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Silage direkt nach der Mahd pressen?

Hier ist Platz für alles was mit Futterbau und Grünland zu tun hat.
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10 Beiträge • Seite 1 von 1
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Silage direkt nach der Mahd pressen?

Beitragvon Platz-hirsch » Sa Jan 28, 2017 12:35

Hallo,

bin zufällig auf folgendes Video gestoßen

https://www.youtube.com/watch?v=RshlCW-0TJY
Habe noch nie gesehen, dass direkt nach der Mahd gepresst wird. Das Futter sieht ja auch schon relativ alt aus.

Kann mir das jemand erklären oder hat selbst Erfahrung damit?

Besten Dank
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Re: Silage direkt nach der Mahd pressen?

Beitragvon Ferengi » Sa Jan 28, 2017 13:24

Das Gras scheint mir schon relativ reif zu sein, sprich es wird wohl seine 30 %TS schon haben.
Wenn das so ist, gehts problemlos.
Unter 30% TS würde ich Siliermittel hinzugeben, dann geht auch deutlich weniger als 30% TS einwandfrei.

Ich hab meinen letzten Schnitt 2016 mit etwa 25% TS pressen lassen, und BonSilage Forte hinzu gegeben.
War qualitativ super!
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Re: Silage direkt nach der Mahd pressen?

Beitragvon Bergwanger » Sa Jan 28, 2017 18:30

Servus,

halte ich ökonomisch gesehen erstmal interessant.

In der BA meiner JD Wickelkombi steht das zum Siloballenpressen der TS Gehalt deutlich über den sonst empfohlenen ca. 35% bei 40% und höher.
Meine Erfahrung sagt, das dies auch so zu empfehlen ist, da man 1. Material schont und zweitens die Ballen durch das Eigengewicht Formstabiler sind, und so die Gefahr von Spannungsrissen verkleinert wird.
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Re: Silage direkt nach der Mahd pressen?

Beitragvon AEgro » Sa Jan 28, 2017 20:11

Habe direkt Pressen u. Wickeln während meiner " Milchviehzeit " 2 x durchgeführt.
Beim 1 x in den 90 er Jahren wegen drohender, und dann eingetretener Starkniederschläge beim 2. Schnitt.
Hatte mich zu sehr auf den damals noch sehr ungenauen Wetterbericht verlassen.
Keine Anwelkung, TS geschätzt 20 bis 25 % . Die grasreichen Ballen wurden sehr gut gefressen, die kräuter/kleereichen vor allem vom ungedüngter Waldrand, waren sehr sauer. Silageverluste sehr gering, Futterwert bei entpr. Rohfaser u. Energieausgleich war nach gefühl nicht schlechter als Anwelksilage.
Kosten waren wegen geringer Ballenverdichtung und 8-fach statt 6-fachWicklung ca. 1/3 höher.
Im Nachhinein war die Entscheidung so zu Pressen richtig, denn das wurde eine mehrwöchige Schlechtwetterperiode bis Anfang August. Qualitätssilage od. Öhmd haben meine Kollegen später auch nicht gemacht.
Das 2. x war im Juli 2003, mehrwöchige Trockenheit und Temperaturen von Ende Juni bis September kaum ein Tag unter 32°, meist 35 bis 38 ° C.
Das Gras wurde beim Wachsen dürr.
Zur Rettung des geringen 3. Aufwuchses hab ich mich.zu Silageballen entschlossen, denn der geringe Bestand hätte sich bei den hohenTemperaturen und geringer Luftfeuchtigkeit nur mit extremen Verlusten als Ballen trocken pressen lassen.
Ich hab Nachts kurzn nach Sonnenuntergang begonnen zunmähen, war bei Sonnenaufgang fertig, Der LU und ich haben sofort geschwadet. Es wurde direkt dahinter mit einer John Deere Riemenpresse gepresst und gleichzeitig mit 8- Lagen eingestretcht.
TS-Gehalt geschätzt 40 %, optische Qualität super, aber wohl für die Kühe wohl wg. des trockenen Aufwuchs nicht sehr schmackhaft.
Ergebniss: Ertrag gerettet, Kosten hoch, Futter bescheiden. Die Ballen wurden im Herbst als Beifutter mit Stoh zur Ergänzung zu frischer Raps u. Weidelgraszwischfrucht
mit Getreideausgleich verfütter.
2004 bin ich in Nebenerwerb gegangen, und hab die Viehaltung ganz aufgegeben. Grünland hab ich verpachtet.
Im Rückblick betrachtet würde ich bei entspr. Wetter bei 2. od. weiterem Schnitt immer noch so verfahren. Je schneller siliert wird ( auch mit Häcksler u. Ladewagen ) und wenn keine Zettgänge gemacht werden, sinken die Verluste und Verschutzungen. Insbesondere bei hohen Temperaturen oder bei unsicherer Witterung und je geringer die Erträge sind.
Gruß AEgro
Es gibt Tage, da komm ich einfach mit dem Kopfschütteln nicht hinterher !
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Re: Silage direkt nach der Mahd pressen?

Beitragvon tj » Fr Feb 03, 2017 13:01

Direktes Pressen nach dem Mähen habe ich schon oft in Norwegen gesehen(genau wie in dem Video). Das war aber kein dürres Gras, sondern sehr mastige Bestände mit Ackergras vor der Blüte.
In Norwegen ist allerdings auch sehr unbeständiges Wetter.

mfg tj
Das Leben war einfacher, als man morgens nur aus dem Haus gehen musste, um ein Mammut zu erschlagen. Die Älteren erinnern sich vielleicht.

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Re: Silage direkt nach der Mahd pressen?

Beitragvon Lonar » Fr Feb 03, 2017 13:55

Das Video kommt sehr wahrscheinlich aus England,Irland oder Schottland, dort ist es üblich das nach dem Mähen nur im Schwad angewelkt wird, wegen dem unbeständigen Wetter (ca 1200mm Niederschlag im Jahr)
Das Gras sieht wie oben erwähnt schon sehr, sehr Reif aus. da wird der Ts Gehalt kein Problem sein.
Man kann auch Gras mit 25% Ts einsilieren, wenn nicht viel dreck drin ist und die Verdichtung passt.
Das Problem dabei ist aber die Futterstruktur (nasses Futter Sticht wenig in die Pansenwand = weniger Wiederkäuen) und die Nährstoffverluste durch Sickersaft.
Außerdem frisst eine Kuh am liebsten Futter mit so ca 35% TM.
Wenn dann mit nassem Gras und gut Mais in der Ration 35ltr ausgefüttert werden sollen möchte ich nicht Kuh sein oder hinter einer stehen, die mal groß muss :mrgreen:

Mein Fazit: Dank Maissilage, steigender Milchleistung und den dem begrenztem Budget für Kraftfutter bzw. Umweltverstößen wird der Aufbereiter oder Kreiselheuer weiter in Deutschland Zukunft haben. ;-)
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Re: Silage direkt nach der Mahd pressen?

Beitragvon Ferengi » Fr Feb 03, 2017 14:11

Den niedrigen Strukturgehalt kannste mit dem Zufüttern von Stroh ausgleichen.

Und wie gesagt, Siliermittel wirkt wunder bei niedrigen TS-Gehalten.
Die 2€/Tonne sind gut investiert.
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Re: Silage direkt nach der Mahd pressen?

Beitragvon Cowrider » Fr Feb 03, 2017 14:36

Bei zu nasser Silage hatten wir noch nie Probleme. Wenns zu Trocken wird würd ich auch eher zu Silierhilfen greifen.
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Re: Silage direkt nach der Mahd pressen?

Beitragvon Ferengi » Fr Feb 03, 2017 14:48

Cowrider hat geschrieben:Bei zu nasser Silage hatten wir noch nie Probleme.


Dann hattest du noch keine zu nasse. :wink:

Bei unter 20% kommst du in den Bereich wo das Gras nicht mehr siliert.
Es bildet sich Buttersäure, und die Silage ist kaum noch, bzw. gar nicht mehr (je nach Buttersäuregehalt), verwendbar.
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Re: Silage direkt nach der Mahd pressen?

Beitragvon Lonar » Fr Feb 03, 2017 23:15

Ferengi hat geschrieben:Den niedrigen Strukturgehalt kannste mit dem Zufüttern von Stroh ausgleichen.

Und wie gesagt, Siliermittel wirkt wunder bei niedrigen TS-Gehalten.
Die 2€/Tonne sind gut investiert.


Das ist klar, aber es sollte ja nicht das Ziel sein die Kuh mit Stroh vollzustopfen und dann wieder mit mehr Kraftfutter auszugleichen.
Dafür hab ich als armer Milchbauer zu wenig Geld ;-)
Wir haben zwar eigentlich immer geschnittene Strohballen liegen, aber nur für die Rinder und den Fall der Fälle.
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