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Wächst Euch auch der landw. Zwangspapierkram über den Kopf?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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18 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Wächst Euch auch der landw. Zwangspapierkram über den Kopf?

Beitragvon Obelix » Mi Mai 30, 2007 14:36

Hallo,

ich bin ein ganz normaler arbeitender deutschstämmiger Deutscher. (deutschstämmiger Deutscher muss an dieser Stelle betont werden, da es bei unseren Behörden fremdstämmige Deutsche und Ausländer wesentlich einfacher haben.)

Mein Problem:
Ich habe etwas landwirtschaftliche Fläche geerbt, die mir nichts bringt, jedoch dazu führt, dass ich Papierkram mit Fristen und Strafandrohungen ohne Ende habe. Anfangs habe ich noch gedacht, Du erledigst den ganzen Papierkram einmal und dann ist Ruhe.

Doch im Gegenteil - es wird immer mehr - und sie werden immer penetranter:
- Landwirtschaftliche Kranken-/Pfelgekasse sendet mind. 1 x jährlich einen Fragebogen zur Befreiung
- Landwirtscahftliche Alterskasse nerft
- Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft will Ihre jährliche Meldung
- div. statistische Anstalten wollen irgendwas wissen, von dem ich keine Ahnung habe.
- Tierseuchenkasse
- usw.

Alles immer wieder und wieder. Immer die gleichen Zahlen bei mir. Warum geben die nicht mal Ruhe und wollen jedes Jahr aufs neue Meldungen haben?

Warum kann das nicht dahingehend vereinfacht werden, dass nur noch Veränderungen gemeldet werden müssen und andernfalls einfach die Zahlen vom Vorjahr automatisch übernommen werden können?

Warum schreitet der Gesetzgeber nicht gegen einen solchen irrsinnigen Bürokraten-Moloch ein?

Warum wird zugelassen, dass hier über unnötige Verwaltung Unsummen an Mitgliedsbeiträgen und Steuergeldern sinnlos versenkt werden?

Bin ich ein Einzelfall? Geht's Euch anderen nicht so?

Grüße
Obelix
Hans Jonas: Die gegenwärtige Generation darf ihr eigenes Lebensglück nicht damit erkaufen, das Unglück künftiger Generationen zu bewirken.
Obelix
 
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Beitragvon gerd gerdsen » Mi Mai 30, 2007 15:45

geht mir auch furchtbar auf den senkel, das liegt wohl daran das wir von beamten regiert werden :?
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Beitragvon HL1937 » Mi Mai 30, 2007 18:28

Die Entbürokratisierung der Landwirtschaft findet erst statt, wenn am Nordpol Gras wächst oder aus der Wüste Sahara ein Meer wird.
Dieser Bürokram ist wirklich zum Kotzen.
Man denke nur daran wie Landwirtschaft vor 20 Jahren funktioniert hat:
Brauchten wir einen Mehrfachantrag? Brauchten wir eine Düngebilanz?
Brauchten wir eine Düngeverordnung? Was war mit dem Tierpass, brauchten wir eine HIT-Datenbank? Wer hat damals gewußt was Cross-Compliance ist? Was war mit den Sickerbehältern an Fahrsilos? Was war mit den Hoftankstellen? Wer hatte einen Pflanzenschutzmittelschrank?
Brauchen wir lauter SCHNÜFFLER auf unseren Höfen die uns kontrollieren wie kleine Schulbuben? NEIN DAS BRAUCHEN WIR NICHT!!!!!!!
Und es ist schon sehr lange an der Zeit daß diese Gängelei ein Ende hat!!!
Damals hat Landwirtschaft noch funktioniert, heute müssen WIR funktionieren, damit wir unser Almosen vom Staat, das wir leider brauchen VERDIENEN. Ja, wir müssen es uns VERDIENEN.+
Man könnte die Liste noch ewig weiterführen, aber es bringt uns nicht weiter.
Das was wir brauchen sind angemessene Preise für unsere Produkte, denn vor 25 Jahren hat der Weizen schon 55 DM gekostet, das wären 28 Euro. Und was bekommen wir? Läppische 14 Euro, also 28 DM.
Wem täte es weh, in der Bäckerei 1 Cent für eine Semmel mehr zu bezahlen, und diesen 1 Cent bekäme der Bauer?? Der Weizen würde auf 30 Euro (!!!!) pro dt ansteigen.
Wo ist denn unsere Berufsvertretung? Die Milch müßte mindestens 40 Cent kosten. Warum hält man uns Bauern in Deutschland so klein? Wir schaffen was, pflegen die Landschaft von der wir (noch) leben, geben anderen Menschen Arbeitsplätze durch den Kauf von Maschinen und Bauten.
Es ist schon lange nicht mehr lustig Landwirtschaft zu betreiben.
Hier färbt die DDR ab, in der die Leute alles vorgeschrieben bekommen haben.
So, das ist meine Meinung, nun ran an die Gewehre !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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Beitragvon automatix » Mi Mai 30, 2007 20:04

man könnte jetzt boshaft sagen, daß die ganzen extremen lebensmittelreinheitsgesetze mit schuldig dran sind, daß deutschland bald ein volk voller allergiker ist. (oder kennt jemand leute über 50, die an heuschnupfen, nahrungsallergien oder ähnliches leiden?)

aber es geht nicht nur uns so, ein befreundeter Bäcker jammert über genau die gleichen Probleme - denen wird sogar vorgeschrieben, welche zutaten/vorräte in der gleichen Kühlung stehen dürfen und welche nicht usw.
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Beitragvon Geronimo » Mi Mai 30, 2007 20:23

Ich leiste schon lange passiven Widerstand: Drücken wo immer es geht, und unsinnige Aufzeichnungen gar nicht machen, oder mogeln.

Ein Beispiel:
Welchen Sinn macht es denn, wenn man darüber Buch führt, wann man eine hofeigene Kraftfuttermischung hergestellt hat??? Also schreib ich auch nichts auf.
Zuletzt geändert von Geronimo am Fr Jun 01, 2007 20:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Carsten » Mi Mai 30, 2007 20:30

Hallo Obelix,

ich musste doch ein wenig schmunzeln als ich deinen Beitrag gelesen habe. Er zeigt deutlich das es dem Normalo überhaupt nicht bewusst ist was für eine Papierkram ein Landwirt erledigen muss.

Sei doch mal ehrlich, wenn dir das vorher ein Landwirt vorgejammert hätte hättest du doch gedacht so schlimm kann es doch gar nicht sein, oder?

Keiner wird diesen Irrsinn abschaffen weil er denen Leute die das zu entscheiden haben den Arbeitsplatz kostet. Es wird auch nicht weniger sondern ständig mehr.
Gruß
Carsten
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Beitragvon Gress » Mi Mai 30, 2007 20:32

schon klar , aber was soll das bringen?

Damit ziehen wir uns nur nach unten. Man sollte das ändern was man ändern(besser machen) kann , bei sich und im Betrieb , der Familie.

Diese natürlich wahnsinnige Bürokratie ist eh eine Nummer zu groß für uns , das wir da was reduzieren können .
Siehe Tierpass , den sie abschaffen wollen..... wird als ersatz mit Sicherheit noch bürokratischer - wetten?

Macht den Scheiß und hadert nicht damit - macht nur übellaunig!

Gruß
Gress
 
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Beitragvon automatix » Mi Mai 30, 2007 20:33

ich hab mir bevor ich ein paar ZA gepachtet habe lang überlegt, ob ich nicht meine ZA alle verkaufe und dann keinen Mehrfachantrag mehr stelle - dann können die einen doch erstmal kreuzweise oder?
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Beitragvon HL1937 » Mi Mai 30, 2007 20:54

Das hab ich mir auch schon mal gedacht, aber ich glaube daß man trotzdem den Cross-Compliance-Anforderungen unterliegt :? .
Hat schon mal jemand überlegt, warum die Hofschnüffler immer zu zweit kommen? :twisted:
Was mal helfen würde, wäre wenn diese Erfinder der Landwirtschaft-in-den-Ruin-treiben-Politik bei abgestandenem Wasser und altem Brot einsperren würde, so lange bis sie wissen warum.
Seit es Menschen und Tiere gibt, die von den Früchten der Erde leben hat man immer gewußt wie man mit den Tieren und den Pflanzen umgeht, aber anscheinend wissen es die heutigen Landwirte nicht mehr und man muß es ihnen sagen und vorschreiben. Und genau das sind Leute, die noch nie eine Kuh von hinten gesehen haben. Ach ja, noch was vergessen, wenn sie das abgestandene Wasser nicht saufen, dann sollte man sie mit Kuhschwänzen dazu schlagen.
Wir sollen in Hitze, Staub und sonstigen körperlichen oft unangenehmen Tätigkeiten unser Brot verdienen, und dann kommen so Krawattenheinis und bestrafen uns wenn eine Kuh nur eine Ohrmarke hat.
Kann das sein??
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Beitragvon Malte » Mi Mai 30, 2007 20:56

HL1937 hat geschrieben:Die Entbürokratisierung der Landwirtschaft findet erst statt, wenn am Nordpol Gras wächst oder aus der Wüste Sahara ein Meer wird.


Es gab eine Zeit, da war die Sahara ein Meer.
Es gab alles mögliche, nur keine Bürokratie und keine Beamten.
Was folgern wir daraus: Früher war alles besser! :P
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Beitragvon Geronimo » Mi Mai 30, 2007 20:59

Die Beamten haben mit ihrer aufufernden Bürokratie ein System geschaffen, das den Behördenbediensteten den Arbeitsplatz über Jahre hinweg sichert.
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Beitragvon H.B. » Mi Mai 30, 2007 21:50

Den Gasölantrag habt ihr noch gar nicht erwähnt. Da wärs für den Staat auch billiger, die Landwirte mit dem selben Diesel fahren zu lassen, wie unsere westlichen Nachbarn. Das würde aber auch tauende überflüssige unkündbare Sachbearbeiter zur Folge haben.
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Beitragvon HL1937 » Mi Mai 30, 2007 22:06

In den Anfängen des Mehrfachantrages konnte man unkompliziert den Gasölantrag mit stellen. Naja, wenns kompliziert auch geht und andere haben Arbeit damit.......
Aber mal was ganz anderes........warum braucht man am Fahrsilo einen Sickersaftbehälter und bei den Haufen auf der Wiese nicht ohne betonierte Bodenplatte???
Ist wohl besser, der Saft geht direkt in den Boden als über die Kanalisation :twisted:
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Beitragvon George » Mi Mai 30, 2007 22:27

HL1937 hat geschrieben:In den Anfängen des Mehrfachantrages konnte man unkompliziert den Gasölantrag mit stellen. Naja, wenns kompliziert auch geht und andere haben Arbeit damit.......



Ich habe den Antrag vorgestern online erstellt, am Ende war der Button "Absenden" - daraufhin hatte ich die Meldung: Sie müssen Ihren Antrag
ausdrucken und beim Zollamt abgeben. Jetzt frage ich mich, für was
soll ich das alles online erledigen und warum kann man da keine simple
Excel-Datei erstellen, so wie bei der Humusbilanz
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Beitragvon schnorreswackler » Do Mai 31, 2007 18:54

Hallo zusammen,

auch wenn es vielleicht keinen interessiert, aber den Mist, den die Landwirtschaft ausbaden muss, wird von Politikern, MINISTERIALbeamten UND (zum Großteil) dem Bauernverband ausgeheckt. Die Hofschnüffler werden nur geschickt, haben aber keinen Einfluss auf den ganzen Blödsinn.

Teilweise wird von den selben Personen auch die Industrie kontrolliert. Futtermischungen, Düngemittel usw. Dies kommt auch der Landwirtschaft wieder zugute, sollte auch mal gesagt werden.
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