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STV-Erntegut-Bescheinigung

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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26 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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STV-Erntegut-Bescheinigung

Beitragvon segelohr » So Jul 05, 2026 9:21

Servus,
Welche Alternativen gibt es, um ohne die STV-Erntegut-Bescheinigung, Getreide beim Landhandel anzuliefern?
segelohr
 
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Re: STV-Erntegut-Bescheinigung

Beitragvon Ger_hil » So Jul 05, 2026 9:29

Gar keine wenn der Landhandel es verlangt. Dann bleibt nur die Möglichkeit, sich einen anderen Handel zu suchen der es ohne macht.
Ger_hil
 
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Re: STV-Erntegut-Bescheinigung

Beitragvon GeDe » So Jul 05, 2026 13:57

Ger_hil hat geschrieben:Dann bleibt nur die Möglichkeit, sich einen anderen Handel zu suchen der es ohne macht.

Selbst das wird schwierig bis unmöglich, wenn der "Dein" Getreide nicht selbst verarbeitet sondern es weiterverkauft.
Hoffentlich wird bald mal gegen diese Verbrecher vorgegangen!
GeDe
 
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Re: STV-Erntegut-Bescheinigung

Beitragvon T5060 » So Jul 05, 2026 14:08

GeDe hat geschrieben:Hoffentlich wird bald mal gegen diese Verbrecher vorgegangen!


Wen meinst du damit?

Ich sehe da nicht mal die STV als Verbrecher an, sondern sehe hier den Gesetzgeber, die Warenzentralen und den BV in der Pflicht.
Die Warenzentralen waren ja auch ganz vorne mit dabei, als darum ging über Preisabsprachen unsere PSM Preise in die Höhe zu treiben
und mussten dann 157 Mill. € Bußgeld zzgl. Schadensersatz bezahlen.
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Re: STV-Erntegut-Bescheinigung

Beitragvon Biohias » So Jul 05, 2026 14:23

segelohr hat geschrieben:Servus,
Welche Alternativen gibt es, um ohne die STV-Erntegut-Bescheinigung, Getreide beim Landhandel anzuliefern?

Servus,
Falls dir das alles zu blöd ist kannst du dir einen Tierhalter suchen der deine Ernte abkauft.
Viele Grüße Mathias
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Re: STV-Erntegut-Bescheinigung

Beitragvon langholzbauer » So Jul 05, 2026 14:33

Biohias hat geschrieben:Servus,
Falls dir das alles zu blöd ist kannst du dir einen Tierhalter suchen der deine Ernte abkauft.
Viele Grüße Mathias

Es bleibt eine Frage der Zeit, bis das auch da Bestandteil der Zertifizierung wird. :oops:
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: STV-Erntegut-Bescheinigung

Beitragvon 210ponys » So Jul 05, 2026 19:03

bin dieses Jahr Kontrolliert worden, da ich noch nie einen Nachweis hochgeladen habe.
Hab eine Exel Datei erstellt mit Lieferschein und Rechnungsnummer und was gekauft würde. Und das Flächenverzeichnis mitgeschickt.
War ist bestimmt schon 3 Monate her gehört habe ich nichts mehr.
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Re: STV-Erntegut-Bescheinigung

Beitragvon ciagnik » So Jul 05, 2026 20:30

Jetzt macht doch nicht gleich in die Hosen, nur weil einzelne Landhändler in vorauseilendem Gehorsam sich dem Saatguttreuhanddiktat unterwerfen . Tatsächlich ist das sogenannte Düsseldorfer Urteil überhaupt noch nicht rechtskräftig-auch wenn es so verkauft werden soll.Also haltet dagegen und schreibt dies so euren Landhändlern. Ein geschlossenes Auftreten kann dort ein Umdenken bewirken-wir sind doch keine Sklaven und müssen uns noch im Spiegel anschauen können.


Pressemitteilung vom 28. Juni 2026





FREIE BAUERN
‍

STV-Erntegutbescheinigung: Was das Düsseldorfer

Urteil wirklich für Landwirte bedeutet




Liebe Mitglieder,



wem gehört heutzutage eigentlich das Saat- und Pflanzgut, auf dem unsere Landwirtschaft basiert? „Uns Bauern jedenfalls nicht,“ sagt Alfons Wolff, Bundessprecher der FREIEN BAUERN Deutschland, „denn die Rechte am Saat- und Pflanzgut liegen heute vielfach bei den Pflanzenzüchtern und werden durch Sortenschutz- und Patentrechte abgesichert. Dadurch fehlt den Landwirten der freie Zugang zur Natur - die Pflanzen, die wir anbauen, gehören uns nicht mehr. Die Saatgut-Treuhand fordert immer wieder Gebühren, und schlägt daraus wirtschaftlichen Vorteil.“



Ein Urteil vom Landgericht Düsseldorf von Anfang Juni sorgt für weitere Unsicherheit. In einem Klageverfahren der Saatgut-Treuhandverwaltungs GmbH (STV) gegen eine Raiffeisengenossenschaft sah das Landgericht es als Aufgabe des Agrarhandels an, konkrete Erkundigungen einzuholen, ob die anliefernden Landwirte die sortenschutzrechtlichen Bestimmungen eingehalten haben. Eine Ernteguterklärung mit der Zusicherung, es wäre durch den Landwirt der Sortenschutz beachtet worden, soll der konkreten Erkundigungspflicht nach Auffassung des Gerichts nicht genügen.



„Das Düsseldorfer Urteil wird häufig als Begründung dafür angeführt, dass wir die STV-Erntegutbescheinigung verwenden müssten. Davon kann nicht die Rede sein. Das Urteil schreibt die Verwendung dieser Bescheinigung nicht vor,“ erklärt Georg Janßen, Geschäftsführer der IG-Nachbau. „Zumal ist das Urteil noch nicht rechtskräftig, wir haben Berufung eingelegt bzw. die Raiffeisengenossenschaft, die beklagt war. Und zweitens steht in diesem Urteil mit keinem Satz, dass jetzt die STV-Erntegutbescheinigung gemacht werden muss.

Was heißt das konkret für die Landwirte? Wie sollen sie sich verhalten? Es gibt eine Reihe von Genossenschaften und privaten Landhändlern, die nur noch die STV-Erntegutbescheinigung akzeptieren wollen. „Davon raten wir unbedingt ab,“ so Janßen. „Mit dem Ausfüllen der Erntegutbescheinigung steht man unter völliger Datenkontrolle von der Saatgut-Treuhand. Wenn man dort nicht bestimmte Daten runterlädt und der STV zur Verfügung stellt, dann muss man unterschreiben, dass man einer Betriebskontrolle zustimmt. Und das wäre für viele schon ein Fiasko.“

Mit freundlichen Grüßen

Alfons Josef Wolff

---------------------------------------------------

Bundessprecher der FREIEN BAUERN



Von-Wuthenau-Platz 3
06188 Landsberg OT Hohenthurm

Telefon: 034602-51210
Telefax: 034602-51211


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Falke
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Re: STV-Erntegut-Bescheinigung

Beitragvon strokes » Mo Jul 06, 2026 8:34

Ohne der Einwilligung zur Kontrolle oder ohne Daten Weitergabe, also ganz plausibel gesagt, nur mit einer formlosen Bitte bekommt man wohl keine EG-Bescheinigung. Warum sollten sie die auch so ohne weiteres ausgeben? Die wollen ja etwas haben dafür.
Um welche Daten handelt es sich denn? Doch nur um die Fläche die man Getreide in Anbau hat?
Und dementsprechend die Menge Nachbau oder die Menge eingesetzten Z Saatgut?
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Re: STV-Erntegut-Bescheinigung

Beitragvon Sönke Carstens » Mo Jul 06, 2026 8:51

Viel muss man da gar nicht angeben, nur die Kulturen für die man die Bescheinigung braucht und wie viel man ausgesät hat.
Wird man kontrolliert wollen die wohl das Flächenverzeichnis vorm Grundantrag haben und halt Belege wo man das Saatgut gekauft hat.
Ich melde schon zig Jahre meinen Nachbau und wurde noch nicht aufgefordert irgendwelche Belege vorzulegen.

Die STV wird sich wohl viel mehr auf die Betriebe konzentrieren die sich jetzt da registrieren, gibt ja genug die nie für Nachbau gezahlt haben.
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Re: STV-Erntegut-Bescheinigung

Beitragvon elchtestversagt » Mo Jul 06, 2026 8:58

Noch. In den ABGs "unterschreibst" du, das du auf deren Verlangen komplett die Hosen runter lassen musst. Das mit den "nur Flächen und nur Mengen" ist vollkommen vorgeschoben. Einmal im System, immer im System.
Warum bekomme ich, wenn ich nur Z Saatgut nehme, beim kauf nicht eine Erntegutbescheinigung mit? Dann hat man diese Mengen doch schon erfasst. Dann kann man sich immer Gedanken machen.
Warum "erfasst" die zuständige LWK nicht diese Mengen für die Züchter? Sondern eine NGO mit Behördencharakter und Inkassounternehmen...
Die STV als NGO hat gar kein Recht, alleinige Erfasserin für die Daten zu sein.
Es geht nur und ausschliesslich um die Daten der Betriebe.
Ich als Betrieb, die nur Z Saatgut verwenden ( weil wir auch fast 70 Hybride machen..) geht mir der Verein auf den Allerwertesten.
Ich haben meinem Getreideabnehmer gesagt, er weiss meine Erfassten Erntemengen, er weiss, wieviel Saatgut ich gekauft haben, nur er kann meine Flächenangaben bekommen ( die er eh schon so ziemlich über den PSM Einsatz weiss..) und dann ist Schluss. Dann hat er seinen "Nachweiss" und fertig.
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Re: STV-Erntegut-Bescheinigung

Beitragvon GeDe » Mo Jul 06, 2026 17:59

T5060 hat geschrieben:
GeDe hat geschrieben:Hoffentlich wird bald mal gegen diese Verbrecher vorgegangen!


Wen meinst du damit?

Ich sehe da nicht mal die STV als Verbrecher an, sondern sehe hier den Gesetzgeber, die Warenzentralen und den BV in der Pflicht.
Die Warenzentralen waren ja auch ganz vorne mit dabei, als darum ging über Preisabsprachen unsere PSM Preise in die Höhe zu treiben
und mussten dann 157 Mill. € Bußgeld zzgl. Schadensersatz bezahlen.

Wen ich damit meine? Ganz klar die STV, nichts anderes ist das Pa..! Ein Haufen Faullenzer und Spitzel die man mitverhalten muss. Was hatte denn schomal etwas getaugt, wo eine Treuhand im Spiel war?

Die Züchter verdienen genug, um die braucht man sich keine Sorgen machen. Außerdem: Was haben die denn in den letzten Jahren an "inovativen Züchtungen" gebracht? Wo sind den die Sorten die "Gut" mit Trockenheit klarkommen? Ich sehe nur daß sich auf manchen Schlägen eine Grenze bildet wie abgeschnitten (flachgründiger Boden), wo den Pflanzen ende Mai das Wasser ausgeht, es nur noch kleine Körner gibt die nur noch als Kleingetreide abgerechnet werden. Von "trockenresistent" ist da nichts zu sehen.

Und das Zeug was als Z-Saatgut verkauft wird ist manchmal eine Frechheit. Vor zwei Jahren habe ich Wintergerste bekommen mit Mutterkorn in nicht geringer Menge. In sogenanntem Z-Saatgut hat weder Mutterkorn noch Besatz drin zu sein! Wenn der Vermehrer das nicht hinbekommt, dann sollte er es bleiben lassen mitsamt denen die es anerkennen.
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Re: STV-Erntegut-Bescheinigung

Beitragvon ackerer » Mo Jul 06, 2026 20:11

Für die züchterischen Leistungen haben die Züchter beim Getreide kein Geld verdient. Ich bin jetzt fast 40 Und weder bei Weizen noch bei Gerste ist in der Zeit irgendetwas neu gezüchtet worden,sodass der Ertrag signifikant steigt.
Bei Rüben ist das passiert. Selbst bei Raps ist es ja nur durch die Entwicklung von Hybridraps möglich gewesen. Die Liniensorten sind ja quasi tot. Leider…
Zur Bescheinigung, ich weiß nicht genau, was alle damit für ein Problem haben. Jeder preist heute sein leben im Netz an. Klar, nicht die Kontostände in Schwarz und Rot.
Wer eine Nachbauerklärung macht, dann wissen die doch eh schon fast alles. Wenn man denen dann noch sagt, wieviel ha man hat, wissen die ja jetzt nichts um dir zu schaden.
Ich weiß warum sich da viele vor drücken wollen. Weil sie noch nie eine Nachbauerklärung gemacht haben. Undnjettt Angst haben, wenn sie das erste Mal eine abgeben, kommt der Hammer und holt die letzten 10 Jahre……
Außer bei Höffti.
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Re: STV-Erntegut-Bescheinigung

Beitragvon GeDe » Mo Jul 06, 2026 21:29

Ich habe meine Nachbauerklärung gemacht seit ich den Betrieb habe. Trotzdem sollte ich Besuch von einem Spitzel bekommen und die letzten sieben Jahre vorlegen. Hab dann angerufen und gesagt, daß sie das bei sich selbst nachkontrollieren können. Mir kommt von denen keiner durch die Tür.
Außerdem:
Warum zahlen denn diejenigen, die den Verein "verteidigen" keine Nutzungsgebühr wenn sie ein gebrauchtes Auto, Schlepper, Maschinen,... kaufen? Die Entwickler und Konstrukteure müssen doch auch Geld verdienen.
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Re: STV-Erntegut-Bescheinigung

Beitragvon ackerer » Mo Jul 06, 2026 22:17

Ich verteidige die Sippschaft schonmal gar nicht
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