Hallo,
ich habe auf einem Feld seit paar Jahren immer wieder massive Drahtwurmprobleme. Dieses Jahr wieder sehr stark.
Das erste Mal 2020 in Mais aufgetreten. Im Folgejahr Sommergerste wieder starker Befall. Da konnte ich noch mit Kalkstickstoff Schadensbegrenzung betreiben. 2022 war dann Roggen als GPS, kein Befall (Wintergetreide soll ja bisschen resistenter gegen Drahtwurm sein). Letztes Jahr Sommergerste und Hafer, da war stellenweise Ausfall durch Drahtwurm. Dieses Jahr steht Wintergerste und seit gut zwei Wochen nehmen die Schadstellen massiv zu. Aktuell ist die halbe Fläche "Schrott".
Bodenart ist sandiger Lehm. Fläche befindet sich in der Schutzzone II im Wasserschutzgebiet. Massive Trockenheit in den vergangenen Jahren. Kein Wiesenumbruch, Fläche wird schon immer als Acker genutzt.
Ich arbeite pfluglos. Stroh wird in der Regel abgefahren. Aufgrund pfluglos und Wasserschutzgebiet ganzjährige Begrünung, dh Bedeckung durch Zwischenfruchtanbau oder Winterkultur.
Die offizielle Empfehlung von LKP lautet ja, den Boden zu tote bearbeiten. Klar dann hält sich auch kein Drahtwurm mehr. Kalkstickstoff ist offiziell als "Herbizid" nicht mehr zugelassen. Welche Bekämpfungsstrategie könnt ihr mir empfehlen?
Welche Maßnahme oder Folgekultur würdet ihr für dieses Jahr auf der Fläche mit Wintergerste empfehlen? Die Gerste hab ich schon aufgegeben. Überlege Hafer in den Bestand zu säen, und die Mischkultur als GPS zu ernten.
