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Wie Blattfedern restaurieren

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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22 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Wie Blattfedern restaurieren

Beitragvon Fabian3130LS » Di Mai 31, 2011 21:35

Hi,

hab da mal eine Frage zur Restaurierung meiner Blattfedern.
Hab ein Tandemaggregat von einem 16 Tonner wo ich die Blattfedern entrosten möchte.
Hab Angst, dass wenn ich das Aggregat weg baue ich es nicht mehr hin bekomme wegen der Biegung der Federn die sich ja dann entspannt.
Oder bekommt man das wieder hin?

Würdet ihr sie ganz normal Sandstrahlen oder gibts eine andere Möglichkeit.

Gruß Fabi
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Re: Wie Blattfedern restaurieren

Beitragvon euro » Di Mai 31, 2011 22:04

Fabian3130LS hat geschrieben:Hi,

hab da mal eine Frage zur Restaurierung meiner Blattfedern.
Hab ein Tandemaggregat von einem 16 Tonner wo ich die Blattfedern entrosten möchte.
Hab Angst, dass wenn ich das Aggregat weg baue ich es nicht mehr hin bekomme wegen der Biegung der Federn die sich ja dann entspannt.
Oder bekommt man das wieder hin?

Würdet ihr sie ganz normal Sandstrahlen oder gibts eine andere Möglichkeit.

Gruß Fabi

Musst den Kasten anheben, geht am einfachsten mit Telelader kannst aber auch nen Wagenheber druntersetzen.
euro
 
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Re: Wie Blattfedern restaurieren

Beitragvon Fabian3130LS » Mi Jun 01, 2011 16:13

Meinst du den Rahmen hoch heben wenn ich es wieder montieren will?
Sorry steh grad auf dem Schlauch
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Re: Wie Blattfedern restaurieren

Beitragvon nasenwurzelsepp » Mi Jun 01, 2011 16:48

Fabian3130LS hat geschrieben:Meinst du den Rahmen hoch heben wenn ich es wieder montieren will?
Sorry steh grad auf dem Schlauch


Zum demontieren das Federpaket entlasten. Wiedereinbau ebenfalls aufgebockt im lastfreien Zustand.

Ist alles kein Hexenwerk und mit ein wenig Überlegung eigentlich auch selbsterklärend...
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Re: Wie Blattfedern restaurieren

Beitragvon Holgi1982 » Mi Jun 01, 2011 20:46

Und ich dachte immer wenn man das Federpaket demontiert fliegt einem das ganz gehörig um die Ohren. :shock:
Dann lag ich da wohl falsch.
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Re: Wie Blattfedern restaurieren

Beitragvon baumschubser » Mi Jun 01, 2011 21:23

Hallo,

ich nehme mal an, es handelt sich um mehrlagige Blattfederpakete und nicht um sog. Parabelfedern.
Für die Blattfederpakete gilt i.d.R. folgendes je nach Einbaulage: Federn nach unten gebogen mit Aufhängung im Federauge des 1. Blattes. Hier zuerst die Achse von der Feder lösen, danach das Federpaket vom Fahrzeugrahmen abnehmen. Das Paket auf die Seite legen und den Mittelbolzen lösen.
Die Federn entspannen sich. Evtl. vorhandene Hilfsfedern vom Paket abnehmen ebenso die Federbügel.
Achtung, die Lage der einzelnen Blätter markieren! Sind alle Blätter vom Paket getrennt, dann bitte die Blätter einzeln auf Einlaufspuren, Risse, Brüche etc. untersuchen und ggf. austauschen. Sind alle Blätter i.O., dann kannst Du sandstrahlen. Danach mit Stauferfett sauber einfetten und alle Blätter mit dem Mittelbolzen wieder zu einem Paket zusammenschrauben. Die Augenbuchsen und Aufhängebolzen auf Maßhaltigkeit prüfen und evtl. erneuern. Das Paket kann jetzt montiert werden.
Solltest Du aber vor dem Ausbau eine gewisse "Lahmheit" der Federn feststellen (Aufbau schaukelt ohne Last bei der kleinsten Unebenheit) müssen die einzelnen Blätter schmiedetechnisch nachbearbeitet werden. Das ist aber ein Extra-Kapitel.
Die 2. Einbaulage, die bei Tandemaggregaten gerne genommen wurde ist die nach unten offene Lage.
Hierbei haben die ersten Federblätter keine angerollten Augen sondern sind mehr oder weniger geschweift. Die geschweiften Blätter werden dann mit ensprechenden Bügelschrauben auf die Lagerböcke der Achsen geklemmt. Das letzte (kleinste) Blatt hat die Aufhängebuchse im Zenit und wird am Fahrzeugrahmen befestigt. Auch hier zuerst die Achsen wegnehmen und dann das Paket vom Rahmen abnehmen. Dann wieder Mittelbolzen entfernen, Blätter prüfen, der Rest siehe oben. Wichtig ist, dass die einzelnen Blätter von allen Seiten gut gefettet sind. So eine Malerrolle macht das ganz gut. So, nun viel Spaß bei der Restauration. PS: Die Blätter kann man ganz gur mit einem Holzspalter vorspannen, aber Obacht!!!!

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Re: Wie Blattfedern restaurieren

Beitragvon fasan » Mi Jun 01, 2011 21:47

Um Gottes willen ihr seid Lebensmüde

Das ausgebaute Federpaket seitlich auf dem Boden legen und dann mit starken Schraubzwingen zusammenziehen.

Erst dann die Mutter vom Herzbolzen lösen und aufschrauben.

Dann vorsichtig die Schraubzwingen abwechselnd öffnen.

Die Federblätter können mit Hammerschlägen und Flex gereinigt werden. Schön einfetten und mit Schraubzwingen in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammenbauen.

Ansonsten ist dem vorherigen Beitrag nichts hinzuzufügen. Klasse.
Helft den Armen vögeln
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Re: Wie Blattfedern restaurieren

Beitragvon nasenwurzelsepp » Do Jun 02, 2011 4:48

Alles schön und gut und vor allem richtig, aber der Ausgangsfrage nach ging es nur um die Demontage des Tandemaggregats.
Da hilft nur Aufbocken, entlastet Demontieren, entlastet Montieren und wieder Abbocken.

Vom Trennen der einzelnen Federn innerhalb der Pakete war nicht die Rede...
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Re: Wie Blattfedern restaurieren

Beitragvon Kugelblitz » Do Jun 02, 2011 10:18

:? mit Fett oder Öl ist mir neu :?
Da bleibt doch Sand und Staub erst recht hängen und wirkt wie Schmirgelpapier :klug:
Kugelblitz
 
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Re: Wie Blattfedern restaurieren

Beitragvon brennholzfan » Do Jun 02, 2011 10:31

Wenn da schön gefett oder geölt wird, schaukelt das Gefährt hinterher wie wild, weil die Dämpfung durch die Reibwirkung verlohren geht.
Das kann man nur bei Fahrzeugen machen, die auch richtige Stoßdämpfer haben. Schlepperhänger haben das ja nicht alle.

Früher (Oldtimer) wurde zwichen die Lagen auch eine Art Ölpapier gelegt, das zieht den Dreck nicht so an. (siehe Kugelblitz)


Gurß brennholzfan
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Re: Wie Blattfedern restaurieren

Beitragvon WollF_JDL310 » Do Jun 02, 2011 10:32

Kugelblitz hat geschrieben::? mit Fett oder Öl ist mir neu :?
Da bleibt doch Sand und Staub erst recht hängen und wirkt wie Schmirgelpapier :klug:


Kugelblitz, stehst Du auf der Leitung :?:

Auf diese Art kann man das Sandstrahlen weglassen.
D A S ist das Neue :lol:

GrussWolfgang
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Re: Wie Blattfedern restaurieren

Beitragvon baumschubser » Do Jun 02, 2011 10:46

@brennholzfan,
das mit dem Fett zwischen den einzelenen Federblättern muß schon sein. Dein Einwand mit der fehlenden Reibung und dem daraus resultierenden "Gewackele" des Aufbaus ist nicht richtig! Wenn der Aufbau wackelt, dann ist die Feder lahm! Und eine lahme Feder muß durchs Feuer und über den Amboss und ins Ölbad (etc.) um wieder ihrer Aufgabe gerecht zu werden. Fehlende Schmierung zwischen den Blättern führt zu Einlaufspuren, dann zu Materialschwächung und dann zu Rissen und Brüchen. Ende vom Lied: Blatt kaputt!
Viel Spaß!
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Re: Wie Blattfedern restaurieren

Beitragvon euro » Do Jun 02, 2011 11:03

Was man auch machen kann ist ein passendes Gummiteil (aus Reifenschlauch ausschneiden) zwischen Feder und Auflage (da wo die U-Befestigungen sind) legen.
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Re: Wie Blattfedern restaurieren

Beitragvon brennholzfan » Do Jun 02, 2011 12:01

@ Baumschubser
Ja, das ist schon seit Jahrzehnten eine Glaubensfrage, ob Fett oder nicht. Das war schon in meiner Lehrzeit so (1970).

Was ich aber auf keinen Fall machen würde , wäre sandstrahlen.

Durch die aufgerauten Oberflächen kommt es zum "fressen" der Lagen.
Alle oben von dir genannten Folgeschäden können dann noch viel schneller kommen.

Gruß brennholzfan
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Re: Wie Blattfedern restaurieren

Beitragvon brennholzfan » Do Jun 02, 2011 12:05

@ euro
Ich glaube Gummistreifen werden durch die Reibung verbrennen.
Teflon oder dünnes (gelochtes) Messingblech.
Das gelochte dann mit Graphit einstreichen.

Aber bei all diesen Sachen wird sich die Kennlinie der Feder verändern, vermutlich zum negativen.

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