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sind 130 ha Ackerland genug

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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16 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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sind 130 ha Ackerland genug

Beitragvon Fred72 » Mi Dez 05, 2007 14:36

Hallo zusammen,

bin neu in diesen Forum.
Ich hoffe und denke dass ich in diesen Forum ehrliche und konstruktive Antworten auf meine Frage erhalte.

Meine Frage.

Ich bin in die Lage „gerutscht“ das ich einen Betrieb von meinen Vater weiterführen könnte.

Er hat 130 ha Ackerland + 5 ha Grünland bewirtschaftet.

Auf den 130 ha Ackerland hat er 12 ha Gurken, 50 ha Weißkohl und den Rest Getreide angebaut.

Wenn ich jetzt die komplette Fläche nur mit Marktfrucht bewirtschaften will (es sind ja nur 130 ha) kann ich, und meine Mutter, davon leben ?


Ich stehe zur Zeit in einen festen Arbeitsverhältnis mit guten Einkommen.

Maschinen sind vorhanden bis auf einen Mähdrescher.

Ich wäre dankbar über eure Meinungen, da ich keine Vorstellungen habe wie viel Land man „heutzutage“ bewirtschaften muss.
Fred72
 
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Beitragvon LifeisAremiX » Mi Dez 05, 2007 15:27

Hm ich finde auf so eine Frage kann man mit so wenig angaben schlecht antworten. Welche Maschinen mit welchem Wert sind vorhanden? Gibt es noch viele Kredite etc die den Betrieb belasten usw. Wär cool wenn du etwas genauer werden könntest.


mfg
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Beitragvon Fendtman » Mi Dez 05, 2007 15:40

Wenn sich nun Betriebe mit 130 HA schon die frage stellen ob sie weiter machen sollen .... was sollen dann die ganzen Betriebe bei uns mit 40-50 HA machen ?!
Versucht der Fendt nach links zu schwenken ... hilft nur eines .... gegenlenken ! :)

Stau ist nur hinten doof - vorne gehts.
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Beitragvon Ziegenhaus » Mi Dez 05, 2007 15:43

hallo ,

also ich würde zuerst einmal den steuerberater deines vaters kontaktieren , in der betriebsgöße kann man nciht einfach sagen lohnt oder lohnt nicht , das MUSS über die bilanzen eingeschätzt werden .


denke das sollte dein erster weg sein

grüße jürgen
ein besuch meine seite lohnt immer www.ziegenhaus.de , Melktechnik , Wand und Dechensystheme für den Lebensmitelbereich
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Beitragvon Manfred » Mi Dez 05, 2007 15:51

Da spielen so viele Faktoren rein...

Such dir einen guten Betriebsberater und lass es dir mit deinen Zahlen (Buchführung wird ja vorhanden sein?) durchrechnen.

Ich würde auch mal die Variante durchspielen, einen Großteil der Arbeiten an Lohnbetriebe oder (bei entsprechender Eigenmechanisierung) eine Fremdarbeitskraft zu vergeben und meinen Job zu behalten, vorallem bei einem hohen Anteil von Eigenland.

Viele Grüße,
Manfred

(Kommt davon, wenn man beim Schreiben abgelenkt wird: Die Beiträge haben sich gerade überschnitten.)
Zuletzt geändert von Manfred am Mi Dez 05, 2007 15:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: sind 130 ha Ackerland genug

Beitragvon automatix » Mi Dez 05, 2007 15:51

Fred72 hat geschrieben:Hallo zusammen,

bin neu in diesen Forum.
Ich hoffe und denke dass ich in diesen Forum ehrliche und konstruktive Antworten auf meine Frage erhalte.

Meine Frage.

Ich bin in die Lage „gerutscht“ das ich einen Betrieb von meinen Vater weiterführen könnte.

Er hat 130 ha Ackerland + 5 ha Grünland bewirtschaftet.

Auf den 130 ha Ackerland hat er 12 ha Gurken, 50 ha Weißkohl und den Rest Getreide angebaut.

Wenn ich jetzt die komplette Fläche nur mit Marktfrucht bewirtschaften will (es sind ja nur 130 ha) kann ich, und meine Mutter, davon leben ?


Ich stehe zur Zeit in einen festen Arbeitsverhältnis mit guten Einkommen.

Maschinen sind vorhanden bis auf einen Mähdrescher.

Ich wäre dankbar über eure Meinungen, da ich keine Vorstellungen habe wie viel Land man „heutzutage“ bewirtschaften muss.


würdest dir denn spaß machen?
bei den momentanen preisen würdest davon schon gut leben können, wenn kein größerer investitionsstau da ist.
das andere wäre natürlich das aufhören, bei 130 ha bekommst halt auch gut pacht und du hast weiterhin deinen job.

der tipp mit dem steuerberater ist aber wohl der richtige.

(nur 130 ha hätte ich auch gern)
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Beitragvon Fred72 » Mi Dez 05, 2007 16:58

Hallo zusammen,
Erst einmal vielen Dank für die vielen und nützlichen Tips.
Das Problem ist das meine Arbeitsstelle 400 km vom Hof entfernt ist.
Ich denke aus dieser Entfernung kann ich nicht beides unter einen Hut bringen.
Kredit läuft eigentlich nur noch einer über ca. 20 000 Euro. (Traktor abbezahlen)

Wir besitzen ca. 30 ha Eigenland, die anderen ha sind gepachtet.

An den Steuerbeater habe ich auch schon gedacht, aber mein Vater hat vorher relativ viel Gemüse (Gurken, Weisskohl) angebaut.
Dies trau ich mir aber nicht zu (auch wegen der vielen Arbeitskräfte die man dafür benötigt)
Wir hatten 2 „Gurkenflieger“ mit jeweils 17 Personen.
Ich wollte aber eigentlich nur noch Marktfrucht anbauen.
Kann der Steuerberater mir da trotzdem was „durchrechnen“ ?

Maschinenpark in grober Übersicht:
John Deere 6100 Bj. 1990
John Deere 6610 Bj. 2001
John Deere 4055 Bj. 1990 (weiß ich nicht ganz genau)
Lamborghini 1706 Bj. ?
Deutz Agrotron K 110 Bj. 2007-12-05
IFA L60
1 Pflug (4 Scharr)
1 Kreiselegge
1 Drillmaschine
1 Eggenträger
1 Scheibenegge
1 Spritze
1 Grubber
diverse Hänger
Kohlerntemaschine
Beregnungsaggregat
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Beitragvon automatix » Mi Dez 05, 2007 17:10

Pachtpreise sind aber bekannt, die ihr zahlt?
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Beitragvon Fred72 » Mi Dez 05, 2007 17:21

JA, Pachtpreise sind bekannt.
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Beitragvon Bayer07 » Mi Dez 05, 2007 17:58

Hallo Fred72,

das ist eine schwierige Entscheidung. Hängt natürlich auch davon ab, was Dir besser gefällt und wieviel Du in der Arbeit verdienst im Vergleich zur LW.

Was bist DU denn von Beruf?

Maschinell bist Du ja gut ausgestattet, jedenfalls von den Schleppern hast Du mehr als genügend.

Du musst halt auch für 100ha Pacht bezahlen und bei uns verlangen sie wie verrückt, ist wirklich nicht mehr normal. Aber vermutlich geht das wieder zurück, kenne einen, der hat 80ha hingeschmissen und arbeitet nur noch seine 70ha Eigenfläche.

Ich kenne mehrere, die arbeiten ihre 30-40ha in Milchwirtschaft und andere wiederum haben lieber verpachtet und gehen in ihre Arbeit. Die haben eben die Pacht als schönes Nebeneinkommen.

Also ich persönlich würde wahrscheinlich den Betrieb weiterbewirtschaften, aus dem einfachen Grund, weil ich heimatverbunden bin und man dann sein eigener Herr ist.
Die Pendlerei von 400km geht Dir sicher auf die Dauer auf die Nerven und zu Hause brauchst Du keine Miete bezahlen bzw. steht sonst der Hof über die Woche fast leer.

Kommt auch darauf an wo und was Du arbeitest. Du kannst es Dir ja mal durchrechnen, wenn Du mit LW genausoviel oder mehr Einkommen hast, kannst Du es ja mal versuchen, und wenn es Dir in ein paar Jahren nicht mehr taugt einfach wieder arbeiten.
Aber ich würde dann schon dabei bleiben.

Es kommt auch darauf an, was Deine Freundin meint, ist schließlich kein unwesentlicher Faktor.

Ich habe einen Bekannten, der hat 10 Jahre als Mechaniker gearbeitet, jetzt hat er die LW der Eltern doch übernommen, da sein jüngerer Bruder nicht mehr wollte und macht nur noch die LW, dem reicht es.
Ein anderer Bekannter hat seine Bullenmast mit 20ha Eigenfläche aufgegeben, macht jetzt nur noch Ackerbau und arbeitet nebenbei auf einem Gut und bei einem Lohner.

Also ein paar mal gut darüber schlafen.

Wünsch Dir eine gute Entscheidung.

Stefan
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Beitragvon Komatsu » Mi Dez 05, 2007 18:41

Das muss man individuell klären und die verhältnisse gut kennen, alles andere ergießt sich in Gelabber -> also rede das mit deinem Steuerberater durch und der soll dir einen benennen der von Sonderkulturbetrieben dich betriebswirtschaftlich beraten kann oder besser zwei.
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Beitragvon Kaninchen » Mi Dez 05, 2007 18:54

In welchem Bundesland ist denn euer Hof?
Vielleicht kann dir auch die Landwirtschafskammer helfen.
Die schleswig-holsteinische LWK bietet z.B. auch Betriebsberatung an.
Ich denke, das wird in anderen BL's ähnlich sein.
Grüßle,
Birgit
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Beitragvon forenkobold » Do Dez 06, 2007 13:20

Mit 130 Hektar und reinem Getreidebau kannst Du einigermaßen über die Runden kommen. Aber reich wirst Du nicht dabei. Und das wäre auch nicht gerechtfertigt, denn abgesehen von ein paar stressigen Tagen in der Saison wirst Du ein lockeres Leben führen.
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Beitragvon Schweinchen » Do Dez 06, 2007 19:34

die Frage die ich mir hier so nur stelle ist, ob es nicht vielleicht nötig wäre erstmal eine Ausbildung als Landwirt zu machen um die 130ha dann auch wirklich Top zu beackern.
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Beitragvon Karotte » Sa Dez 08, 2007 11:06

Hallo,
die anderen haben es ja schon geschrieben
- Steuerberater fragen,
- betriebswirtschftliche Beratung der Landwirtschaftskammer/Landwirtschaftsamt hinzuziehen.

Ich empfehle auch mal den landwirtschaftlichen Branchenvergleich der LAND-DATA sich anzuschauen
http://www.landdata.de/dyn/epctrl/con/landdata001286/cat/landdata000148/mod/landdata000054/pri/landdata

Du solltest einen Vergleich vornehmen:
Betrieb vollständig verpachten (Flächen ggf. auch Gebäude) = kalkulatorischer Pachteinnahmen; liqudierbares Umlauf-/Anlagevermögen wie die genannten Maschinen veräußern, dieses freiwerdende Kapital kann alternativ angelegt werden = kalkulatorische Zinseinkünfe und weiterhin der jetzigen Tätigkeit nachgehen oder
den Betrieb wie erwähnt auf extensive Druschfrüchte (Getriede, Raps etc.) umstellen, dabei wird ggf. auch Kapital freigesetzt, dass auch alternativ anzulägen wäre.

Gruß
Karotte
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