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Was kosten Umbruchrechte

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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20 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Was kosten Umbruchrechte

Beitragvon markka » Fr Mai 03, 2019 16:03

Hallo, mein Onkle hat einen kleinen Hof nur nebenher und als wohnung. Den Wald machen wir so nebenher, er hat aber zudem auch 1,5ha Grünland. Da waren bisher immer Hobbyleute drauf als Pächter. die haben jetzt aber gekündigt und ein Bauer möchte dort jetzt wieder pachten und umbrechen. er hat von einem anderen Bauern umbruchrechte in Aussicht und der möchte 3000,- je ha. Der Bauer schlägt nun folgendes vor. wir bezahlen 2000,- je ha, den rest 1000,- zahlt er verteilt auf 10 jahre (zuzüglich zur normalen pacht also 100,-). sollten wir vorher kündigen ist das unser Problem. ich halte das auch für halbwegs fair da die fläche ja auch aufgewertet wird oder? pacht ist 480,- (inkl. der Überlassung der ansprüche für den Zeitraum)

zweite frage sind 3000,- (alles je ha) OK?, ich hab (bei einer zahlungsbörse) angerufen da war von 4000,-, in den Kleinanzeigen ist für 3500,- was drin (aber schon länger). vor Jahren meine ich hat hier einer für 1500,- (war aber auch evtl. ein gefallen unter Nachbarn) ich hab überhaupt keine Ahnung wie hoch solche rechte gehandelt werden. Fläche liegt in NRW, nähe Gütersloh, leichter Boden sandig teils etwas Lehm, aber für die Verhältnisse rel. gut da Bach angrenzend .
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Re: Was kosten Umbruchrechte

Beitragvon Favorit822 » Fr Mai 03, 2019 19:20

Hab noch nie im Leben von Umbruchrechten gehört.
Wie soll sowas von statten gehen ?
Gibt's in Bayern auch sowas ?
Meines Wissens muss man bei uns Antrag stellen, dann wird die umzubrechende und die anzusäende Fläche begutachtet und wenn der Mann vom Amt seine Frau an diesem Tag begatten durfte bekommst du vielleicht grünes Licht.
Hab einmal so einen Antrag gestellt, niiiiiieeeee wieder !
Mache es jetzt anders, nicht fragen sondern einfach pflügen
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Re: Was kosten Umbruchrechte

Beitragvon Bison » Fr Mai 03, 2019 19:30

Umbruchrechte sind teuer, sehr teuer. Auch hier gilt Angebot und Nachfrage regeln den Preis. Hab auch mal was von 3000 Euro /ha gehört. Mir wäre das aber zu teuer. Es hat schon meistens einen Grund warum eine Wiese angelegt wurde...ich würde den Pächter mit 50 % beteiligen.
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Re: Was kosten Umbruchrechte

Beitragvon Stoapfälzer » Fr Mai 03, 2019 19:37

Ab 2021 tritt die neue GAP in Kraft, wer weiss ob es dann noch Dauergrünland oder Umbruchsverbot gibt? Jetzt so viel Geld investieren ist doch Irsinn. Wenn der Pächter Acker daraus machen will ist es sein Problem bzw euer Problem wenn die Fläche als Dauergrünland einfach weiniger Wert ist da habt ihr in der Vergangenheit beim Vorpächter schon geschlafen.
Alle reden übers Wetter,
aber keiner unternimmt was dagegen. ;-)

Zitat Karl Valentin
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Re: Was kosten Umbruchrechte

Beitragvon Favorit822 » Fr Mai 03, 2019 19:39

Viel einfacher und billiger, nur kommt keiner drauf :mrgreen:
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Re: Was kosten Umbruchrechte

Beitragvon Bison » Fr Mai 03, 2019 20:17

na dann lass uns nicht dumm sterben
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Re: Was kosten Umbruchrechte

Beitragvon Zement » Fr Mai 03, 2019 20:36

Favorit822 hat geschrieben:...
Mache es jetzt anders, nicht fragen sondern einfach pflügen

Ach du bist das , Hallo .
Hast du schon ganz schön viel Straßengräben zugepflug , oder zugeschüttet .
Ein paar tsd. Meter geschützte bepflanzte Erdwälle hast du auch schon entfernt . :mad:
Olli der Astroturfing
https://www.youtube.com/watch?v=UTPS14A37_s
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Re: Was kosten Umbruchrechte

Beitragvon Favorit822 » Fr Mai 03, 2019 21:16

Wichtig ist das du das Grundstück (Wiese) vorher nie gepachtet hattest.
Wiese wird vom ehemaligen Pächter an Eigentümer zurück gegeben.
Dieser pflügt die Wiese um und macht acker daraus, soweit kein Problem da der Eigentümer ja keinen Mehrfachantrag mehr stellt. Du kannst das Grundstück sogar in seinem Auftrag bewirtschaften (immer schön Rechnungen schreiben). Entscheidend ist auch das der Eigentümer die Berufsgenossenschaft zahlt !
Nach 2 besser 3 Jahren pachtest du dann das Grundstück als Acker, fertig.
Funktioniert bis jetzt problemlos und vergleichbar billig. Bezahle ihm 250 Euro je Hektar schwarz .

@ Zement kann dich beruhigen es sind nur Wiesen. Vor Feldwegen und Kreisstraßen mache ich halt :mrgreen:
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Re: Was kosten Umbruchrechte

Beitragvon Bison » Fr Mai 03, 2019 21:25

hmm, hört sich irgendwie zu einfach an :roll:
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Re: Was kosten Umbruchrechte

Beitragvon Doppelgrau » Fr Mai 03, 2019 22:13

Mir kommt es auch zu einfach vor, aaaber wenn ich das hier richtig lese, ist (sofern nicht Naturschutz- oder Wasserrecht rein spielt) das Umbruchverbot nur für Betriebe relevant die unter die Greening-Vorschriften fallen...
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Re: Was kosten Umbruchrechte

Beitragvon JonnyD2250 » Sa Mai 04, 2019 0:11

wenn der 2000 Euro haben will würde ich dem gar nichts verpachten. nachher sind die 2000 Euro weg und Pacht seht ihr auch keine.

Bach daneben... also ist das bestimmt ein nasses loch... hat seinen Grund, warum da Wiese ist.
glaub auch kaum, dass die Behörde dahingehend einem Umbruch zustimmt.

da ihr nicht greening plichtig, könnt ihr euch auch die 3000 Euro geben lassen und selbst umbrechen. danach an jemand anderen als Acker verpachten.
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Re: Was kosten Umbruchrechte

Beitragvon Limo » Sa Mai 04, 2019 6:48

Bitte beachten das in NRW Landesrecht gilt . Laut Naturschutzgesetz muss der Umbruch genehmigt werden. In Gebieten mit rotem Grundwasserkörper ist kein Umbruch möglich bzw. wird abgelehnt. An das Naturschutzgesetz muss sich jeder halten unabhängig davon ob er Prämie beantragt oder nicht. Ansonsten kann der Umbruch teuer werden.
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Re: Was kosten Umbruchrechte

Beitragvon Marian » Sa Mai 04, 2019 9:36

Preise in NRW bewegen sich zwischen 1500-3000€
Sehr viel Umbruchrecht (mehrere Landwirte als Käufer beteiligt) wurden einmal für 2600€ gehandelt.
In NRW ist das mit dem einfach so nicht so richtig. Dauergrünland Umbruch ist ein Straftatbestand.
Es gibt da eine Kleinerzeugerregelung, dass wurde Mal in der top agrar erklärt. Ich würde es Strohmann nennen.

Zu bedenken: Genehmigung des Umbruchs und der Neuanlage von Grünland obliegt der unteren Landschaftsbehörde und dem Tiefbauamt in Zuständigkeit wegen Gewässerschutz.
Rote Grundwasserkörper würden angesprochen. Naturschutz und Vogelschutz ( FFH) Gebiete sind auch Ausschlusskriterium. UND, du schreibst angrenzend an ein Gewässer. Bedenke das deine 1,5ha dann zum Teil Grünland bleiben. Zu Gräben musst du etwa 5m Abstand halten. Zu Bächen, Seen und Flüssen 10m. Sprich, je nach dem wie lang du angrenzt geht viel Fläche "verloren".

Umbruchrechte können übrigens nur in ein und dem selben Naturraum gehandelt werden.

Ich komme auch aus dem Kreis GT. 480€ sind schwer in Ordnung, wo liegt denn die Fläche? :wink:
20 Jahre beim Landtreff :prost:
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Re: Was kosten Umbruchrechte

Beitragvon markka » Di Mai 07, 2019 13:24

danke erstmal für die antworten. ich habe mich auch nochmal umgehört, da war dann von knapp 2000 bis ca 3000 € die rede, also schriftlich gesehen habe ich nichts. in nrw.

genaue lage möchte ich so nicht so sagen, ungefähr aber nähe A33.
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Re: Was kosten Umbruchrechte

Beitragvon fedorow » Di Mai 07, 2019 13:35

Favorit822 hat geschrieben:Wichtig ist das du das Grundstück (Wiese) vorher nie gepachtet hattest.
Wiese wird vom ehemaligen Pächter an Eigentümer zurück gegeben.
Dieser pflügt die Wiese um und macht acker daraus, soweit kein Problem da der Eigentümer ja keinen Mehrfachantrag mehr stellt. Du kannst das Grundstück sogar in seinem Auftrag bewirtschaften (immer schön Rechnungen schreiben). Entscheidend ist auch das der Eigentümer die Berufsgenossenschaft zahlt !
Nach 2 besser 3 Jahren pachtest du dann das Grundstück als Acker, fertig.
Funktioniert bis jetzt problemlos und vergleichbar billig. Bezahle ihm 250 Euro je Hektar schwarz .

@ Zement kann dich beruhigen es sind nur Wiesen. Vor Feldwegen und Kreisstraßen mache ich halt :mrgreen:


Wenn die Fläche dann 3 Jahre nicht im Mehrfachantrag angegeben wird kostet das doch schon 800- 900 Euro/ha.
Weil 3 Jahre keine Prämie. Und wenn dem anderen Partner noch 250 Euro /ha bezahlst hast schon über 1000 Euro/ha investiert und noch kein sicheres Ackerrecht
Bei Viehbetrieben kommt noch dazu die 170 Kg N Regel und Phosphor.
Gibt man die Fläche nicht an hat man auf den anderen Flächen umso mehr Nährstoffe und wird womöglich sanktioniert weil man die Grenzen der neuen Düngeverordnung bei einer Kontrolle nicht einhält.
Dann kostets zu den über 1000 Euro/ha nochmal zusätzliches Geld.

Und ich hab vor einigen Wochen was gelesen im bayer. Wochenblatt das in Zukunft bei Flächen die neu aufgenommen werden, nachgesehen wird was die zuletzt für einen Status im MFA hatten.
Hat das sonst keiner gelesen ?
War die Fläche vor einigen Jahren Dauergrünland und wird nach einigen Jahren Pause neu als Ackler aufgenommen wird der Ackerstatus nicht mehr anerkannt.
Dann hast mit Pech doch wieder Dauergrünlandstatus und pro ha über 1000 Euro verschenkt.
Ob das nur für Bayern gilt oder auch in anderen Bundesländer weiss ich nicht.
fedorow
 
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