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Stickstoffdünger mit Wackelstrom selbst erzeugen?

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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37 Beiträge • Seite 2 von 3 • 1, 2, 3
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Re: Stickstoffdünger mit Wackelstrom selbst erzeugen?

Beitragvon MartinH. » Do Mär 19, 2026 13:26

Manfred hat geschrieben:
wastl90 hat geschrieben:...
Die Angaben erscheinen mir sehr fragwürdig.

...
Wie viel N da drin steckt, wäre dann noch zu klären.



110.000 lbs N sind kaut Google = 49kg ("." ist in uns bei uns ein Komma!)
Wenn das Schlepperfahren nicht wäre, keiner würde Landwirtschaft betreiben ...
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Re: Stickstoffdünger mit Wackelstrom selbst erzeugen?

Beitragvon aleandreas » Do Mär 19, 2026 13:35

Also das Thema ist schon interessant. Die Website von der Firma sieht wenig vertrauenserweckend aus.

Wen das Thema interessiert hier gibt es eine gute Analyse dazu:
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8133363/
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Re: Stickstoffdünger mit Wackelstrom selbst erzeugen?

Beitragvon Mad » Do Mär 19, 2026 14:18

MartinH. hat geschrieben:110.000 lbs N sind kaut Google = 49kg ("." ist in uns bei uns ein Komma!)


Der Fehler liegt bei Wastl, weil er einen Punkt statt einem Komma gesetzt hat. Auf der Internetseite steht "110K lbs of N/yr". Und K steht für 1000. Es sind also schon Hundertzehntausend.
Bild
Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Stickstoffdünger mit Wackelstrom selbst erzeugen?

Beitragvon Manfred » Do Mär 19, 2026 15:35

Er hier hat im Maisanbau Versuche mit Vergleich zu 32%igem UAN (AHL) gemacht.
Dieser enthält ca. 3,5 lb / gallon Stickstoff.

https://www.youtube.com/watch?v=j_ds2Z5L_2c

aleandreas hat geschrieben:Wen das Thema interessiert hier gibt es eine gute Analyse dazu:
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8133363/


Der Beschreibung nach scheint es sich nicht 1 zu 1 um das Birkeland-Eyde-Verfahren zu handeln.
https://www.researchgate.net/figure/Pro ... _350523906
https://de.wikipedia.org/wiki/Birkeland-Eyde-Verfahren

Green Lightning schreiben, dass bei Ihnen die ionisierte Luft (nach dem Plasma) und das Wasser in einem statischen elektrischen Feld reagieren.

GL.jpg

https://www.greenlightning.ag/about-our-technology-1
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Re: Stickstoffdünger mit Wackelstrom selbst erzeugen?

Beitragvon countryman » Do Mär 19, 2026 18:04

Ein Wirkprinzip das bisher nirgendwo erwähnt wird... es sollte eine Patentschrift geben, wenn die Erfindung echt wäre.
Weil sonst gibt es die Reaktoren nächste Woche bei Temu.

Ansonsten, N ist N, Formenversuche gibt es seit über 100 Jahren zuhauf, das ist völlig uninteressant.
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Re: Stickstoffdünger mit Wackelstrom selbst erzeugen?

Beitragvon Mad » Do Mär 19, 2026 19:04

countryman hat geschrieben:Ein Wirkprinzip das bisher nirgendwo erwähnt wird... es sollte eine Patentschrift geben, wenn die Erfindung echt wäre.


Das Patent von greenlightning:

https://patents.google.com/patent/US12384698B2/en


Das übergeordnete Patent zur Verfahrensweise:

https://patents.google.com/patent/US20210360847A1/en
Bild
Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Stickstoffdünger mit Wackelstrom selbst erzeugen?

Beitragvon KHD_AG » Do Mär 19, 2026 19:50

Was zur Hölle ist eigentlich wackelstrom? Ist das ein Begriff vom altbauernstammtisch nach 5 Bier oder was ist das?
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Re: Stickstoffdünger mit Wackelstrom selbst erzeugen?

Beitragvon countryman » Do Mär 19, 2026 20:43

Gemeint ist wohl kurzfristig anfallender Überschuss aus Erneuerbaren, der im Stromnetz nicht sinnvoll verwertet werden kann.
Das Problem ist wie bei allen hypothetischen Anlagen zu dessen Verwendung die kurze Laufzeit, die einen wirtschaftlichen Betrieb aufs Ganze dann eben doch nicht ermöglicht, trotz "kostenloser" Energie.

@Mad, Danke für die Recherche.
Edit, ich will nicht behaupten das ganze Juristen-Englisch gelesen zu haben oder gar zu verstehen. Falls jemand darin ein naturwissenschaftliches Erklärungsprinzip für die eigentliche N-Fixierung findet, immer her damit.
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Re: Stickstoffdünger mit Wackelstrom selbst erzeugen?

Beitragvon wolpino » Fr Mär 20, 2026 10:51

Der Kasten produziert im Plasma Teil ein Gemisch aus NO Verbindungen. (reactor-outlet stream comprising one or more oxidized nitrogen species, such as NO, NO2, N2O4, N2O, HNO2, HNO3, N2O5, or a mixture thereof.)

Weiter unten steht dann eine Beschreibung der Neutralisationskammer in der Maschine: neutralizing chamber 230 may contain a neutralization agent, which may include a basic compound, such as CaCO3, Ca(OH)2, KOH, K2CO3, lime, potash, sodium salts, rock phosphate, and other salts or minerals which may be used to neutralize nitric acid.

Hintergrund ist dass durch den Plasmagenerator und dem Wasser einiges an Stickstoff haltigen Säuren und andere Oxidationsprodukte von Stickstoff gebildet werden. Die werden dann neutralisiert mit den zugesetzten basischen Verbindungen, so dass eine neutrale Lösung erhalten kann die man dann zur Düngung einsetzen kann.

Prinzipiell ist das ein guter Ansatz, jedoch ist der Output auch abhängig von sehr vielen Variablen, was das Plasma und auch der zugesetzte "Neutralisator" usw. betrifft. Dann ist noch die Frage, welche Form von Stickstoffverbindungen die fertige Lösung enthält und wie deren Bioverfügbarkeit ist, sprich hat die Pflanze was davon und wann.
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Re: Stickstoffdünger mit Wackelstrom selbst erzeugen?

Beitragvon countryman » Fr Mär 20, 2026 12:40

Also offenbar doch der im Prinzip bekannte Prozess nach Birkeland-Eyde.
In Norwegen gab es entsprechende technische Anlagen die mit seinerzeit dort fast beliebig verfügbaren Strom aus Wasserkraft betrieben wurden. Haber-Bosch war trotzdem wirtschaftlicher, siehe Beitrag von aleandreas weiter oben. Das Verfahren könnte theoretisch ein bisher unerkanntes Entwicklungspotential haben.

Stickstoff ist grundsätzlich pflanzenverfügbar außer eben (weitgehend) als Luft-N2, daher spielt die genaue Zusammensetzung der Lösung mit dem fixierten N keine große Rolle.
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Re: Stickstoffdünger mit Wackelstrom selbst erzeugen?

Beitragvon Manfred » Fr Mär 20, 2026 13:17

Ein weiteres Patent des Erfinders.
Das schaut mehr nach der in den Videos gezeigten Anlage aus.

https://patents.google.com/patent/US20250197251A1

Hier wird ein Luft-Wasser-Gemisch erzeugt, in einer Art Venturi-Düse, und dieses dann durch den Lichtbogen geblasen.
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Re: Stickstoffdünger mit Wackelstrom selbst erzeugen?

Beitragvon broitbeil » Fr Mär 20, 2026 13:46

Vielleicht sollte man zuerst an den Landmaschinen das Adblue ausbauen. So ein Dieselmotor erzeugt nämlich Sickstoffverbindungen ohne Ende, leider sind diese für uns guter Dünger und für die Menschen böses Abgas.
Aber SCR an einem Mähdrescher 20km von der nächsten Stadt weg ist wirklich grandioser Schwachsinn.
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Re: Stickstoffdünger mit Wackelstrom selbst erzeugen?

Beitragvon Ede75 » So Mär 22, 2026 10:27

Adblue weg und Abgas einblasen bei der Bodenbearbeitung?
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Re: Stickstoffdünger mit Wackelstrom selbst erzeugen?

Beitragvon Manfred » So Mär 22, 2026 10:54

Ede75 hat geschrieben:Adblue weg und Abgas einblasen bei der Bodenbearbeitung?


Das ist ein altbekanntes Konzept. Wurde auch hier im Forum schon diskutiert.
Der Haken ist halt, dass alles, was aus dem Auspuff kommt, in den Boden geblasen wird, und nicht nur die Stickstoffverbindungen.
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Re: Stickstoffdünger mit Wackelstrom selbst erzeugen?

Beitragvon Ede75 » So Mär 22, 2026 11:29

Manfred hat geschrieben:
Ede75 hat geschrieben:Adblue weg und Abgas einblasen bei der Bodenbearbeitung?


Das ist ein altbekanntes Konzept. Wurde auch hier im Forum schon diskutiert.
Der Haken ist halt, dass alles, was aus dem Auspuff kommt, in den Boden geblasen wird, und nicht nur die Stickstoffverbindungen.



Das weiß ich, daß das ein alter Hut ist...
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