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Tritical GPS

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Tritical GPS

Beitragvon angusy » Fr Okt 25, 2013 15:09

Ulikum hat geschrieben:Meine Fruchtfolge:

Raps, Wintergerste, Triticale (GPS) Zwischenfrucht, Winterweizen.



Hallo (speziell Ulikum),

könnt Ihr mal ein wenig über den Triticale-GPS-Anbau berichten (Erfahrungen, Sorten, Erntezeiträume, Erträge).

Auch würde mich interessieren welche Zwischen-/Zweitfrucht ihr danach anbaut und wie Ihr diese verwertet.

Vielen Dank

angusy
Welfenprinz hat geschrieben:
Kreuzschiene hat geschrieben:Habt Ihr schon einmal eine Kiefer umarmt?


ich hab schon mal am Baum gebumst.
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Re: Tritical GPS

Beitragvon Ulikum » Fr Okt 25, 2013 20:03

angusy hat geschrieben:Hallo (speziell Ulikum),

könnt Ihr mal ein wenig über den Triticale-GPS-Anbau berichten (Erfahrungen, Sorten, Erntezeiträume, Erträge).
Auch würde mich interessieren welche Zwischen-/Zweitfrucht ihr danach anbaut und wie Ihr diese verwertet.
Vielen Dank
angusy


:mrgreen:

Die Triticale wird ganz normal zur Körnergewinnung angebaut.
Bei der Sorte richte ich mich nach den Empfehlungen die vom Amt für unsere Region ausgesprochen werden.
Die Aussaat habe ich ja schon beschrieben, die Aussaatstärke liegt bei +/- 400 Körner.
Danach das volle Programm, einmal Herbizid /Herbst oder Frühjahr, hängt von den Aussaatbedingungen ab.
Einmal Düngen nach dem Cultanverfahren 160 kg/N im März (Anfang bis Mitte März)
Ende April/ Anfang Mai einmal Klärschlamm 30m³/ha
ab ca. 20 Mai je nach Entwicklung einmal ein Fungizid.
Das Einkürzen der Triticale ist von der Entwicklung und dem zu erwartenden Wetter abhängig, im Normalfall verzichte ich darauf.

Ernte als GPS bei uns Ende Juni/Anfang Juli weil im Ort einigen Landwirten GPS an die Biogasanlage liefern.
Ist der Erntezeitpunkt nicht optimal oder wie dieses Jahr es wird nicht so viel GPS benötigt, dann lasse ich die Triticale reif werden und vermarkte die Körner ganz normal.
Die Erträge schwanken je nach Jahr als GPS zwischen 10 und 17 Tonnen
bei der Körnererzeugung zwischen 5,6 bis 8,7 Tonnen je ha.

Die Zwischenfrüchte:
der Anbau erfolgt direkt nach der Ernte von GPS und Wintergerste mit der Moore in Direktsaat.
Angebaut werden Mischungen der DSV z.B. Rigol, N- Fix, Biomax. Aber auch eine Mischung aus Erbsen und Ackerbohnen.
Je nach Zwischenfrucht erfolgt eine Düngung mit 20 bis 50kg/N.
Die Zwischenfrucht wird nicht genutzt, sie wird ausschließlich zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit angebaut.

Sollte Winterweizen folgen wird der stehende Bestand nieder gewalzt und in Direktsaat gesät.
Beim Sommerweizen erfolgt im zeitigen Frühjahr je nach Bodenzustand und Zeitpunkt eine flache Bodenbearbeitung oder wenn möglich wird bei Frost in Direktsaat gesät.

Dieses Jahr habe ich Aufgrund der späten Ernte, auf einen Anbau von Zwischenfrüchten verzichtet.
Für das, was ich schreibe bin Ich verantwortlich.!
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Re: Tritical GPS

Beitragvon angusy » Sa Okt 26, 2013 8:31

Ulikum hat geschrieben:

Die Erträge schwanken je nach Jahr als GPS zwischen 10 und 17 Tonnen



Vielen Dank für die Info!

10 bis 17 Tonnen? Je Hektar? Frischmasse oder Trockenmasse?

Hintergrund meiner Fragerei: Hier will eine Biogasanlage vertraglich GPS-Anbauer gewinnen. Ich überlege daran teilzunehmen mit den Flächen, die wegen Wild für Mais nicht in Frage kommen. Ich würde mit Triticale GPS evtl. die Wintergerste ersetzen wollen, um so eine früh räumende Vorfrucht ohne Stroh für Raps zu haben.
Welfenprinz hat geschrieben:
Kreuzschiene hat geschrieben:Habt Ihr schon einmal eine Kiefer umarmt?


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Re: Tritical GPS

Beitragvon Ulikum » Sa Okt 26, 2013 8:46

angusy hat geschrieben:
Ulikum hat geschrieben:

Die Erträge schwanken je nach Jahr als GPS zwischen 10 und 17 Tonnen



Vielen Dank für die Info!

10 bis 17 Tonnen? Je Hektar? Frischmasse oder Trockenmasse?

Hintergrund meiner Fragerei: Hier will eine Biogasanlage vertraglich GPS-Anbauer gewinnen. Ich überlege daran teilzunehmen mit den Flächen, die wegen Wild für Mais nicht in Frage kommen. Ich würde mit Triticale GPS evtl. die Wintergerste ersetzen wollen, um so eine früh räumende Vorfrucht ohne Stroh für Raps zu haben.


:mrgreen:
Der höchste GPS Ertrag den ich bis jetzt erreicht habe war 17,8 Tonnen Trockenmasse je ha.
Eine Führung des Bestandes als GPS oder auch Wickroggen hat bei mir nie die höchsten Erträge gebracht.
Mein Ziel ist eine vor der Gerste räumende Frucht - um mehr Zeit für die Zwischenfrucht zu gewinnen.
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Re: Tritical GPS

Beitragvon White Star » Sa Okt 26, 2013 11:23

Mittlerweile gibt es ja auch schon Triticale, der nur zur GPS-Nutzung gezüchtet wurde, z.B. Balu PZO. Die Erträge in Versuchen in Brandenburg liegen bei Triticale-GPS zw. 14 bis 20 t/ha Trockenmasse in 2013. Für praxisrelevante Erträge sind noch 20% abzuziehen.
Die Doppelnutzung von Ulikum als Korn/Stroh oder GPS macht dich flexibel. Als Sorte eignet sich z.B. Securo, eine supergesunde Langstroh-Sorte. Die GPS-TM-Erträge sind ähnlich wie beim Balu. Als GPS-Zweitfrucht kommt die Sommertriticale Somtri in Frage (TM-Erträge 4-8 t/ha).
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Re: Tritical GPS

Beitragvon Bauer Hinnerk » Mo Okt 28, 2013 11:13

Moinsen!

Ich hatte für die ausdrückliche GPS-Nutzung probehalber 30ha Triticale "Massimo" von Saatzucht Hege angebaut und am 28. und 29.06.2013 ernten lassen. 58,7 t FM/ha, leider nur bei 28% TS-Gehalt. Aber der Reihe nach:
- Aussaat Ende September 2012, "intensive" Mulchsaat nach WW mit 380 Kö/qm
- Herbizidbehandlung im Herbst
- N-Düngung zum Vegetationsbeginn mit 100 kg N/ha, obwohl bereits ein seeeeehr mastiger Bestand vorhanden war; Schossgabe 80 kg N
- Wachstumsregler: Die ohnehin lange Sorte, der dichte Bestand und die hohe Düngung erforderten einen ERHEBLICHEN (Mehr-)Einsatz von Moddus (als die erlaubten 0,8 l/ha...) und zusätzlich Camposan als Feuerwehrmaßnahme.
- Bestand überstand heftige Winde und Regen am Monatsübergang Mai/Juni, aber die vorhergesagten starken Winde für das letzte Juni-Wochenende ließen mich dann doch bangen, so dass ich den Lohner bestellte. Der Sturm blieb aus, ich hätte noch eine Woche warten sollen zwecks Steigerung des TS-Gehaltes.

Nach der Ernte wurde flach mit der Scheibenegge drübergefahren, Anfang August 20 Kubik/ha Gärreste tief eingegrubbert und am 22.08. Raps bestellt.

Nun habe ich wieder Triticale-GPS angebaut, da ich mehr geerntet habe als meine Mit-Kommanditisten, die auf vergleichbaren Standorten Weizen-GPS und/oder auf leicht schlechteren Standorten Roggen-GPS angebaut hatten. Da es aber wie im letzten Jahr ein fürchterlicher Krampf war, Massimo termingerecht aus dem Königreich BayWa nach Preußen zu importieren, bin ich auf SU Tulus umgestiegen. Die 400 Körner/qm sind jetzt schon ein schöner Rasen geworden, mannomann.

Alles wird gut
Hinnerk
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Re: Tritical GPS

Beitragvon angusy » Mo Okt 28, 2013 19:04

Danke der Berichterstattung!

Einige Sachen sind mir noch nicht so klar:

Ernte am 28.6.: Ist das das übliche Datum oder aufgrund der diesjährigen Witterung eher eine oder zwei Wochen später?

Moddus: Was ist denn "erheblich (Mehr-)"?

Aussaat: Wieso hast Du dieser Jahr noch dichter ausgesät?

Saatgut: Triticale lässt sich doch nachbauen? Oder gibt es hier aufgrund Kreuzung Roggen/Weizen Sorten, bei denen dies nicht möglich ist?
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Re: Tritical GPS

Beitragvon Bauer Hinnerk » Mo Okt 28, 2013 21:08

[quote="angusy"]Danke der Berichterstattung!

Einige Sachen sind mir noch nicht so klar:

Ernte am 28.6.: Ist das das übliche Datum oder aufgrund der diesjährigen Witterung eher eine oder zwei Wochen später?

Moddus: Was ist denn "erheblich (Mehr-)"?

Aussaat: Wieso hast Du dieser Jahr noch dichter ausgesät?

Saatgut: Triticale lässt sich doch nachbauen? Oder gibt es hier aufgrund Kreuzung Roggen/Weizen Sorten, bei denen dies nicht möglich ist?[/quote]

N' Abend!

Zu 1.: War meine erste Triticale-GPS-Ernte. Habe mich grob an die Ernteempfehlung "Beginnende Teigreife" gehalten, d.h. beim Zerdrücken soll der Korninhalt nicht mehr spritzend austreten. Soweit war er. Wegen wackeligem Bestand Lohner rangerufen. Ex post falsche Entscheidung, eine Woche später wäre ich dichter dran am Ziel-TS-Gehalt von ca. 32 % gewesen.

Zu 2: Splitting 0,8 l Moddus in BBCH31 + 0,4 l Moddus in BBCH 32 + 0,4 Camposan in BBCH39

Zu 3: Aussaatempfehlung vom Züchter für die GPS-Nutzung bei Aussaat Anfang Oktober; hatte noch zuvor noch lange versucht, wieder an Massimo ranzukommen.

Zu 4: Saatgutgewinnung nach GPS-Nutzung dürfte schwierig werden, gell? Ansonsten baut HIER keiner dieses Zeugs an.

Gruß
Hinnerk
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Re: Tritical GPS

Beitragvon ahja » Mo Okt 28, 2013 21:21

Naja, bau das im Mix an, 80% Triti, 10% Roggen und 10% Winterwicken.
Wenn es gut läuft Abernte wenn die Wicken das Getreide ins Lager ziehen, Ertrag etwa wie Mais (Mittelgebirgslage).
Please consider the environment before printing this
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Re: Tritical GPS

Beitragvon angusy » Di Okt 29, 2013 13:41

Bauer Hinnerk hat geschrieben:Zu 2: Splitting 0,8 l Moddus in BBCH31 + 0,4 l Moddus in BBCH 32 + 0,4 Camposan in BBCH39

Zu 4: Saatgutgewinnung nach GPS-Nutzung dürfte schwierig werden, gell? Ansonsten baut HIER keiner dieses Zeugs an.



Zu 4: Das ist mir auch klar! :roll: Bei Deinen 30ha GPS-Anbau wäre es ja eine Überlegung, vielleicht einen Hektar zwecks Nachbau zu dreschen, oder?

Zu 2: Wieviel Abstand (Tage)war denn da zwischen BBCH 31 und 32? Ich hatte dies oft schon zur gleichen Zeit innerhalb eines Schlages. Macht die zweimalige Behandlung innerhalb einer so kurzen Zeit bei Triticale Sinn?
Welfenprinz hat geschrieben:
Kreuzschiene hat geschrieben:Habt Ihr schon einmal eine Kiefer umarmt?


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Re: Tritical GPS

Beitragvon Bauer Hinnerk » Mi Okt 30, 2013 9:46

Zu 4: Das ist mir auch klar! :roll: Bei Deinen 30ha GPS-Anbau wäre es ja eine Überlegung, vielleicht einen Hektar zwecks Nachbau zu dreschen, oder?

Zu 2: Wieviel Abstand (Tage)war denn da zwischen BBCH 31 und 32? Ich hatte dies oft schon zur gleichen Zeit innerhalb eines Schlages. Macht die zweimalige Behandlung innerhalb einer so kurzen Zeit bei Triticale Sinn?[/quote]

Moin!

Zu zu 4): Um Gottes Willen, das Zeugs dreschen? Niemals, auch nicht einen Quadratmeter! 1) Ich hätte Mitleid mit meinem armen Drescher, insbesondere Motor, Hächslerriemen und Häcksler selbst. Die Triticale stand locker 1,80m hoch, ich hätte das gehäckselte Stroh kaum eingearbeitet bekommen und wollte Gärreste und Raps ohne Verstopfer einmulchen. Mal so zur Info: Geerntet wurde mit einem BigX700 und 6,20m DirectCut. Der Bock kroch mit 3-3,5 km/h über den Acker an der Leistungsgrenze. 2) Ich hätte das Beten anfangen müssen, dass sie mir nicht ins Lager geht bis zur Totreife.
Ergo: Nix da, alles weg, als Ackerbauer ist man eh knapp bei Kasse unmittelbar vor der Getreideernte, jammerjammer.

Zu zu 2) Ich habe 7 Tage gewartet nach der ersten Spritzung. Natürlich war der Bestand nicht so homogen, dass man 31 und 32 sauber trennen konnte, aber irgendwie musste ich die 2.Spritzung eben eintakten. Ja, vielleicht hätte ich länger warten müssen für einen besseren Einkürzungserfolg bei den untersten Internodien. Ob ich mir dann die Camposan-Notbremse gespart hätte? Mmmh, ich glaube nicht. Immerhin ist das Zeug stehen geblieben, im Ggs. zu einigen Roggenschlägen meiner Kollegen.

Aber jetzt bin ich ja Profi und mach bestimmt alles besser! :D

Gruß
Hinnerk
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