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Überarbeitung der Fruchtfolge

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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25 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Überarbeitung der Fruchtfolge

Beitragvon Guido85 » Mi Mai 16, 2007 14:10

Bisherige Fruchtfolge:
Hafer-Triticale-Gründüngung(Raps)-Weizen-Sommergerste angebaut
Nun wollen wir, weil wir mehr Ackerland haben die Fruchtfolge erweitern.

Jetzt bin ich auf Erbsen gestoßen und suche mal ein paar Infos dazu (Wikipedia war wenig hilfreich).
Wie hoch sind die Erträge pro ha?
Kann ich die Schoten mit dem normalen Mähdrescher sauper ausdreschen?
Ist ein hoher Düngereinsatz notwendig oder lieber das Prinzip "weniger ist mehr"?
Gibt es Marktprognosen für Erbsen?
Wie sieht es mit Spritzmitteleinsatz aus?

Ebenso haben wir an Raps und Wintergerste als Erweiterung gedacht, Roggen wäre vielleicht auch noch eine Option.

Könnt ihr mir mal weiterhelfen?
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Beitragvon automatix » Mi Mai 16, 2007 14:59

Ich dünge meine Erbsen gar nicht, und letztes Jahr (war das erste mal daß ich Erbsen hatte) gabs knapp 60 dt/ha.
Vermarktfähig sind sie, zumindest unser Händler würde die abnehmen. (ich füttere sie an die Schweine als Sojaersatz).

Ich hab sie selber mit meinen JD 630 gedroschen und es hat wenn den auflauf danach betrachtet offensichtlich sehr gut hingehauen - allerdings standen sie letztes jahr auch schön und ich hab nur bergauf gedroschen.

pflanzenschutz mach ich im vorauflauf, funktioniert sehr gut, später kann man da ohnehin nicht mehr sinnvoll reinfahren, daß die erbsen recht schnell dicht machen und dann sehr zusammenhängen - mit fahrgassen würde wohl auch nachauflauf gehen, gibt aber da nicht zu viele mittel.

und sie sind eine sehr gute vorfrucht für weizen.
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Beitragvon countryman » Do Mai 17, 2007 17:38

wirtschaftlich dürfte Raps den Erbsen auf den meisten Standorten deutlich überlegen sein!
Erbsen stehen auf leichtere warme eher trockene Böden während Ackerbohnen auf feuchtere schwerere Standorte gehören. N-Dünger bekommen beide nicht. Distelstandorte sind zu meiden da nicht bekämpfbar. Erbsen müssen oft extrem tief geschnitten werden, daher lohnt es sich Steine nach der Saat einzuwalzen. Leguminosen gewinnen etwas in der Wirtschaftlichkeit wenn sie im Betrieb verfüttert werden, trotzdem gilt: siehe oben!
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Beitragvon steyr9090 » Di Jun 19, 2007 19:26

Wir bauen keine Erbsen mehr an. Es ist problematisch den richtigen Dreschtermin zu erwischen. Entweder fallen sie aus oder sie sind zu feucht.
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Beitragvon Desperado » Di Jun 19, 2007 22:35

zum Erbsenanbau:

- Die Erbsen brauchen einen lockeren, nicht zu nassen Boden. Dabei empfielt sich eine Pflugfurche ausgangs des Winters oder eine Mulchsaat, bei der der Boden etwas tiefer gelockert wird (wie beim Mais)

- Als Erbsensorte würde ich Dir Mascara empfehlen. Die ist etwas längerwüchsig, recht ertragreich und ausreichend standfest.
Zudem würde ich Rhe-Ka-Phos düngen, weil Erbsen neben Phosphat und Kali auch Magnesium und Schwefel benötigen. Gesäht wird übrigens zeitgleich mit dem Sommergetreide mit etwa 70 - 80 Kö/qm, Saattiefe mind. 3 - 4 cm, Getreideabstand von etwa 15 cm.
Nach der Saat sollte gewalzt werden - erst recht, wenn der Boden etwas steiniger ist, damit später kein Stein in das Dreschwerk kommt

- Erbsen gehen recht spät auf (z.T. erst nach 3 Wochen), wachsen dann aber relativ zügig los. Die Unkrautbekämpfung findet normalerweise im Vorauflauf statt, z.B. mit 4 l/ha Bandur oder der Mischung aus Stomp SC 2,5 l/ha + Basagran 1,5 l/ha (bis zu einer Wuchshöhe von 5 cm der Erbsen). Als reines Gräsermittel steht auch Fusilade Max im Nachauflauf zur Verfügung.
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Re: Überarbeitung der Fruchtfolge

Beitragvon Desperado » Di Jun 19, 2007 22:52

Guido85 hat geschrieben:Bisherige Fruchtfolge:
Hafer-Triticale-Gründüngung(Raps)-Weizen-Sommergerste angebaut
Nun wollen wir, weil wir mehr Ackerland haben die Fruchtfolge erweitern


Ich kapier Deine Fruchtfolge nicht so ganz.
Du baust Hafer als Gesundungsfrucht an, was ja soweit in Ordnung ist. Aber warum folgt darauf denn kein Winterweizen, wie das allgemein üblich ist, sondern Triticale?
Die weniger anspruchsvolle Triticale kann ich doch auch als abtragende Frucht anbauen.
Und nach der Triticaleernte baust du Sommer- oder Winterfutterraps als Zwischenfrucht an vor der Winterweizenaussaat im selben Jahr? Oder folgt darauf Sommerweizen?

Ne sinnvolle Fruchtfolge mit Raps und Erbsen sieht in etwa so aus:
Raps - Winterweizen - Erbsen - Winterweizen - Wintergerste
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Beitragvon Guido85 » Mi Jun 20, 2007 21:24

@Desperado
Genau solche antworten wollte ich haben! Du magst recht haben, aber die Fruchtfolge wird bei uns schon ewig gefahren und keiner hat sich Gedanken, darüber gemacht! Raps ist als Gründüngen und im selben Jahr kommt Weizen dahin!

So gehen wir mal davon aus ich würde die SG aus der Fruchtfolge streichen und möchte WG und Körner-(Öl-)Raps aufnehmen.
Würde es dann Sinn machen WG-Hafer-Triticale-Raps-WW zu säen oder lieber eine andere Reihenfolge?

Ich will gerne den Hafer in der Fruchtfolge behalten weil er mir Stärke in der Lämmermast bringt!

Gruß

Guido
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Beitragvon Trakehnerstar » Mi Jun 20, 2007 22:22

also da fehlen ganz viele angaben um eine sinnvolle antwort zu geben

zb. bodenart und güte, wo wohnt ihr??

was macht ihr mit den ernteprodukten,. vermarktung, verfüttern

wie siehst mit organischer düngung aus

habt ihr alle maschinen v.a einen mähdrescher, oder lasst ihr dreschen?? gibts überhaupt einen lohnunternehmer mit rapsscheidwerk in der gegend???

landwirtschaft ist ein puzzel aus zig (richtigen) entscheidungen, was bei einem passt ist beim anderen falsch..
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Beitragvon Desperado » Mi Jun 20, 2007 22:33

Hallo Guido !

Du wirst wahrscheinlich eh nicht allzu viele Erbsen für Dich und Deinen Betrieb brauchen. Insofern würde ich an Deiner Stelle nur einen Teil der Flächen mit Erbsen bestellen und den anderen Teil mit Hafer.

Die Fruchtfolge würde ich also so gestalten:

Raps - Winterweizen (+ Gründungung im Herbst mit Senf oder Ölrettich) - 1/2 Erbsen und 1/2 Hafer - Winterweizen - Wintergerste.

Wintergerste eignet sich als abtragende Frucht vor Raps besser als Hafer, der meistens recht spät reif ist.
Zur Rapsaussaat empfiehlt es sich direkt nach der Getreideernte die Getreidestoppeln abzumulchen und etwas tiefer zu grubbern (ca. 20 cm). Wenn Du Gülle hast, kannst Du die natürlich zuvor ausbringen und mit dem Grubber einarbeiten. Anschließend musst Du aber auch gleich mit Kreiselegge + Packerwalze drüber, damit der Boden fein wird und nicht austrocknet.
Liniensorten würde ich so um den 10.August sähen (nach der Saat gleich walzen!). Wichtig für einen guten Feldaufgang ist, dass der Boden ausreichend fein ist, wobei es sehr von Vorteil ist, wenn es zuvor mal etwas geregnet hat.
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Beitragvon Guido85 » Mi Jun 20, 2007 23:38

Also zur Düngung stehen bei uns immerhin weit über 1000m³ Schafsmist bereit und wenn der nicht reicht kann ich bestimmt noch Kompost besorgen. Des Weiteren ist Triticale bei uns gesetzt da ich zum Füttern immer einen Mix aus Weizen, Triticale, Gerste, Hafer verwendet was sich sehr bewert hat. Von Erbsen bin ich jetzt mal ganz weg da ich gelesen habe, dass diese am Besten nur alles 8 Jahre auf die selbe Fläche gesät werden sollten.

Da ich mit Frontpacker und KE säe habe ich eigentlich kaum Probleme mit der Krümmelung auf unseren mittleren Böden, allerdings weiß ich nicht ob ich den Raps mit unserer D7 Spezial II (mit Bandsaatschaare), dann genug angedrückt habe. Das Dreschen übernimmt ein Kollege mit seinen D-F Drescher (Typ M2488!?) hat in den letzten Jahren super geklappt und einen Rapstisch hat der auch.

Ich muss dazu sagen wir haben schon immer Getreideanbau, aber halt immer nur einige ha für die eigene Futterproduktion (hat noch nicht mal gereicht um den eigenen Mist komplett los zu werden, mussten immernoch welchen aufs Gründland fahren)) und nun wollen wir mehr machen um so eine Art zweites Standbein zu bekommen. Ich taste mich jetzt so langsam an die Profis ran und will mehr wissen über optimale Fruchtfolgeplanung, Ertragssteigerungen durch Düngung zum richtigen Zeitpunkt, usw...

Gruß

Guido
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Beitragvon ropa_eurotiger » Do Jun 21, 2007 11:42

Hallo,

was sehr gut eine enge Getreidefruchtfolge auflockert sind Rüben. Egal Zucker- oder Futterrüben (Wirtschaftlichkeit des Quotenkaufs etc. seien mal außer Acht gelassen).
So bewirken Rüben beim nachfolgendem angebauten Weizen eine Ertragssteigerung. :idea:
Diese muss der Wirtschaftlichkeit der Rübe zugute geschrieben werden. :!:
Wenn Du keine Quote kaufen willst/kannst, kannst Du ja vielleicht versuchen mit Berufskollegen Flächen zu tauschen oder Rüben für Biogasanlagen anzubauen. :roll:
Deinem Boden (vorausgesetzt er eignet sich für Rüben) wirds auf jeden Fall gut tun :D
MfG ropa_eurotiger

Keiner stirbt als Jungfrau, denn das Leben fickt jeden !!!

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[17:59:03] ladyesprit: das ist hier keine vagina
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Beitragvon countryman » Do Jun 21, 2007 12:52

nichts gegen die Rübe als solche, aber bevor man sich Gedanken über Quotenkauf oder eine Futterrübenlogistik macht, käme doch wohl eher der Raps als simple Mähdruschfrucht ins Spiel.

Die derzeitige Fruchtfolge gefällt mir überhaupt nicht, da sie 1. absolut getreidelastig ist (die Wirkung des Zwischenfruchtrapses darf man nicht überschätzen, er steht ja nur sehr kurz auf dem Feld!) und 2. die Sommergerste ertraglich gegenüber WG doch fast überall deutlich abfällt.
Da wäre der Vorschlag von Desperado sicher besser. Nach diesem Muster hast du die Erbsen ja nur in jeder 2. Rotation auf dem Feld, kannst also die Anbaupause einhalten. Wenn dir die Erbsen ertraglich nicht gefallen kannst du sie ja auch weglassen. Als Standardvorfrucht zu Raps kommt nur WG in Frage wegen des Erntetermins. Alles andere geht oft auch aber nicht immer. So eine Fruchtfolge mit 2 Blattfrüchten würde sicherlich deine Weizenerträge deutlich erhöhen und den Krankheitsdruck mindern. So jedenfalls meine Erfahrung.
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Re: Überarbeitung der Fruchtfolge

Beitragvon Farmer79 » Mi Aug 19, 2009 14:32

Hallo,

jetzt schreib ich mein Anliegen einfach auch in diesem Beitrag dazu, da das ganz gut passt.

Wir erweitern demnächst unseren Ackerbau, da wir einige Flächen dazu bekommen. Die Fruchtfolge
würde ich dann gerne 5-gliedrig machen und hab mir diese wie folgt vorgestellt:

Raps - Weizen *** - Hafer - Brachbegrünung/Stillegung - S.Gerste
(***=Herbstbegrünung)

Was meint ihr dazu?
Wirtschaftsdünger hab ich leider keinen zur Verfügung.
Das Stroh wird abgefahren.
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Re: Überarbeitung der Fruchtfolge

Beitragvon automatix » Do Aug 20, 2009 9:16

bist du Bio?
warum ein Jahr nichts und dann auch noch vor der Sommergerste.
Badaboom
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Re: Überarbeitung der Fruchtfolge

Beitragvon Farmer79 » Do Aug 20, 2009 13:53

Servus,

nee, bin nicht Bio, aber fast :) Aber fahre mit dem Ackerbau nicht so intensiv,
da unsere Böden nicht so gut sind.

Da ich keinen Wirtschaftsdünger habe dachte ich das ein Jahr Brache
ganz gut ist und diese eine gute Vorfruchtwirkung auf die Gerste hat.

Beim Hafer verzichten wir sogar auf eine Herbizid-Behandlung. Haben damit
gute Erfahrung gemacht.

Ausserdem entspannt das meine Arbeitssituation ein wenig, und bei den
derzeitigen Getreidepreisen wäre es vielleicht am besten alles Stillzulegen :?
Farmer...ehemals >Deutz-Fan<
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