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Welche Hackschnitzelanlage und Fernwärmepreis

Holz, einer der ältesten erneuerbare Energieträger
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11 Beiträge • Seite 1 von 1
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Welche Hackschnitzelanlage und Fernwärmepreis

Beitragvon Zerberus80 » Mo Aug 06, 2012 10:48

Hallo zusammen,

ich habe gleich einige Fragen auf einmal, bei denen ich hoffe etwas Info zu bekommen.
1.Wir wollen in nächster Zeit eine Hackschnitzelheizanlage mit ca. 45-55 kW installieren, die genaue benötigte Leistung wird gerade ermittelt. An der Anlage sollen insgesamt 3 Gebäude angeschlossen werden. Unser Haus mit 3 Wohnungen, ein kleines Ferienhaus mit 40qm Wohnfläche und das Nachbarhaus mit ca. 200qm Wohnfläche. Nun sind wir gerade auf der Suche nach dem richtigen Hackschnitzelkessel für uns. Wir haben dazu Rennergy, KWB und ETA ins Auge gefasst und sind gerade dabei mit den Vertretern Kontakt auf zu nehmen. Allerdings hat jeder immer das Beste System und selber weiß man gar nicht mehr was man glauben soll. Lange Rede kurzer Sinn, welche Anlage haltet ihr für geeignet und wo liegen die Preise? Vom Preis wird es auch noch ganz stark abhängen welche Anlage wir nehmen. Ist KWB am teuersten?
2.Wie oben schon erwähnt wollen wir das Nachbarhaus auch mit anschließen und die Wäre über einen Wärmemengenzähler abrechnen. Was können wir hier für ein KW Wärme verlangen??

Würde mich über einige Infos freuen.
Grüße
Zerberus80
 
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Re: Welche Hackschnitzelanlage und Fernwärmepreis

Beitragvon hoizfuchs » Mo Aug 13, 2012 12:25

50 bis 60 Kilowatt wirst du da schon brauchen.

Kwb habe ich. Super Ofen und Steuerung. Kostet etwa mit allem 17.000 euro. plus verrohrung, pumpen, usw......

Würde mindestens 3000 Liter Puffer einbauen, wenn möglich aber 5000! Rennergy und Eta kenne ich nicht.

Du holst mit einem KWB Kesselt etwa 750 Kilowatt pro SRM raus. Sprich bei HS Kosten von 20 Euro netto kostet dich das Megawatt (1000 kw) nur vom Betriebsstoff her 26,6 euro. Du hast aber Strom, Investkosten, Wärmetauscher, Wärmeleitung, Wärmeverluste........

Sprich wenn du nichts verdienen willst (Freundschaftspreis), dann 5 bis 6 ct/kwh, wenn du was verdienen willst 8 bis 9 ct das Kilowatt.

Vergiss im Wärmeliefervertrag aber nicht die Preisgleitklausel!

Zum Vergleich: Eine Ölheizung samt Invest, Strom und Betriebskosten kostet deinem Nachbarn etwa 12 bis 15 Cent das Kilowatt momentan.

Ich als energiecontractor verlange momentan 8,5 bis 9,5 Cent das Kilowatt.

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Re: Welche Hackschnitzelanlage und Fernwärmepreis

Beitragvon Zerberus80 » Fr Aug 17, 2012 7:04

Hallo hoizfuchs,

super Antwort, das reicht mir vollkommen aus.
KWB wäre auch mein Favorit, aber die anderen beiden Hersteller lass ich auch mal noch vorsprechen, dann seh ich schon was die so meinen (Preis/Leistung usw.)
Deine Preisrechnung war auch ganz interessant, vielen Dank.
Mach wohl einen Freundschaftspreis bei dem ich noch a bissle was verdiene, bzw. auch mal ne Reperatur zahlen kann.

Grüße
Zerberus80
 
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Re: Welche Hackschnitzelanlage und Fernwärmepreis

Beitragvon EifelRance » Fr Aug 31, 2012 17:19

Hallo Zerberus,
hast Du schon eine Anlage installiert?
KWB würde mich sehr interessieren.
Gibt es Musterverträge für die Wärmelieferung?
Gruß
EifelRance
 
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Re: Welche Hackschnitzelanlage und Fernwärmepreis

Beitragvon hanna1967 » Sa Sep 01, 2012 21:05

Hallo,

darf ich mich dranhängen? hab dieselben Fragen. Wir wollen unsere zwei nebeneinanderliegenden Häuser beheizen (ca. 350 m² Wfl.).

Haben bisher nur ein Komplettangebot mit Montage von Heizomat knapp 20.000 €: HSK-RA 50 mit 44,5 KW

Würde mich sehr interessieren, was Ihr so für Angebote habt. Mein Entscheidung muss bald fallen - sonst wird das nix mehr vor dem Winter. (leider hat uns ein Heizungsbauer Monate hingehalten; und nun läuft uns die Zeit davon...)
hanna1967
 
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Re: Welche Hackschnitzelanlage und Fernwärmepreis

Beitragvon hoizfuchs » So Sep 09, 2012 18:44

Ihr müsst halt schaun, dass Ihr im Vertrag eine Preisgleitklausel habt.

Niemand kann 20 Jahre die Preise fest machen sprich Wärmepreis abhängig von

- Inflation
- Ölpreis
- Hackschnitzelpreis
- Strompreis

usw. dann in Grundpreis und Arbeitspreis gegliedert.....
hoizfuchs
 
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Re: Welche Hackschnitzelanlage und Fernwärmepreis

Beitragvon Zerberus80 » So Okt 13, 2013 12:08

Hallo zusammen,
Ist zwar schon eine Weile her das hier gepostet habe, aber hier noch ein Nachtrag.
Ja wir haben die Anlage inzwischen installiert und Betrieb genommen. Es ist eine ETA mit 50 kW geworden und wir sind mehr als begeistert von dem Gerät. Momentan ist unser Haus mit 3 Wohnungen angeschlossen, aber den Schlauch in die Nebengebäude ist auch schon verleget. Angeschlossen wird in den nächsten Wochen. Leider haben wir immer noch keinen Vertrag zur Lieferung der Fernwärme gemacht. Wie gesagt ich möchte noch all zu viel damit verdienen, aber die kosten für Abschreibung, Kaminkehrer und hackschnitzel sollten sich schon tragen. Es ist wie gesagt meine Schwester und mein Schwager an die ich liefern werde. Sind da derzeit 9 Cent pro kW ein fairer Preis? Gibt es dazu einfache Musterverträge?? Über Hilfe würde ich mich freuen, vielen dank!
Zerberus80
 
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Re: Welche Hackschnitzelanlage und Fernwärmepreis

Beitragvon Hermerad » So Nov 17, 2013 23:10

Eine Frage an die Hackschnitzelfachleute:
Ich kaufe in Kürze ein kleines Hotel.
Es ist an eine Hackschnitzel-Fernwärme angeschlossen.

Grundpreis pa 100KW * 18 € = 1.800 €
Preis pro KwH 6,7 Cent
plus geringfügige Zählerablesekosten

Der Vorherige Besitzer hat außerdem 30.000 € Investitionskostenzuschuß geleistet.

Sind die Preise ok?
Oder lohnt sich eine eigene Anlage.
Platz für den Kessel ist kein Problem.
Der Bunker ist nicht so einfach, da keine vernünftige Abkippmöglichkeit besteht, es muß daher alle ca. max. 20m² neu angeliefert werden.
Hermerad
 
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Re: Welche Hackschnitzelanlage und Fernwärmepreis

Beitragvon Limpurger » Di Nov 19, 2013 9:15

@Hermerad
Die genannten Preise hier zu kommentieren wäre nicht redlich, dazu müßte man schon mehr Daten haben über den Jahresverbrauch, die örtlichen Gegebenheiten usw.. Dies trifft besonders auch auf den Investitionskostenzuschuß zu, wenn das Anwesen etwas abseits der Leitungstrasse liegt und /oder für den Anschluß ein entsprechend höherer baulicher Aufwand betrieben wurde kommen solche Summen schnell mal zustande. Dafür hat man dann aber das Sorglos-Paket, bei Problemen müssen andere ran.
Der Bunker mit 20m² ist insofern kein Problem wenn man einen Lieferanten für die HS hat, der bei entsprechend kurzem Anfahrtsweg auch kleinere Mengen kurzfristig nachfüllen kann. Auch sollte bedacht werden dass mit der Anlage auch die Geräuschentwicklung im Haus ist, manche Anlagenbetreiber haben sich dahingehend schon negativ geäußert. Dies ist allerdings Anlagen- und Installationsabhängig, auch spielt das verwendete Hackgut hier eine große Rolle.
Die Kosten für die eigene HS-Anlage kann man überschlägig ja selbst ausrechnen. Gegeben ist der jährliche Wärmebedarf anhand der bisher jeweils abgerechneten WE, den Preis für die HS-Kosten kann man bei CARMEN e.V. nachlesen, für die 100Kw-Anlage unbedingt trockene Hackschnitzel zugrunde legen, alles andere kann problematisch werden, die HS-Anlage (angenommen die 100Kw nach Grundpreis Fernwärme) selbst mal überschlägig mit 25-30000€, hierzu noch Kosten für Abschreibung, Kapitaldienst, Wartung und Service und nicht zu vergessen für den Strom. Hierzu gibt es zuhauf Beispielrechnungen, alternativ kann man das für ein gewerbliches Objekt bei den zuständigen Wirtschaftsförderinstituten oder Kammern nachfragen, die haben heute oftmals spezialisierte Energiefachleute um ihr Klientel hier entsprechend beraten zu können, meist entstehen nicht mal Kosten. Auf keinen Fall aber bei Heizungsbauer oder Anlagenhersteller diese Berechnungen machen lassen, dort kann von Neutralität und Ergebnisoffenheit idR nicht ausgegangen werden, sonst verkauft man ja eventuell nichts.
Einfach mal alle Fakten zusammentragen, die entsprechend zu erwartenden Kosten ermitteln und vergleichen, das ist dann schon die halbe Miete. Unabhängig vom Ergebnis ob sich eine eigene Anlage wirtschaftlich darstellen läßt muß noch die Betreiberfrage geklärt werden: Möchte man dies selbst tun bzw. sich darum kümmern daß immer ausreichend Hackgut vorhanden, die Aschebox entleert und der anfallende Service erledigt ist? Und bei einer eventuellen Störung in der HS-Zuführung auch zu nachtschlafender Zeit antanzen und den einen windigen Spreisel der die Zellradschleuse blockiert oder den Fallschachtdeckel aufdrückt entfernen? Oder dies bei entsprechenden Mehrkosten durch einen Contractor machen lassen? Und spart man dann noch gegenüber der Fernwärme? Bei genauer Betrachtung aller Fakten spricht dann doch wieder einiges für die bestehende Lösung. Sollten eventuell aus eigenem Forst HS anfallen könnten diese ja auch zu den marktüblichen Preisen an den Fernwärmeanbieter verkauft werden, und damit dann doch wieder mit dem eigenen Holz geheizt werden.
Die Wirtschaftlichkeit und der Komfort müssen sich ja nicht gegenseitig ausschließen, der Komfort verursacht allerdings immer Kosten!
Gruß, der Limpurger
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Re: Welche Hackschnitzelanlage und Fernwärmepreis

Beitragvon Holzerduo » Di Nov 19, 2013 19:42

Hermerad hat geschrieben:...
Der Bunker ist nicht so einfach, da keine vernünftige Abkippmöglichkeit besteht, es muß daher alle ca. max. 20m² neu angeliefert werden.


Ein Bunker hat wohl maximal 20m³, und nicht m², oder? Die therotisch mögliche Menge wirst du nur selten reinbekommen, somit geh eher mal von 12-15m³ Füllvolumen aus. Und das bei einem Hotel? Da wirst oft nachfüllen müssen. Und dann keine vernüftige Abkippmöglichkeit? Hört sich nicht gerade nach den besten Voraussetzungen an...

Und nicht zu vergessen die Themen Staub- und Lärmentwicklung. Ich möchte meine HH nicht in meinem Haus haben, die hört man schon manchmal, dass es sich hier um eine mechanische Heizung handelt. (Motoren, Getriebe, Schnecken, ...) Das könnten die Gäste nicht so toll finden :gewitter:
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Re: Welche Hackschnitzelanlage und Fernwärmepreis

Beitragvon Hermerad » Mi Nov 20, 2013 19:16

Vielen Dank für die Antworten.
Es sind natürlich m³.

Die Heizung kann in eine separate "Hütte", der Lärm dürfte also keine Rolle spielen.

Sobald es soweit ist sehe ich mir erstmal die vorhandene Fernwärme-Hackheizung an.
Mal sehen wie laut das ist.
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