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Wie Grünlandstatus vermeiden ohne Umbruch?

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Wie Grünlandstatus vermeiden ohne Umbruch?

Beitragvon forenkobold » Di Feb 25, 2014 18:58

Mein Problem:
Pachtfläche im Überschwemmungsgebiet. Eigentlich Grünlandstandort, aber die Fläche wurde von mir als Acker übernommen. Hab dann Gras eingesät und weiterhin als Acker (Ackergras) angegeben. Wenn dieses Jahr kein Umbruch erfolgt, bekommt die Fläche in alle Ewigkeit den Grünlandstatus. Das heißt: Verpächter könnte mich auf Wertminderung verklagen (Acker zu Grünland gemacht) und hätte vermutlich Erfolg. Umbruch wäre zwar rechtlich erlaubt, aber aufgrund der speziellen Hochwasserverhältnisse (starke Strömung-- kein ruhiger Polder) ein Blödsinn. Aus gleichem Grund kommt auch keine flache Bearbeitung in Frage.. das wäre im Falle eines Hochwassers noch schlechter als eine Pflugfurche, weil es den lockeren Boden auf dem festen Unterboden komplett wegspülen würde. Mein Lohnunternehmer hat ein mulchsaattaugliches Maissägerät (Scheiben mit über 100 kg Druck), rät mir aber trotzdem ab. Nach Weidelgras/Grünroggen wäre in seinen Versuchen der Mais ohne Bodenbearbeitung meistens nichts geworden. Hat jemand Erfahrung?
Ich hatte mir vorgestellt, Mitte/Ende März mit Glyphosat abzuspritzen.
Alternative wäre die Einsaat von Senf ... entweder als Stilllegung oder zur Körnerernte. Taugt eine Scheibensämaschine zur Einssaat von Senf in eine dichte abgespritze Grasnarbe?

Nächstes Jahr würde ich dann wieder Gras einsäen.
Jemand Erfahrungen?
Oder ne Idee?
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Re: Wie Grünlandstatus vermeiden ohne Umbruch?

Beitragvon Ulikum » Di Feb 25, 2014 19:13

Den Code der Nutzung ändern.

Statt Code 424 auf Kleegras Code 422 gehen.
Wenn du das einsähen von Klee nicht vergisst, sollte das kein Problem sein.
Bei uns in Hessen wollen die bei der Kontrolle Reihen sehen.

oder Blühflächen Code 591 sollte auch gehen.

:mrgreen:
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Nicht für das, was Du verstehst!
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Re: Wie Grünlandstatus vermeiden ohne Umbruch?

Beitragvon FrankenRancher » Di Feb 25, 2014 19:29

Ulikum hat geschrieben:Den Code der Nutzung ändern.

........... Code 591 sollte auch gehen.
:mrgreen:

Korrekt !!

hab ich auch schon so gemacht , ist warscheinlich das einfachste.
hast halt in dem einen jahr keinen ertrag von der fläche, weil der aufwuchs gemulcht und auf der fläche verbleiben muss.
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Hafer mit Untersaat?

Beitragvon adefrankl » Di Feb 25, 2014 22:39

forenkobold hat geschrieben:Mein Problem:

Alternative wäre die Einsaat von Senf ... entweder als Stilllegung oder zur Körnerernte. Taugt eine Scheibensämaschine zur Einssaat von Senf in eine dichte abgespritze Grasnarbe?

Nächstes Jahr würde ich dann wieder Gras einsäen.
Jemand Erfahrungen?
Oder ne Idee?

Wäre es nicht eine Möglichkeit da Hafer mit Klee-/Gras Untersaat einzusähen. (Grasnarbe dabei eventuell vorher leicht dosiert
abspritzen). Um genau zu sein in dieser Kombination habe ich auch keine Erfahrungen. Allerdings kenne ich es noch dass man bei Frühjahrsaussaat con Klee(Gras) dien mit Hafer als Deckfrucht (dünner) ausgesäht hat und man diesen meist vorzeitig abgemäht und verfüttert hat. In sofern sollte dies ja auch als Direktsaat möglich sein. Und wenn man das Verfüttern des Hafers (z.B. analog GPS= plant macht ja auch ein gewisser Grasdurchwuchs nichts.
Ein derartiges vorgehen erscheint mir sicherer als ein einfaches umkodieren. Da bleibt doch ein gewisses Restrisiko dass dies jemand auch noch nach Jahren in Frage stellt (z.B. auf Basis von Luftbildern)
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Re: Wie Grünlandstatus vermeiden ohne Umbruch?

Beitragvon julius » Mi Feb 26, 2014 22:28

Ulikum hat geschrieben:Den Code der Nutzung ändern.

Statt Code 424 auf Kleegras Code 422 gehen.
Wenn du das einsähen von Klee nicht vergisst, sollte das kein Problem sein.
Bei uns in Hessen wollen die bei der Kontrolle Reihen sehen.

:

Umcodierung und nachsäen wird nicht so einfach funktionieren. Kenne einen Fall da wurden bei einer Kontrolle genau diese Flächen als Dauergrünland eingestuft.

Eigentlich muß eine komplette Neuansaat erfolgen um den Dauergrünlandstatus zu vermeiden. Erkennen die Kontrolleure keine Saatreihen mehr, hat man schon fast verloren.
Eigentlich muß also eine Neuansaat erfolgen + Nutzungsänderung um auf der sicheren Seite zu sein

Zitat MFA 2013:

Außerdem sind als Dauergrünland einzustufen alle mindestens seit dem Jahr 2008 durchgehend als Ackerfutter (NC 421 bis 424) angegebenen Flächen, die seit 2008 nicht in die Fruchtfol­ge einbezogen waren und ununterbrochen mit ein und demsel­ben Ackerfuttercode beantragt und als solche genutzt wurden.
Die bloße Angabe eines anderen Nutzungscodes ohne tatsäch­liche Nutzungsänderung (Neueinsaat) verhindert nicht die Ent­
stehung von Dauergrünland (vgl. Beispiel 4 zu GL)


Seite 5 :
http://www.stmelf.bayern.de/mam/cms01/a ... ng_fnn.pdf
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Re: Wie Grünlandstatus vermeiden ohne Umbruch?

Beitragvon Hofer_Pörndorf » Do Feb 27, 2014 12:42

Im 6. Jahr umcodieren auf "NC 591 - Ackerlandaus der Erzeugung", = freiwillige Stillegung. Der GL Satuts ist somit weg und der DG Status kommt erst gar nicht. Im 7. Jahr kann dann wieder mit z.b. NC 422 Kleegras begonnen werden (wieder für 5 Jahre). Dies ist wirklich die einfachste Möglichkeit. Allerdings darf bei 591 der Aufwuchs nicht landwirtschaftlich verwertet werden, d.h. die fläche muss gemulcht werden.
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Re: Wie Grünlandstatus vermeiden ohne Umbruch?

Beitragvon forenkobold » Fr Feb 28, 2014 10:24

Das mit einfachem Umcodieren auf 591 geht nimmer. Ist wie bei Codewechseln Kleegras/Ackergras.
Es muß völlige Neueinsaat (Reihen) ersichtlich sein. Ich werde jetzt abspritzen und mit einer guten Scheibensämaschine Kleegras in die abgestorbene Narbe einsäen.
Danke für Eure Tipps.
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Re: Wie Grünlandstatus vermeiden ohne Umbruch?

Beitragvon Franzis1 » Fr Feb 28, 2014 11:24

Gestern auf der Versammlung vom LW-Amt meinte der gutste, er möchte schon sehen das umgebrochen wurde mit dem Pflug sonst könnte es bei einer Kontrolle Dauergrünland bleiben.
Viele Schweine-viele Scheine,zu viele Schweine zu wenig Scheine. Der Mensch steht nicht mehr im Mittelpunkt sondern Fledermaus, Saatkrähe der Wolf und der Biber. In D. haben Ökos mehr zu sagen als Angie und die Regierung.
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Re: Wie Grünlandstatus vermeiden ohne Umbruch?

Beitragvon forenkobold » Fr Feb 28, 2014 11:36

Franzis1 hat geschrieben:Gestern auf der Versammlung vom LW-Amt meinte der gutste, er möchte schon sehen das umgebrochen wurde mit dem Pflug sonst könnte es bei einer Kontrolle Dauergrünland bleiben.

Ja, soviel Irrsinn trau ich denen durchaus zu. Dass sie einen zu einer Bodenbearbeitung im Überschwemmungsgebiet drängen. Ich hab unseren Spezialisten verdeutlicht, dass Direktsaat ohne jegliche Bodenbearbeitung eine Maßnahme darstellt, die offiziell durchaus als Ackerbau definiert wird...
MEINE hier haben es kapiert....
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Re: Wie Grünlandstatus vermeiden ohne Umbruch?

Beitragvon julius » Fr Feb 28, 2014 12:23

Franzis1 hat geschrieben:Gestern auf der Versammlung vom LW-Amt meinte der gutste, er möchte schon sehen das umgebrochen wurde mit dem Pflug sonst könnte es bei einer Kontrolle Dauergrünland bleiben.


Das hat mein Bekannter damals auch erzählt. Die wollten eine Pflugfurche und Reihensaat sehen.

Die Kontrolleure vom Amt schiessen gelegentlich noch über EU Vorschriften hinaus, denn das eine Pflugfurche nach einer Neuansaat vorhanden sein muß ist ein Witz.
Der Bekannte hatte damals Widerspruch eingelegt, da ihm vom Amt einiges als Dauergrünland umcodiert wurde.
Ohne Erfolg.
Da ihm bei der Kontrolle nur wegen dem Umcodieren keine Prämie gekürzt wurde, kann er keinen Widerspruch gegen die Kontrolle einlegen wurde ihm mitgeteilt.
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Re: Wie Grünlandstatus vermeiden ohne Umbruch?

Beitragvon Hofer_Pörndorf » Fr Feb 28, 2014 13:06

Freilich geht umcodieren (in Bayern) auf 591, wird doch vom Amt so empfohlen und von den Landwirten ohne Probleme praktiziert. Solange die im Jahr mit 591 den Aufwuchs mulchen ist es kein Problem wenn eine Kontrolle kommt.
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Re: Wie Grünlandstatus vermeiden ohne Umbruch?

Beitragvon forenkobold » Fr Feb 28, 2014 13:10

Ja, in Bayern ist in manchen Beziehungen die Welt noch in Ordnung.
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Re: Wie Grünlandstatus vermeiden ohne Umbruch?

Beitragvon Hofer_Pörndorf » Fr Feb 28, 2014 13:13

Bitte unterscheidet aber auch nach GL (= Grünland = Ackerkultur) und DG (Dauergrünland = Wiese, Weide, etc.)!
DG mit 591 wegbringen geht in Bayern in der Tat nur mit Pflug oder Abspritzen mit Neuansaat. Dafür brauchts eine Fotodokumentation oder man holt sich den Pflanzenbauberater vom Amt gleich dazu, der das bestätigt.
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Hafer als Deckfrucht --> Ackerbau

Beitragvon adefrankl » Fr Feb 28, 2014 14:13

Franzis1 hat geschrieben:Gestern auf der Versammlung vom LW-Amt meinte der gutste, er möchte schon sehen das umgebrochen wurde mit dem Pflug sonst könnte es bei einer Kontrolle Dauergrünland bleiben.


Nun gibt es natürlich den pluglosen Ackerbau. Würde es insofern nicht Sinn machen nach den Abspritzen als Deckfrucht (mit Grasuntersaat) Hafer anzubauen und dann auch als Hafer zu kodieren. Denn Hafer ist eindeutig eine Ackerkultur, insofern dürfte dann der Pflugverzicht weniger Fragen aufwerfen oder Interpretationsspielraum (im negativen Sinne) lassen. Idealerweise den Hafer dünn gesät und dann normal abernten. Alternativ als GPS oder grün verfüttert.
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Re: Wie Grünlandstatus vermeiden ohne Umbruch?

Beitragvon Teddy Bär » Sa Mär 01, 2014 10:12

Ich hatte so ein Problem auch mal mit Feldfutter.
Habe mich dann beraten lassen. Umcodieren hätte klar nicht gereicht.
Ich habe dann im Frühjahr früh abgeerntet, und Hafer per Mulchsaat reingedrückt. Da gab es ein Strichdatum, glaube der 15 Juni oder Juli. Wird vor dem Stichdatum geerntet, dann wäre ich im Fehler, weil es dann nicht als Getreide sondern als GPS angesehen worden wäre und das hätte nicht als Ackerfrucht im Antrag gegolten. Nach dem Stichdatum hat es als Ackerfrucht, also Hafer gegolten, egal was ich später dann damit mache. Ich habe dann nach dem Stichdatum den Hafer mit dem Mähwerk umgelegt und ins Silo gebracht und wieder neu mit Feldfutter eingesät.
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