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Verschleiß einer Lamellenkupplung

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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Verschleiß einer Lamellenkupplung

Beitragvon JonnySchorsch » Fr Jul 12, 2013 12:05

Hallo,
mir ist vor kurzem die Frage aufgekommen, wie es sich mit dem Verschleiß von Lamellenkupplungen verhällt wenn diese einfach nicht betätigt, also gekuppelt werden. Hintergrund ist, dass gerade bei Schleppern aus den 60er und 70er Jahren die Lamellenkupplung einen recht berüchtigten Ruf wegen der aufwändigen und teuren Instandsetzung hat.
Wie muss man sich das vorstellen?
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Re: Verschleiß einer Lamellenkupplung

Beitragvon Fadinger » Fr Jul 12, 2013 12:16

Hallo!

Eine im Ölbad laufende Lamellenkupplung ist nahezu verschleißfrei.
Aber:
Die Lamellen können verbrennen, wenn sie heiß wird.
Das Drucklager kann kaputtgehen, wenn die Kupplung dauernd ausgekuppelt ist.
Die Lamellen können verkleben, wenn sie nie benutzt wird.
...
Und dann wird die Reparatur teuer/kompliziert/arbeitsintensiv, da meist das komplette Getriebe zerlegt werden muß.

Gruß F
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Re: Verschleiß einer Lamellenkupplung

Beitragvon JonnySchorsch » Fr Jul 12, 2013 23:41

Hallo,
du meinst also wenn die Kupplung regelmäßig betätigt wird kann nichts großartiges passieren?
Was mich nur stutzig macht ist, dass es eigentlich nur Leute gibt die entweder voll auf ihre LS oder Agriomatic schwören oder die sie verfluchen. Daher die blöde Frage.
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Re: Verschleiß einer Lamellenkupplung

Beitragvon Epxylon » Sa Jul 13, 2013 10:12

Ich vermute es liegt eher daran das viele versuchen selber den Fehler einzugrenzen und nicht in die Werkstatt fahren.
Dadurch werden meistens viele Teile getauscht aber nicht das richtige.

Dementsprechend wird es teuer und der Erfolg fehlt.

Ein Kunde von uns hat einen alten 716 und schimpft nur auf die Kiste. Das einzige was er macht ist Motoröl wechseln und das war es.
Bevor er mit Problemen in die Werkstatt kommt tauscht er lieber Teile für mehrere Tausend Euro.

Vor einiger Zeit war er da wegen einem Leitungsverlust. Er hat 2 mal den Turbo getauscht, die Wasserpumpe und die Ladeluftschläuche.
Wir haben nur die Kurbelgehäuseentlüftung für ein paar Euro gewechselt und schon lief der Karren wieder.

Wenn man die Reparatur eines LS Getriebes einmal richtig macht dann hält es auch wieder eine lange Zeit.
Allerdings schlägt auch bei vielen anderen der Sparfuchs zu. Dann heisst es meistens die Lager nehmen wir nochmal usw.

Es ist ähnlich mit dem Vario Getrieben. Es gibt Kunden, gerade Lohner da halten die nicht mal 4000 Std.
Bei anderen Kunden verrichten 5 Varios ihren Dienst mit über 10000 Stunden wo wir noch nie am Getriebe dran waren.

Es hängt auch viel damit zusammen wie man mit einem Getriebe umgeht.

Zu Fadinger seinem Post kann man sagen:

Heiß werden Lamellen aufgrund fehlender Schmierung, falscher Betätigung (schleifen lassen).
Die Drucklager von Lamellenkupplungen sind meistens Axiallager und dementsprechend dafür ausgelegt die Axialen Druckkräfte aufzunehmen.
Das die Lamellen verkleben kann auch am falschen Öl liegen.

Es gibt viele Gründe warum was kaputt geht. Der Hauptgrund dürfte in den meisten Fällen aber am Fahrer und der Wartung liegen.
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Re: Verschleiß einer Lamellenkupplung

Beitragvon Favorit » Sa Jul 13, 2013 12:12

JonnySchorsch hat geschrieben:Hintergrund ist, dass gerade bei Schleppern aus den 60er und 70er Jahren die Lamellenkupplung einen recht berüchtigten Ruf wegen der aufwändigen und teuren Instandsetzung hat.
Wie muss man sich das vorstellen?


Du mußt Dir das so vostellen, daß das ganze Lifetime-Gequatsche bei Lamellenkuppl. übertrieben ist!
->Je nach Belastung und Zeitverlauf gehen die Sintherscheiben irgendwann drauf - das hält kein Material auf Dauer aus...
Wenn ein 60s/70s deswegen steht, ist das keine Ausnahme, sondern die Regel!
Da wo z.B. Fahrkuppl. als Lamelle direkt auf Getriebe stehen, können die Dinger bei 90s-Schlepper, die hart rangenommen werden, oder große Löcher in der Getreibestufung haben im Einzelfall schon bei 2.0 Stunden offen sein. Oder wenn der Fahrer es nicht blickt, im 1.Jahr...

=>bei einer gekapselten Lamellenkuppl. muß immerzu das Öl gewartet werden! Also nix tun und nicht benutzen ist keine gute Idee - das Öl trocknet sonst rein und die Scheiben lösen sich irgendwann nie wieder...
Das Öl ist komplett zu ersetzen!

An Oldis gibts teilweise auch luftgekühlte LS-Kuppl., z.B. für Allrad und ZW - da muß man nicht so viel warten, aber die geht auch hops nach 30/40/50 Jahren - trotz TK, das ist sischär!
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Re: Verschleiß einer Lamellenkupplung

Beitragvon JonnySchorsch » Sa Jul 13, 2013 14:51

Hallo,
ist ja sehr aufschlussreich.
Eigentlich kann man da nur den Kopf schütteln, da mittlerweile ja schon die Schlepper ohne LS oder Agriomatic deutlich höher gehandelt werden als die mit...
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