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Sorte und Kosten für Kalk

Hier ist Platz für alles was mit Futterbau und Grünland zu tun hat.
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Sorte und Kosten für Kalk

Beitragvon Spessartbauer » Fr Feb 17, 2017 19:53

Hallo,
wir sind Biobetrieb mit Mutterkuhhaltung und wollen unsere Wiesen wieder mal aufkalken. Es geht um LKW-Lieferung, also z.B. 25 Tonnen.
Welchen Kalk nehmt Ihr und wie sind die Kosten?

Wenn jemand ein preisgünstigen Bio-N-Dünger kennt, bin ich für Tipps dankbar.
Spessartbauer
 
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Re: Sorte und Kosten für Kalk

Beitragvon AEgro » Fr Feb 17, 2017 20:45

Hallo Spessartbauer,
bin zwar kein Bio-bauer und bewirtschafte seit 13 Jahren kein Grünland mehr ( nur noch Acker ), aber soviel Wissen hab ich noch .
Auf Grünland sollte mild wirkender kohlensaurer Kalk eingesetzt werden. Ist etwas langsamer in der Wirkung wie Branntkalk. Erhöht den ph-Wert nicht schlagartig, und beeinflußt die Pflanzenzusammensetztung nicht kurzfristig.
Bodenuntersuchung mit Düngeempfehlung vor der Ausbringung ist auf alle Fälle empfehlenswert.
Kohlensauren Kalk mit oder ohne Magnesiumanteil gibts von verschiedenen Herstellern/Vertriebsfirmen.
Der Kalk wird heutzutage meist erdfeucht angeboten, um die Staubentwicklung beim Ausbringen zu vermindern.
Du brauchst dazu allerdings einen speziellen Feuchtkalkstreuer. Bei uns in der Gegend wird der oft im Paket mit der Kalklieferung vom Handel angeboten, oder man leiht ihn vom Maschinenring oder LU.
Branntkalk ist teurer, hat aber eine schnellere Wirkung. Der wirkt ätzend, und man sagt dem Branntkalk eine gewisse Hygienewirkung z. B. gegen Wurmeiern auf Weiden nach.
Ebenso ist bei günstigen Ausbringbedingungen eine Bekämpfung von Moos möglich, die allerdings nicht lange anhält, wenn sonst nichts an der Bewirtschaftung geändert wird.
Branntkalk muss auf jeden Fall trocken sein und gibt es in " gekörnter " Form und kann mit normalen Schlepperanbaustreuern ausgebracht werden. Allerdings kein angenehmes Geschäft.

Ich bin kein Bio-Spezialist, du mußt aber Aufpassen, es sind viele als Dünger zugelassene Rückstandkalke aus der Industrieproduktion auf dem Markt. Ob die im Bioanbau zugelassen sind musst du allerdings zur Sicherheit bei deiner Bioorganisation oder der LW-verwaltung erfragen.
Gruß AEgro
Es gibt Tage, da komm ich einfach mit dem Kopfschütteln nicht hinterher !
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Re: Sorte und Kosten für Kalk

Beitragvon Martin_933 » So Feb 19, 2017 9:51

Hallo,

würde mich gerne hier anschließen. Ich sollte dieses Jahr auch wieder kalken. Leider habe ich schlechte Erfahrungen mit dem örtlichen Landhandel gemacht (doppelt belegte Streuer, zuwenig Kalk geliefert, recht unkompetente Mitarbeiter), deswegen möchte ich kohlensauren Kalk mit Magnesium als Granulat mit meinem eigenen Streuer streuen. Habt ihr gute Adressen, der dieses in BigPack anbietet? Laut Landhandel gibt es das nicht...
Bodenproben habe ich schon genommen und weiß, was und wieviel auf meine Felder gehört.

Danke Martin
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Re: Sorte und Kosten für Kalk

Beitragvon AEgro » So Feb 19, 2017 13:02

Hallo Martin,
Granulierter Kalk ist normalerweise erheblich teurer als loser, gemalener Kalk.- War zumindest bei meiner letzten Anfrage vor ca. 20 Jahren so.
In anderen Tread im LT hab ich gelesen ,dass du aus dem Allgäu bist.
Wenn du mit deinem Landhandel zwecks Dünger/Kalklieferung unzufrieden bist, frag mal bei der LEGA ( Einkaufsgemeinschaft Allgäuer Bauern ) nach.
www.lega-gmbh.de
Die Einkaufsgemeinschaft ist Partner meiner LEG aus Hohenlohe. Sie ist unser Vorreiter und gewissermassen unser Vorbild und teilweise Partner.
Die LEGA ganz genau kenn ich nicht, ich weiß aber , dass die sich genauso intensiv und gerecht um kleine wie große " Kunden " kümmern.
Einzelne Geschäfte gehen im Normalfall auch für Nichtmitglieder.
Einfach mal eine Anfrage an die Stellen.
Gruß AEgro
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Re: Sorte und Kosten für Kalk

Beitragvon Forchhammer » So Feb 19, 2017 13:18

Branntkalk ist für Biobetriebe tabu, einfachste Möglichkeit ist kohlensaurer Kalk in Mahlstufen 1 und 2. Der Gröbere ist quasi feuchter "Sand" und kostet auch weniger als der Feine.
Die Wirkung ist dann aber entsprechend der kleineren Reaktionsoberfläche auch geringer.

Meine Raiffaisen hat mir dieses Jahr erstmals normal streubares Calcikorn 95 % CaCo3 und 2 %S angeboten.
Ist per Zuckerpampe zu Körnchen zusammengeklebt und kostet daher gute 10,75€/dt + Mwst.
Weiss aber nicht ob das Biokonform ist.
G.O.A.T : Geballte Organisation Aufständischen Terrors (zu deutsch: Ziegen)

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Re: Sorte und Kosten für Kalk

Beitragvon AEgro » So Feb 19, 2017 14:38

Hallo
habe gerade eine Liste von Kalkdüngern für Biobetriebe gefunden. Stand 2015.
Aber wie gesagt , ich bin kein Biospezialist sondern ganz normaler, böser, konventioneller Ackerbauer.
Also Biobetriebe ihr wisst ja selbst am besten, lasst euch vor Einsatz eines Zukaufsbetriebsmittels eine Zulassungsbescheinigung und Unbedenklichkeitsbescheinigung des Verkäufer/Invervehrbringers und eures Biokontrollverbands geben.
www.dueka.de/fileadmin/...2/Tabelle_-_D ... andbau.pdf
Gruß AEgro
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Re: Sorte und Kosten für Kalk

Beitragvon AEgro » So Feb 19, 2017 14:46

Hoppla,
das hat jetzt nicht geklappt mit dem Link direkt auf eine PDF-Datei.
Über Googlesuche Probieren.Die Liste ist von einem Kalkhersteller.
Düka-Naturkalk.
Gruß AEgro
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Re: Sorte und Kosten für Kalk

Beitragvon springsa » So Feb 19, 2017 15:38

Streue auch granulierten Bodenkalk , hab Big Bag die lass ich in meinen Streuer rein und kann schon losfahren ohne irgendwo einen Steuer hohlen zu müssen und wieder zurückbringen zu müssen .Preislich wenn ich es rechne 400 kg Ha mach ich mit einem 600 Big Bag 1,5 ha kostet mich ziemlich dasselbe wie wenn ich losen kalk streue, aus dem LGH auf den Kipper und dann händisch in den Safentalstreuer rein und streuen . Bekommen kannst du ihn unter amalgerol.com / Pflanzen -Böden / Meerkalk oder unter Bodenkalk.at oder unter Timac agro dort ist er preislich am teurern
Google mal bodenkalk da kommt eh einiges auch aus Deutschland
Hab heute welchen mit dem Einlagerungsdünger geholt 600 kg haben 127,44 gekostet im Lgh von Bodenkalk


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Re: Sorte und Kosten für Kalk

Beitragvon metmike » Mi Mär 15, 2017 7:09

25 Tonnen kohlensaurer Kalk (95CACO3) kosten mich 750 Euro inkl. Ausbringung plus Märchensteuer. Also knappe 900 Teuronen inkl. des Flaschenbieres für hinterher. ......
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Re: Sorte und Kosten für Kalk

Beitragvon jaher23 » Mi Mär 15, 2017 10:27

Hab letzten Freitag Granukal für 125€ pro Tonne geholt und Montag direkt gestreut...
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Re: Sorte und Kosten für Kalk

Beitragvon marius » Sa Mär 18, 2017 20:26

Seltsamerweise hat der Biogaser hier im Ort die letzten 15 Jahre keinen Kalk auf seine Äcker und Wiesen gestreut und hat dennoch jedes Jahr einen 3,5 Meter Mais. Den schönsten in der Umgebung. Seine Grünlanderträge sind auch Spitze.

Fruchtfolge auf dem Acker hält er aber schon ein Mais/Weizen/GPS und Substrat hat er auch genug das ausgebracht wird.
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Re: Sorte und Kosten für Kalk

Beitragvon T5060 » Sa Mär 18, 2017 20:55

@Marius Mais reagiert auf ph-Werte um 5,5 sehr ertragssteigernd, über 6 mag er gar nicht

In gemischten maislastigen Fruchtfolgen ist 5,8 - 6 der Kompromiß

Früher war das ja immer so dass man vor "Hackfrüchten" kalkte, wohl wegen der Krümelstruktur.
Das juckt den Flachwurzler aber nun mal gar nicht, der macht das mit viel Scheisse
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Sorte und Kosten für Kalk

Beitragvon marius » So Mär 19, 2017 10:04

Er hat auch einen Top Weizen. Optisch Super und nach seinen Angaben Erträge zwischen 9 - 10 Tonnen in guten Jahren. Ich kenne aber seine PH Werte nicht.

Was ich mich gerade frage : Wen jemand viel Substrat oder Gülle jährlich ausbringt, erhöht oder senkt das den PH Wert ?
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