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Reiner Ackerbau noch lukrativ?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Reiner Ackerbau noch lukrativ?

Beitragvon Ackergigant » Sa Nov 10, 2007 14:48

Hallo Zusammen!
Ist reiner Ackerbau bei Euch, insbesondere auf angepachteten Flächen, noch finanziell lukrativ oder braucht ihr die Flächen nur für die Viehzucht (Futteranbau, Gülleausbringung....)?

Gruß aus dem Bergischen
Ackergigant
 
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Re: Reiner Ackerbau noch lukrativ?

Beitragvon automatix » Sa Nov 10, 2007 16:31

Ackergigant hat geschrieben:Hallo Zusammen!
Ist reiner Ackerbau bei Euch, insbesondere auf angepachteten Flächen, noch finanziell lukrativ oder braucht ihr die Flächen nur für die Viehzucht (Futteranbau, Gülleausbringung....)?

Gruß aus dem Bergischen


eher wieder ;)

aber ansonsten man dazu nichts sagen - viel zu pauschal die frage
automatix
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Beitragvon schneutzduch » So Nov 11, 2007 11:21

Naja, es kommt auf die fläche an, und wie sich die Getreide Preise verhalten. Wir haben noch a bisl Gemüse und Wein, aber wir sindd mit 30ha gut raus, vor allem weil unsere maschinen halten, und halten.

Gruß aus dem frankischen
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Beitragvon Kaninchen » So Nov 11, 2007 12:45

Hier haben viele LWs in den letzten 10-15 Jahren ihre Viehhaltung komplett aufgegeben und machen nur noch Ackerbau.
Wirklich lukrativ ist es aber wohl nur mit zugepachteten Flächen.

Der Hof, auf dem ich wohne, mit seinen 75 ha hat sich nicht mehr gelohnt, seine Flächen sind auch seit 4 Jahren verpachtet.
Grüßle,
Birgit
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Beitragvon agrotron 100 » So Nov 11, 2007 13:50

75ha sind hier nur die ganz großen kaffer die das im eigentum haben!! bei uns lohnt sich reiner ackerbau normal nicht. die pachtpreise liegen bei ca 800 euro plus. wenn man ackerbau macht dann muss man schon kartoffeln oder andere sonderkulturen anbauen. wir sind hier eher auf die viehaltung angewiesen. mfg tron
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Beitragvon Buscher » Do Dez 13, 2007 17:11

Hallo!

Zu dem Thema habe ich auch mal eine Frage.

Bei uns (in der Nähe von Nordenham) sind die Pachtpreise für 30er Böden bei ca. 300 bis 350 €. In weniger als 10km Entfernung entsteht momentan eine Biogasanlage.

Ich hätte die Möglichkeit, einen Hof mit 30ha Land, einemMaschinenpark (100PS und 40PS Schlepper, Maschinen zur Bodenbearbeitung, Drillmaschine, etc. vorhanden) und Stallungen zu übernehmen.
Sollte ich den Hof übernehmen, so würde ich (nur im Nebenerwerb) Getreide und Mais für die Biogasanlage anbauen.
Die Übernahme würde in vier Jahren anstehen.
Wie sind eure Erfahrungen mit den Pachpreisen in der Nähe von Biogasanlagen? Werden die stark ansteigen? Was vermutet ihr bei den Getreidepreisen? Gepachtet sind momentan weitere 10ha. Wird sich der Preis so entwickeln, dass man von den 40ha (sparsam) leben kann?

Gruß

Busch
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Beitragvon CarpeDiem » Do Dez 13, 2007 19:05

Also ich denke bei den genannten Pachtpreisen, den 30er Böden und der Lieferung an den Biogasler kannst du nicht nur nicht sparsam leben, sondern das kannst du dir im Alleinerwerb schlicht und einfach aus dem Kopfe schlagen.

Von den Lieferungen an die Biogasler ist noch keiner reich geworden. Ich denke heute sollte doch so eine Betriebsgrösse im Haupterwerb in der Grössenordnung von 150 ha liegen, das auch nur bei guten Böden und trotzdem bezahlbaren Pachten.

Alleine die ertragsunabhängigen Fixkosten fressen dich ja im Haupterwerb auf.
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Beitragvon Weinbauer » Do Dez 13, 2007 19:14

CarpeDiem hat geschrieben:Also ich denke bei den genannten Pachtpreisen, den 30er Böden und der Lieferung an den Biogasler kannst du nicht nur nicht sparsam leben, sondern das kannst du dir im Alleinerwerb schlicht und einfach aus dem Kopfe schlagen.

Ich denke heute sollte doch so eine Betriebsgrösse im Haupterwerb in der Grössenordnung von 150 ha liegen, das auch nur bei guten Böden und trotzdem bezahlbaren Pachten.

Alleine die ertragsunabhängigen Fixkosten fressen dich ja im Haupterwerb auf.


diese aussagen sind zu pauschal.

auf biogas allein zu setzen sehe ich auch kritisch. ist derzeit ein trend, kann sich aber schnell wieder ändern. allerdings kann man auch mit weniger als 150ha gut leben. die wengisten haben diese flächen in unserer gegend. bei den richtigen anbausorten und einem angepassten maschinenpark geht das auch mit weniger gut. da reichen auch 50-60ha, wenn gut geplant ist.
die fixkosten sind dann auch geringer. u.a. weil die geräte wengier abnutzung haben und kleiner dimensioniert sein können.

der nebenerwerb scheitert eher an der zeit, als an den kosten.
Was dem Menschen dient zum Seichen, damit schafft er seinesgleichen. (Heinrich Heine)
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Beitragvon Kaninchen » Do Dez 13, 2007 19:54

Buscher, lass dich lieber von der für deine Region zuständigen Landwirtschaftskammer beraten, die Unterschiede sind so groß zwischen den Regionen, dass du in einem Forum wenig wirklich auf deinen Einzelfall zutreffendes erfahren wirst.
Grüßle,
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Beitragvon freischütz » Do Dez 13, 2007 22:10

CarpeDiem schrieb:
Alleine die ertragsunabhängigen Fixkosten fressen dich ja im Haupterwerb auf.


Welche da sind ? Etwa landwirtschaftliche Zwangssozialversicherungen ? Diese Verpflichtungen lassen sich doch locker aus der Subvention bezahlen ?
Meint Gerd G. doch immerzu !
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Beitragvon tobiasco » Fr Dez 14, 2007 11:14

Weinbauer hat geschrieben:diese aussagen sind zu pauschal.

auf biogas allein zu setzen sehe ich auch kritisch. ist derzeit ein trend, kann sich aber schnell wieder ändern. allerdings kann man auch mit weniger als 150ha gut leben. die wengisten haben diese flächen in unserer gegend. bei den richtigen anbausorten und einem angepassten maschinenpark geht das auch mit weniger gut. da reichen auch 50-60ha, wenn gut geplant ist.
die fixkosten sind dann auch geringer. u.a. weil die geräte wengier abnutzung haben und kleiner dimensioniert sein können.

der nebenerwerb scheitert eher an der zeit, als an den kosten.

Also das möchte ich dann mal sehen wie du mit reinem Ackerbau bei 50-60 ha leben willst. Da läuft aber ohne Sonderkulturen nichts, und da werden wie bei uns in der Gegend die Kontingente zurück genommen. Ich habe nur den „normalen Ackerbau und Grünlandbetrieb“ mit 50 ha und da kommt man nicht mit hin. Ich denke wenn ich mit Bila fertig bin werde ich mich ordentlich vergrößern müssen um davon laben zu können
Wo kämen wir denn hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin?
Und niemand ginge, um einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge
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