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Referat - Praxiserfahrungen Sojabohne

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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18 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Referat - Praxiserfahrungen Sojabohne

Beitragvon L-Stanley » Di Nov 19, 2013 14:07

Hallo,

Habe ein Referat zum Thema Sojabohne, speziell zu dem Krankheiten der Sojabohne.

Wenn mir jemand, kurz seine Praxiserfahrungen schreiben könnte, oder gute Bücher bzw. Homepages empfehlen ?

Da ja eher das Unkraut Probleme macht - hat jemand schon mal von Mulchsaat bei Soja gehört ?

Danke,
Lg Lukas
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Re: Referat - Praxiserfahrungen Sojabohne

Beitragvon Schnortz » Di Nov 19, 2013 20:14

Bio Bauer Wenz baut Soja per Direktsaat an
http://www.eco-dyn.de/
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Re: Referat - Praxiserfahrungen Sojabohne

Beitragvon Toronto » Di Nov 19, 2013 21:19

Als langjähriger Sojaanbauer (über 20 Jahre) kann ich dir da sicher helfen!
Außer bei den Krankheiten, da gibt es nämlich in Europa so gut wie keine....

Mulchsaat ist problemlos, mit Scheibenscharen angesät versteht sich.

Unkraut ist natürlich ein Thema, keine Frage. Das einzige wirkliche Problem in Soja ist der Schwarze Nachtschatten (Solanum nigrum). Der sollte beim Drusch nicht in der Soja sein (Einzelpflanzen gehen noch), sonst verklebt das Erntegut (und die Siebe des MD) und verfärbt sich rot. Melde, Gänsefuß und Hirsen sind die anderen häufigsten.
Aber an sich ist die chemische Unkrautbekämpfung trotz der wenigen Möglichkeiten ausreichend gut gelöst.

Ansonsten Anbau (bei uns Triple 0 oder 00-Sorten), um die 100kg/ha. 12,5cm, 25cm, 45cm Reihenweite. Ertraglich wenig Unterschied, beim Unkrautdruck sind engere Reihenabstände besser.
Anwalzen (des Dreschens wegen von Vorteil)
Spritzung VA mit 2kg Artist, oder NA 2x 7,5g Harmony SX und 0,5l Pulsar (Sonderzulassung in Ö, gibt es denke ich in D nicht). Hirse-Spritzung wenn nötig.
Und dann warten bis die Soja reif ist.....

Wenn du noch Fragen hast: einfach stellen;-)
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Re: Referat - Praxiserfahrungen Sojabohne

Beitragvon countryman » Di Nov 19, 2013 22:51

Schäden durch Vögel werden häufig erwähnt...wie arg ist das? Raps wird hier gern von Tauben angegangen, braucht man da überhaupt über einen Versuch mit Soja nachdenken? Abgesehen von der Problematik des Aufbereitens (toasten).
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Re: Referat - Praxiserfahrungen Sojabohne

Beitragvon Schwarzbunte » Di Nov 19, 2013 22:57

Moin, mit welchen Erträgen kann man rechnen?
Wie sieht es mit Hitzestress aus?
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Re: Referat - Praxiserfahrungen Sojabohne

Beitragvon Toronto » Mi Nov 20, 2013 10:40

countryman hat geschrieben:Schäden durch Vögel werden häufig erwähnt...wie arg ist das? Raps wird hier gern von Tauben angegangen, braucht man da überhaupt über einen Versuch mit Soja nachdenken? Abgesehen von der Problematik des Aufbereitens (toasten).


Schäden durch Vögel habe ich bei Soja noch nicht erlebt. Weder Tauben noch Krähen noch sonstige. Weder nach der Saat (wahrscheinlich mögen sie die Bitterstoffe in der Bohne nicht) noch nach dem Auflauf. Hasen und Rehe können da eher ein Problem sein, aber auch eher bei ganz kleinen Feldstücken (1-2ha) an einem Waldrand. Sonst ist der Verbiss nicht schlimm.

Die Problematik des Aufbereitens? Meinst du bei Eigenverfütterung?
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Re: Referat - Praxiserfahrungen Sojabohne

Beitragvon Toronto » Mi Nov 20, 2013 10:44

Schwarzbunte hat geschrieben:Moin, mit welchen Erträgen kann man rechnen?
Wie sieht es mit Hitzestress aus?


Hitzestress war heuer das erste Mal seit 20 Jahren bei Soja zu beobachten (bei Mais und ZR allerdings auch). 2 Wochen mit 35 Grad und vier Wochen ohne Regen bei uns, da ist es auch kein Wunder. Die Ertragseinbussen waren je nach Sorte sehr verschieden: von null bis etwa minus 20%.
Die Erträge bei der Soja sind eigentlich sehr konstant: 3200-4000kg. Bei 00-Sorten auch mal um 500kg mehr.
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Re: Referat - Praxiserfahrungen Sojabohne

Beitragvon countryman » Mi Nov 20, 2013 18:51

bei uns gibt es derzeit halt überhaupt noch keinen Markt für Sojabohnen, daher auch keine Aufbereitungsanlagen.
Interesse an dem Produkt gäbe es schon, da in der Region einige Tierhalter im "Neuland" Markenfleischprogramm arbeiten und heimische Eiweißträger suchen. Für mich als Ackerbauer wäre es eine Alternative zu Ackerbohnen im NRW Fruchtfolgeprogramm.
Rohfütterung ist ja wohl nicht so der Bringer, auch wenn die Schweine nicht gleich tot umfallen.
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Re: Referat - Praxiserfahrungen Sojabohne

Beitragvon Toronto » Mi Nov 20, 2013 19:47

countryman hat geschrieben:bei uns gibt es derzeit halt überhaupt noch keinen Markt für Sojabohnen, daher auch keine Aufbereitungsanlagen.
Interesse an dem Produkt gäbe es schon, da in der Region einige Tierhalter im "Neuland" Markenfleischprogramm arbeiten und heimische Eiweißträger suchen. Für mich als Ackerbauer wäre es eine Alternative zu Ackerbohnen im NRW Fruchtfolgeprogramm.
Rohfütterung ist ja wohl nicht so der Bringer, auch wenn die Schweine nicht gleich tot umfallen.


mit der Rohfütterung hast Recht, die ist nicht der Bringer;-)
Über Nacht einweichen zum entbittern geht, wenn du sie für Speisezwecke verwendest. Wahrscheinlich bei den Tieren auch, aber ob das praktikabel ist ist ein anderes Thema.....

Ich finde es ja echt interessant, daß es in Deutschland so wenige Versuche damit gibt.....
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Re: Referat - Praxiserfahrungen Sojabohne

Beitragvon Bodenseefarmer » Do Nov 21, 2013 4:42

Ein Freund von mir kocht sie eine Nacht in einem alten Kartoffelkocher bevor er sie für die Kühe in den Mischwagen kippt, er ist davon begeistert.....
Traktorfahren mit Bodenseeblick ist ein Genuss
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Re: Referat - Praxiserfahrungen Sojabohne

Beitragvon L-Stanley » Mo Dez 02, 2013 15:52

Toronto hat geschrieben:Als langjähriger Sojaanbauer (über 20 Jahre) kann ich dir da sicher helfen!
Außer bei den Krankheiten, da gibt es nämlich in Europa so gut wie keine....

Mulchsaat ist problemlos, mit Scheibenscharen angesät versteht sich.

.......
Wenn du noch Fragen hast: einfach stellen;-)


Danke Toronto, die Krankheiten können aber bei vermehrten Anbau eingschleppt werden - soweit ich weiß ??

Weißt du da, welche für Europa heikel wären ?

Toronto hat geschrieben:
...
....Die Ertragseinbussen waren je nach Sorte sehr verschieden: von null bis etwa minus 20%.
Die Erträge bei der Soja sind eigentlich sehr konstant: 3200-4000kg. Bei 00-Sorten auch mal um 500kg mehr.


Kam die Trockenheit erst nach der Blüte ? Soweit ich weiß, braucht Soja ausreichend Wasser von Blügbeginn an ?
Steht deine Soja auch guten Böden ?


countryman hat geschrieben:.... Für mich als Ackerbauer wäre es eine Alternative zu Ackerbohnen im NRW Fruchtfolgeprogramm.
Rohfütterung ist ja wohl nicht so der Bringer, auch wenn die Schweine nicht gleich tot umfallen.


letzes Jahr bei ner Exkursion nach Ungarn (2.000 Mastschweine) hatte der Betrieb eine eigene Röstanlage - wäre das keine Alternative ??




Lg Lukas
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Re: Referat - Praxiserfahrungen Sojabohne

Beitragvon flodeere » Mo Dez 02, 2013 20:43

Bei den Krankheiten ist auf jeden Fall Sklerotinia zu nennen. Kann in manchen Jahren unter ungünstigen Vorraussetzungen (Fruchtfolge) schon ein Problem sein. Ansonsten werden in Soja oftmals verschiedenste Blattflecken gefunden, die auch verschiedenste Ursachen haben können aber so gut wie nie Ertragsrelevant sind.
Tauben, andere Vögel und auch Wild können große Schäden verursachen! Tauben fressen die Keimblätter ab. Krähen ziehen die keimenden Pflanzen aus der Erde. Hasen fressen ganze Sojapflanzen!
Besonders schlimm sind die Tauben wenn der Nachbar-Sojaschlag ein paar Tage eher gesät ist und die Pflanzen den Tauben schon zu groß sind, dann konzentrieren sie sich voll und ganz auf den späteren Schlag!
kann schlimm werden....


Grüße, Flo
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Re: Referat - Praxiserfahrungen Sojabohne

Beitragvon Toronto » Mo Dez 02, 2013 21:55

L-Stanley hat geschrieben:Danke Toronto, die Krankheiten können aber bei vermehrten Anbau eingschleppt werden - soweit ich weiß ??

Weißt du da, welche für Europa heikel wären ?



Kam die Trockenheit erst nach der Blüte ? Soweit ich weiß, braucht Soja ausreichend Wasser von Blügbeginn an ?
Steht deine Soja auch guten Böden ?
Lg Lukas


Ja, natürlich könnte es zu vermehrtem Krankheitsdruck kommen, wenn Soja so intensiv wie Mais in manchen Gegenden angebaut werden würde. Allerdings halten sich die Krankheiten auch in den USA, Kanada, Argentinien, Brasilien in sehr engen Grenzen. Sclerotina ist dort noch die häufigere. Wirklich heikel sehe ich keine der derzeit bekannten.

Bei uns in Oberösterreich gibt es, auch wenn hier im Verhältnis viel Soja angebaut wird, eigentlich nichts nennenswertes. Auch nicht bei Soja auf Soja. Tauben sind bei uns null Problem, Krähen auch wenig. Wenn dann komischerweise im Mais aber nicht in der Soja.
Hasen und Rehe in Waldnähe oder bei ganz kleinen Flächen.
Was periodisch, alle 6, 7 Jahre einmal stärker auftritt ist der Distelfalter.

Die Trockenheit heuer kam Mitte-Ende der Blüte. Ausreichend Wasser braucht die Soja in der Zeit schon, keine Frage. Welche Pflanze nicht?;-)
Aber an sich verträgt sie einiges mehr an Trockenheit als Mais. Heuer hatte sie halt in der Zeit 5 Wochen nix an Niederschlag und dabei 3Wochen Temperaturen weit über 30 Grad und Wind....
Und ja, meine Soja stand jeder auf guten Böden. Und eine Sorte brachte auch heuer Erträge auf hohem Niveau.
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Re: Referat - Praxiserfahrungen Sojabohne

Beitragvon Toronto » Mo Dez 02, 2013 22:00

flodeere hat geschrieben:Tauben, andere Vögel und auch Wild können große Schäden verursachen! Tauben fressen die Keimblätter ab. Krähen ziehen die keimenden Pflanzen aus der Erde. Hasen fressen ganze Sojapflanzen!

Grüße, Flo


Ok, das mit den Tauben und anderen Vögeln kenne ich nicht. Woher kommst du, wenn ich fragen darf?

Hasen und Rehe, ja. Denen schmeckt die Soja zwar eh nicht, aber sie knabbern ab und lassen die Pflanzen liegen. Und, diese Schäden sind eigentlich nicht wirklich relevant, oder ist das bei dir anders?
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Re: Referat - Praxiserfahrungen Sojabohne

Beitragvon flodeere » Di Dez 03, 2013 6:25

komme aus Niederbayern... Wie gesagt, zum echten Problem kann es werden, wenn der Nachbar etwas früher sät... die Tauben werden angelockt und suchen dann weiter nach dem nächsten Schlag.... und es werden immer mehr!
Die Hasen und Rehe machen idR wirklich keinen relevanten Schaden. Begünstigt durch Waldrandlagen oder kleinere Flächen, aber das wurde ja schon geschrieben.
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