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Traktoren und Höchstgeschwindigkeit historisch

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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25 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: Traktoren und Höchstgeschwindigkeit historisch

Beitragvon 2810 » Do Mai 09, 2019 21:18

ackerschiene hat geschrieben:.....- übrigens war der 01.01.56 der Übergang zu den neuen amtlichen Kennzeichen, weißer Grund, schwarze Schrift, mit Kennzeichnung der Zulassungsbehörde) .
...
Gruß, Uwe


Also bei uns in BaWü Übergang von weißem Grund und schwarzer Schrift ( wir hatten AW 6255 = Amerikanische Zone Württemberg) auf weißen Grund und grüne Schrift -- und ganz neu TÜV-Pflicht :wink:
Und ab 1960 wurden Blinkerausrüstung auch für Traktoren und Anhänger Pflicht :!:

OT : unser Fendt Bauj 1952 hatte 20 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Mein Vater wurde mal von der Polizei auf der Autobahn (legal! ) angehalten, weil er zu schnell fuhr.
Gut , er hatte auf Gefällstrecken den Polizeigang genommen. :wink:
Zuletzt geändert von 2810 am Do Mai 09, 2019 21:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Doppelte Leistung

Beitragvon Barbicane » Do Mai 09, 2019 21:18

adefrankl hat geschrieben:
Falke hat geschrieben:Rein physikalisch hat es bei den historischen Traktoren mit 10 oder 20 PS wenig Sinn gemacht, schneller als etwa 20 km/h zu fahren. Da musste man ja leer den Berg rauf schon zurückschalten ...
Doppelte Geschwindigkeit braucht die vierfache Leistung. .....
A.

Das mit vierfacher Leistung trifft nur zu wenn es um den Luftwiderstand geht. Der dürfte aber in der Landwirtschft kaum eine Rolle spielen. Beim Rollwiderstand sowie der Hubarbeit am Berg steigt der Leistungsbedarf aber nur linear (gleichmäßig) mit der Leistung. Allerdings wurden die Anhänger auch größer etc. Insofern war dann vielleicht wirklich die vierfache Leistung nötig.


Genaugenommen braucht man was den Luftwiderstand betrifft für die doppelte Geschwindigkeit sogar die 8-fache Leistung.
Die WiderstandsKRAFT steigt quadratisch mit Geschwindigkeit, die nötige LEISTUNG aber in 3.Potenz. :klug: :wink:
Erfahrung ist das, was man bekommt, kurz nachdem man es gebraucht hätte.
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2x, 4x oder 8x das ist die Frage

Beitragvon adefrankl » Do Mai 09, 2019 21:34

Barbicane hat geschrieben:
adefrankl hat geschrieben:
Falke hat geschrieben:Rein physikalisch hat es bei den historischen Traktoren mit 10 oder 20 PS wenig Sinn gemacht, schneller als etwa 20 km/h zu fahren. Da musste man ja leer den Berg rauf schon zurückschalten ...
Doppelte Geschwindigkeit braucht die vierfache Leistung. .....
A.

Das mit vierfacher Leistung trifft nur zu wenn es um den Luftwiderstand geht. Der dürfte aber in der Landwirtschft kaum eine Rolle spielen. Beim Rollwiderstand sowie der Hubarbeit am Berg steigt der Leistungsbedarf aber nur linear (gleichmäßig) mit der Leistung. Allerdings wurden die Anhänger auch größer etc. Insofern war dann vielleicht wirklich die vierfache Leistung nötig.


Genaugenommen braucht man was den Luftwiderstand betrifft für die doppelte Geschwindigkeit sogar die 8-fache Leistung.
Die WiderstandsKRAFT steigt quadratisch mit Geschwindigkeit, die nötige LEISTUNG aber in 3.Potenz. :klug: :wink:


Völlig richtig! Man lässt sich da leicht vom Energieverbrauch irritieren, den der (aufgrund des Luftwiderstandes) steigt quadratisch mit der Geschwindigkeit. Der Leistungsbedarf steigt in der Tat mit der Drittten Potenz, aber man braucht auch für die gleiche Strecke euntsprechend kürzer, so dass beim Verbauch pro Strecke dann nur noch das vierfache übrigbeibt. Das vierfache klang daher so bekannt, dass ich da nicht kurz mal nochmal nachgedacht habe. Aber das mit dem Leistungsbedarf beim Rollwiderstand etc. stimmt. Denn der diesbezügliche Kraftbedarf bleibtnäherungsweise gleich, so dass der Leistungsbedarf mit der Geschwindigkeit steigt.
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Zahlenspiele

Beitragvon Falke » Do Mai 09, 2019 22:19

Die Limits in km/h sind wahrscheinlich angloamerikanischen Ursprungs (miles per hour):

15 mph = 25 km/h
20 mph = 32 km/h
25 mph = 40 km/h

A.
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Re: Traktoren und Höchstgeschwindigkeit historisch

Beitragvon Deutscher Holzer » Do Mai 09, 2019 23:47

Bis mitte der 60er Jahre waren in Deutschland 20 km/h normal. Das hatte mehrere Gründe.
In den 50er/60er Jahren wurden mit den Schleppern zum Teil noch die alten, eisenbereiften Leiterwägen gezogen. Die Straßen zwischen den Dörfern waren vielerorts noch nicht geteert. Für so ein Gespann auf den schlechten Straßen waren 20 km/h mehr als genug. Insbesondere wenn man bedenkt, daß 2 vollbeladene Wägen hinter kleinen Schleppern mit 12 - 16 PS gefahren wurden.
Landwirtschaftliche Anhänger hatten damals ein 20 km/h Schild und durften nur mit max 20 km/h gefahren werden. Die 25 km/h Regelung für zulassungsfreie landwirtschaftliche Hänger kam erst später. (70er Jahre)

Ein weiterer Punkt war der Führerschein. Es gab damals in (West)Deutschland den ''alten 4er.'' Mit der alten Klasse 4, ausgestellt bis mitte der 50er Jahre, durften sowohl Motorräder und PKW bis 250 ccm (z.B. BMW Isetta, Zündapp Janus, Glas Goggomobil), als auch Traktoren bis 20 km/h Höchstgeschwindigkeit gefahren werden.

Als dann ab mitte der 60er die Straßen (und die Anhänger) besser wurden, setzten sich die ,,Schnelläufer'' durch. Diese waren, je nach ModeL, mit 25 - 28 km/h eingetragen. Der Güldner G45S von 1968 steht mit 28 km/h im Fahrzeugbrief.
28 km/h waren bis ende der 70er Jahre Standart bei ,,Schnelläufern.'' Mehr gab der Traktorführerschein damals nicht her. Erst als die Führerscheinklasse 5 auf 32 km/h erweitert wurde setzten sich die 32 km/h Schlepper durch.
Ab ende der 80er Jahre kamen dann die 40 km/h Schlepper. Hierfür war dann (mindestens) der PKW Führerschein Klasse 3 nötig. Der 3er galt bis max 3 Achsen, max 7,5 Tonnen (solo), knapp 12 Tonnen mit (Einachs/Tandem)Hänger.

Die Führerschein Klasse 5 galt bis zuletzt nur bis 32 km/h. Das wurde dann ende der 90er auch so in die Nachfolgeklasse L übernommen. Erst vor wenigen Jahren wurde der L auf 40 km/h erweitert.
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Re: Traktoren und Höchstgeschwindigkeit historisch

Beitragvon berlin3321 » Fr Mai 10, 2019 4:31

Jo, mit den Führerscheinklassen, so kenne ich das auch.

Der Nachbar hatte bei der Wehrmacht die Führerscheine gemacht und 1965 einen neuen Güldner G 40 mit Allrad gekauft. Auf dem Traktormeter stand 32 km.

Das war damals die Sensation. Weiß ich noch wie heute.

Der 2. Nachbar hatte einen Schlüter 45 PS. 25 km. Ein anderer einen neuen Hannomag, eckige Haube, 600 (?), 25 km. Beide nur Hinterrad.

Der Güldner eben zu der Zeit D I E Sensation!

Der Bulldog musste dafür gehen. Ein Allgeier A 22 blieb

MfG Berlin
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Re: Traktoren und Höchstgeschwindigkeit historisch

Beitragvon elchtestversagt » Fr Mai 10, 2019 7:10

Unser Ford 5000 hatte als Neuerwerbung anfang der siebziger den 8. Gang gesperrt, weil in Deutschland zu dem Zeitpunkt nur 25km/h Schlepper zugelassen waren.
Dauerte nicht lange, da wurde der Getriebedeckel aufgemacht und die Sperre rausgenommen, dazu die Maximaldrehzahl etwas höher und schwups lief die Kiste 40km/h ( was aber mit Anhängegeräten, Anhängern echt gefährlich war, keine Lenkunterstützung, nichts...).

Das hat eher was mit den Führerscheinklassen zu tun, wie bei der letzten "Umstellung" auf Klasse T ( oder nun halt zurück im Gewerblichen Bereich auf zumeist 40km/h).
Genau wie die Einstufung der meisten Schlepper bis noch ende der neunziger auf 7,5 to zul. GG, was so mancher Kandidat schon leer gewogen hat, um die Hobel mit Kl. 3 zu fahren...
Damals in den sechziger/siebziger gab es noch eine Menge Landarbeiter, die hatten nur einen Mofaschein, nichtmal PKW Führerschein.
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Re: Traktoren und Höchstgeschwindigkeit historisch

Beitragvon countryman » Fr Mai 10, 2019 7:34

Es zieht sich also auf die FS-Klassen zusammen, dass der Ford wie auch unser damaliger Fiat mit gesperrtem größten Gang ausgeliefert wurden.
Für Schlepper solo wären -zumindest mit dem Autoführerschein Klasse 3- auch höhere Geschwindigkeiten möglich gewesen, offenbar war die Rechtslage aber damals so dass zum Anhängerbetrieb die LKW Klasse 2 nötig gewesen wäre.
Und da sage einer, heute wäre alles kompliziert...

Dass die Grenze für zulassungsfreie Anhänger auf 25 angehoben wurde habe ich als Kind mitbekommen. Sparsam sparsam wurden die Schilder natürlich abgeschliffen und umgemalt, davon hatte ich noch bis in 90er welche laufen :prost:
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Re: Traktoren und Höchstgeschwindigkeit historisch

Beitragvon Favorit822 » Fr Mai 10, 2019 19:25

Jm010265 hat geschrieben:Unser Cormick 523-1970 ist mit 32km/h eingetragen...
Unser Deutz DX 85 -1980 nur mit 25km/h....


Es gab den DX 85 mit 25 oder 30kmh
Da hat der Käufer wohl etwas gespart
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Re: Traktoren und Höchstgeschwindigkeit historisch

Beitragvon AEgro » Fr Mai 10, 2019 21:21

An unserem 1. MF 135 mit Multi Power Bj. 67 mit 2 x 3 Getriebe ( runde Kotflügel ) ging links am Gertriebeblock,
oberhalb des Kupplungspedal eine kleine Metallleitung raus, die zur Einspritzpumpe führte.
Die wurde bei der Auslieferung beim Händler abgeschnitten, bzw entfernt.
Es verblieb noch eine kleine Abdeckung am Getriebe und ein blinder Anschluß an der EP.
Das war anscheiend eine Art Drehzahlbegrenzung für dem 6. Gang ( größte Übersetzung ).
Der Händler meinte, wenn die weg ist, läuft der 30 km/h.
Reell warens dann knapp 32 km/h.
25 km/h waren eingetragen.
Wie die Drehzahlbegrenzung technisch funktioniert hätte, weiß ich nicht.
Ich war damals erst 7 Jahre alt.
Ich weiß nur, daß andere Schlepperbesitzer diesen Typs, die von einem anderen Händler gekauft hatten,
neidisch waren, und bei den Kollegen mit den schnelleren MF 135 nachgefragt haben, wie das gemacht wird.
Die späteren MF 135 ohne Multipower mit 2 x 4 Getriebe ( eckige Kotflügel - ich glaub ab Bj. 69 ) liefen dann nur noch 25 km/h.
Gruß AEgro
Es gibt Tage, da komm ich einfach mit dem Kopfschütteln nicht hinterher !
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