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stickstoffhaltiger Boden

Hier ist Platz für alles was mit Futterbau und Grünland zu tun hat.
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stickstoffhaltiger Boden

Beitragvon zimtstangerl » Mo Aug 04, 2008 11:00

Hallo Leute,
wäre euch dankbar, wenn ihr mir mit einer Frage etwas auf die Sprünge helfen könntet: Wie krieg ich den Stickstoff aus dem Boden?

Grund: hab etwa 1,5 ha Wiese. Bin ja selbst kein Landwirt, verwende die Wiese also auch nicht, aber die Leute in der Umgebung reißen sich darum (für die Schafe). Aber es gibt Flecken, auf denen wächst alles, was Stickstoff anzeigen könnte (deshalb eben meine Vermutung). Genau diese Flächen lassen die Leute dann immer stehen und ich kann dann mit dem Freischneider drüber (Mannshohe Brennesseln und anderes Zeug), wozu ich so gar keine Lust hab. Die Flächen sind in der Nähe eines kleinen Baches, der immer wieder austrocknet.

Im Internet wollt ich mich schlaumachen (damit SHierling nicht schimpft :wink: ) bin auf Denitrifikation mittels Bakterien gestoßen, aber ich möcht ja keine Kläranlage baun).

Was kann ich machen? Blöde Frage?

Vielen Dank im Voraus

edit: ach ja, gleich nebenan is der Acker, den ein Bauer gepachtet hat, kann' sein, dass der einfach zu viel Dünger verwendet und ich gar keine Chance hab?
Schöne Grüße aus Ungarn
Wolfgang
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Beitragvon zimtstangerl » Di Aug 05, 2008 15:53

hm, war das tatsächlich so eine dämliche Frage? Hab mir gedacht, wenn man den Boden verändern könnte, fühlt sich das entsprechende Unkraut nicht mehr so wohl und gibt auf. Was stimmt daran nicht? Wenn's doch stimmt: wie kann ich den N-Gehalt im Boden reduzieren?
Schöne Grüße aus Ungarn
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Beitragvon euro » Di Aug 05, 2008 19:27

Klingt so wie die Frage " Wie verdunste ich Wasser in der Wüste?"
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Beitragvon Manfred » Di Aug 05, 2008 19:27

Stickstoffanzeigende Pflanzen zeichnen sich ja gerade dadruch aus, dass sie Stickstoff abbauen.
Aushungern kannst du die Fläche, indem du sie mehrmals jährlich mähst, das Grüngut abfährst und keinen Stickstoff düngst.
Wenn du willst, dass sie besser abgefressen wird, musst du halt die Pflanzen bekämpfen, die nicht gefressen wirden (entsprechende Spritzmittel) oder, wenn es schlimm ist, gleich neu einsäen.
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Beitragvon Komatsu » Di Aug 05, 2008 20:29

Würd mich dann nur nicht wundern, wenn auch kein Gras mehr dort steht. In einem Hektar gesunden Boden sind etwa 20 Tonnen Stickstoff organisch gebunden. Was Du vor hast wäre so was ähnliches wie alkoholfreier Whisky. Du müsstest zwangsläufig alle Regenwürmer, Insekten und Mirkroorganismen eleminieren. Ich habe aber den Verdacht das deine Wiese schon sehr Stickstoffarm ist, da ja kein gras steht sondern irgendwelche Wild-, Bei-, noch unbekannter verwendungszweck- oder Unkräuter.

Idealerweise könnest die Mutterbodenauflage abtragen und verkaufen. Dann wäre der Boden noch stickstoffarm. Dann müsstest deine Wiese von Verbrennungsabgasen und Gewittern fernhalten und den Kot der Weidetiere sammeln. Stelle dir einmal vor die Luft die du einatemest hat sogar ein Stickstoffanteil von 70 %. Vielleicht solltest du erstmal damit beginnen dir stickstofffreie Luft zu Atmen besorgen. Sehr wichtig wäre in dem Zusammenhang auch das Dihydrogenmonooxid aus dem Boden zu entfernen. Es sterben jährlich weit mehr Menschen durch Dihydrogenmonooxid, als durch Verkehrsunfälle. Dihydrogenmonooxid wird halt nur nicht verboten, weil es auf kosmische Kräfte der Antrophosphen reagiert.
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Beitragvon zimtstangerl » Mi Aug 06, 2008 6:50

naja, ganz so blöd bin ich dann auch nicht, auch wenn ich zugeben muss, dass ich mir dass ein bisserl einfach vorgestellt hab. Anyways, will (also wollte) ja nicht den ganzen Stickstoff aus der Erde holen, aber es dürfte doch (ganz theoretisch - hab das Vorhaben eh schon abgehakt und mich mit öfterem Mähen abgefunden :cry: ) eine kritische Menge geben und somit einen zu sticktoffreichen Boden, oder nicht? Und natürlich wachsen dort auch Gräser, nur kommen die gegen das Unkraut nicht an. Wenn dort sämtliche Zeigerpflanzen sich pudelwohl fühlen, ist mir nicht schlüssg nachvollziehbar, warum der Boden N-arm sein sollte.
Aber egal: werd halt mähen, mähen, mähen, ..... Danke jedenfalls, freu mich ja immer, wenn ich was dazulernen kann.
Schöne Grüße aus Ungarn
Wolfgang
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Beitragvon SHierling » Mi Aug 06, 2008 8:38

zimtstangerl hat geschrieben:naja, ganz so blöd bin ich dann auch nicht, auch wenn ich zugeben muss, dass ich mir dass ein bisserl einfach vorgestellt hab. Anyways, will (also wollte) ja nicht den ganzen Stickstoff aus der Erde holen, aber es dürfte doch (ganz theoretisch - hab das Vorhaben eh schon abgehakt und mich mit öfterem Mähen abgefunden :cry: ) eine kritische Menge geben und somit einen zu sticktoffreichen Boden, oder nicht? Und natürlich wachsen dort auch Gräser, nur kommen die gegen das Unkraut nicht an. Wenn dort sämtliche Zeigerpflanzen sich pudelwohl fühlen, ist mir nicht schlüssg nachvollziehbar, warum der Boden N-arm sein sollte.
Aber egal: werd halt mähen, mähen, mähen, ..... Danke jedenfalls, freu mich ja immer, wenn ich was dazulernen kann.


Also erstmal vorweg: aus einem "schweren Boden", einem "Guten Boden", also sowas, was viele Bodenpunkte hat, wirst Du nie einen Magerrasen machen können, das ist nun mal so. Wenn also z.B. auch außerhalb Deiner Fläche "in der Natur" Brennesseln wachsen, dann gehören die da eben hin - und dann müssen Deine Maßnahmen dagegen auch anders aussehen, als wenn die Brennesseln auf Deiner Fläche die einzigen in der ganzen Umgegend sind und ringsum wächst nur Heide, Ginster und Schafschwingel. (DANN läge es tatsächlich am Düngen).

Und Zeigerpflanzen sind ja auch nicht das EINZIGE, was die Qualität und den Zustand eines Bodens anzeigt! Das Verhältnis von Gras zu Brennesseln z.B. liegt oft gar nicht am Boden, sondern ganz klar an der Nutzung. Gräser - jedenfalls normale Weidegräser und die zur Schnittnutzung, sind so gezüchtet, daß die oft geschnitten werden MÜSSEN (d.h. die wachsen immer besser, je öfter Du mähst, und dazu brauchen sie AUCH "viel Stickstoff"!). Wenn Du aber gar nicht mähst, oder immer nur mal ein paar Schafe laufen läßt, dann setzen sich eben die Brennesseln durch - bei GLEICHEM Boden.

Wenn Dir wirklich etwas daran gelegen ist, den Boden wieder in Schuß zu bringen, mach eine Bodenprobe.

Und wenn dann dabei herauskommt, daß der Boden tatsächlich überdüngt ist (was ich auch eher nicht glaube), dann kannst Du Dir eine besonders "zehrende" Mischung von Pflanzen besorgen, und die ein paar Jahre hintereinander anbauen. Dabei reicht es dann auch nicht, nur den Stickstoff "rauszunehmen", sondern die Hauptnährstoffe (N P K Mg) müssen auch weiterhiin in einem angemessenen Verhältnis bleiben, und der pH-Wert sollte auch noch einigermaßen hinhauen.
Und das hängt - wie immer im Ökosystem - alles zusammen.
Wenn Dir das zu viel Arbeit ist, mäh halt regelmässig die Brennesseln alle paar Wochen, und schmeiß an die Stellen ein paar Grassamen - aber das ist dann eine Daueraufgabe, auf gutem Boden sind Schafe einfach nicht genug "Nutzung" (es sei denn, mit Portionsweide) da wirst Du immer wieder Ärger bekommen.
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Beitragvon hans g » Mi Aug 06, 2008 8:45

ihc833 hat geschrieben: Dihydrogenmonooxid wird halt nur nicht verboten, weil es auf kosmische Kräfte der Antrophosphen reagiert.

genau,ich suche auch noch nach kosmischen kräften,die mir die börsenstände vorher sagen :lol:
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Beitragvon zimtstangerl » Mi Aug 06, 2008 9:00

@all
danke erst Mal. Hätte wohl das Ganze etwas genauer beschreiben sollen, aber trotzdem habt ihr mir geholfen.

Die Wiese wird gemäht. Die Schafe kommen nicht auf die Wiese, die Wiese kommt zu den Schafen. Komm heuer das erste Mal auf 3 Schnitte, aber eben nicht auf den Randstellen, weil die Leute das nicht mähen, wegen dem ganzen Zeug und ich komm' eh schon zu nix andrem mehr als zum Mähen. Hab ja die Machinen nicht, also Freischneider und Sense.

Das wollt ich mir ersparen, zumal ich eh nur am WE dort sein kann. Na, was soll's...
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Re: stickstoffhaltiger Boden

Beitragvon Jessi612 » Mi Feb 20, 2019 11:25

https://www.testudo*******
Zimterl weiß nicht ob das weiterhilft, bin auch nicht so sehr vom Fach, aber arbeite mich gerade ein ;)
Zuletzt geändert von Falke am Do Feb 21, 2019 9:08, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Werbelink entfernt.
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Re: stickstoffhaltiger Boden

Beitragvon jweitzel » Do Feb 21, 2019 8:12

Hierzu vielleicht ein nützlicher Hinweis aus unserer Praxis: Während unsere Ziegen Brennesseln auf der Fläche meiden und diese immer größere Inseln bildeten, fressen die Ziegen (an-)getrocknete Brennesseln wie die Haie. Bezüglich Schafen hab ich aber keine Infos.

Die Brennesseln als "Stickstoffzeiger" können aber auch zeigen, dass im Grund darunter in der Vergangenheit was abgegangen sein könnte: Entsorgung einer Mistgrube, Bauschutt, Küchengrube oder wilde Deponie.

Grüße von Johannes
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