ist aber auch kein Problem.
Wir haben auch noch einen Knicklader, aber wenn mein Vater und ich kein spezielles Anbaugerät davon benötigen, nehmen wir zu 90% freiwillig den alten Kramer (Kabine abgebaut), da er sich einfach besser fährt (höhere Sitzposition, bessere Übersicht, keine Überhänge. Kurz gesagt, ich kann nur dazu raten, wenn man nicht zu viel Geld ausgeben will.

So, genug geschrieben. Jetzt wünsche ich allen Teilnehmern bei Landtreff.de noch einen guten Rutsch und schönes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr.
Wasser ist auch gut für die Seele. (aus "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint Exupéry)
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Beitragvon broitbeil » Mo Jan 01, 2007 11:16

Das mit der Gelenkwelle zwischen Motor und Getriebe ist auch wichtig, dass hatte ich vergessen. Kommt aber meiner Ansicht daher, das man die nur im Ausgebauten Zustand schmieren kann. Im Eingebauten Zustand braucht man eine Fettpresse mit kleinerem Kopf.
Auch die Verzahnung dieser Gelenkwelle zum Wandler schlägt gerne aus. Das solltest du auch kontrollieren, sonst muß die Welle im Wandler auch raus !
Aber ich will dir keine Angst machen, so ein Kramer ist die zuverlässigste Maschine, die man auf einem Hof haben kann. Aber nach 15-20.000 BStd (auf dem Bau nicht selten) zeigt sich auch Verschleiß.
broitbeil
 
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