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Welche Landwirtschaft ist wünschenswert?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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19 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Welche Landwirtschaft ist wünschenswert?

Beitragvon Obelix » Fr Mär 30, 2007 10:02

Hallo,

die Entwicklung in der Landwirtschaft läuft immer weiter zu noch größeren Betrieben mit immer mehr chemischer und gentechnischer Unterstützung.

Wer wünscht diese Entwicklung eigentlich?

Die überwiegende Allgemeinheit möchte doch lieber einen Landwirt mit
a.) 10 artgerecht gehaltenen Kühen als mit 1.000
b.) 5 Schweinen als mit 5.000
c.) 20 freilaufenden Hühnern als mit auf engstem Raum eingesperrten 20.000
d.) 10 Puten lieber sein, als mit 10.000
e.) 5 Bienenvölkern lieber sein, als mit 1.000
usw.

Selbst für die Landwirte dürfte die Haltung kleinerer Einheiten angenehmer und stressfreier sein, als die Massenhaltung?
Die Mehrzahl der Verbraucher wünscht doch "Öko".

Warum also diese weltweite "Fehlentwicklung"?
a.) Nur weil man es nicht verstanden hat, die kleinen Betriebsgrößen für den Landwirt finanziell interessant zu geschalten?
b.) Nur weil man es nicht verstanden hat, den Verbraucher zu vermitteln, das ordentliche gesunde Nahrung etwas kostet?
c.) Nur weil in der landwirtschaftlichen Lobby immer nur die Größt-Bauern vertreten und aktiv waren?

Grüße
Obelix
Hans Jonas: Die gegenwärtige Generation darf ihr eigenes Lebensglück nicht damit erkaufen, das Unglück künftiger Generationen zu bewirken.
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Beitragvon SHierling » Fr Mär 30, 2007 10:36

Hallo,
Wer wünscht diese Entwicklung eigentlich?

jeder, der "Marktwirtschaft" wählt, befürwortet - in jedem Bereich außer der Geld / Währungspoliitik - Großbetriebe. Man kann sich nicht hinstellen, CDU oder gar FDP wählen und dann sagen, man will Kleinbetriebe oder teures Essen haben, das widerspricht sich nun mal programmgemäß.

a.) Nur weil man es nicht verstanden hat, die kleinen Betriebsgrößen für den Landwirt finanziell interessant zu geschalten?

>> wer bitte ist denn Deiner Meinung nach dafür zuständig und warum?

b.) Nur weil man es nicht verstanden hat, den Verbraucher zu vermitteln, das ordentliche gesunde Nahrung etwas kostet?

Das die Nahrung aus kleinen Betrieben und/ oder von "freilaufende" Tieren gesünder ist, ist in vielen Fällen (Hühner z.B.) ein absoluter Irrglaube. Der Hygienestandard ist in großen Betrieben meistens weitaus besser.(z.B. baut für 20 Schweine kein Mensch eine Desinfektionsschleuse, für 2000 aber ganz bestimmt!)
Und wer sollte Interesse daran haben, dem Verbraucher teurere Lebensmittel zu "vermitteln" ?? Das ist hierzulande politischer Selbstmord!

c.) Nur weil in der landwirtschaftlichen Lobby immer nur die Größt-Bauern vertreten und aktiv waren?
siehe oben - solange die Lobby der Tierschützer und Verbraucher 90% der Wähler vertritt, ist es völlig egal, ob in der Vertretung der Landwirte Groß- oder Kleinbauern sitzen.

Grüße
Brigitta
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Beitragvon Komatsu » Fr Mär 30, 2007 10:45

Aus Sicht der Leute die von und mit der Landwirtschaft leben sollte sie einen attraktiven Arbeitsplatz bieten. Jede andere Denkweise mindert die Zukunftschancen der Landwirte.
Komatsu
 
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Beitragvon SHierling » Fr Mär 30, 2007 12:04

noch n PS:
Die Mehrzahl der Verbraucher wünscht doch "Öko".

Das ist definitiv FALSCH. Die Leute sagen nur, das sie Öko wollen, wenns genau so billig ist wie jetzt bei Aldi. Und darüberhinaus hängt Öko und Kleinbetrieb überhaupt nicht zusammen, im Gegenteil, da wachsen die Betriebe ja noch schneller zur Zeit!

Wir haben immer noch ÜBER 90% Einwohner, die konventionelle Lebensmittel kaufen!
Es kaufen auch 10% der Leute hier Luxusschlitten und machen 4x Urlaub im Jahr, trotzdem behauptet keiner, wir hätten gerade einen "Reichen-Boom" oder?

Grüße
Brigitta
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Re: Welche Landwirtschaft ist wünschenswert?

Beitragvon H.B. » Fr Mär 30, 2007 12:53

Obelix hat geschrieben:Die überwiegende Allgemeinheit möchte doch lieber einen Landwirt mit
a.) 10 artgerecht gehaltenen Kühen als mit 1.000
b.) 5 Schweinen als mit 5.000
c.) 20 freilaufenden Hühnern als mit auf engstem Raum eingesperrten 20.000
d.) 10 Puten lieber sein, als mit 10.000
e.) 5 Bienenvölkern lieber sein, als mit 1.000
usw.
Wer wünscht diese Entwicklung eigentlich?


Deine Frage wurde schon beantwortet aber:
a.)Die Mehrzahl der 10 Kuh-Betriebe wissen nicht ,was dem Wohlergehen der Kühe dient, oder können sich das nicht leisten!
b.) Der Mehrzahl der 5 Schweine-Betriebe würde kein Schlachter eine Sau abkaufen, der will ja Fleisch verkaufen und keinen Kaugummi!
d.) Dem normalen 10-Puten-Betrieb verenden zwei Drittel in der ersten Woche, der Rest in der Zweiten, zu
e.) kann ich keine Stelungnahme abgeben, weil das nicht mein Fach ist.

H.B.
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Beitragvon SHierling » Fr Mär 30, 2007 13:19

*g*
Du hast die Mehrzahl der 20-Hühner-Betriebe vergessen, denen im Winter die Kämme abfrieren und die nicht mal genug Eiweiß zum Eierlegen in den Trog bekommen ... aber sonst völlig d'accord ...
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Beitragvon H.B. » Fr Mär 30, 2007 16:02

aja, danke


......bin halt nicht mehr der Jüngste :wink:

H.B.
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Re: Welche Landwirtschaft ist wünschenswert?

Beitragvon Geronimo » Fr Mär 30, 2007 22:22

Obelix hat geschrieben:Hallo,

die Entwicklung in der Landwirtschaft läuft immer weiter zu noch größeren Betrieben mit immer mehr chemischer und gentechnischer Unterstützung.

Wer wünscht diese Entwicklung eigentlich?

Die überwiegende Allgemeinheit möchte doch lieber einen Landwirt mit
a.) 10 artgerecht gehaltenen Kühen als mit 1.000
b.) 5 Schweinen als mit 5.000
c.) 20 freilaufenden Hühnern als mit auf engstem Raum eingesperrten 20.000
d.) 10 Puten lieber sein, als mit 10.000
e.) 5 Bienenvölkern lieber sein, als mit 1.000



usw.

Selbst für die Landwirte dürfte die Haltung kleinerer Einheiten angenehmer und stressfreier sein, als die Massenhaltung?
Die Mehrzahl der Verbraucher wünscht doch "Öko".

Warum also diese weltweite "Fehlentwicklung"?
a.) Nur weil man es nicht verstanden hat, die kleinen Betriebsgrößen für den Landwirt finanziell interessant zu geschalten?
b.) Nur weil man es nicht verstanden hat, den Verbraucher zu vermitteln, das ordentliche gesunde Nahrung etwas kostet?
c.) Nur weil in der landwirtschaftlichen Lobby immer nur die Größt-Bauern vertreten und aktiv waren?

Grüße
Obelix



10 Kühe, 5 Schweine oder 20 Hühner? Das was du als Landwirtschaft bezeichnest ist wohl eher Hobby. Aber ein Hobby darf ja bekanntlich was kosten. :-)
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Beitragvon automatix » Sa Mär 31, 2007 6:39

sagen wir es mal so: grad für Stadtleute, die keine Erfahrung mit Landwirtschaft haben dürfte das so hinkommen - die haben überhaupt kein Verhältnis zu realen Betriebsgrößen und wen man denen erzählt, das man 250 Mastplätze hat dann denken die auch noch, daß das riesig groß und viel ist....
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Beitragvon SHierling » Sa Mär 31, 2007 8:35

Hallo,
deswegen frage ich die Hobbyhalter immer, was sie so an Preisen annehmen - hatten wir hier doch auch schon. Verdienst an einem Masthähnchen liegt in den Schätzungen so bei 3.- bis 10.- (je nach dem, wo die ihre Hühner kaufen, die 2,99-Aldi-Leute gehen halt davon aus, das das Huhn da ja nicht billiger sein kann als das, was der Bauer verdient), bei Eiern kann man davon ausgehen, das die meisten Leute tatsächlich 20 - 50 (sooo viele!) Hühner für genug halten um davon zu leben, mindestens aber sehr gut dazuzuverdienen - und das selbst Leute, die sich selber für "Landwirtschafts-Unterstützer" halten, da nicht richtig ticken, hatten wir doch hier mit dem Brombeerförster - 100.- verdient je Schwein, die denken völlig irreal, OBWOHL eigentlich jeder weiß, und das auch sagt, das die Sachen "zu billig" sind.

Wobei das zweifellos schön wär, wenn man von solchen Winizgeschichten leben könnte, keine Frage, nur hat auch das nichts mit der Tatsache zu tun, daß es auch dann immer Leute geben würde, die das zehn- und hundertfache dessen haben und halten, was sie "zum überleben brauchen". Es ist KEIN Rezept gegen schädliches Wachstum, wenn man die Untergrenze verschiebt!

Grüße
Brigitta
PS: und natürlich gibts auch Leute mit nur 2 Sauen, 20 Hühnern und der entsprechenden Fachkunde , nur ist das halt nicht die Mehrheit ;-)
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Beitragvon Albrecht von Chorin » Sa Mär 31, 2007 13:54

Moinsen,

Selbst für die Landwirte dürfte die Haltung kleinerer Einheiten angenehmer und stressfreier sein, als die Massenhaltung?

Falsch! Beispiel: Die industrialisierte und synchronisierte Schweinemast in den USA ermöglicht dort den "Farmern" durch Arbeitsteilung sogar Urlaub. Oder Zeit für die Desinfektion des gesamten Betriebs. Die Aufteilung von Abschnitten während der Mast auf verschiedene Teilbetriebe ist für die Bauern finanziell und organisatorisch interessant. Der Trend zum Lohnunternehmen bei uns geht in die selbe Richtung.

Die Mehrzahl der Verbraucher wünscht doch "Öko".

Eben nicht! Die Verbraucher wollen nur möglichst billig gesunde/unbelastete Lebensmittel auf dem Teller haben. Nebenbei möchten sie natürlich noch möglichst billig gute Menschen sein indem sie die Leiden der Tiere in der landwirtschaftlichen Produktion minimieren - bevor sie sie fressen.

Warum also diese weltweite "Fehlentwicklung"?

Du könntest ebenso gut fragen, warum das Wetter so oder so ist. Die großen Agrarbetriebe werden sich nicht verhindern lassen. Die Zukunft wird uns eine industrialisierte und intensive LW bringen. Ob wir das nun bedauern oder nicht. Die Urbanisierung ist nun mal ein weltweiter Fakt. Und irgendwie wollen all die Städter ernährt werden. Das begünstigt nun mal die Effizienz und - ja steinigt mich ruhig - die Qualität großer Agrarunternehmen.

Im übrigen wird es schwer fallen, rationale Argumente gegen die grüne Gentechnik ins Feld zu führen.

Ach so: Ick bin der Neue. "Tach!" in die Runde!
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Beitragvon SHierling » Sa Mär 31, 2007 14:11

Hallo,

Im übrigen wird es schwer fallen, rationale Argumente gegen die grüne Gentechnik ins Feld zu führen.

Gehen Sie sofort zu
http://www.landtreff.de/viewtopic.php?t=6383
Gehen Sie direkt dorthin, gehen Sie nicht über LOS und ziehen Sie keine 4000 Euro ein ;-)

Das Thema hatten wir schon...

Grüße
Brigitta
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Beitragvon Albrecht von Chorin » Sa Mär 31, 2007 14:16

Hallo,

ich bin es leid, darüber zu diskutieren. Ich erwähnte GE nur im Zusammenhang mit der Landwirtschaft der Zukunft!

Trotzdem schade um die 4000 Euros!
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Beitragvon euro » Sa Mär 31, 2007 14:19

Albrecht von Chorin hat geschrieben:Hallo,

ich bin es leid, darüber zu diskutieren. Ich erwähnte GE nur im Zusammenhang mit der Landwirtschaft der Zukunft!

Trotzdem schade um die 4000 Euros!


Die haben wir gern, infantiler Zukunftsglaube und das nicht mal mit plausiblen Argumenten untermauern wollen :mrgreen:
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Beitragvon Albrecht von Chorin » Sa Mär 31, 2007 14:30

infantiler Zukunftsglaube

Das trifft mich hart! Du scheinst mich falsch zu verstehen. Als alter Landadliger bin ich entschiedener Anti-Kapitalist. Nur leider leben wir in einer kapitalistischen Welt - und die will fressen. Und zwar im großen Stil!

Ich sabotiere seit Jahren gemeinsam mit anderen Spießgesellen (und seriösen Leuten) die Schweinemastanlage in Haßleben/Uckermark, trotzdem glaube ich, dass wir gegen einen Trend ankämpfen, der sich im großen Rahmen durchsetzen wird. Über den Nawaro-Hype will ich hier gar nicht reden... Vielleicht doch, wenn ich die 4000 diesmal einziehen darf.
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