Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • Druckansicht
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Do Apr 02, 2026 12:56

Testbericht FENDT Farmer 105 S

Maschinentestbericht von Usern für User
Forumsregeln
Dieses Forum soll nur als Nachschlagewerk dienen und nicht als Raum für Diskussionen. Darum ist es gesperrt. Wenn ihr zu diesem Thema was beitragen möchtet veröffentlicht es bitte im entsprechenden Forum und bittet einen Moderator es hier her zu verschieben.
Thema gesperrt
6 Beiträge • Seite 1 von 1
  • Mit Zitat antworten

Testbericht FENDT Farmer 105 S

Beitragvon Schluter1899 » So Feb 10, 2013 18:06

Hi Leute,

ich halte es fuer noetig/gut, auch von aelteren Treckern Testberichte zu schreiben. Hier der erste ueber einen Fendt Farmer 105 S:
Erstmal ein paar Grundinfos:
-Baujahr: 1977
-Betriebsstunden: 10000 h
-Hoechstgeschwindigkeit: 30 km/h
-Zapfwellendrehzahlen hinten: 540/1000 U./min
-Gangzahl: 13 V/4 R
-Tankkapazitaet: 87,8 l
-Hubkraft Heckhydraulik: 2580 kg (2580 ist im Buechlein eingetragen, in Wirklichkeit hat er aber schon mit 1500 sehr grosse Probleme!!!)
-Trecker wurde getestet bei: Futter mischen und einstreuen mit Trioliet Futtermischwagen, Gullefahren mit BSA Guellefass und Spritzen mit John Deere Spritze

Motor:
-Marke: MWM
-Leistung: 60 PS
-Zylinderanzahl: 4
-Hubraum: 3,8 l
-Drehzahl bei Hoechstgeschwindigkeit im 13. Gang: 2240 U./min.

Mein Trecker hat eine voll geschlossene Kabine mit Blaupunkt Radio, das original bei Fendt eingebaut wurde (Radio wurde nur bei voll geschlossener Kabine verbaut!). Bis auf ein paar kleine elektronische Defekte und Verschleiss laeuft der Schlepper makellos. Allerdings muss man dazu sagen, dass das Blech an der Kabine ziemlich schnell rostet. Auf dem Armaturenbrett befinden sich Traktormeter, Anzeigen fuer Dieselmenge und Motortemperatur, 6 Kontrolleuchten, Schluesselloch und die drei Knoepfe zum An -und Ausschalten des Motors sowie fuer die Warnblinkanlage. Der Traktor besitzt 1 doppelt wirkendes Steuergeraet und 1 Hydraulikanschlus hinten. Er hat kein EHR und keine Diagnoseschaltung. Front- und Heckscheibe sind ausstellbar und ab Werk mit Scheibenwischer ausgeruestet, die man mithilfe eines Hebels unterhalb vom Lenkrad bedient. Hinzu kommt, dass man den Motor ziemlich oft oelen sollte, wenn man einen reibungslosen Ablauf aller Funktionen haben will. Der Sitz ist luftgefedert und ziemlich komfortabel, was auch bei laengeren Arbeitseinsaetzen gut ist. Ueber die komplett verglasten Tueren hat man einen guten Ausblick auf das Feld. Die Gang-, Richtungswahl- und Gruppenschalthebel befinden sich zwischen den Beinen und gehen ohnehin sehr schwer. Wenn man diese nicht alle 2 bis 3 Tage oelt, hangen diese sich mitten auf der Fahrt auf und man hat ein echtes Problem. Die anderen Hebel befinden sich rechts vom Fahrersitz und gehen im Gegensatz zu den Zwischenbeinhebeln sehr leicht und bequem zu bedienen. Wegen der niedrigen Zug- und Hebekraft und der niedrigen Hoechstgeschwindigkeit ist er weder fuer Transportarbeiten noch fuer die Bodenbearbeitung zu empfehlen. Auch sollte man ihn nicht fuer die Gruenlandarbeit nutzen (wegen der schwer gehenden Schaltung) . Allgemein ist der Traktor sehr wendig.

Fazit: Als Pflege- und Hoftraktor bestens geeignet, zu anderen Arbeiten nicht.

Ich hoffe, ich konnte jemandem mit diesem Bericht weiterhelfen:)

MfG

Schluter1899
Nothing runs like a Deere!
Wer Fendt fährt, führt!
Schluter1899
 
Beiträge: 152
Registriert: Sa Jan 12, 2013 20:40
Wohnort: Fichtelgebirge (WUN)
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Testbericht FENDT Farmer 105 S

Beitragvon Hans Söllner » So Apr 28, 2013 18:15

Möchte mich mal zu einigen Punkten äußern da ich viel mit einem Farmer 103S (Bj. 1972 mit inzwischen gut 9500h) und einem der letzten Farmer 103 SA zutun hatte (letzterer schon mit 56PS und Allrad, Vollkabine, FHZ!, Bj. 1987 und 6000h).

Schluter1899 hat geschrieben:-Hubkraft Heckhydraulik: 2580 kg (2580 ist im Buechlein eingetragen, in Wirklichkeit hat er aber schon mit 1500 sehr grosse Probleme!!!)
Das liegt an der Hebelwirkung. Ein normaler 4-Schar Pflug benötigt z.B. je nach Ausführung mindestens das 2-2,5-fache seines Gewichts an Hubkraft.


-Trecker wurde getestet bei: Futter mischen und einstreuen mit Trioliet Futtermischwagen, Gullefahren mit BSA Guellefass und Spritzen mit John Deere Spritze
Da wäre noch interessant wie groß diese sind



Wegen der niedrigen Zug- und Hebekraft und der niedrigen Hoechstgeschwindigkeit ist er weder fuer Transportarbeiten noch fuer die Bodenbearbeitung zu empfehlen. Auch sollte man ihn nicht fuer die Gruenlandarbeit nutzen (wegen der schwer gehenden Schaltung) . Allgemein ist der Traktor sehr wendig.

Der Schlepper war ja in seinem Baujahr vollkommen auf der Höhe seiner Zeit. Die Beiden mir bekannten Farmer ließen sich allerdings immer butterweich schalten. Wer solche alte Traktoren noch täglich einsetzt, hat meist auch keine neuen und schweren Geräte auf dem Hof, zumal wir ja nur von einem 60PS Traktor reden, der für 1977 eine gute Hubkraft hatte. Hinterradschlepper würde ich wegen der kleinen Vorderreifen und der sehr geringen Aufstandsfläche heute nur ungern auf den Acker/Grünland lassen. Breite Hinterreifen mit wenig Luftdruck machen keinen Sinn wenn die Vorderreifen entsprechende ,,Brotschneider´´ sind und alles verdichten.
Durch die Turbomatic und die (mir bekannte) leichte Schaltbarkeit machen mir Transportarbeiten aber Spaß. Vor allem wenn man auch bergauf anfahren muss. Die Zapfwelle läuft auch moduliert an durch die Turbokupplung.



Adressen Gebrauchtteile: http://www.landtreff.de/post1288536.html#p1288536
Weil wir uns von technischen Spielereien blenden lassen, vergessen wir die Augen aufzumachen um zu erkennen dass sich Technik rechnen muss!

https://www.youtube.com/@KanalPaterPio
Hans Söllner
 
Beiträge: 8482
Registriert: Di Mai 20, 2008 12:26
Wohnort: Oberfranken Mitte
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Testbericht FENDT Farmer 105 S

Beitragvon Oberloher » Mi Jan 15, 2014 20:55

Wir haben einen Farmer 105 Bj 1977.
4,1 ltr MWM ( 226-4 ) Motor und 60 PS ohne Allrad mit Peko Halbkabine.
Getriebe: 13/4 Gang 29 Km/h Schnell
Der Schlepper hat die Bereifung 13.6-36 Hinten und 7.5-20 vorne.
Finde der Schlepper lässt sich tadellos Schalten, nur ist der Schnellgang zwischen dem R2 und 5 ten. ist etwas ungünstig Platziert. Muss man gewöhnt sein.
Ursprünglich als Hauptschlepper genutzt wurde er nach und nach zum Pfelgeschlepper.
Aktuell wird er am 6000 ltr BSA Ptw, sowie 600 Kg Düngerstreuer und der 600 ltr Holder Spritze mit 10m Gestänge genutzt.
Desweiteren am Schwader oder Kreiselheuer.
Aktuell hat er ca. 14000 Bstd drauf und bis auf Verschleißteile keine nennenswerten Mängel gehabt.
Zapfwellenkupplung und Fahrkupplung wurden bei ca. 11000 Std ausgetauscht.
- 2 x Kopfdichtungen 1x Lima, 2 x Wapu, Bremsen
Als negativ muss ich die Bremsen bewerten. Verstellen sich recht gerne, dann wird die Bremsleistung einseitig. => häufiges Einstellen nötig.
Fazit: Ein durch und durch robuster und zuverlässiger Schlepper. Der kaum Probleme macht.
Dateianhänge
2013-03-11 10.33.47.jpg
Oberloher
 
Beiträge: 13
Registriert: Mi Jul 24, 2013 20:24
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Testbericht FENDT Farmer 105 S

Beitragvon Favorit » Fr Jan 17, 2014 17:29

Hi,

der erste Beitrag bescheibt die Ausführung LSA.
-da stimmt was nicht mit der Schaltung, ev. Hebelgestänge verschmutzt.
Das Getriebe ansonsten ist synchronsiert und molybdänbeschichtet. Es wurde von Fendt zusammen mit ZFP entwickelt und dort im Auftrag gefertigt. Es läßt sich normalerweise leicht schalten - bis auf den Schnellgang, der nicht synchronisiert ist (rausfinden "wo" er liegt und dann stets mit einem bisschen Zwischengas nachhelfen...
-die in Werksangaben befindlichen Hubwerte beziehen sich i.a.R. auf den aboluten Bestpunkt!
Der Durchhub eines Gerätes beschreibt aber, wie wir aus der Lektüre der OECD-Berichte wissen, eine Kurve...
2 Zusatz-Effekte:
a) Hebelwirkung!
b) weiterer Aushub mit steiler stehendem 3Pkt. mit insbesondere sinkender Beteiligung beim Tragen des Oberlenkers!
->die effektive Hubkraft ist immer viel niedriger als wie die Hersteller behaupten - wenn´s Hinten weit raussteht, kannst Du gleich 50% annehmen (statisches Gerätegewicht; kn=kg).
-der Trecker hat nicht nicht eine 80er/90er/2000er-Regelausrüstung sondern eine mechanische Hubwerksregelung (MHR)! ->wir machen bei Oldtimer keine Negationsausführung, sondern betrachten ihn in seiner Zeit! Die Fendt-MHR kann: -Heben; -Senken; -Zug; -Lage; sowie -Schwimmstellung. ...
-bei der Frage Ackerbau kann man auch nicht so pauschal anworten, sondern es ist klar, daß das ein 70er ist und das der nicht mit den größten Geräten ab ca. 1985 arbeiten kann! U.a. ist:
=>die MHR halt oberlenkergeregelt...
=>die ZW abhängig von der Turbokupplung...
=>beim Allrad vorne keine Diffsperre integriert...
-daß man mit dem Schlepper partout nicht ins Grünland kann, ist ebenfalls eine Behauptung - es gibt noch genügend Grünlandgeräte für die 45kW-Klasse (und auch für 30PS...) und der Farmer 100 ist da ganz päääp bei der Sache!

-die Kabinenausführung vom 2. Fahrer habe ich so noch nicht gesehen, bzw. nie aktiv bemerkt. Da ist das Dach niedriger. Serienmäßig war in der 2.Hälfte der 70er bei den 4Zyl.-Typen die "Luxus-"Kabine verbaut worden und als Wunsch ein gemindertes "Sicherheits"-Verdeck; ev. ist die hier vorliegende Kab. später aufgebaut worden - der 105S/LS ist ja bis 1985 weitergebaut worden und ev. hatte sich die Kab. bis dahin geändert(?). Der Rest ist nämich "gleich", also flache Vorderscheibe, angespitzte Seitenkontour, Hinten offen.

Die Reifungskombinantionen ab Werk (105S/LS)
-13.6-36; 7.50-18 /20.
-16.9-30
-18.4-30
-16.9-34(...)

beim Allrad:
vorne 10.5-20 AS; nur in der Kombination mit 16.9-30 mit 10.5-18 AS.
13.6-38
16.9-34
18.4-30

Die voreingestellte Motor-Drehzahl war übrigens 2.175/Min (lediglich 103/104 sowie 108 drehen auf 2.300)!
Ja genau: Das Topmodell hatte ein 6to zG mit einer leicht stärkeren Hydraulik (47l-Pumpe) mit "3,38"to.
Die AHK ist hier für eine Stützlast von 1.200kg eigerichtet; Serienbereifung 4WD (wie 106): 13.6-38 zu 11.2-24; dito mit 16.9-34 (12.5-20 mit 18.4-34 sowie 14.5-20 mit kleineren Hinterreifen, z.B. 18.4-30 ->Letzteres anderes Vorlaufgefüge!!)

Heute bieten sich natürlich Radialreifen an...

Für das 13/4-Getriebe gab es übrigens auf Wunsch 2 weitere Superkriechgänge (Hase-Schildkröte-Schnecke), also 16/5.
Im Mai 1968 stellte der marktoberdorfer Fabrikant auf der hannoveraner Industriemesse einen umgebauten und orange lackierten Farmer 4S als Baggerlader vor, woraufhin noch selben Jahr im Rahmen des rasch aufgetakelten ->Mehrzweckprogrammes ein noch dezidierterer Entwurf als TS65 folgte. Dieser baute auf der Basis des Favorit 3S auf. Für diese Arbeiten war das Integralgetriebe zum 13/13 weiternetwickelt worden.
Dieser Move machte das Wendegetriebe, das über die ZW-Welle funkte(...), in den 70s auch beim Farmer 100S/LS verfügbar. Das war natürlich nicht ganz billig und hat es auch nie zum Serienumstandart bei den Agrarschleppern gebracht. Trotzdem sicher kein Nachteil bei FL-Arbeiten...
Fuck the EU
Favorit
Fendt Spezialist
 
Beiträge: 5532
Registriert: Do Dez 09, 2004 15:35
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Testbericht FENDT Farmer 105 S

Beitragvon FendtFavorit » Di Okt 13, 2015 16:59

Favorit da muss ich dir recht geben, die Schaltung (außer S) geht normalerweiße sehr leicht.
Wir haben auch einen 105s mit 20.000 Stunden, und nur einmal den Motor hergerichtet. Kupplung und Turbokupplung ist noch die 1ste verbaut, obwohl er meistens schwer arbeiten musste. Ansosten ist er in einem sehr guten Zustand und meiner meinung sind noch 5000 Stunden kein Problem für den Schlepper! Einer der besten Schlepper der je gebaut wurde!
FendtFavorit
 
Beiträge: 41
Registriert: Sa Sep 26, 2015 7:56
Nach oben


Thema gesperrt
6 Beiträge • Seite 1 von 1

Zurück zu Testberichte

Wer ist online?

Mitglieder: Bing [Bot], Google [Bot], IHC-Bernhard, lothar edmunds, Ueli Schüpfer

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki