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Wachstum und Schnitt von Buchenpflanzungen

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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13 Beiträge • Seite 1 von 1
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Wachstum und Schnitt von Buchenpflanzungen

Beitragvon brandy911 » Mo Mai 22, 2006 22:16

hallo, ich habe eine Frage, die mir eventuell jemand von Euch beantworten kann, da sie im weitesten Sinne auch was mit Forstwirtschaft zu tun hat.

Ich habe Setzlinge von Hain- bzw. Weißbuche gepflanzt, um mir daraus eine Hecke zu formen.

Da ich eine Höhe von ca. 2Metern anstrebe und eine Breite von ca.1Meter, habe ich alle 35cm einen Setzling gepflanzt.
Ich habe sie ca. 90cm vom Zaun entfernt gepflanzt, damit ich später noch zum Schneiden zwischen Zaun und Hecke durchgehen kann.

Nun zu meiner Frage: die Setzlinge sind ca. 20-25cm hoch.
Ab wann sollte ich sie wie schneiden, damit das Wachstum angeregt wird bzw. sich möglichst viele Seitentriebe bilden?
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Beitragvon MF-133 » Di Mai 23, 2006 12:06

Unter 1 m Größe und vor dem dritten Jahr nach Pflanzung würde ich sie gar nicht schneiden. MFG
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Beitragvon Bananajoe » Di Mai 23, 2006 16:51

Würde ähnlich verfahren. Lass den Haupttrieb ungefähr in die gewünschte Höhe wachsen, zwinge die Pflanze vielleicht durch zaghaftes Schneiden in den Jahren zuvor schon in die Breite zu gehen.
Vielleicht den Haupttrieb 20 cm unterhalb der Endhöhe abschneiden, dann muss sich das Bäumchen im dadrauffolgenden Jahr zwangsläufig auch zur Seite wachsend nach oben schaffen. Diese Triebe schneidest du in der gewünschten Höhe wieder ab und bla blubb, in ein paar Jahren hast du nen Sichtschutz :wink:
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Beitragvon MV » Mi Mai 31, 2006 20:57

Hallo,
mich würde da auch was in die Richtung interessieren:

Ab wann (Alter, Jahreszeit) macht man denn Pflegeschnitte an den Bäumchen, damit sie eher in die Höhe und nicht in die Breite wachsen? Wenn man die seitlichen Triebe wegnimmt, hat dann der Baum überhaupt mehr Kraft nach oben? Oder wächst er deswegen auch nicht schneller? Und wieviel cm läßt man vom Ast noch übrig?

Mfg MV
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Beitragvon Bananajoe » Do Jun 01, 2006 16:58

Das macht man von Baum zu Baum unterschiedlich. Ahorn lässt man beispielsweise wachsen wie er will. Der Baum putzt sich von selbst aus und würde man es mechanisch tun, so kämen mit hoher Wahrscheinlichkeit Pilze an diese Stellen.
Wenn man Bäume in die Höhe zwingt geht man im gewissen Sinne eine Gradwanderung :
Je "stangenförmiger" der Baum ist (also wenig Seitentriebe im jungen Stadium), desto dünner ist auch diese Stange, was beim schnellen Wachstum des Haupttriebes durchaus zu "Haltungsproblemen" führen kann (Greifvögel und Rabenkrähen haben mir schon etliche Kirschbaumspitzen vernichtet)

Der Schnitt sollte so gewählt sein, dass kein großer Überstand herrscht, der faulen kann, aber auch nicht so knapp, dass man die junge Rinde verletzt. Ich mache das immer grob nach Augenmaß.

Das Zeitpunkt des Schneidens ist so eine Sache. Ich mache das immer so, dass ich ein Bild habe, wie der Baum wachsen sollte und durch zögerliche Schnitte bringe ich ihn auf den gewünschten Haupttrieben in die Höhe.
Deine andere Frage ist hiermit auch beantwortet, ein Bäumchen wächst bei einem Haupttrieb schneller in die Höhe als bei vielen Verästelungen (Nachteile siehe oben)

Noch Fragen ?
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Beitragvon Waldmichel » Fr Jun 02, 2006 6:44

Moin,

mein Schwiegervater hatte mal ein ganzes Stück mit jungen Buchen bepflanzt. Der Abstand wurde sehr gering gewählt, dadurch wachsen alle jetzt sehr schlank nach oben dem Licht entgegen. Da wird auch keine Kraft verschwendet, um in die Breite zu wachsen.
Jetzt sterben aber im unteren Bereich gerne mal einzelne Äste ab und werden total trocken. Ich hatte mir mal die Arbeit gemacht, diese trockenen Äste abzubrechen weil ich mir vorstelle, dass sich die jungen Bäumchen ohne dieses zusätzliche Gewicht leichter beim Wachsen tun. Ist das sinnlose Zeitverschwendung die ich hier betreibe oder was meint ihr dazu? Die Bäumchen haben unten einen Durchmesser von durchschnittlich 10cm, sie dürften so um 10-15 Jahre alt sein, die Höhe beträgt ca. 4m.
Was taugt dieses Totholz noch als Brennholz? Läßt sich das vernünftig spalten oder verbröselt das dann nur? Bei älteren Buchen kommen ja auch gerne mal ein paar dickere "Prügel" runter, die schon mal für Wärme sorgen könnten.

Gruß Mathias
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Beitragvon Bananajoe » Fr Jun 02, 2006 16:12

Wie schon gesagt, gewisse Baumarten muss man/sollte man nicht schneiden. Bei Buchen habe ich es vermehrt gesehen, dass diese etliche Jahre brauchen, bis sie angewachsen sind, vom Rehverbiss zu Büchen gehalten werden und dann in einem Jahr einen Schuss nach oben machen.

Sie abzubrechen hätte höchstens optischen Sinn, Brennholzwert bei deinen Bäumchen gleich null (wenn schon am Boden nur 10 cm Durchmesser)
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Beitragvon Waldmichel » Sa Jun 03, 2006 6:45

@Bananajoe: die Frage bezüglich dem Brennholz hatte sich auf diese Situation bezogen: "Bei älteren Buchen kommen ja auch gerne mal ein paar dickere "Prügel" runter, die schon mal für Wärme sorgen könnten." und würde ich gleich noch auf komplett abgestorbene Jungbuchen ausdehnen, die den Konkurrenzkampf verloren haben und ebenfalls abgestorben im Wald stehen. Kann dieses Holz dann gleich verbrannt werden bzw. im nächsten Winter, oder sollte man es trotzdem erst lagern?

Gruß Mathias
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Beitragvon Bananajoe » Sa Jun 03, 2006 8:39

Ich habe eigentlich die Erfahrung gemacht, dass bei den dicken Buchen die abgestorbenen Äste erst sehr spät abfallen, also wenn dessen Stabilität gefährdet ist (deswegen hasse ich es auch solche Buchen keilen zu müssen)
Ich denke wenn das Holt trocken und von guter Konsistenz ist kannst du es sicherlich verbrennen. Die Arbeit machen würde ich mir aber nicht :D
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Beitragvon MS (STIHLER) » So Jun 04, 2006 16:17

Bananajoe hat geschrieben:Ich habe eigentlich die Erfahrung gemacht, dass bei den dicken Buchen die abgestorbenen Äste erst sehr spät abfallen, also wenn dessen Stabilität gefährdet ist (deswegen hasse ich es auch solche Buchen keilen zu müssen)
Ich denke wenn das Holt trocken und von guter Konsistenz ist kannst du es sicherlich verbrennen. Die Arbeit machen würde ich mir aber nicht :D


Ja eigentlich, Buchen sind KEINE Totholz erhalter.Sie lassen Äste die nicht genug Licht bekommen und vertrocknent sind fallen.....! Schneide am besten die Hecke so wie du sie haben willst sie wird zwar immer nach wachsen, aber das ist halt so :lol: , irgendwann bekommst du denn deine richtige form.


Verfasst am: Sa Jun 03, 2006 6:45 Titel:

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@Bananajoe: die Frage bezüglich dem Brennholz hatte sich auf diese Situation bezogen: "Bei älteren Buchen kommen ja auch gerne mal ein paar dickere "Prügel" runter, die schon mal für Wärme sorgen könnten." und würde ich gleich noch auf komplett abgestorbene Jungbuchen ausdehnen, die den Konkurrenzkampf verloren haben und ebenfalls abgestorben im Wald stehen. Kann dieses Holz dann gleich verbrannt werden bzw. im nächsten Winter, oder sollte man es trotzdem erst lagern?

Ja, kannst du sofort verbrennen, weil sie kein saft mehr in sich haben.
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Beitragvon Holzfreund » Di Okt 03, 2006 20:05

Wann sollen die Buchen den geschnitten werden?
Im Herbst oder im Frühjahr?

Danke
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Beitragvon Hammer|on » Di Okt 24, 2006 17:02

Hallo,

Ich schneide meine Buchenhecke immer anfang Juli vor der Gersten Ernte, der zweite schnitt erfolgt mitte September vor der Gersten Saat.
Wenn sie richtig gut wachsen soll empfehle ich dir im Frühjahr etwas Blaukorn

MfG
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Beitragvon Björn » So Jan 14, 2007 1:00

Heckenschnitt um Johanni rum .
Wer A sagt, der muß nicht B sagen.
Er kann auch erkennen, das A falsch war.
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