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Verpachtung von Ackerland

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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14 Beiträge • Seite 1 von 1
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Verpachtung von Ackerland

Beitragvon LouisCyphre123 » Mi Apr 14, 2021 6:45

Hallo,
ich bin Eigerntümer von 4 ha Ackerland in OWL.
Pächter ist seit >30 Jahren derselbe Landwirt, Pachtvertrag habe ich gar nicht mal parat.
Er hat seither immer mal wieder die Pacht von sich aus erhöht, aber ich glaube ganz marktgerecht ist der Betrag nicht.
Was müsste ich bei einer Neuverpachtung, oder seit es nur bei einer Ausschreibung zur Markterkundung, und um dem jetzigen pächter
die Möglichkeit zu geben, auf einen durch Dritte negebotenen markjtgerechten preis einzugehen, beachten?

Wie wäre nach 30jahren die Kündigingsfristen?
Gibt es da irgendwelche Flächenprämien, die zu beachten sind?
Gibts Musterverträge?

Vielen Dank schonmal
LouisCyphre123
 
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Re: Verpachtung von Ackerland

Beitragvon 4911 » Mi Apr 14, 2021 7:15

Musterverträge gibts bei den jeweiligen Landes-Bauernverbänden. Kündigungsfrist, wenn der schriftliche Pachtvertrag auch schon länger abgelaufen ist,in der Regel 2 Jahre. Wenn der Pächter von sich aus schon mehrmals den Pachtzins erhöht hat und die Fläche ordentlich bewirtschaftet, würd ich nicht das Letzte aus ihm herausquetschen. Bei Ausschreibungen werden möglicherweise Angebote im 4stelligen Bereich/ha kommen. Gib deinem bewährten Pächter trotzdem eine Chance, die Fläche zu einem fairen Preis weiter zu bewirtschaften. Die Flächenprämien sind an die Zahlungsansprüche gebunden, die dem Pächter durch die Bewirtschaftung
der Flächen zugeteilt worden sind.
4911
 
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Re: Verpachtung von Ackerland

Beitragvon ChrisB » Mi Apr 14, 2021 11:18

Hallo,
der Pächter hat von sich aus die Pachtzahlung erhöht? :D
Hier unser größter Milchbauer versucht nach einigen Jahren,
die Pachtzahlung ganz einzustellen, angeblich Kontowechsel bei der Bank :oops:
Bleib bei dem Pächter, sonst bietet einer vielleicht mehr,
aber dann kommt gar kein Geld.
Gab es hier bei uns schon mehrfach .
ChrisB
 
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Re: Verpachtung von Ackerland

Beitragvon wastl90 » Mi Apr 14, 2021 12:40

Finde den marktüblichen Pachtpreis in eurer Gegend heraus. Wahrscheinlich liegt der irgendwo im Schnitt aus Landwirtschaftskammer, Verpächtern und Pächtern ;-). Anschließend kannst du ja deinen Pächter damit konfrontieren und gegebenenfalls eine Anpassung "fordern". Die Chance würde ich auf alle Fälle nutzen, warum auch eine 30 Jahre alte Beziehung aufs Spiel setzen?
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Re: Verpachtung von Ackerland

Beitragvon T5060 » Mi Apr 14, 2021 12:43

Finde erst mal die wirtschaftlichen Eckdaten deiner Fläche heraus : Zuschnitt, Größe, Erreichbarkeit, Boden, Wildschaden usw.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Verpachtung von Ackerland

Beitragvon Südheidjer » Mi Apr 14, 2021 13:21

Also nach 30 Jahren, in denen der Pächter vermutlich die Fläche ganz gut bewirtschaftet hat, würde ich mir ganz genau überlegen, ob es sinnvoll ist, den Pächter zu wechseln.
Wenn der Pachtpreis halbwegs im ortsüblichen Bereich sein sollte, dann würde ich den Pächter wohl eher behalten. Da weiß man, wen man hat.
Südheidjer
 
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Re: Verpachtung von Ackerland

Beitragvon marius » Mi Apr 14, 2021 13:45

Wenn man maximale Ausbeute will sollte man an die Börse.
Beim Vermieten oder verpachten gehts um Verwahrung und Behandlung von meinem Eigentum.
Ich glaub bei meinem Mieter hab ich in über 10 Jahren keine Miete erhöht und die dürfte jetzt >30 % unter ortsüblich liegen.
Der denkt ich kenn die Preise nicht, doch die kenne ich aber es wird vorläufig nicht erhöht.
Der zahlt pünktlich, macht keinen Ärger und repariert auch mal was selber statt anzurufen.
Der könnte selber eine Wohnung kaufen aber solange die Miete günstig ist, zieht der nicht aus. Passt für mich, da brauch ich auch keine teure Vermieterrechtsschutzversicherung.
Und was bringen mir im Monat 100 Euro mehr, sind nach Abzüge und Steuern gerade mal noch 50 Euro. Darauf kann ich auch verzichten.

Dasselbe bei meinen Verpächtern. Einen Teil hat ein Kuhbauer. Der hat weniger bezahlt als mein Biogas Stammmpächter aber da er ein guter Freund ist, bekommt er einen Teil etwas billiger. Bei dem passt ebenfalls die Bewirtschaftung, pünktliche Zahlung und bei dem wächst kein Ampfer oder Kreuzkraut was meine Felder verseucht. Passt ebenfalls.
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Re: Verpachtung von Ackerland

Beitragvon LouisCyphre123 » Fr Apr 16, 2021 13:48

4911 hat geschrieben:Die Flächenprämien sind an die Zahlungsansprüche gebunden, die dem Pächter durch die Bewirtschaftung
der Flächen zugeteilt worden sind.


Was genau heisst das?
Der Pächter bekommt je ha bewirtschafteter Fläche eine fixe Prämie?
Wer bekommt die nach Kündigung?
Der neue Pächter automatisch?
Wie hoch ist die?
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Re: Verpachtung von Ackerland

Beitragvon Isarland » Fr Apr 16, 2021 14:10

LouisCyphre123 hat geschrieben:
4911 hat geschrieben:Die Flächenprämien sind an die Zahlungsansprüche gebunden, die dem Pächter durch die Bewirtschaftung
der Flächen zugeteilt worden sind.


Was genau heisst das?
Der Pächter bekommt je ha bewirtschafteter Fläche eine fixe Prämie?
Wer bekommt die nach Kündigung?
Der neue Pächter automatisch?
Wie hoch ist die?

Wenn der Verbleib der Flächenprämie nicht im Pachtvertrag geregelt ist, kann der Pächter damit machen, wie es ihm passt. Verkaufen, mit dem Acker zurückgeben, oder auf eigene Grundstücke übertragen, wenn ihm Zahlungsansprüche fehlen.
Die Grundprämie wird bei der neuen GAP bei ca. 100€ liegen, was so gemunkelt wird. Durch freiwillige ökologische Leistungen können sich die Landwirte eine höhere Prämie "erarbeiten".
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
O-Ton "Lisa Fizz"
O Herr, verschone uns vor bösen Geistern, den Blöden und den Grünen.
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Re: Verpachtung von Ackerland

Beitragvon T5060 » Fr Apr 16, 2021 15:07

Hört doch auf sowas als "Prämie" zu bezeichnen. Das sind Niedrigpreisergänzungszahlungen, die Mitte der Neunziger als Ausgleich für die Abstufung der Preise auf Weltmarktniveau WTO/GATT eingeführt wurden.
Der Getreidepreis sank damals dann um 15 €/dt und das Rindfleisch um 1,50 €/kg. Diese Gelder waren ein Versprechen der Politik an die wirtschaftenden Landwirte um die EInkommen zu stabilisieren. Sie waren weder für Verpächter, noch als Verhandlungsmasse für durchgeknallte NGO´s oder andere Spendenabzocker gedacht.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Verpachtung von Ackerland

Beitragvon wastl90 » Fr Apr 16, 2021 15:31

T5060 hat geschrieben:Hört doch auf sowas als "Prämie" zu bezeichnen. Das sind Niedrigpreisergänzungszahlungen, die Mitte der Neunziger als Ausgleich für die Abstufung der Preise auf Weltmarktniveau WTO/GATT eingeführt wurden.
Der Getreidepreis sank damals dann um 15 €/dt und das Rindfleisch um 1,50 €/kg. Diese Gelder waren ein Versprechen der Politik an die wirtschaftenden Landwirte um die EInkommen zu stabilisieren. Sie waren weder für Verpächter, noch als Verhandlungsmasse für durchgeknallte NGO´s oder andere Spendenabzocker gedacht.

Und jetzt machst du das schon seit über 30 Jahren mit und hoffst mit irgendwelchen Demonstrationen in Berlin ändert sich das? Du bist auf alle Fälle ein geduldiger Geselle! :prost:
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Re: Verpachtung von Ackerland

Beitragvon T5060 » Fr Apr 16, 2021 15:54

Die Prämie hat keine Bedeutung bei uns, das sind nicht mal 10 % vom Umsatz.
Die Steuer die mir bezahlen ist größer als die Prämie.
Wer auf Prämien setzt, wird verlieren, weil die in keinem Fall mehr die Maschinenkosten decken.
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Re: Verpachtung von Ackerland

Beitragvon CarpeDiem » Fr Apr 16, 2021 20:12

T5060 hat geschrieben:Wer auf Prämien setzt, wird verlieren,


Deshalb stellt sich für mich doch die Frage, wenn die Basisprämie nur noch ca. 100 Euronen beträgt, aus der ganzen Sache auszusteigen. Allerdings kann die ganze Chose nur greifen, wenn man die neue GAP nicht in das Fach- und Ordnungsrecht überführt, wie man das in der Vergangenheit fast einhundertprozentig getan hat.
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Re: Verpachtung von Ackerland

Beitragvon wastl90 » Mo Apr 19, 2021 8:20

T5060 hat geschrieben:Die Prämie hat keine Bedeutung bei uns, das sind nicht mal 10 % vom Umsatz.
Die Steuer die mir bezahlen ist größer als die Prämie.
Wer auf Prämien setzt, wird verlieren, weil die in keinem Fall mehr die Maschinenkosten decken.

Kennst du den Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn? Glaub mir, eine Gewinnrate von 10%, was ja anscheinend etwa den Anteil der Prämie an deinem Umsatz entspricht, ist für viele Betriebe ein hervorragendes Ergebnis, auch in anderen Branchen.

Ich verstehe aber immer noch nicht dein Gejammer. Was erwartest du von der Politik? Was erwartest du vom Verbraucher? Du bist doch auch der erste der jede neue Geschäftsidee der Landwirtschaft ins Lächerliche zieht. Glaubst du wirklich es ändert sich "einfach so" etwas? n8
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