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Schrauben bei Anhänger-Neuaufbau Edelstahl/Verzinkt?

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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23 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Schrauben bei Anhänger-Neuaufbau Edelstahl/Verzinkt?

Beitragvon a2plusb2 » Do Mai 15, 2008 17:00

Der Anhänger bekommt neues Holz, das an den Außenprofilen und auf den Trägern verschraubt wird. Profile und Träger habe ich grundiert und lackiert.

Nehme ich VA-Schloßschrauben oder verzinkte Schrauben? Kosten spielen dabei keine Rolle, beides ist bei der Stückzahl billig. Die Schrauben kommen ja mit dem Stahl in Berührung, trotz ich die Löcher mit lackiert habe. Ich habe mal gehört, VA und normaler Stahl vertragen sich nicht.


Merkwürdigerweise passt in die Löcher vom Träger nur etwas mehr als M6, in die Löcher vom Außenprofil M8. M8 hat einen schönen großen Kopf an der Schraube. M6 ist ziemlich klein. Was hat sich der Erfinder dabei gedacht? Evtl. war es zu anstrengend die Löcher groß zu bohren im Träger. Gibt es M6 mit großem Kopf oder so?

Jens
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Beitragvon countryman » Do Mai 15, 2008 18:34

die Verzinkung der Schrauben ist scheinbar oft nur dafür damit sie beim Händler nicht rosten - im Gebrauch kann von dauerhaftigkeit keine Rede sein.
V2A kann sich bei Kontakt mit normalem Stahl ebenfalls verfärben aber nicht wirklich rosten.
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Beitragvon Buddy » Do Mai 15, 2008 18:40

genau. sie bekommen Oberflächen Rost, sie lösen sich aber nicht auf.

Wenn du sie auch nochmal los haben willst, denn auch V2A kann mit der zeit leicht korodieren und vorallem neigt es sehr stark zum fressen. Kleiner Tipp, der oft hilft, Schrauben aus V2A und Muttern aus V4A nehmen, das neigt weniger zum Fressen, fals du nochmal bei mußt kannste die schraube nochmals benutzen.
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Beitragvon a2plusb2 » Do Mai 15, 2008 22:42

Danke, ich möchte noch mal wissen, was Du mit fressen meinst.

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Beitragvon Buddy » Do Mai 15, 2008 22:51

Fressen ist ein kaltverschweißen.

Wenn du die mutter auf die Schraube drehst und anziehst, entsteht eine flächenpressung und eine relativbewegung. dabei kann es zum kaltverschweißen kommen. Dann backen die beiden unzertrennlich aneinander und aus der lösbaren wird eine unlösbare Verbindung.
Edelstähle neigen sehr gerne zum fressen.
Auch wenn man die schrauben zu fest anzieht und die Flächenpressung an den Gewindeflanken überschritten wird.

Aber mach dich da nicht wild, es geht auch so, aber sicher ist sicher.

Ein Kolbenfresser ist etwas ähnliches.
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Beitragvon Justice » Fr Mai 16, 2008 6:57

Buddy hat geschrieben:Fressen ist ein kaltverschweißen.

Wenn du die mutter auf die Schraube drehst und anziehst, entsteht eine flächenpressung und eine relativbewegung. dabei kann es zum kaltverschweißen kommen. Dann backen die beiden unzertrennlich aneinander und aus der lösbaren wird eine unlösbare Verbindung.
Edelstähle neigen sehr gerne zum fressen.
Auch wenn man die schrauben zu fest anzieht und die Flächenpressung an den Gewindeflanken überschritten wird.

Aber mach dich da nicht wild, es geht auch so, aber sicher ist sicher.

Ein Kolbenfresser ist etwas ähnliches.


Beim Kaltverschweißen braucht man normalerweise eine wesentlich bessere (glatte) Oberfläche als die von einem 08/15 Schraubengewinde. Auch die Anpresskraft von einer Schlossschraube würde dafür nicht ausreichen. Da würde auch das Holz vorher kaputt gehen.
VA- oder Edelstahlschrauben haben meist kein besonders sauberes Gewinde. Das ist abhängig vom Herstellungsverfahren und auch eine Sache des Preises. Im Baumarkt findet man keine guten. Das fressen entsteht meistens dadurch, dass sie die rauen Oberflächen der Gewindeflanken ineinander verkeilen.

Ich würde Empfehlen einfach das Gewinde zu Fetten, wenn angedacht ist die Schrauben wieder zu lösen.
Wenn eine Schraube durch Rost fest sitzt (gefressen) hilft es manchmal, wen man sie erst einen kleinen Ruck fest zieht und sie dann erst löst. Mus man natürlich vorher schauen ob das noch möglich ist.
Im diesem Fall würde ich empfehlen ganz normale Schloßschrauben zu verwenden, da die immer Kontakt zum Rahmen haben. Bei Edelstahlschrauben (VA) würde dann der Rahmen Rosten und nicht die Schraube. Eine Schraube zu erneuern ist wohl einfacher.
Man sollte generell keine Edlen (VA) und Unedlen (Baustahl) miteinander verbinden. Bei Feuchtigkeit entsteht Elektrochemische Korrosion bei der das Unedlere Metall umso stärker Rostet. In dem Falle der Rahmen.

Ein Kolbenfresser ist übrigens was ganz anderes. Durch überhitzen dehnt sich der Kolben und reibt so stark am Zylinder, das die Oberflächen schmelzen und sich verbinden. Das kann man mit Reibschweißen vergleichen.
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Beitragvon a2plusb2 » Fr Mai 16, 2008 7:16

Alles sehr interessant. Fetten werde ich tun.

Ich habe eine Idee für mein anderes Problem, d.h. ich würde gerne M8-Schloßschraubenköpfe verwenden, aber die Träger haben nur Löcher für M6. Die M6-Köpfe sind relativ klein, fressen sich zu schnell ins Holz.

Ich könnte M8-Schrauben abdrehen lassen auf M6-Gewinde. Dann wäre aber die Verzinkung ganz im Eimer, oder.

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Beitragvon Justice » Fr Mai 16, 2008 7:24

Probier es doch einfach mal mit dünnen Beilagscheiben. Vielleicht reicht der übrig bleibende Vierkannt noch aus.
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Beitragvon Buddy » Fr Mai 16, 2008 7:39

Danke, wieder etwas dazugelernt. Immer diese feinen Unterschiede.
Das mit dem kolbenfresser war mir klar, mir ging es um das Wort Fressen und das es danach festsitzt ;)
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Beitragvon unimogthorsten » Fr Mai 16, 2008 10:50

bohr die Löcher auf, dann passen die M8 auch rein.......
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Beitragvon a2plusb2 » So Mai 18, 2008 20:35

Ja, ich habe die Löcher auf gebohrt, ich dachte das sei viel schwieriger und der Bohrer glüht, ging aber so durch.

Aber was für Probleme man dann immer hat. Die Schrauben die ich zunächst verwendete sind 5 cm lang und schauen genau 10 mm raus, das ist recht viel, sieht von unten nicht gut aus. 4,5 cm gibt es hier nicht beim Direktkauf, also habe ich auch mal 4 cm probiert, da guckt dann nur noch 1 Gewindeumdrehung von der Schraube raus. Gefällt mir besser. Ist bei dem was es aushalten soll auch ziemlich wurscht, aber ich komme drauf, weil der Techniker, der mir oft hilft, bei anderen Schrauben immer darauf Wert legt, daß mehrere Gewindeumdrehungen rausschauen, egal was für Schrauben, 1 Umdrehung reicht ihm nicht.

Dann ist außen zwischen Profil und Holzkante mal keiner, mal einer und auch mal 2 mm Platz, je nach dem wie sich das Holz festgezogen hat. Da überlege ich nun um Wasser und Dreckeintrag zu verhindern, irgendwas zwischenzuhauen, damit es immer kein mm Abstand ist. Habt Ihr eine Idee? Dünne Holzstreifen?


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Beitragvon Buddy » So Mai 18, 2008 20:40

Ach, mach dir mal keine gedanken, das da nicht so viel gewinde hinten raus schaut. Die ersten 3 Gewindegänge halten 75% hat mei Prof uns immer beigebracht. Ich glaube zwar auch nicht ganz dran, aber das ist halt dieses sicherheitsdenken was man ja so oft an den Tag legt ;)
Denn normal lässt man etwas rausschauen, weil die ersten gewindegänge manchmal nicht ganz so toll sind wie die folgenden...
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Beitragvon a2plusb2 » So Mai 18, 2008 20:56

Hier dann auch noch ein Foto von der fertigen Arbeit, wobei die äußeren teilweise erneuerten Profile außen noch keine Farbe haben. Man kann am letzten noch zu sägenden und daher fehlenden Brett hinten sehen, daß ich die Träger neu lackiert habe, also nur an den Stellen wo Holz drauf liegt. Ich denke so kann man auch meine Überlegungen zum Thema "Bis zu max. 2 mm Abstand zwischen Profil und Holz" besser verstehen.

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Beitragvon IHC of Doncaster » So Mai 18, 2008 20:58

Ich würde die längeren Schrauben verwenden. Ich hasse es selbst auch, wenn nur ein Gang "beißt". Aushalten würde es locker, zumal ja auch keine (stark wechselnde) Zugbelastung auf die Schraube wirkt.
Aber die Schraube löst sich dann auch leicht von selbst, gerade wenn oben Holz ist, das sich einmal ausdehnt und wieder zusammenzieht!!

MFG
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Beitragvon Justice » Mo Mai 19, 2008 6:37

Eine Schraube hält bei 0,8 x Gewindenennduchmesser. Eine Schraube M10 soll also min. 8mm tief im Gewinde stecken, um die volle Kraftübertragung zu erreichen. Das gilt aber für gute Schrauben. Bei Baumarkt würde ich da schon mehr nehmen. Die Gewindegänge, die über die Mutter "hinausschauen" haben keinen Einfluss auf die Festigkeit. Ob das jetzt 10 oder 20 mm sind Spielt überhaupt keine Rolle. Ich nehme da immer das, was da ist. (Außer man sieht es und es sieht scheiße aus) Aber immer daran Denken: Das rostet sehr schnell, da durch das Aufschrauben der Mutter die Oberfläche des Gewinde angekratzt wird und blankes Metall hervorschaut. (Blödes Deutsch. Ich weiß)

Deshalb: Ordentlich Fett oder Öl drauf!!
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