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Wachstum von Eichen beeinflussen...

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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12 Beiträge • Seite 1 von 1
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Wachstum von Eichen beeinflussen...

Beitragvon Flachländler » Mo Aug 25, 2008 16:21

Hallo,

weiß einer von Euch ob man das Wachstum bei Eichen beeinflussen, also beschleunigen kann? Oder ist das genetisch bedingt?

Klar freistehende Bäume wachsen auch schneller, aber gibt es sonst auch noch evtl. die Möglichkeit der Düngung oder ähnlichem?
Flachländler
 
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Beitragvon Ambergauer » Mo Aug 25, 2008 20:43

Nabend!

Genmanipulation?

Naja, aber welchem Zweck soll das Holz dienen? Wenn es schneller wachsen soll kommt ja eigentlch nur verfeuern in Frage, oder?
Es grüßt Euch der Tom
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Beitragvon daiku » Di Aug 26, 2008 7:46

Willst du sie etwa statt in 200Jahren schon in 180Jahren ernten? :lol:

Ich denke mit Düngung kann man da etwas bewirken! Aber in der Neuzeit sind die Böden eh schon überdüngt.
Guck dir mal die Eichen an! Die tragen nun schon fast jedes Jahr Eicheln. Früher gab es nur alle 3-4 Jahre ein Mastjahr. Wir haben Eichen im Wald, die schon mit 20Jahren die erste Mast haben! :shock:

Und! Natürlich kannst du mit den Eigenschaften der Bäume arbeiten. Ich denke schon, daß es etwas schnellwüchsigere Varianten gibt. Wo wir aber wieder bei der Frage wären, welchen Sinn es hat, wenn du sie 10Jahre eher im Alter von 180Jahren ernten kannst.

Grüße
Christian
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Beitragvon tiger12 » Di Aug 26, 2008 9:06

Klar kann man das Wachstum von Eichen beeinflussen....

Pflanze einfach statt deutscher Eiche amerikanische Eiche auch Roteiche genannt und du hast einen Turbo mit Nachbrenner - bei besten Holzeigenschaften!!

Ernte zb nach 60 bis 80 Jahren
tiger12
 
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Beitragvon Flachländler » Mi Aug 27, 2008 5:09

Zunächst Danke für die Antworten.

Und! Natürlich kannst du mit den Eigenschaften der Bäume arbeiten. Ich denke schon, daß es etwas schnellwüchsigere Varianten gibt. Wo wir aber wieder bei der Frage wären, welchen Sinn es hat, wenn du sie 10Jahre eher im Alter von 180Jahren ernten kannst.


Es geht mir nicht darum, die Bäume schneller zu ernten, sondern ihnen einen schnellen und besseren Start zu bieten. Diese besagten Bäume sollen zusammen mit Hainbuchen und Linden auf einem ca. 6m breitem und bis zu 3m hohen Hügelwall auf einer länge von ca. 1km angepflanzt werden. Dieser Wall dient der Einfriedung des Hofes.

Das mit der Roteiche ist mir bekannt, sollten aber bevorzugt Stiel- bzw. Traubeneiche angesiedelt werden.
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Beitragvon daiku » Mi Aug 27, 2008 8:10

Eigentlich wachsen Buchen in der Jugend etwas langsamer als Eichen! Später könnte es aber sein, daß sie die Eichen überholen! Um auf Nummer sicher zu gehen, wird dir nur die Möglichkeit bleiben die Buchen einige Jahre später zu setzen!
Im Forst werden gern Buchen zwischen Eichen gesetzt und später zurückgestutzt um die Eichen lang und gerade in die Höhe zu treiben.

Eine andere Möglichkeit wäre alle Bäume zu setzen wie gewünscht und wenn sich abzeichnet, daß die Eichen bedrängt werden, die linke und rechte Buche entfernen. Und so einfach alle 10Jahre verfahren.

Am Ende hast du eine schöne Allee!

Grüße
Christian
daiku
 
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Beitragvon MF-133 » Fr Aug 29, 2008 17:58

Der Erdwall ist wahrscheinlich künstlich aufgeschüttet?!
Da wird Wasser der begrenzende Faktor sein.
Eichen sind schwer zu verpflanzen wegen der Pfahlwurzel.
Sie brauchen oft ein paar Jahre, um den "Pflanzstreß" zu überwinden.
Wenn man das vermeiden will, Eicheln im Herbst SÄEN. (Allerdings kann viel durch Fraß verlorengehen (Mäuse, Engerlinge)
Bei Pflanzung in jedes Pflanzloch eine Schaufel Pflanzerde.
Mehr würd ich nicht machen.
Linden, Hainbuchen, Eichen wachsen im Naturwald miteinander. Ein besondere Komkurrenz gibt es bei diesen Baumarten nicht. Eine schöne Mischung übrigens. MFG
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Beitragvon Flachländler » Mo Sep 01, 2008 10:45

Moin und Danke nochmal!

Der Wall ist künstlich aufgeschüttet, ja.

Das mit dem Säen von Eicheln im Herbst finde ich gut, da sind genügend von vorhanden und ist auch deutlich günstiger.
Dazu habe ich allerdings noch eine Frage. Wir haben bei uns ca. 250-300 Jahre alte Hofeichen stehen, mit jedoch völlig unterschiedlichen Stammdurchmessern. bei den kleinen so um die 60-70cm und bei der größten bis zu 1,50m. Wie gesagt die sind alle gleich alt. Wenn ich jetzt Eicheln von diesem sehr großen Baum nehme, ist dann die Wahrscheinlichkeit auch größer, dass die Ableger auch schneller wachsenund diese Ausmaße erreichen, oder ist das egal von welchem Baum die stammen?

Schöne Grüße!
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Beitragvon MF-133 » Mo Sep 01, 2008 11:01

Theoretisch vererben Bäume ihre Merkmale. Nur wissen wir ja nicht, welche Ursache konkret für das Mehr- bzw. Minderwachstum verantwortlich ist. Hat der "dünne" Wurzelfraß oder Bodenverdichtung als Gegner oder der Dicke eine Wasserader angegraben?
Wenn es ohnehin keine Wertholzpflanzung ist, würde ich da nicht lange fackeln.

Die Eicheln sollten im Herbst einige cm tief gesteckt werden (aus einem abgebrochenen Schaufelstiel kann man einen Pflanzspieß herstellen), damit Häher, Maus usw. sie nicht finden.

Mach im Garten mal eine "Kontrollsaat": Nimm 20 Eicheln und warte ab, wieviele davon im Frühjahr aufgehen.

Ich habe bei Roteiche dieses Jahr den totalen Frust erlebt: 0% angegangen. Habe aber auch im Frühjahr gesät. Das Saatgut war anscheinend vertrocknet oder verschimmelt.

Viel Erfolg bei der Maßnahme. MFG
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Beitragvon Flachländler » Mo Sep 01, 2008 11:08

Danke MF-133.

Ich probier dat einfach mal...
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Beitragvon Robiwahn » Di Sep 02, 2008 17:44

Moin

Wenn du die Eiche begünstigen willst, kannst du die Hainbuchen und Linden zwischendurch (nach ca. 10-15J.) mal auf den Stock setzen, das können die locker ab (wurde früher u.a. zur Gewinnung von Brennholz und/oder Rinde zum Gerben so gemacht - Stichwort Niederwald). Und mit den wieder von unten austreibenden Stockaustrieben "treibst" du die Krone der Eichen hoch.

Grüße, Robert

PS: Eichelsaat immer im Herbst, möglichst kurz nach dem Sammeln, der Eichelhäher säht auch um die Zeit und unser Wald wimmelt von Hähersaat.
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Beitragvon Flachländler » Di Sep 02, 2008 20:33

Danke für den Tipp Robert.

Hoffentlich denke ich da in ein paar Jahren auch noch dran.

Eine Nebenfrage an alle,

die zur Straße liegende Wallseite sollte mit Sträuchern verdichtet werden, eignet sich dafür auch die gemeine hasel? Die wäre noch nützlich nebenbei!
und dazwischen Dornen oder so...

Schönen Gruß
Flachländler
 
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