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Welche Geräte für 60 ha Ackerland

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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Welche Geräte für 60 ha Ackerland

Beitragvon lexa » Do Okt 15, 2015 9:40

Wir haben ca. 60 ha Ackerland, die in der Vergangenheit nur als Feldfutter genutzt wurden. Da Feldfutter nach Feldfutter nun zum Verlust des Ackerstatus führt und aus ein paar anderen Gründen haben wir dort Getreide angebaut und das zum Großteil vom Lohnunternehmer machen lassen.
Leider hat sich dieses Jahr gezeigt, dass das überhaupt nicht funktioniert hat, da der Lohnunternehmer sich vollständig in seinem Zeitmanagment verschätzt hat. Außerdem gab es vermehrt Ärger mit Anliegern, weil viele Arbeiten nur noch nachts durchgeführt wurden. Ich glaube inzwischen nicht mehr, dass man auf eine Eigenmechanisierung verzichten kann.

Die Flächenstruktur setzt sich zum überwiegenden Teil aus Schlägen mit mehr als einem Hektar zusammen. Eine sehr gute Steinsicherung ist unumgänglich! 1/4 der Flächen befindet sich im Schnitt in der Bewirtschaftung mit Feldfutter. Es wird alles gepflügt und zweimal gegrubbert. Die Bewirtschaftung muss nach EG-Öko-Rahmenbedingungen erfolgen.

Die Engpässe haben sich vor allem beim pflügen und Grubbern ergeben. Wir haben notgedrungen alles selber gepflügt mit einem alten Dreischarpflug von einem bekannten ehemaligen Landwirt. Das Hauptproblem war hier vor allem die fehlende Steinsicherung. Grubber konnten wir uns einen Kerner Komet in 3 m leihen, der ein fantastisches Arbeitsergebnis hinterlassen hat. Leider ist dieser Bekannte so weit weg, dass holen und wieder wegbringen insgesamt einen ganzen Tag in Anspruch nimmt. Auch steht nicht fest, ob wir ihn jedes Jahr leihen können, es hat dieses Jahr einfach sehr gut geklappt. Als Schlepper stehen 130 und 85 PS zur Verfügung.

Es geht mir vor allem um die Punkte Pflug und Grubber. Wie groß bzw. wie teuer dürfen solche Maschinen sein, dass man sich in einen praktikabelen Rahmen bewegt und gleichzeitig in den Grenzen der Wirtschaftlichkeit. Es stellt sich hauptsächlich die Frage ob 3 oder 4 Schar und beim Grubber ob 3 oder 2,5 m.
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Re: Welche Geräte für 60 ha Ackerland

Beitragvon glaaheidnbaua » Do Okt 15, 2015 9:54

Servus,

also wenn du ca 45ha zu pflügen grubbern etc hast, solltest du schon den größeren Pflug und Grubber wählen. Die frage ist jedoch wie viel Zeit du für den Ackerbau hast? man kann durchaus 60ha mit 2,20 oder 2,50 grubbern..
Ich habe derzeit ca. 75ha (bald nochmal 35 dazu) und bin im Stall sehr eingespannt! (zusätzlich noch Obst) daher bin ich auf unserer kleinen Struktur (durchschnittliche Feldstückgröße 0,9ha, 0,12-6,5ha) maschinell sehr großzügig bestückt.. also 4m Kurzscheibenegge(pfluglos), 21m 1600l Anbauspritze, etc.

Der Hauptgrund wäre für mich die Zeit! Deinem Schlepper wirst du wohl ohne probleme einen 4Schar Pflug und einen 3Meter Grubber zumuten können.
Preislich wirst du beim Pflug wohl so um die 20 000 rechnen müssen (neu!) und beim Grubber so um die 10 000, wobei es ja auch interessante Gebrauchte gibt!
glaaheidnbaua
 
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Re: Welche Geräte für 60 ha Ackerland

Beitragvon heico » Do Okt 15, 2015 11:49

Wir sind auch gerade dabei, etwas wieder mit eigenen Maschinen zu machen. Die gewünschte Arbeitsqualität ist kein Problem mehr.
Ich kann trotz kleiner Maschinen die besten Tage nutzen. Es gibt beim LU auch nicht alle Maschinen die im Ökolanbau nötig sind.

Die Geräte für die Fläche sind einfach und bis 3 m Arbeitsbreite kosten sie nur einen Bruchteil von neuen 4 bis 6 m breiten Maschinen.
Das Alles für einen Spottpreis. Z.B Pflug 3-Schar Voldrehpflug für 2 bis 3.000 €. 3 m Mähdrescher für 10.000. Verschleißteile erneuern und geht wie neu.

Da du ja nicht ohne umfangreiche Fruchtfolge auskommst, verteilt sich die Arbeit.
Außerdem ist es schwierig für einen Ökobetrieb immer nachzuweisen, dass die benutzte Drillmaschine ohne Beize war, der Mähdrescher eine Spülcharge benutzt hat, geliehene Anhänger vor der Benutzung gewaschen wurden usw.
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