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Rundballenpresse (JD 550)

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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Rundballenpresse (JD 550)

Beitragvon Hallo_Echo » Mi Nov 06, 2013 23:44

Hallo

Ich wollte mir eine Rundballenpresse zulegen.

Hab eine John Deere 550 Angeboten bekommen und wollte mal fragen ob da jemand Erfahrung mit hat oder wo es Schwachstellen gibt.
Wo muss ich drauf achten beim Kauf das ich mir da kein Schrotthaufen hole

Welche Marken sind preiswert und zu empfehlen?

Die Presse soll hinter einen NH T5050 laufen.

Sie soll Heu/ Stroh für Pferde Pressen also brauch ich kein Schneidwerk
Zuletzt geändert von Falke am Do Nov 07, 2013 16:26, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Thementitel erweitert ...
Hallo_Echo
 
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Re: Rundballenpresse

Beitragvon Favorit » Do Nov 07, 2013 2:11

Hi,

john-deere-550-rundballenpresse-t33399.html

Dein Schlepper ist rel. stark (100PS) - es gibt Strohpressen, die laufen ab 30PS, z.B. kleine Krone...
Erschwerend kommt hinzu, daß dein Schlepper nach meinen Info nur eine 540ZW besitzt - das ist ein bischen wenig um vom Gas zu gehen, weil z.B. die Presse die Leistung gar nicht braucht, sehr wohl aber die Drehzahl!

Zum Markt: Es gibt mehr RBP-Hersteller, als ich aufzählen kann...
Die Onlineportale sind VOLL mit Angeboten in jeder Preis- und Ausstattungslage.

Raster:
Es gibt folgende Typen - Festkammer-RBP mit Walzen (z.B. Claas), Bändern (z.B. Welger) und Stabketten (Krone).
Von denen unterscheiden sich die mit variablen Durchmessern. Diese sind entweder mit Bändern (wie hier die JD550) oder mit Stabketten.

-bei den Bindemitteln unterscheidet man Draht (in Westeuropa ungebräuchlich), Garn sowie das teurere Netz; ->Garn genügt im Stroh wie im Heu...
-bei der Aufnahme kommt es auf die Pickup an (Breite und Führung).
->wenn deine JD irgendwo eine Schwäche hat, dann hier. Besser sind nämlich die mit gesodnerter Radführungen, hochwertiger Steuerkurve und stabilen Zinken...
-Beim Einzugssystem unterscheidet man Raffer, (Schwingen) und Zahnwalzen (wie sie für Schneidepressen typisch sind, weil immer 1 Messer von Unten zw. einer Doppelzinkenscheibe steckt).
->das Weiterdrehen in trockenem Erntegut wird insbesonders erleichtert durch Raffer, aber Bänderpressen, insbesondere Variable haben damit generell kaum Probleme!

Variable brauchen mehr Leistung (ab ca. 60PS; 80 bei Schneidsystemen) und daher ist die JD hier womöglich schon nicht die Schlechteste für dich.
Aber ökonomisch ist das Fahren mit mehr Pferden als man eigentlich brauchen würde, natürlich nicht!
Außerdem besteht die Gefahr, daß diese Presse sehr leichtzügig ist: JD, Bj. ab frühe 80s...

Was Du bei so einer alten RBP beachten mußt:
-Gesamterscheinungsbild!
-Eingang vom Maschinengetriebe in Ordnung?
-Tragbilder der vielen Zahnräder (seitlich) gut?
-genauso die Ketten selber!
-Zustand der Bänder!
-Pressdruckanzeige verfügbar!
-Reifung - breit genug, Profil ok, Flanken intakt, Risse?
-E_Teil-Situation /hier jetzt vermutlich nicht so das Problem - Preise sind eine andere Frage...

=>bei so nem alten Ding wäre es eigentlich schlauer, sie erst zu kaufen, wenn ein Probebetrieb reibungslos abgeschlossen wurde, z.B. 1 Tag lang Heu pressen und dann erst zurückmelden, wenn Du 1 Nacht darüber gepennt hast... Das ist jetzt nur wohl kaum noch möglich. Also man weiß ja nie, aber ich glaube nun ehrlich, daß der Winter kommt!
Das kann jetzt also nur Vorteile auf den Preis haben - der Verkäufer möchte das Ding höchstwahrscheinlich aus der Hütte haben, bevor seine Neue aus dem Frühkauf eintrifft...

http://www.profi.de/dl/9/3/6/0/P_030_031_05_05.pdf
Nicht sehr ausführlich, aber immerhin!

Tip: 50 oder 75PS - ich schätze das fragliche Gerät frei auf 60PS ->kontaktiere JD-Mannheim und laß dir mit der Fahrgestellnummer bestätigen, daß das Maschinengetriebe deine 100PS (auf Dauer) aushält; Die wissen womöglich auch mehr zur praktischen Mindestrundenzahl bei der 550. Es bringt nämlich nichts, wenn sich ein Gebrauchtkauf z.B. als Schätzchen herausstellt, aber dein Schlepper irgendwann eine allg. Explosion verursacht... :arrow:

Wichtige Hersteller aus zentraleuropäischer Perspektive:
-Claas; -Krone; -Welger; -Pöttinger; -meinetwegen auch JD (sind ja wie die C. aus Frankreich).
Dazu erweitert: Laverda, McHale, NH, Vicon, undundund - die auf meiner Kernliste reichen normalerweise...

Preisindikation: Also je nach Alter und Zustand von 100€ - ca.4000,-(Frühkauf; ->bei so Händlern, die mit ihrem ganzen Krempel im Freien eiskalt in den Winter gehen, bevor sie ein Jota nachgeben, drehst Du gleich um, es gibt wie gesagt genügend Angebote von unzähligen Herstellern...!).
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Re: Rundballenpresse

Beitragvon PhatFinder » Do Nov 07, 2013 6:38

JD 550 liefen hier früher .Die musstem im Lohn mit allem fertig werden .Silage ,Heu ,Stroh auch vom Axialflussmähdrescher .
Das alles noch bei kaotischen Fahrern :) ,sosehr das da sogar Deichseln und Radnaben brachen an der 550 .
Ich denk die 550 war robust und ausgereift ,was mir fehlen würde dran währe heutzutage ein Schneidwerk .
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Re: Rundballenpresse

Beitragvon Teddy Bär » Do Nov 07, 2013 8:50

Hallo Echo,
meine erste Presse war so eine 550 ohne Schneidwerk.
Ich habe viel damit gepresst. An sich war nie etwas grösseres dran.
Meine hatte keine automatische Kettenschmierung. Du musst dir die Zahnräder und Ketten gut anschauen, wie weit die runter sind. Die ganz grossen Zahnräder kosten pro Stück schnell über 200€. Die Ketten sind auch alle 10000 Ballen fällig, aber die kauft man günstig im Zubehörladen als Meterware.
Die Riemen gehen eigentlich nie kaputt. Aber wenn mal ein Riemen reisst, dann kann der JD Händler ein kurzes Stück Riemen mit zwei Verbindern dazwischensetzen. Ich bin mit einem Riemen jahrelang so gefahren bis die Presse getauscht wurde. Der gerissene Riemen kam übrigens von einem Schwaderarm im Schwad.
Es gab bei einigen 550 Probleme mit Rissen im Rahmen wo die Achsstummel befestigt sind. Schau dir das genau an. Wenns ordentlich geschweisst wurde ist auch gut.
Bei der Netzbindung ist es nicht optimal dass man vom Schlepper aus die Netzrolle nicht einsehen kann.
Wie gesagt die Presse ist sehr zuverlässig. In der ganzen Zeit gab es nie ein kaputtes Lager oder einen sonstigen schweren Ausfall.
In Heu und Stroh läuft die Presse echt klasse. Neuere Pressen machen auch keine besseren Ballen. Man muss mit der 550 in sehr trockenem Erntegut schön langsam in den Schwad reinfahren bis der Kern dreht. Dann kann man schneller weiterfahren. An sich ist die Presse sehr leichzugig im Vergleich zu heutigen Pressen. Nur wenn du 1,8m Ballen machen willst, dann kann der 100PS Schlepper an seine Grenze kommen. Aber das geht auch. Es gab später auch die 550 mit Schneidwerk, die ersten hatten aber Probleme damit.
Mit Silage hat diese Presse ihre Probleme. Heulage geht noch, aber bei richtiger Silage verschmutzen die Führungswalzen in der Presse und irgendwann blockiert alles.
Normalerweise müsste die 550 eine 1,8m Pickup haben, das reicht.
Für deinen Gebrauch wäre die 550 eigentlich optimal. Zumal diese Pressen in ordentlichem Zustand nicht mehr viel kosten.
Am besten wäre natürlich du nimmst einen Bekannten mit der sich mit so einer Presse auskennt.
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Re: Rundballenpresse

Beitragvon berndisame » Do Nov 07, 2013 15:55

Hallo!!

Mit 100 PS kannst dan mit der 540/ECO ZW Wirtschaftlich fahren.
Heu und Stroh Pressen braucht nicht viel Kraft. :)

JD, Krone, da würd ich mir Orientieren.
Am Enfachsten eine Festkammer.
Gruß
Alle Angaben ohne Gewähr- jeder ist für das was er nachahmt selbst verantwortlich!!! Ich übernehme keine Haftung für daraus entstandene Schäden!
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Re: Rundballenpresse (JD 550)

Beitragvon Hallo_Echo » Do Nov 07, 2013 20:14

Danke an alle für die vielen Infos und Tipps.

Denke werde mir jetzt die 550 kaufen mit Netzbindung ist jahr scheinbar eine unverwüstliche Presse zu.
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Re: Rundballenpresse

Beitragvon Favorit » Do Nov 07, 2013 20:29

berndisame hat geschrieben:Mit 100 PS kannst dan mit der 540/ECO ZW Wirtschaftlich fahren.

Sein Schlepper hat das ned...
Bei der Serie NH T5030-70 haben die beiden "Großen" eine 3fachZW, die kleineren Fahrzeuge jedoch eine EinfachZW - wer glaubt, daß heute, bei CNH, die Maschinen in Finnland (und so) anders verkauft werden, als hier, soll´s bitte sagen - ich akzpetiere alles, was nach Beweis aussieht (z.B. "bei Meinem ist es so...").
Ich akzepriere auch, wenn jemand sagt, daß diese Presse für 75-100PS gemacht ist - wenn es so ist...
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Re: Rundballenpresse

Beitragvon Ferengi » Do Nov 07, 2013 20:46

Favorit hat geschrieben:
berndisame hat geschrieben:Mit 100 PS kannst dan mit der 540/ECO ZW Wirtschaftlich fahren.

Sein Schlepper hat das ned...
Bei der Serie NH T5030-70 haben die beiden "Großen" eine 3fachZW, die kleineren Fahrzeuge jedoch eine EinfachZW -



Die 540/540E/1000 Zapfwelle ist bei der kompletten T5000 Baureihe serienmäßig!
Zuletzt geändert von Ferengi am Do Nov 07, 2013 23:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rundballenpresse (JD 550)

Beitragvon Hallo_Echo » Do Nov 07, 2013 22:59

Ferengi hat geschrieben:
Die 540/540E/1000 Zapfwelle ist bei der kompletten T5000 Baureihe serienmäßig!


Das stimmt die T5000 Serie hat das Serienmäßig verbaut.
Hier ein Beweis!
Ein auszug aus dem Prospekt
NHT5000.png



Gruß Kevin
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Re: Rundballenpresse (JD 550)

Beitragvon Favorit » Do Nov 07, 2013 23:36

Aha,

dann ist es also wahr, daß CNH seine Schlepper für unterscheidliche Märkte -selbst innerhalb der EU- auch heute noch unterschiedlich anbietet. Das selbst ist keine uninteressante Neuigkeit für mich.
Im Kondedata wird´s nämlich nach dem von mir früher beschriebenen Muster wiedergegeben - weiß gar nicht was die Wald-Finnen mit Schleppern ohne 1000ZW wollen sollen...

Dann steht deinem Vorhaben ja, diesbezüglich, nix mehr im Wege!
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