Wir haben ca. 60 ha Ackerland, die in der Vergangenheit nur als Feldfutter genutzt wurden. Da Feldfutter nach Feldfutter nun zum Verlust des Ackerstatus führt und aus ein paar anderen Gründen haben wir dort Getreide angebaut und das zum Großteil vom Lohnunternehmer machen lassen.
Leider hat sich dieses Jahr gezeigt, dass das überhaupt nicht funktioniert hat, da der Lohnunternehmer sich vollständig in seinem Zeitmanagment verschätzt hat. Außerdem gab es vermehrt Ärger mit Anliegern, weil viele Arbeiten nur noch nachts durchgeführt wurden. Ich glaube inzwischen nicht mehr, dass man auf eine Eigenmechanisierung verzichten kann.
Die Flächenstruktur setzt sich zum überwiegenden Teil aus Schlägen mit mehr als einem Hektar zusammen. Eine sehr gute Steinsicherung ist unumgänglich! 1/4 der Flächen befindet sich im Schnitt in der Bewirtschaftung mit Feldfutter. Es wird alles gepflügt und zweimal gegrubbert. Die Bewirtschaftung muss nach EG-Öko-Rahmenbedingungen erfolgen.
Die Engpässe haben sich vor allem beim pflügen und Grubbern ergeben. Wir haben notgedrungen alles selber gepflügt mit einem alten Dreischarpflug von einem bekannten ehemaligen Landwirt. Das Hauptproblem war hier vor allem die fehlende Steinsicherung. Grubber konnten wir uns einen Kerner Komet in 3 m leihen, der ein fantastisches Arbeitsergebnis hinterlassen hat. Leider ist dieser Bekannte so weit weg, dass holen und wieder wegbringen insgesamt einen ganzen Tag in Anspruch nimmt. Auch steht nicht fest, ob wir ihn jedes Jahr leihen können, es hat dieses Jahr einfach sehr gut geklappt. Als Schlepper stehen 130 und 85 PS zur Verfügung.
Es geht mir vor allem um die Punkte Pflug und Grubber. Wie groß bzw. wie teuer dürfen solche Maschinen sein, dass man sich in einen praktikabelen Rahmen bewegt und gleichzeitig in den Grenzen der Wirtschaftlichkeit. Es stellt sich hauptsächlich die Frage ob 3 oder 4 Schar und beim Grubber ob 3 oder 2,5 m.
