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Seilwinde bauen

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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7 Beiträge • Seite 1 von 1
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Seilwinde bauen

Beitragvon havanaman » Mi Okt 01, 2008 9:45

Hallo.
Wer von Euch hat schon mal eine Seilwinde mit Zapfwellenanschluß gebaut und kann mir event. Ideen , Tips , Bilder oder Zeichnungen zur Verfügung stellenn ?
Möchte diese Winde zum herausziehen von Kronenholz am Schlepper benutzen .
Da ich nicht so viel Kronenholz machen will ( ca. 30 - 40 Ster im Jahr ) lohnt sich eine Profi Winde für mich nicht .
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Beitragvon Haamitverbundner » Mi Okt 01, 2008 10:01

Hallo,

hatte bis vor einigen Jahren eine Eigenbauwinde in Betrieb.
Diese hat ihre Arbeit über ca. 10 Jahre vorzüglich gemacht, auch größere Lasten gezogen.
Herzstück war eine alte Heuaufzugwinde.
Aufnahme über Schlepper-Dreipunkt.
Antrieb über Zapfwelle.
Hatte 100m 10mm Stahlseil drauf.
Leider ist nach der Zeit die Zweischeibenkupplung der Heuaufzugwinde eingelaufen und löste schlecht, was einen irreparablen Defekt der Winde nach sich zog.
Da ich keine Ersatz-Heuaufzugwinde beschaffen konnte, mußte ich mir `ne neue 4-to-Tajfun kaufen.
Das "Gestell" meiner alten Winde habe ich noch dastehen (...mit Polterschild, Seileinlaufrolle usw.)
Wenn Du eine Heuaufzugwinde beschaffen könntest...
Bei Interesse pm!

MfG
Erlahmt des Bauern fleiß`ge Hand,
gerät in Not das ganze Land.
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Beitragvon Waldschrad » Mi Okt 01, 2008 11:29

Hallo

ich kann Dir nur raten, lass die Finger von solchen Eigenbauten. Wenn Du die Kosten rechnest, bis trail it and error Verfahren die Winde vollständig funktioniert und alle UVV erfüllt, kannst Du Dir eine günstige gebrauchte kaufen auch z.B. Defekt und nur reparieren. Dann bist Du jedenfalls was die UVV angeht auf der sicheren Seite und wahrscheinlich auch billiger dran.

Gruß
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Beitragvon Deutz-5006 » Sa Okt 04, 2008 14:41

Hallo

Würde auch keine selber bauen ist viel zugefährlich

Kauf dir doch einfach ne Imposs oder ne Uniforst so ne kleine 3 tonnerwinde kostet doch nicht die Weld

fg. Deutz5006
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Beitragvon MC 324 » So Okt 05, 2008 14:43

iss doch immer das selbe gelaber hier echt.er hat doch nur gefragt ob einer eine winde gebaut hat.er wollte keine schlauen ratschläge wie gefährlich das sein kann und und und.alles kappes.
hab meine winde auch selber gebaut.klappt wunderbar.sicher ist das gefährlicher wie eine gekaufte aber das weiss man vorher und geht entsprechend damit um.
hatte mal ein zugkraftmessgerät dazwischen da lag ich bei knapp 5tonnen auf der obersten lage.
ein bild von der winde fliegt auch hier im forum rum.

gruss thomas
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Beitragvon MC 324 » So Okt 05, 2008 14:48

Thema eigenbau auf seite 3 ist das bild
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Beitragvon Selbstwerber » Mo Okt 06, 2008 20:00

Grüß' dich havanaman,

meine Eigenbauwinde hab ich schon seit 15 Jahren im Einsatz. Hab dafür auch eine Heuaufzugwinde verwendet. Damals hatten wir noch Besuch von der Berufsgenossenschaft, der Kontrolleur hat mir nur zur Auflage gemacht, um's Zapfwellengelenk einen Schutz anzubringen. Ein Fanggitter hat er nicht verlangt, ich bediene sie ja von seitlich hinter dem Schlepper. Ein Vorteil kann sein, dass oo eine Aufzugwinde von haus aus auch für schwebende Lasten geeignet ist. Mit der gekauften Forstwinde kannst du keine Lasten absenken, kannst nur heranziehen.

Natürlich ist die Zugkraft begrenzt, aber mit Umlenkrolle gelingt's problemlos, den 30-PS-Deutz vorne anzuheben. Man muss eben mehr mit dem Riegel nebenherlaufen (eine zweite Person), um den Stamm an Wurzeln etc. vorbei zu lenken. Beim Rauszuziehen von Wipfeln kommt man klar, man muss nur drauf achten, dass man nicht zu knapp an stehenden Stämmen herankommt und sich der Wipfel verhakt. Über den Boden gleitet sich's ja auf den elastischen Ästen ganz gut.

Ich habe auch das original 8mm-Seil drauf. Ist noch nie gerissen und ist obendrein nicht so schwer, ums in den Bestand zu ziehen.

So eine Winde, mit Seil, krieg ich hier (Franken) problemlos; da stehen noch jede Menge Scheunen ungenutzt rum, wo man sich die Winde gegen ein paar Kröten ausbauen kann.

Zum Bau hab ich mir vom Schrottplatz U-Eisen besorgt; der Preis für Baustahl (nicht zu verwechseln mit Armiereisen vom Bau) hat gewaltig angezogen. Und wenn du in der Lage bist, zu schweißen, dann hast du auch im Gefühl, wie stark die Profile sein müssen, um stabil zu sein.

Auf die Welle der Winde, da wo vorher das Riemenrad war, hab ich einen Zapfwellenstutzen geschweißt; die Drehrichtung der Zapfwelle passt bei meiner Weilbach-Winde.

Ich versuche dir das Gestell zu beschreiben:
Du baust einen Rahmen, in/auf dem die Winde festgeschraubt wird.
Seine Breite richtet sich nach dem Abstand der Zapfen für die Unterlenker der Hydraulik des Schleppers. Diese Maße vorher an einem anderen Anbaugerät ausmessen.
Beachten musst du, dass die Winde weit genug nach hinten kommt, sonst wird die Zapfwelle so kurz, dass du das Ganze nicht voll hochheben kannst (ich kann meine nicht ganz anheben, weil ich das beim Bau nicht bedacht habe). Also den Rahmen lang genug vorsehen. Hinten gehen zwei senkrechte "Krallen" nach unten, die zum Abstützen gebraucht werden. Wenn du sie nach oben verlängerst und nach hinten abkrümmst, kannst du dann sogar Stämme damit poltern.
Vorne am Rahmen geht wie ein umgekehrtes "V" ein Rahmen nach oben, und oben in dem V ein stabiles Rundeisen nach hinten bis über die Mitte der Winde, daran hängt die Umlenkrolle.
Der Abstand zwischen Winde und Rolle ermöglicht, dass sich das Seil einigermaßen geordnet aufwickelt. Weil die Winde nicht gekapselt und verborgen ist, ist man jederzeit über die "Wickelverhältnisse" im Klaren (Schlingenbildung mag ein Seil nicht).
Jetzt musst du in dem senkrechten Rahmen vorne noch eine Aufnahme für den Oberlenker einschweißen.

Zum Betätigen der Winde - ein verstellbarer Hebel ist ja eh schon dran - würde ein Seil genügen und eine Feder für die Rückstellung (was vorher ein Gewicht am Hebel bewerkstelligt hat). Ich hab ein bisschen mehr Aufwand getrieben und ein Gestänge für die Bedienung angebracht.

Vorteil meiner Winde ist, sie ist nicht zu schwer, und ich kann eine Achse mit Rädern anbringen sowie eine Anhängevorrichtung, so kann ich die Winde hinten an das Zugmaul des Ackerwagens anhängen und muss keine eigene Anfahrt für den Windentransport vorsehen. Dass sie mir dann im Wald geklaut wird, fürchte ich nicht - als Selbstbau ist sie auffällig und ein Unikum.

Falls du immer noch am Selbstbau interessiert bist, dann liese sich auch ein Foto machen.

Du merkst, es braucht etwas Schweißkenntnisse, genügend Zeit und auch Material, um zum Ergebnis zu kommen. Ob ich nochmal den Aufwand für den Selbstbau treiben würde - ich weiß es nicht.

Schönen Abend
Hans
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