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Warum wachsen?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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28 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Warum wachsen?

Beitragvon Llanes:: » Mo Okt 15, 2007 18:30

hallo, ich habe eine frage, die mich ziemlich beschäftigt: warum wird überall gesagt/geschrieben, dass ein landwirtschaftlicher Betrieb nur dann überleben kann, wenn er wächst? Warum soll ein LW mit 180 Kühen am Ende mehr Geld übrig haben als ein LW mit 60 Tieren?

Bsp.: ein Landwirt hat 60 Kühe und baut aus auf 180 Kühe. Zwar nimmt er dreimal so viel Geld für die Milch ein, muss aber ja auch dreimal so viel für Futter bezahlen, dreimal so hohe Tierarztkosten, Besamungskosten etc. Außerdem wird er Pacht zahlen müssen, und die Preise sind ja nicht unbedingt günstig! Dann muss er wahrscheinlich auch jemand angestellt werden, denn als Familienbetrieb ist so ein Hof sicherlich nicht mehr zu führen...

Übersehe ich irgendwas, oder hat der Landwirt , wenn er ausgebaut hat, wirklich nicht mehr Geld zur Verfügung als vorher?

Ich steh aufm Schlauch^^
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Beitragvon automatix » Mo Okt 15, 2007 18:38

aber er hat die wirtschaft angekurbelt.....
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Beitragvon Llanes:: » Mo Okt 15, 2007 18:40

Also geht´s nur darum, mehr zu produzieren?
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Beitragvon SHierling » Mo Okt 15, 2007 18:51

Es wird doch alles teurer! Energie wird teurer, Klamotten werden teurer, Maschinen werden teurer, selbst Schulbücher werden teurer, Waschpulver ALLES, selbst das Haareschneiden.

Und nur der Bauer, bei dem nämlich NICHTS "teurer" geworden ist die letzten 30 Jahren, soll da dauernd zuzahlen? NATÜRLICH muß der wachsen, er braucht ja auch mehr Geld für seinen Betrieb und seinen Lebensunterhalt!
1970 hat ein Kombi 6000DM gekostet. NEU. Heute kommt man mit dem 5-fachen nicht mehr aus. Ein Ei hat aber 1970 30 Pfennig gekostet, und die kostet es heute immer noch, und Milch ist - abgesehen von den letzten 3 Monaten - jahrzehntelang nicht teurer geworden.

Wo solls den herkommen??? Die Ausgaben für Lebensmittel, in % vom Einkommen der Leute, sind seit den 70er Jahren KONTINUIERLICH gesunken. Und genau in dem Maße müssen die Betriebe eben wachsen, damits noch reicht. Oder halt bezuschußt werden aus Steuermitteln.
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Beitragvon H.B. » Mo Okt 15, 2007 19:15

Erstklassige Erklärung Brigitta, das müsste jeder Grundschüler verstehen :wink:

Und wer in den letzten 40 Jahren nicht gewachsen ist, existiert mit 99 prozentiger Sicherheit schon nicht mehr.


Stillstand gibts nicht, das ist Rückschritt, obs gefällt, oder nicht!
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Beitragvon Kaninchen » Mo Okt 15, 2007 19:52

Yepp, die Menschen in Deutschland geben immer weniger Geld für Lebensmittel aus. Das ist nur noch etwas über einem Zehntel.

Bloß: wenn keiner einen anständigen Preis für anständig gehaltene Fleisch-Tiere zahlt oder die Milch zahlt... wo soll´s denn herkommen?

Aber der Supermarkt-Verbraucher hinterfragt eben nicht - Haupsache billig... :roll:
wichtiger als das Essen ist eben doch der Fernseher von Bang & Olufsen :roll: , der Mp3-Player und anderer "niemodscher Schietkrom" :roll:
Grüßle,
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Beitragvon Schweinchen » Mo Okt 15, 2007 20:01

Es fehlt einfach mal wieder ne echte Lebensmittelknappheit. Der handel verdient an vielem mehr als der Erzeuger, der aber mehr Arbeit hat.... Der Bäcker erhöt den Preis für sein Käsebrötchen um 10 Cent, weil die Rohstoffpreise ja gestiegen sind.
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Beitragvon Metzi » Di Okt 16, 2007 8:25

das problem ist aber wenn die bauern mehr verlangen (setzen wir mal vorraus, dass sich bauern in ganz deutschland zusammenschließen) dann bleiben die auf ihren waren sitzen und das ganze zeug wird billig aus Afrika, Asien, Südamerika oder Osteuropa geholt.
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Beitragvon Komatsu » Di Okt 16, 2007 8:43

Ein Landwirt mit 180 Kühen hat klar mehr geld. Er hat einfach keine Zeit Geld auszugeben :-) ne, so einfach gehts nicht. Bei einem so, beim anderen so. Muss man tolerant sein. Aber so 400.000 abgelieferte braucht ein Betrieb heute schon.
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Beitragvon Tyler Durden » Mi Okt 17, 2007 7:26

Hallo,

[/quote]Bsp.: ein Landwirt hat 60 Kühe und baut aus auf 180 Kühe. Zwar nimmt er dreimal so viel Geld für die Milch ein, muss aber ja auch dreimal so viel für Futter bezahlen, dreimal so hohe Tierarztkosten, Besamungskosten etc. Außerdem wird er Pacht zahlen müssen, und die Preise sind ja nicht unbedingt günstig! Dann muss er wahrscheinlich auch jemand angestellt werden, denn als Familienbetrieb ist so ein Hof sicherlich nicht mehr zu führen...

Schon mal was von Durchschnittskosten, die in bestimmten berreichen fallen, Skaleneffekten oder economies of skope gehört?
Mit dem Handwerkszeug könnte ein schuh aus der sache werden.....

gruß Tyler
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Beitragvon Rebenhopser » Mi Okt 17, 2007 8:22

Tyler Durden hat geschrieben:Hallo,

Bsp.: ein Landwirt hat 60 Kühe und baut aus auf 180 Kühe. Zwar nimmt er dreimal so viel Geld für die Milch ein, muss aber ja auch dreimal so viel für Futter bezahlen, dreimal so hohe Tierarztkosten, Besamungskosten etc. Außerdem wird er Pacht zahlen müssen, und die Preise sind ja nicht unbedingt günstig! Dann muss er wahrscheinlich auch jemand angestellt werden, denn als Familienbetrieb ist so ein Hof sicherlich nicht mehr zu führen...

Schon mal was von Durchschnittskosten, die in bestimmten Berreichen fallen, Skaleneffekten oder economies of scope gehört?
Mit dem Handwerkszeug könnte ein Schuh aus der Sache werden.....

gruß Tyler

Tyler, kannst du diese Aussage mal erläutern?
was willst Du uns damit sagen?
Ich will nicht so bleiben wie ich bin, ich will besser werden!
http://www.wg-rammersweier.de/
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Beitragvon SHierling » Mi Okt 17, 2007 8:58

Hallo,
Skaleneffekte beschreiben die Tatsache, das Du bei steigender Menge weniger Einsatz je Stück/Liter/Kuh wie auch immer hast (Deine "Stückkosten" sinken), z.B. weil Du schlagkräftigere Maschinen nutzen kannst, oder größere Partien Futter kaufen, Rabatte bekommst, Großabnehmerpreise, sich einiges an Automatisierung lohnt etc pp.
Economies of scope sind sogenannte "Verbundeffekte", d.h. eine Ausweitung der Produktion muß nicht nur in einem Bereich sinnvoll sein sondern kann auch splitten. Wenn Du die Silokette ohnehin schon hast, kannst Du zu Deinen Kühen besser einen Bullenstall bauen als ein "Netto-Bullenmäster", oder kannst Teilzeit-LU machen, egal was, je größer Du bist, desto mehr Möglichkeiten "lohnen sich" für Dich.
Ist in allen Bereichen der Produktion so, auch in der Landwirtschaft. Eben drum sterben seit Jahrzehnten überall die kleinen Betriebe aus und die größeren überleben (und deswegen baut eben - leider aber ist so - nicht der Paule mit seinen 20 Kühen eine Biogasanlage dazu, sondern der Betrieb mit den 3000 Kühen hier um die Ecke).

Und deswegen hat dann auch der Betrieb mit den 180 Kühen halt nicht "nur" 3x so viel Gewinn wie der mit 60 Tieren (denn der Gewinn je Tier verbleibt ja in jedem Fall dem Besitzer, und eben NICHT dem zusätzlichen Personal z.B.), sondern sogar noch etwas mehr.

Grüße
Brigitta
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Beitragvon estrell » Mi Okt 17, 2007 9:26

"leider aber ist so"

"der Teufel scheißt halt immer auf den größten Haufen"
Mir ist egal ob Diktatur des Denkens von rechts oder von links kommt - ich denke immer noch was ich will!
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Beitragvon Tyler Durden » Mi Okt 17, 2007 9:30

hallo,

danke brigitta.

@ rebenhopser:

reichen die ausführungen von brigitta?

ich wollte nur sagen das die rechunung von Llanes:: ein wenig zu einfach ist. Doppelter Kapita- und Arbeitseinsatz führen in der Regel eben nicht nur zu doppeltem Gewinn.
Also 1+1 =2 isst in dem Beispiel eine Milchmädchenrechnung

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Beitragvon Paule1 » Mo Nov 05, 2007 11:36

Also wir wachsen nicht--sondern haben fast immer noch den selben ha-Bestand wie vor 20 Jahren und leben auch noch--vielleicht sogar besser :D
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