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Warum war die letztjährige Raps und Getreideernte nicht gut?

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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17 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Warum war die letztjährige Raps und Getreideernte nicht gut?

Beitragvon NH8040 » Sa Jan 28, 2017 17:19

Moin Leute ich bin es wieder.

Meine nächste Frage ist, ob mir jemand von euch, der selber Raps oder Getreide bewirtschaftet, sagen kann warum die Ernte der zwei genannten Früchte letztes Jahr so schlecht war. Besonders der Raps würde mich mal interessieren.

LG Björn! :)
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Re: Warum war die letztjährige Raps und Getreideernte nicht

Beitragvon countryman » Sa Jan 28, 2017 17:38

Zu hohe Niederschlagsmengen und wassergesättigter Boden im Juni, dadurch schlechte Wurzelausbildung, zu wenig Sonnenscheinstunden. Schlagartige Abreife durch Hitzeperiode bei schlechtem Wurzelsystem.
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Re: Warum war die letztjährige Raps und Getreideernte nicht

Beitragvon Mad » Sa Jan 28, 2017 17:45

Ich kann bei meinem Weizenertrag absolut nicht klagen, im Gegenteil, bei mir war es ein Rekordjahr. Das liegt aber daran, dass wir von den hohen Niederschlägen nicht betroffen waren und bevor es in einem ähnlichen Dürre-Fiasko wie in 2015 enden konnte, setzte dann doch rechtzeitig wieder Regen ein.

Aber der Raps war trotzdem enttäuschend, was einerseits an der hohen Mäuspopulation im Herbst 2015 und der Sclerotiniainfektion während der Blüte lag.
Bild
Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Warum war die letztjährige Raps und Getreideernte nicht

Beitragvon Nordhesse » Sa Jan 28, 2017 18:30

Hier war Raps super- aber Weizen und Gerste gerade mal Durchschnitt und Weizen auch zu 80 % Futter wegen zu wenig Rp. Niederschlag auf dem einen Standort im ganzen 2016 450 l .
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Re: Warum war die letztjährige Raps und Getreideernte nicht

Beitragvon Kalle44 » Sa Jan 28, 2017 20:01

Ich sehe es so. Das Wachstum began im Frühjahr recht früh, blieb aber lange verhalten. Bei feuchten Bodenverhältnissen war besonders das Wurzelwachstum eingeschränkt. In der Schossphase fehlte dann bei einigen schlechten Schlägen schnell das Wasser, auch aufgrund der Wurzelentwicklung.

Die fehlende Einstrahlung im Frühsommer führte dazu, dass optisch gut aussehende Bestände das vorhandene Potenzial nicht in Erträge umsetzen konnten. Bei uns war es eine unterdurschnittliche Ernte im Getreide.

Der Raps hatte als Pfahlwurzeler nicht so diese Probleme. War aber im Gegensatz zum Getreide recht krank. Die Erträge waren gut.
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Re: Warum war die letztjährige Raps und Getreideernte nicht

Beitragvon Nordhesse » Sa Jan 28, 2017 22:21

Nachtrag: Wir haben im Betrieb beim Raps mal eine 6 Jährige Anbaupause eingelegt. Zur ernte 2017 steht er auf Flächen, da war die letzten 20 Jahre kein Raps- ich werde berichten
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Re: Warum war die letztjährige Raps und Getreideernte nicht

Beitragvon AEgro » So Jan 29, 2017 0:51

Nordhesse, freu dich nicht zu früh.
Hab 1015/16 einige Ha neu gepachtet, auf denen noch gar nie Raps stand.
5 Jahre davor das letzte Mal Senf als zw. frucht, und davor Zw. fruchtsenf auch nur alle 5 Jahre.
Grundnährstoffversorgung und Kalk war i. O.
Hab mich also auf " jungfräuliche " Rapsäcker gefreut.
Hab 5,5 ha auf den neuen Flächen angebaut, 1 ha auf eigenem Acker mit langjährig 3-4 jähriger Rapsfr.folge. Boden u. Lage vergleichbar.
Anbau war problemlos. Nur einen Ertagsunterschied zw. den neuen und meiner alten Fläche konnte ich nicht feststellen.
Beides 42 dt mit 43 % Öl pro ha. Der Raps sah aber optisch eher nach 60 als nach 50 dt aus. Schnitt der letzten 10 Jahre waren auch 42 dt, allerdings bei weniger Öl. Nun zur Witterung 2016:
Hab am Freitag zufällig mit einem örtlichen Landwirt gesprochen der für den DWD Wetteraufzeichnungen macht.
An seiner Station, 3 km von mir entfernt hat er 2016 erstaunliche 843 l Niederschlag gemessen.
Langjährig 700-720 l.
Nun aber die Verteilung:
Bis 14. Feb. 2016 15 l
Bis Anfang Juli 2016 650 l
Davon allein in der letzten Maiwoche 150 l
bis Jahresende 2016 178 l.
Kein Wunder also, dass das Getreide, der Mais und die Rüben nicht in der Tiefe wurzelten.
Als der Dauerniederschlag aufhörte stiegen die Temperaturen schnell bis 35 ° C.
Ende Juli konnte man deutliche Trockenschäden vor allem im WiWeizen erkennen.
Weizenertrag bei mir trotzdem 78 dt E-Weizen mit hohen Eiweiswerten.
Braugerste erstaunliche 60 dt mit wenig Eiweis, bei ausreichender Vollgerste,
Roggen enttäuschte mit nur 70 dt. ( Normal 90 -95 dt ).
Durchschnitt war bei mir 12 % unter 10 jährigem Mittel, bei besserer Qualität.
Körnermais in Tallage brachte 80 dt trocken, Vergleich ist schwierig, da ich bis 2016 nur sporadisch Kömais anbaute.
Gruß AEgro
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Re: Warum war die letztjährige Raps und Getreideernte nicht

Beitragvon Kreuzschiene » So Jan 29, 2017 9:13

Bei uns war Gerste Rekord. Weizen Durchschnitt. Raps enttäuschend. Körnermais ebenfalls Rekord! Wieso?
Nun, der Raps war einfach zu krank. Ging auch teils früh ins Lager. Einfach besch....
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Re: Warum war die letztjährige Raps und Getreideernte nicht

Beitragvon Bauer Piepenbrink » So Jan 29, 2017 11:53

@ Aegro:

War bei mir aber genauso, Fläche mit Annähernd 60 Bodenpunkten, noch nie Raps gesehen, optisch locker > 50 dt, am Ende 40 dt/ Ertrag mit Avatar :shock: Trotzdem hatte die Fläche den besten Rapsertrag in der ganzen Feldmark.
Aluhut Akbar !
Die Bundestagsabgeordneten sind nicht die Elite des deutschen Volkes, sondern dessen Vertreter. - Michael Glos
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Re: Warum war die letztjährige Raps und Getreideernte nicht

Beitragvon AEgro » So Jan 29, 2017 14:03

Die Fruchtfolge war 2015 wohl nicht der ertragsbegrenzende Faktor.
Bei mir wars wohl auch nicht Sklerotinia, die hatte ich trotz Dauerniederschlägen und ewig langer Blüte, vielleicht aus Glück und Zufall, anscheienend gut zu Beginn der Hauptbüte mit Cantus Gold erwischt.( Kein Einsatz von Insektizid in der Blüte ).
Insektenbefall hielt sich nach langen Jahren auch in Grenzen. Vielleicht war das sogar der begrenzende Faktor ( Ihr könnt mich auch für verrückt halten, aber RGK halte ich für die besten Pollenüberträger im intensiven Rapsbau ).
Aber ab Zeitpunkt der Vollblüte Anfang Mai waren die RGK und Sonstige nicht mehr auffindbar. Bienen sind da ebenfalls keine mehr geflogen.
Denen wars zu kalt und nass.
Durch die anhaltende tägliche Nässe war wahrscheinlich auch die Befruchtung durch Wind/Luftbewegung stark eingeschränkt. Entsprechend gabs auch viele taube und halbleere Schoten.
Duch die anhaltende extreme Bodenfeuchte waren wohl ab Vegetationsbeginn wohl keinen neuen Feinwurzeln gebildet worden,( sind evtl auch abgestorben ) die aber für den Nährstoffaufschluss notwendig sind. Die Pfahlwurzel allein reicht nicht.
Fehlende Sonneneinstrahlung verminderte zusätzlich die Assimilation, so dass die Kornausblidung normalerweise stark gelitten hätte.
Hatte aber zumindest bei mir aber keine Auswirkung, da sich die Nährstoffe auf geringer Schoten/Körnerzahl verteileten. TKG und Hl-Gewicht waren nicht der begrenzende Faktor. Ölgehalt für Sherpa mit 43 % ebenfalls o. K.
Gruß AEgro
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Re: Warum war die letztjährige Raps und Getreideernte nicht

Beitragvon Pegasus_o » So Jan 29, 2017 14:20

Meine PV-Anlage hat 2016 den schlechtesten Ertrag der letzten 10 Jahre abgeliefert. Da der August/ September sehr sonnig war, kann man hochrechnen, wie schlecht der Frühsommer von der Einstrahlung war. Blätter und Grünzeug ist gewuchert wie die Pest, aber für den Ertrag braucht es Sonne=Energie.

Sogar der Hafer war bei mit nur mittelmäßig mit etwas über 5t/ha. Dafür ging das Heu fast nicht in die Scheune.

Gruß
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Re: Warum war die letztjährige Raps und Getreideernte nicht

Beitragvon MF 5465 » So Jan 29, 2017 19:15

Die Alten haben schon immer gesagt: Ein trockenes Jahr ist besser als ein nasses.
Und es bewahrheitet sich jedes Jahr aufs Neue.

2015 und 2016 waren zwei Extreme hintereinander, die Erträge waren 2015 um 5-10% höher, aber gerade die Qualitäten haben 2016 sehr zu wünschen übrig gelassen... Gründe hierfür wurden ja schon genannt. Der Raps ist mit Sclerotinia kaputtgegangen, das Getreide an fehlendem Sonnenlicht und zu wenig Luft im Wurzelraum...

Wir haben in 2015 Boregar (Winterweizen) mit 87,5kg/hl (10,1t/ha) verkauft, in 2016 mit 70,0kg (ca 9,2t/ha)....
Andere Sorten waren besser, Bestandesdichtetypen sind da halt einfach scheiße.
Andere Betriebe sprechen sogar von 67 - 68kg :(

:prost:
Sepp
Wenn mir Tetris eines gelehrt hat, dann, dass sich Probleme aufstapeln und Erfolge verschwinden.
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Re: Warum war die letztjährige Raps und Getreideernte nicht

Beitragvon ICH BIN'S » So Jan 29, 2017 22:57

Hallo,


Wo war die Ernte schlecht???
Bei mir nicht: Absolute Rekorderträge, sowohl bei der WG, wie auch beim Raps und WW. Sowohl bei der Menge wie bei der Qualität.
Gibt auch eine Erklärung dafür: Unsere Böden speichern kaum Wasser (Schiefer), dafür wärmen die sich schnell auf.
Der Viele Niederschlag hat bei uns für hervorragende Bedingungen gesorgt. Schön warmer Boden und immer genug Niederschläge bis zur Ernte.
Bei der (Raps)Aussaat wars dann viel zu trocken....


MfG
Früher hatte ich Zeit und Geld. Jetzt habe ich Landwirtschaft...
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Re: Warum war die letztjährige Raps und Getreideernte nicht

Beitragvon Grenzwächter » Mo Jan 30, 2017 6:17

Hast dir doch die Antwort selbst gegeben warum es bei dir ein Rekord Jahr geworden ist. Du hast durch deine geologischen Gegebenheiten keine Staunässe gehabt. Dadurch konnten deine Bestände zeigen was möglich ist.

MfG
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Re: Warum war die letztjährige Raps und Getreideernte nicht

Beitragvon NH8040 » Sa Feb 04, 2017 21:55

Ist hier jemand aus den Raum Mecklemburg-Vorpommern, der mir diese Frage beantworten kann?
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