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Sortenempfehlung Weizen nach Raps

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Sortenempfehlung Weizen nach Raps

Beitragvon Schauerschrauber » Fr Sep 30, 2011 18:18

Hallo

hat einer ´ne Winterweizensorte für den Anbau nach Raps auf schlechtem Standort zu empfehlen ?

(Standort ist steiniger Boden am Süd-Westhang )

MfG
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Re: Sortenempfehlung Weizen nach Raps

Beitragvon NobbyNobbs » Fr Sep 30, 2011 18:48

Nach Raps stellt die richtige Sortenwahl das wichtigste Kriterium zum wenigstens einigermaßen ordentlichen Ertrag dar. Dabei kommt es insbesondere darauf an, dass die Sorte sehr robust ist, um mit den schlechten Bedingungen ( schlechte Bodenstruktur, hoher Schädlings- und Krankheitsdruck ) zurecht zu kommen. Ganz wichtig ist, dass du nicht vor Dezember- besser noch Januar drillst, da der hinterlassene Krankheitsdruck dieser eigentlich ungeeigneten Vorfrucht sonst immens hoch ist. Du solltest außerdem mindestens 4 - 5 Fungizidmaßnahmen einplanen ( zwei davon im Herbst ).
Drillen würde ich mit 700 K/m² bei 10-15 cm Saattiefe.
Hervorragend bewährt haben sich: Visby, Dominik, Malwinta und Visello.
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Re: Sortenempfehlung Weizen nach Raps

Beitragvon Bauerntrampel » Fr Sep 30, 2011 19:41

NobbyNobbs hat geschrieben:Nach Raps stellt die richtige Sortenwahl das wichtigste Kriterium zum wenigstens einigermaßen ordentlichen Ertrag dar. Dabei kommt es insbesondere darauf an, dass die Sorte sehr robust ist, um mit den schlechten Bedingungen ( schlechte Bodenstruktur, hoher Schädlings- und Krankheitsdruck ) zurecht zu kommen. Ganz wichtig ist, dass du nicht vor Dezember- besser noch Januar drillst, da der hinterlassene Krankheitsdruck dieser eigentlich ungeeigneten Vorfrucht sonst imens hoch ist. Du solltest außerdem mindestens 4 - 5 Fungizidmaßnahmen einplanen ( zwei davon im Herbst ).
Drillen würde ich mit 700 K/m² bei 10-15 cm Saattiefe.
Hervorragend bewährt haben sich: Visby, Dominik, Malwinta und Visello.


Auf Deutsch soll das wohl heißen, nach Raps wächst alles...
Bei uns ist es dieses Jahr Impression geworden, Asano und die anderen Verdächtigen werden aber auch gut gehen.
voro hat geschrieben:Die Ochsen solltet ihr nicht melken!
Schmeckt nicht!

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Re: Sortenempfehlung Weizen nach Raps

Beitragvon Crazy Horse » Fr Sep 30, 2011 20:31

NobbyNobbs hat geschrieben:Nach Raps stellt die richtige Sortenwahl das wichtigste Kriterium zum wenigstens einigermaßen ordentlichen Ertrag dar. Dabei kommt es insbesondere darauf an, dass die Sorte sehr robust ist, um mit den schlechten Bedingungen ( schlechte Bodenstruktur, hoher Schädlings- und Krankheitsdruck ) zurecht zu kommen. Ganz wichtig ist, dass du nicht vor Dezember- besser noch Januar drillst, da der hinterlassene Krankheitsdruck dieser eigentlich ungeeigneten Vorfrucht sonst imens hoch ist. Du solltest außerdem mindestens 4 - 5 Fungizidmaßnahmen einplanen ( zwei davon im Herbst ).
Drillen würde ich mit 700 K/m² bei 10-15 cm Saattiefe.
Hervorragend bewährt haben sich: Visby, Dominik, Malwinta und Visello.


Das ist ja ne interessante Strategie, den Weizen schon mal prophylaktisch zwei mal im Herbst zu behandeln, noch bevor er gesät wurde :lol:

Aber Du hast natürlich Recht. Der Boden ist nach einer solchen Vorfrucht derart mit Pilzsporen, Schnecken und Feldmäusen verseucht, dass man mit der Aussaat besser abwartet, bis die Mäuse ihren Winterschlaf halten.
Hierbei empfiehlt es sich, den Boden mindestens 30cm tief zu pflügen, um die schlafenden Nagetiere, die tief in ihren Höhlen vor sich hin schlummern, an die Erdoberfläche zu befördern, damit sie in einer kalten Nacht erfrieren. Nach einer so schlechten Vorfrucht wie Winterraps sollte man aber ohnehin pflügen, um den Krankheitsdruck zu minimieren (einfach mal bei Wini nachfragen - der kann Dir das bestätigen). Es drohen sonst Infektionen mit gefährlichen Coronaviren, die von gegeißelten Wurzelgallennematoden übertragen werden und das Immunsystem der Pflanzen nachhaltig schädigen. Ertragsdepressionen sind nahezu unvermeidlich.
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Re: Sortenempfehlung Weizen nach Raps

Beitragvon NobbyNobbs » Fr Sep 30, 2011 21:08

Solche Späßchen kommen mir nach den drei Weizen, die ich bisher getrunken habe, sehr gelegen. :prost: :-)
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Re: Sortenempfehlung Weizen nach Raps

Beitragvon NobbyNobbs » Fr Sep 30, 2011 21:42

Schauerschrauber hat geschrieben:Hallo

hat einer ´ne Winterweizensorte für den Anbau nach Raps auf schlechtem Standort zu empfehlen ?

(Standort ist steiniger Boden am Süd-Westhang )

MfG



Mal Spaß bei Seite. Du kannst natürlich jede Weizensorte als Raps-Weizen anbauen. Denn prinzipiell ist das Ertragsniveau und auch die -sicherheit einfach höher. Empfehlenswert wäre hier nur eine Sorte, die eben die guten Bedingungen auch durch gute Qualitäten und hohen Ertrag dankt. Tabasco oder JB Asano wären zum Beispiel solche Sorten. Was nicht heißen soll, dass sie als Stoppelweizen nicht überzeugen würden. Es gibt jedoch Weizen, wie bespielsweise einen "Manager" oder der alte Klassiker "Ritmo", die generell ganz gut im Ertrag sind, aber kaum Unterschiede machen, ob sie jetzt nach Raps oder nach Weizen stehen. Daher würdest du diese als Blattfruchtweizen vermutlich nicht am sinnvollsten einsetzen.

Eine kleine Beispielsrechnung. Ich nehme einfach mal beliebige Zahlen, nur um einfach zu verdeutlichen:
Beispiel: Manager in Weizenselbstfolge: relative 105 = 5% über dem Durchschnitt aller geprüften Sorten. Sagen wir mal, das wären 94,5 dt. Manager war hier also 4,5 dt besser als der Versuchsdurchschnitt. Daher: Sehr guter Stoppelweizen. Sorte 2= Tabaso mit rel. 100 = "nur" 90 dt.
Jetzt: Manager als Blattfruchtweizen, wo die relative 100 nicht bei 90dt/ha wie oben liegt, sondern ...hm..sagen wir mal bei 100dt/ha. Wir nehmen an, dass das Ertragsniveau höher ist, weil hier eben Raps die Vorfrucht war. Hier hat Manager jetzt nur rel. 99. Das heißt: Manager drischt 99 dt/ha. Daher: Er ist immer noch 4,5dt/ha besser als er als Stoppelweizen war, schafft aber das allgemeine Niveau aller Sorten nicht. Tabasco hat jetzt hier rel. 106 = 106 dt/ha. Tabasco wäre in diesem Fall ein typischer Blattfruchtweizen, der die guten Bedingungen auch wirklich dankt.

Du kannst das natürlich so nie 1:1 übernehmen. Aber vielleicht verstehst du ja das Prinzip.

Es gibt verschiedene Kriterien, die einen Stoppelweizen/Blattfruchtweizen beschreiben. Verlass dich dabei allerdings nicht nur auf die Gesundheit; und auch nicht nur auf Namen. Phytosanitäre und weniger sichtbare Effekte sind häufig ausschlaggebender als beispielsweise nur eine gute Halmbruch- oder DTR-/HTR-Resistenz.
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Re: Sortenempfehlung Weizen nach Raps

Beitragvon Crazy Horse » Sa Okt 01, 2011 7:39

Manager ist schon ne ertragreiche Sorte und drischt nicht nur als Stoppelweizen sondern auch als Blattfruchtweizen überdurchschnittlich, auch wenn bei optimalen Standort- und Vorfruchtvoraussetzungen das Sortenspektrum näher beisammen liegt.
Manager und JB Asano, so ertragreich sie auch sein mögen, eignen sich weniger auf flachgründigen, steinigen Böden, auch wenn JB Asano durch seine sehr gute Kornausbildung noch einiges kompensieren kann und nie ganz abfällt.
Sehr viel besser auf schwächeren Standorten sind Sorten wie Paroli, Primus oder Kredo geeignet, weil sie frohwüchsige (gute Jugendentwicklung, schließen schnell die Bestände), kurze und kompakte Kompensationstypen sind mit ner guten Einkörnung und nem gut mittleren TKG.
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Re: Sortenempfehlung Weizen nach Raps

Beitragvon treckerchen » Sa Okt 01, 2011 15:48

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Re: Sortenempfehlung Weizen nach Raps

Beitragvon NobbyNobbs » Sa Okt 01, 2011 16:04

treckerchen hat geschrieben:bei der Strategie blick ich nicht durch...



Dann google mal nach "Sarkasmus".
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Re: Sortenempfehlung Weizen nach Raps

Beitragvon treckerchen » Sa Okt 01, 2011 17:22

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Re: Sortenempfehlung Weizen nach Raps

Beitragvon Schauerschrauber » So Okt 02, 2011 9:18

Hallo

mittlerweile sollte ich wohl nicht mehr Fragen was generell zu empfehlen ist sondern was ist überhaupt noch an Saatgut zu bekommen :?

Habe Restmengen von Sailor , Sophytra und Türkis ergattern können :klee:

MfG
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Re: Sortenempfehlung Weizen nach Raps

Beitragvon NobbyNobbs » So Okt 02, 2011 10:23

Schauerschrauber hat geschrieben:Hallo

mittlerweile sollte ich wohl nicht mehr Fragen was generell zu empfehlen ist sondern was ist überhaupt noch an Saatgut zu bekommen :?

Habe Restmengen von Sailor , Sophytra und Türkis ergattern können :klee:

MfG



Ich hätte hier massenweise Julius, Cubus oder JB Asano bekommen können. Bis auf Asano säe ich aber keine der Sorten. Das hat mich dazu veranlasst schon früh im August ( als das Zeug noch auf dem Halm stand ) die neuen Sorten "Hekto" und "Tobak" zu bestellen. Hat Ewigkeiten gedauert..grade wegen der verzögerten Ernte. Außerdem war ich wohl der einzige aus dem Limburger Raum, der Tobak bestellt hat.
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Re: Sortenempfehlung Weizen nach Raps

Beitragvon automatix » So Okt 02, 2011 10:41

Schauerschrauber hat geschrieben:Hallo

mittlerweile sollte ich wohl nicht mehr Fragen was generell zu empfehlen ist sondern was ist überhaupt noch an Saatgut zu bekommen :?

Habe Restmengen von Sailor , Sophytra und Türkis ergattern können :klee:

MfG


naja, wenn man am 30.09 erst zu überlegen anfängt, was man für Sorte will, dann kann das vorkommen.
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